Katzenpfötchen – eine Heilpflanze der Volksmedizin
Antennaria dioica (L.) Gaertn.

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🌿 Katzenpfötchen – Auf einen Blick

  • Familie: Korbblütler (Asteraceae)
  • Wuchshöhe: 5 bis 20, selten bis 30 cm
  • Blütezeit: Mai bis Juli
  • Verwendete Pflanzenteile: weibliche Blütenköpfchen
  • Wichtig: besonders geschützt – wild wachsende Pflanzen dürfen nicht gesammelt werden

Volksmund: Immortelle

Gewöhnliches Katzenpfötchen (Antennaria dioica): rosa Blütenköpfchen auf wollig behaarten Stängeln über graufilzigen Blattrosetten

Katzenpfötchen von Bernd Haynold, CC BY 2.5

Steckbrief von Katzenpfötchen

Steckbrief des Katzenpfötchens
Wissenschaftlicher Name Antennaria dioica (L.) Gaertn.
Familie Korbblütler (Asteraceae)
Wuchshöhe 5 bis 20, selten bis 30 cm
Blütezeit Mai bis Juli
Schutzstatus in Deutschland besonders geschützt, Rote Liste: gefährdet
Verwendung innerlich und äußerlich

Die Katzenpfötchen bringen zwei unterschiedliche Individuen hervor. Man findet Pflanzen mit rosa Köpfchen, die nur weibliche Blüten, und andere mit weißen Köpfchen, die Zwitterblüten tragen. Die Katzenpfötchen wachsen in großen Mengen vor allem in den Bergen auf Magerrasen mit kalkarmen Böden. Die eigentlich sehr unscheinbaren Blüten der Katzenpfötchen fallen erst durch ihre rot oder weiß gefärbten Hüllblätter auf. Interessant ist, dass die Pflanzen nicht im üblichen Sinne verwelken. Als Trockensträuße und „Immortellenkränze“ sind sie das ganze Jahr hindurch ein hübsch anzusehender Blumenschmuck. Früher wurde den Katzenpfötchen eine große Heilkraft bei Krebs und Lungentuberkulose nachgesagt. Nach neueren Untersuchungen wird den Katzenpfötchen jedoch keine bedeutende Wirkung mehr zugeschrieben. Die Heilpflanze soll die Gallenabsonderung fördern und wegen ihres Gerbstoffgehaltes stopfend bei Durchfall wirken.

Je nach Standort wird das ausdauernde Katzenpfötchen 5 bis 20, selten bis 30 cm hoch. Die bis zum Blütenstand unverzweigten Stängel sind seidig-wollig behaart und beblättert. Basal bildet das Katzenpfötchen eine Rosette. Diese besteht aus zahlreichen spateligen, oberseits grünen, behaarten bis kahlen, unterseits graufilzigen Blättern. Die oberen Stängelblätter sind lanzettlich bis lineal geformt und an den Stängel angedrückt. Die Blütezeit der Katzenpfötchen erstreckt sich von Mai bis Juli. Der Wurzelstock dieser Pflanze bildet oberirdische, beblätterte Ausläufer.

Standort von Katzenpfötchen

Das Katzenpfötchen wächst in Nord- und Mitteleuropa. Die Pflanze bevorzugt lichte Wälder, Magerrasen und Waldränder mit kalkarmen, sandigen Lehmböden. Man findet das Katzenpfötchen bis in Höhenlagen von 2400 m.

Das Gewöhnliche Katzenpfötchen ist in Deutschland besonders geschützt und in der Roten Liste als gefährdet eingestuft (BfN, FloraWeb). Wild wachsende Pflanzen dürfen nicht gesammelt werden.

Heilkraft von Katzenpfötchen

In der Volksmedizin werden dem Katzenpfötchen folgende Eigenschaften zugeschrieben:

  • antiseptisch

    Antiseptisch bzw. keimtötend nennt man Mittel, die an Haut, Schleimhaut oder Wunden Krankheitserreger abtöten oder hemmen und so Wundinfektionen verhindern sollen.

  • auswurffördernd

    Schleimlösend bzw. auswurffördernd (expektorierend) nennt man Mittel (Expektoranzien), die den Auswurf von Bronchialschleim erleichtern sollen, indem sie ihn vermehren oder verflüssigen.

  • erweichend

    Erweichend nennt man Mittel, die bei einer Verstopfung des Darmtraktes eingesetzt werden.

  • fiebersenkend

    Fiebersenkend (antipyretisch) nennt man Stoffe, die eine erhöhte Körpertemperatur senken oder vor Fieber schützen.

  • gallentreibend

    Gallentreibend nennt man Mittel, die die Gallenblase zusammenziehen und so den Austritt der Galle ermöglichen.

  • hustenbekämpfend

    Hustenbekämpfend (antitussiv) nennt man Mittel, die den Hustenreiz unterdrücken.

  • wundreinigend

    Wundreinigend bezieht sich auf die Wundreinigung, bei der infiziertes, geschädigtes oder abgestorbenes Gewebe aus einer Wunde entfernt wird.

  • wundheilend

    Wundheilend bzw. narbenbildend bezieht sich auf die Wundheilung: den Verschluss einer Wunde durch neu gebildetes Gewebe, an deren Ende eine Narbe steht.

Verwendete Pflanzenteile von Katzenpfötchen

In der Naturheilkunde benutzt man von dem Katzenpfötchen die getrockneten weiblichen Blütenköpfchen. Die gesammelten Blüten werden zu einer dünnen Schicht ausgebreitet und rasch im Schatten getrocknet.

Inhaltsstoffe von Katzenpfötchen

Wichtige Inhaltsstoffe dieser Heilpflanze sind Gerbstoff, Schleimstoff und Harz.

Anwendung von Katzenpfötchen

Das Katzenpfötchen wird in der Pflanzenheilkunde innerlich und äußerlich angewendet. Anwendungen mit dem Katzenpfötchen in der Naturheilkunde finden Sie auf diesen Seiten:

  • Erkältung

    Tees, Inhalationen und Wickel, die typische Erkältungsbeschwerden lindern können.

  • Fieber senken

    Wadenwickel, Tees und Hausmittel, die bei Fieber für Linderung sorgen können.

  • Gallenblase

    Bitterkräuter und Hausmittel, die die Gallenfunktion unterstützen können.

  • Schürfwunden

    Heilpflanzen und Hausmittel, die die Pflege von Schürfwunden unterstützen können.

  • Verletzungen

    Heilpflanzen und Hausmittel, die die Versorgung kleiner Verletzungen unterstützen können.

  • Wunden

    Heilpflanzen und Salben, die die Wundheilung begleitend unterstützen können.

Quellen

Grundlage der bisherigen Texte:

  • Geheimnisse und Heilkräfte der Pflanzen. Verlag Das Beste, ISBN-10: 3716600261
  • Der Kosmos Heilpflanzenführer: Über 600 Heil- und Giftpflanzen Europas, Franckh Kosmos Verlag, ISBN-10: 3440162680
  • RHS Die große Pflanzen-Enzyklopädie von A – Z, DK Verlag Dorling Kindersley, ISBN-10: 3831017298
  • Wikipedia - Heilpflanze
  • Wikipedia - Liste von Heilpflanzen
  • Gewöhnliches Katzenpfötchen - Wikipedia
  • Das große Lexikon der Heilpflanzen: 550 Pflanzen und ihre Anwendungen, Dorling Kindersley Verlag GmbH, ISBN 3831032327

Für die Überarbeitung gelesen:

Häufige Fragen zu Katzenpfötchen

Wie sehen die Blüten der Katzenpfötchen aus?

Man findet Pflanzen mit rosa Köpfchen, die nur weibliche Blüten, und andere mit weißen Köpfchen, die Zwitterblüten tragen.

Wo wächst das Katzenpfötchen?

Das Katzenpfötchen wächst in Nord- und Mitteleuropa. Die Pflanze bevorzugt lichte Wälder, Magerrasen und Waldränder mit kalkarmen, sandigen Lehmböden.

Ist das Katzenpfötchen geschützt?

Das Gewöhnliche Katzenpfötchen ist in Deutschland besonders geschützt und in der Roten Liste als gefährdet eingestuft (BfN, FloraWeb). Wild wachsende Pflanzen dürfen nicht gesammelt werden.

Wofür verwendet man Katzenpfötchen außer als Heilpflanze?

Als Trockensträuße und „Immortellenkränze“ sind sie das ganze Jahr hindurch ein hübsch anzusehender Blumenschmuck.

Wann blüht das Katzenpfötchen?

Die Blütezeit der Katzenpfötchen erstreckt sich von Mai bis Juli.