Judenkirsche - als Heilpflanze verwenden

Judenkirsche

Judenkirsche

Name: Physalis alkekengi L.
Pflanzennamen im Volksmund: Lampionblume, Blasenkirsche, Schlutte
Pflanzenfamilie: Nachtschattengewächse (Solanaceae)
Wuchshöhe: 20 bis 60 cm
Verwendung: Innerlich und Äußerlich,
Die pharmazeutische Industrie und die Tiermedizin verwendet Inhaltsstoffe dieser Pflanze
Heilkraut Anwendung - Rezepte finden Sie hier:
Gelbsucht, Gallensteine, Gicht, Harnstoff, Nierensteine, Ödem, Steinerkrankungen

Steckbrief / Beschreibung

Die Gemeine Judenkirsche beginnt ab dem Monat Mai in Gebüschen oder Unterbewuchs in Weinbergen zu blühen. Die Pflanzen lieben besonders kalkreiche Böden und ein mildes Klima. Im Laufe des Sommers wird der zur Blütezeit kleine, grün gefärbte Kelch der Judenkirsche langsam immer aufgeblasener, bis er schließlich wie ein kleiner Lampion aussieht. Gegen Ende des Sommers färbt sich dieser Lampion schließlich leuchtend rot, in seinem Inneren sind die heranreifenden Früchte locker eingeschlossen.

Die säuerlichen, kirschähnlichen Beeren können in geringen Mengen verzehrt werden. Der Kelch ist nicht genießbar, er enthält sehr viele Bitterstoffe. Früher wurden die Beeren der Judenkirsche in Branntwein eingelegt, dieser Trunk sollte bei Nieren- und Blasensteinen helfen. Auch einen harntreibenden Wein stellte man früher aus der Judenkirsche her, dabei verwendete man die gesamte Pflanze ohne ihre Wurzeln.

Die Judenkirsche ist eine ausdauernde Pflanze, sie erreicht eine Wuchshöhe zwischen 20 und 60 cm. Die aufrecht stehenden Stängel der Judenkirsche sind kantig und schwach behaart. Die sich meist paarweise bildenden, gestielten, kahlen oder schwach behaarten Blätter der Pflanze sind spitz eiförmig mit einem gewelltem Randbereich. Der Wurzelstock einer Judenkirsche wächst flach kriechend. Die kleinen, weißlichen Blüten bilden sich einzeln an dieser Heilpflanze. Der zunächst kleine Kelch wird im Laufe des Sommers immer größer und nimmt schließlich eine orange-rote Färbung an. Im Innern dieses Fruchtkelches reifen die orange bis scharlachrot gefärbten Beeren der Judenkirsche heran.

Standort / Hier findet man Judenkirschen

Die Pflanze wächst in Mittel- und Südeuropa bis in Höhenlagen von etwa 1500 m. In der Regel handelt es sich bei der Judenkirsche um verwilderte Pflanzen. Die bevorzugten Standorte sind Weinberge und Gebüsche an Wegrändern, Brachland.

Wirkung der Heilpflanze / Heilwirkung - Judenkirsche

Die Judenkirsche wirkt blutreinigend, entzündungshemmend, erfrischend, fiebersenkend, harntreibend und sedativ. Der Geschmack der Beeren einer Judenkirsche ist säuerlich.

Verwendete Pflanzenteile

In der Naturheilkunde benutzt man von der Judenkirsche die Beeren ohne die Kelche, die Stängel und die im September bis Oktober gesammelten Blätter.

Inhaltsstoffe der Judenkirschen

Wichtige Inhaltsstoffe dieser Heilpflanze sind: Vitamin C, Zitronensäure, Apfelsäure, Karotinoide, Kohlenhydrate, Spuren von Alkaloiden

Anwendung mit der Heilkraft dieser Pflanze

Die Judenkirsche wird in der Naturheilkunde innerlich und äußerlich angewendet. Anwendungen mit Judenkirsche in der Naturheilkunde finden Sie auf diesen Seiten: Gelbsucht, Gallensteine, Gicht, Harnstoff, Nierensteine, Ödem, Steinerkrankungen

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Bilder der Judenkirschen

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gemeine Judenkirsche

Gemeine Judenkirsche

Foto: H. Zell
GNU-Lizenz

gemeine Judenkirsche

Gemeine Judenkirsche

Foto: H. Zell
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