Quendelseide - als Heilpflanze verwenden

Quendelseide / Cuscuta epithymum L.

Wissenschaftlicher Name: Cuscuta epithymum L.
Pflanzennamen im Volksmund: Teufelszwirn, Klee-Seide
Pflanzenfamilie: Seidegewächse (Cuscutaceae)
Verwendung: Innerlich und Äußerlich
Die pharmazeutische Industrie verwendet Inhaltsstoffe dieser Pflanze
Heilkraut Anwendung - Rezepte finden Sie hier:
Abszess, Blähungen, Schürfwunden, Verletzungen, Verstopfung, Wundheilung

Steckbrief / Beschreibung

Die nur einjährig wachsende Quendelseide ist der Gattung parasitischer Pflanzen angehörig, denen eigenes Chlorophyll zur Photosynthese fehlt. Das hält die Quendelseide jedoch nicht davon ab sich kräftig zu entwickeln, oftmals bringt sie ihre Wirtspflanze in große Schwierigkeiten. Nach dem Keimen des Sämlings bildet die Quendelseide kleine Wurzeln zur ersten Versorgung mit notwendigen Nährstoffen. Sofort beginnt der Keimling fadenförmig in die Länge zu wachsen und unter windenden Bewegungen sucht sich die kleine Pflanze Halt an einer geeigneten Wirtspflanze.

An den Berührungspunkten mit der Wirtspflanze entwickelt die Quendelseide Saugorgane die sich in den Wirt bohren. Nun beginnen die Wurzeln der Quendelseide  abzusterben, sie werden nicht mehr benötigt. Die Stängelspitze der Quendelseide  wächst weiter und beginnt ein kräftiges Längenwachstum. Die Wirtspflanze wird dabei ihrer Kraft beraubt und zusätzlich regelrecht abgewürgt. In Europa sind gut 10 Seidearten bekannt. Je nach Art bevorzugen diese Pflanze unterschiedliche Wirtspflanzen. Die Quendelseide ist vorzugsweise unterschiedlichen Ginsterarten, auf Thymian und auf Heidekraut zu finden.

Die einjährig wachsende Quendelseide  bildet rötlich oder gelblich gefärbte, fadenförmige, um die Wirtspflanze gewundene Stängel mit Saugorganen. Die Stängelfarbe ist vom Standort und von der Wirtspflanze abhängig. Blätter werden von der Quendelseide keine gebildet. Ab Anfang Juni bis Mitte September bildet die Pflanze in wirren Knäueln kleine weiße oder rosafarbene Blüten.

Standort / Hier findet man Quendelseide

Die Pflanze ist im europäischen Raum bis in Höhenlagen von 2100 m zu finden. Die Quendelseide lebt parasitisch in Wirtspflanzen. Bevorzugte Wirtspflanzen der Quendelseide sind verschiedene Ginsterarten, Heidekraut und der Thymian.

Wirkung der Heilpflanze / Heilwirkung - Quendelseide

Die Quendelseide wirkt abführend, adstringierend, gallentreibend, windtreibend und wundreinigend

Verwendete Pflanzenteile

In der Naturheilkunde benutzt man von der Quendelseide die gesamte Pflanze, diese wird schonend im Schatten getrocknet.

Inhaltsstoffe der Quendelseide

Wichtige Inhaltsstoffe dieser Heilpflanze sind: Glykoside, Harz, Gerbstoff, Kautschuk und Enzyme

Anwendung mit der Heilkraft dieser Pflanze

Die Quendelseide kann innerlich und äußerlich angewendet werden. Anwendungen mit der Quendelseide in der Naturheilkunde finden Sie auf diesen Seiten: Abszess, Blähungen, Schürfwunden, Verletzungen, Verstopfung, Wundheilung

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Bilder der Quendelseide

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Quendelseide / Cuscuta epithymum L.

Quendelseide

Cuscuta epithymum L.
Foto: J.F. Gaffard, Lizenz: GFDL

Quendelseide / Cuscuta epithymum L.

Quendelseide

Cuscuta epithymum L.
Foto: Bernd Haynold, Lizenz: GFDL

Quendelseide / Cuscuta epithymum L.

Quendelseide

Cuscuta epithymum L.
Foto: Hans Hillewaert
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