Pfennigkraut – eine Heilpflanze der Volksmedizin
Lysimachia nummularia L.

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🌿 Pfennigkraut – Auf einen Blick

  • Familie: Primelgewächse (Primulaceae)
  • Wuchs: niederliegend, Stängel 10 bis 50 cm lang
  • Blütezeit: Mai bis Juli
  • Verwendung: innerlich und äußerlich

Volksmund: Münzkraut, Pfennig-Gilbweiderich

Pfennigkraut (Lysimachia nummularia): niederliegende Triebe mit rundlichen, gegenständigen Blättern und gelben, schalenförmigen Blüten auf Stein

Pfennigkraut von Leslie J. Mehrhoff, CC BY 3.0

Steckbrief von Pfennigkraut

Steckbrief des Pfennigkrauts
Wissenschaftlicher Name Lysimachia nummularia L.
Familie Primelgewächse (Primulaceae)
Wuchs niederliegend, Stängel 10 bis 50 cm lang
Blütezeit Mai bis Juli
Verwendung innerlich und äußerlich

Das Pfennigkraut ist ein ausgezeichneter Bodendecker und wird deshalb auch gerne in Gärten angepflanzt. Man entdeckt diese Heilpflanze nicht gleich, da die kleinen, rundlich beblätterten, 20 bis 50 cm langen Stängel niederliegend über den Boden wachsen. Die hübschen, für diese zierliche Pflanze verhältnismäßig großen, goldgelben Blüten erheben sich nur ein wenig über die Erdoberfläche. Die Blütezeit dieser Heilpflanze beginnt im Mai und endet im Juli. Das Pfennigkraut gedeiht am besten an frischen bis feuchten, meist halbschattigen Standorten, oft ist es zwischen höher aufragendem Gras versteckt. Das Pfennigkraut bildet selten reife Samen, diese Heilkräuter vermehren sich durch verwurzelnde, selbständig werdende Triebe.

Im Mittelalter und während der Renaissance wurde das Pfennigkraut zur Behandlung von Durchfall, Rheuma, Blutungen und Schwindsucht, schlecht heilenden Wunden und bei Geschwüren angewendet.

Standort von Pfennigkraut

Die Heilpflanze ist fast im gesamten mitteleuropäischen Raum bis in Höhenlagen von 1700 m zu finden. Der bevorzugte Standort des Pfennigkrauts sind buschige Landschaften, Gräben und Uferböschungen mit feuchten, nährstoffreichen Untergründen.

Heilkraft von Pfennigkraut

In der Volksmedizin werden dem Pfennigkraut folgende Eigenschaften zugeschrieben:

  • adstringierend

    Zusammenziehend: Ein Adstringens wirkt auf Haut und Schleimhaut durch Eiweißfällung austrocknend und verdichtet das Gewebe an der Oberfläche.

  • wundheilend

    Wundheilend bzw. narbenbildend bezieht sich auf die Wundheilung: den Verschluss einer Wunde durch neu gebildetes Gewebe, an deren Ende eine Narbe steht.

Verwendete Pflanzenteile von Pfennigkraut

In der Naturheilkunde benutzt man von dem Pfennigkraut die ab Mitte Juni bis in den August hinein gesammelte, gesamte Pflanze. Die gesammelten Pflanzen trocknet man kopfüber, zu Sträußen zusammengebunden, an einem schattigen Platz.

Inhaltsstoffe von Pfennigkraut

Wichtige Inhaltsstoffe dieser Heilpflanze sind Gerbstoffe, Schleimstoffe, Saponin, Kieselsäure, Kalium und Enzyme.

Anwendung von Pfennigkraut

Das Pfennigkraut wird innerlich und äußerlich angewendet. Zubereitungen mit dem Pfennigkraut in der Naturheilkunde finden Sie auf diesen Seiten:

  • Blutung

    Traditionelle blutstillende Heilpflanzen für kleinere Blutungen.

  • Durchfall

    Bewährte Hausmittel, die Magen und Darm bei Durchfall beruhigen können.

  • Hämorrhoiden

    Sitzbäder und Kräutersalben, die Hämorrhoidenbeschwerden lindern können.

  • Mund

    Mundspülungen und Kräuter für eine gesunde Mundhöhle.

  • Verletzungen

    Heilpflanzen und Hausmittel, die die Versorgung kleiner Verletzungen unterstützen können.

  • Wunden

    Heilpflanzen und Salben, die die Wundheilung begleitend unterstützen können.

Quellen

Grundlage der bisherigen Texte:

  • Geheimnisse und Heilkräfte der Pflanzen. Verlag Das Beste, ISBN-10: 3716600261
  • Der Kosmos Heilpflanzenführer: Über 600 Heil- und Giftpflanzen Europas, Franckh Kosmos Verlag, ISBN-10: 3440162680
  • RHS Die große Pflanzen-Enzyklopädie von A – Z, DK Verlag Dorling Kindersley, ISBN-10: 3831017298
  • Wikipedia - Heilpflanze
  • Wikipedia - Liste von Heilpflanzen
  • Pfennigkraut - Wikipedia
  • Das große Lexikon der Heilpflanzen: 550 Pflanzen und ihre Anwendungen, Dorling Kindersley Verlag GmbH, ISBN 3831032327

Für die Überarbeitung gelesen:

  • Wikipedia – Pfennigkraut (Stängel „10 bis 50 Zentimeter lang“; Blütezeit „in Deutschland von Mai bis Juli“; Höhenlage „im Unterwallis … 1700 Meter“; gelesen am 21.10.2026)
  • EMA – Download medicine data (Liste „Herbal medicines“) (Sicherheitsabschnitt; gelesen am 21.10.2026)

Häufige Fragen zu Pfennigkraut

Wie sieht das Pfennigkraut aus?

Man entdeckt diese Heilpflanze nicht gleich, da die kleinen, rundlich beblätterten, 20 bis 50 cm langen Stängel niederliegend über den Boden wachsen.

Wann blüht das Pfennigkraut?

Die Blütezeit dieser Heilpflanze beginnt im Mai und endet im Juli.

Wo wächst das Pfennigkraut?

Der bevorzugte Standort des Pfennigkrauts sind buschige Landschaften, Gräben und Uferböschungen mit feuchten, nährstoffreichen Untergründen.

Wie vermehrt sich das Pfennigkraut?

Das Pfennigkraut bildet selten reife Samen, diese Heilkräuter vermehren sich durch verwurzelnde, selbständig werdende Triebe.

Wofür wurde das Pfennigkraut früher verwendet?

Im Mittelalter und während der Renaissance wurde das Pfennigkraut zur Behandlung von Durchfall, Rheuma, Blutungen und Schwindsucht, schlecht heilenden Wunden und bei Geschwüren angewendet.