Pfirsichbaum – eine Heilpflanze der Volksmedizin
Prunus persica (L.) Batsch

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🌿 Pfirsichbaum – Auf einen Blick

  • Familie: Rosengewächse (Rosaceae)
  • Wuchshöhe: 1 bis 8 m
  • Blütezeit: April
  • Verwendung: Frucht innerlich und äußerlich
  • Wichtig: Kerne enthalten Blausäure; Blätter, Blüten und Kerne nicht innerlich anwenden
Pfirsich (Prunus persica): reife, gelbrot gefärbte Früchte zwischen schmalen, lanzettlichen Blättern

Pfirsichbaum von Lucien Monfils, CC BY-SA 3.0

Steckbrief von Pfirsichbaum

Steckbrief des Pfirsichbaums
Wissenschaftlicher Name Prunus persica (L.) Batsch
Familie Rosengewächse (Rosaceae)
Wuchshöhe 1 bis 8 m
Blütezeit April
Verwendung Frucht innerlich und äußerlich; Blätter, Blüten und Kerne innerlich nicht zu empfehlen

Wildwachsend findet man nur im Südosten Asiens verwandte Arten des kultivierten Pfirsichbaums. Die Chinesen kultivieren Pfirsiche schon seit sehr langer Zeit. In chinesischen Gedichten wird die Pfirsichblüte als Symbol der Erneuerung, der Jugend und der flammenden Liebe gefeiert. Irgendwann, der genaue Zeitpunkt ist nicht mehr nachvollziehbar, brachten Karawanen den Pfirsichbaum in den Mittleren Osten. Die Soldaten Alexanders des Großen waren von dieser Frucht sehr begeistert, von ihnen wurde der Pfirsichbaum nach Griechenland eingeführt. Bei Ausgrabungen in Süditalien fand man auf Fresken zahlreiche Darstellungen des Pfirsichbaums oder seiner Frucht.

Heute werden Pfirsiche weltweit kultiviert. Es gibt mehr als hundert Pfirsich-Sorten, einige sogar mit glatter Haut, wie die Nektarine. Frische Pfirsiche enthalten 85 Prozent Wasser, unterschiedliche Fruchtzucker, Mineralsalze und zahlreiche Vitamine, aber nur wenig ätherisches Öl. Vollreife Pfirsiche sollen kräftigend, appetitanregend und erfrischend wirken. Pfirsiche sind auch für Menschen mit einem empfindlichen Magen gut verträglich. Frisch gewonnener Pfirsichsaft wird als Tonikum für die Gesichtshaut verwendet. Blätter, Blüten und Kerne enthalten Blausäure und sollten daher innerlich nicht angewendet werden.

Heilkraft von Pfirsichbaum

In der Volksmedizin werden dem Pfirsichbaum folgende Eigenschaften zugeschrieben:

  • abführend

    Abführend (laxierend) nennt man Mittel, die den Stuhlgang bzw. die Darmentleerung fördern.

  • appetitanregend

    Appetitanregend wirken vor allem Bitterstoffe: Sie regen über die Geschmacksknospen reflexartig die Bildung von Speichel und Magensaft an.

  • erfrischend

    Erfrischend nennt die Volksheilkunde Mittel, die gegen Durst helfen und kühlend wirken sollen.

Außerdem wurden ihm früher folgende Eigenschaften zugeschrieben: krampflösend, sedativ (beruhigend) und wurmtreibend.

Anwendung von Pfirsichbaum

Der Pfirsichbaum wird in der Pflanzenheilkunde innerlich und äußerlich angewendet. Von einer innerlichen Anwendung der Blätter, Blüten und Kerne wird abgeraten. Anwendungen mit den Früchten des Pfirsichbaums in der Naturheilkunde finden Sie unter folgendem Stichwort:

  • Alpdrücken

    Beruhigende Kräuter und Hausmittel für einen ruhigeren Schlaf ohne Alpdrücken.

  • Schlaf

    Beruhigende Kräutertees und Abendrituale, die das Einschlafen erleichtern können.

  • Verstopfung

    Ballaststoffreiche Hausmittel und Kräuter, die bei Verstopfung die Verdauung anregen können.

⚠️ Hinweis: Pfirsichkerne nicht essen (Blausäure); Blätter, Blüten und Kerne nicht innerlich anwenden – siehe Sicherheitshinweise.

Quellen

Grundlage der bisherigen Texte:

  • Geheimnisse und Heilkräfte der Pflanzen. Verlag Das Beste, ISBN-10: 3716600261
  • Der Kosmos Heilpflanzenführer: Über 600 Heil- und Giftpflanzen Europas, Franckh Kosmos Verlag, ISBN-10: 3440162680
  • RHS Die große Pflanzen-Enzyklopädie von A – Z, DK Verlag Dorling Kindersley, ISBN-10: 3831017298
  • Wikipedia - Heilpflanze
  • Wikipedia - Liste von Heilpflanzen
  • Pfirsich - Wikipedia
  • Das große Lexikon der Heilpflanzen: 550 Pflanzen und ihre Anwendungen, Dorling Kindersley Verlag GmbH, ISBN 3831032327

Für die Überarbeitung gelesen:

Häufige Fragen zu Pfirsichbaum

Woher stammt der Pfirsichbaum?

Wildwachsend findet man nur im Südosten Asiens verwandte Arten des kultivierten Pfirsichbaums.

Wie kam der Pfirsich nach Griechenland?

Die Soldaten Alexanders des Großen waren von dieser Frucht sehr begeistert, von ihnen wurde der Pfirsichbaum nach Griechenland eingeführt.

Was enthalten Pfirsiche?

Frische Pfirsiche enthalten 85 Prozent Wasser, unterschiedliche Fruchtzucker, Mineralsalze und zahlreiche Vitamine, aber nur wenig ätherisches Öl.

Sind Pfirsichkerne giftig?

Die Vergiftungsinformationszentrale Wien nennt die Samen des Pfirsichs giftig: Bei der Verdauung des Kerns entsteht Blausäure, die je nach Dosis lebensbedrohlich sein kann, insbesondere bei Kindern.

Darf man Blätter und Blüten des Pfirsichbaums innerlich anwenden?

Blätter, Blüten und Kerne enthalten Blausäure und sollten daher innerlich nicht angewendet werden. Von einer innerlichen Anwendung der Blätter, Blüten und Kerne wird abgeraten.