Pastinak – eine Heilpflanze der Volksmedizin
Pastinaca sativa L.

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🌿 Pastinak – Auf einen Blick

  • Familie: Doldenblütler (Apiaceae)
  • Wuchshöhe: 30 bis 120 cm, selten bis 300 cm
  • Blütezeit: Juli bis September
  • Verwendung: innerlich
  • Wichtig: Verwechslungsgefahr mit giftigen Doldenblütlern

Volksmund: Germanenwurzel

Pastinak (Pastinaca sativa): frisch geerntete, hellbraune Pfahlwurzeln mit gefiederten grünen Blättern auf dem Boden

Pastinak von Goldlocki, CC BY-SA 3.0

Steckbrief von Pastinak

Steckbrief des Pastinaks
Wissenschaftlicher Name Pastinaca sativa L.
Familie Doldenblütler (Apiaceae)
Wuchshöhe 30 bis 120 cm, selten bis 300 cm
Blütezeit Juli bis September
Verwendung innerlich

Der von einer in Europa wildwachsenden Art abstammende Pastinak unterscheidet sich von der Wildform nur durch seine dickere, gelblichweiß gefärbte Pfahlwurzel. Bei den Römern war der Pastinak beliebt. Pastinak gehörte damals zu den weit verbreiteten Gemüsen, etwa im 11. Jahrhundert wurde er aber von den Möhren weitestgehend verdrängt. Pastinaken sind ein wertvolles Gemüse, im Vergleich zu den Möhren enthalten Pastinaken zwar etwas weniger Vitamine, dafür aber mehr Zucker und Proteine.

Beim Sammeln von den wildwachsenden Pastinaken ist Vorsicht geboten, da unter den gelb blühenden Doldenblütlern auch giftige Arten vorkommen. Verwechslungsgefahr besteht z. B. mit der Safrangelben Rebendolde (Oenanthe crocata L.) und dem Gefleckten Schierling (Conium maculatum L.). Eine ebenfalls in Europa verbreitete Unterart des Pastinaks, der Brennende Pastinak, kann durch einfache Berührung ziemlich unangenehme Hautreizungen verursachen.

⚠️ Hinweis: Verwechslungsgefahr mit giftigen Doldenblütlern; der Brennende Pastinak reizt die Haut – siehe Sicherheitshinweise.

Heilkraft von Pastinak

In der Volksmedizin werden dem Pastinak folgende Eigenschaften zugeschrieben:

  • blutreinigend

    „Blutreinigend“ ist ein Begriff der Volksmedizin für Mittel, die das Blut von Schadstoffen befreien sollen; die Fachmedizin verwendet ihn nicht, entgiftet wird über Leber und Nieren.

  • harntreibend

    Harntreibend (diuretisch) heißt, dass die Harnbildung in den Nieren verstärkt und mehr Urin ausgeschieden wird.

  • sedativ

    Sedativ bzw. beruhigend heißt, dass Funktionen des zentralen Nervensystems gedämpft werden.

Anwendung von Pastinak

Der Pastinak wird in der Pflanzenheilkunde innerlich angewendet. Anwendungen mit dem Pastinak in der Naturheilkunde finden Sie unter folgendem Stichwort:

  • Fettleibigkeit

    Pflanzliche Hilfen und Ernährungstipps, die beim Abnehmen unterstützen können.

Quellen

Grundlage der bisherigen Texte:

  • Geheimnisse und Heilkräfte der Pflanzen. Verlag Das Beste, ISBN-10: 3716600261
  • Der Kosmos Heilpflanzenführer: Über 600 Heil- und Giftpflanzen Europas, Franckh Kosmos Verlag, ISBN-10: 3440162680
  • RHS Die große Pflanzen-Enzyklopädie von A – Z, DK Verlag Dorling Kindersley, ISBN-10: 3831017298
  • Wikipedia - Heilpflanze
  • Wikipedia - Liste von Heilpflanzen
  • Das große Lexikon der Heilpflanzen: 550 Pflanzen und ihre Anwendungen, Dorling Kindersley Verlag GmbH, ISBN 3831032327

Für die Überarbeitung gelesen:

Häufige Fragen zu Pastinak

Woher stammt der Pastinak?

Der von einer in Europa wildwachsenden Art abstammende Pastinak unterscheidet sich von der Wildform nur durch seine dickere, gelblichweiß gefärbte Pfahlwurzel.

Warum wurde der Pastinak seltener angebaut?

Pastinak gehörte damals zu den weit verbreiteten Gemüsen, etwa im 11. Jahrhundert wurde er aber von den Möhren weitestgehend verdrängt.

Was enthält der Pastinak?

Pastinaken sind ein wertvolles Gemüse, im Vergleich zu den Möhren enthalten Pastinaken zwar etwas weniger Vitamine, dafür aber mehr Zucker und Proteine.

Womit kann man den Pastinak verwechseln?

Verwechslungsgefahr besteht z. B. mit der Safrangelben Rebendolde (Oenanthe crocata L.) und dem Gefleckten Schierling (Conium maculatum L.).

Ist der Pastinak giftig?

Die Giftpflanzen-Datenbank TPPT von Agroscope stuft den Pastinak für den Menschen als schwach giftig ein, die Datenbank der Universität Zürich (Veterinärmedizin) ebenfalls; die Wurzel ist essbar.