Pestwurz - als Heilpflanze verwenden

Pestwurz / Petasites hybridus

Pestwurz

Name: Petasites hybridus L.
Pflanzennamen im Volksmund: Pfaffenhütchen, Spindelbaum, europäisches Pfaffenhütchen, Pfaffenkäppchen, Pfaffenkapperl, Spillbaum, Spindelstrauch
Pflanzenfamilie: Korbblütler (Asteraceae)
Wuchshöhe: bis 40 cm zur Blütezeit, bis 1 m während der Fruchtzeit
Verwendung: Innerlich und Äußerlich
Die pharmazeutische Industrie verwendet Inhaltsstoffe dieser Pflanze
Heilkraut Anwendung - Rezepte finden Sie hier:
Gallenblase, Husten, Magen, Schönheitsmasken, Sodbrennen

Steckbrief / Beschreibung

Die Gemeine Pestwurz findet man meist in großen Bestände an Böschungen von Bach- und Flussläufen. Die sich in dichten Trauben bildenden Blütenköpfe erscheinen bereits im zeitigen Frühjahr. Kurze Zeit später verwelken die Blüten und es beginnen sich die großen Blätter der Pestwurz zu bilden. Die Form der Blätter dieser Pflanze sieht den Rhabarberblättern sehr ähnlich. Bis zum Ende der Blüte erreicht die Pestwurz eine Höhe von etwa 40 cm, die ausgewachsene Pflanze kann eine Größe von gut 1 m erreichen. Die Wurzeln der Pflanze sind kräftig und lang. Der kräftige, rötlich gefärbte Pflanzenschaft ist mit lanzettförmigen Schuppen übersät. Das Innere des Pflanzenschaftes ist hohl und locker mit einer spinnwebartigen Wolle angefüllt. Die grundständig angeordneten Blätter werden sehr groß, ihre Form ist rundlich, herzförmig oder nierenförmig. Der Blattrand einer Pestwurz ist gezahnt, die Unterseite der jungen Blätter besitzen eine feine, gräuliche Behaarung.

Die kräftigen Blattstiele einer Pestwurz sind gerippt, die nach oben gewandte Seite weist eine tiefe Furche auf. Die sich bereits ab März bildenden, violett-rosa gefärbten, röhrenförmigen Blüten der Pflanze zeigen sich anfangs in dichten, eng zusammenstehenden Trauben. Im weiteren Blühverlauf lockern sich die Blütentrauben auf. Der Wurzelstock einer Pestwurz hat einen leicht süßlichen Geruch, die Blattstiele riechen unangenehm bis stinkend. Der Geschmack einer frischen Pestwurz ist aufgrund des hohen Gerbstoffgehaltes der Pflanze bitter.

Standort / Hier findet man Pestwurz

Die Pflanze ist fast im gesamten europäischen Raum bis in Höhenlagen von 1300m zu finden. Der bevorzugte Standort der Gemeinen Pestwurz sind feuchte Wiesen und Uferböschungen.

Wirkung der Heilpflanze / Heilwirkung - Pestwurz

Pestwurz wirkt adstringierend, er fördert den Auswurf bei Bronchienbeschwerden, wirkt harn- und schweißtreibend, menstruationsregulierend und ist wundheilend.

Verwendete Pflanzenteile

In der Naturheilkunde benutzt man alle Teile der Gemeinen Pestwurz: Blätter, Blüten und auch der Wurzelstock finden Anwendung.

Inhaltsstoffe der Pestwurz

Wichtige Inhaltsstoffe dieser Heilpflanze sind: Ätherische Öle, Harz, Schleimstoffe, Gerbstoffe, Inulin

Anwendung mit der Heilkraft dieser Pflanze

Die Pestwurz kann innerlich und äußerlich angewendet werden. Anwendungen mit der Pestwurz in der Naturheilkunde finden Sie auf diesen Seiten: Gallenblase, Husten, Magen, Schönheitsmasken, Sodbrennen

In der Naturheilkunde benutzt man unterschiedliche Teile der Gemeinen Pestwurz. Aus den getrockneten Blättern und Blüten der Pestwurz stellt man einen Aufguss her. Dieser soll dem Kranken bei entzündeten Bronchien Erleichterung verschaffen. Die zerquetschten, frisch gesammelten Blätter der Pflanze fördern die Wundheilung bringen Linderung bei schmerzenden Gelenken. Die Wurzeln der Gemeinen Pestwurz besitzen krampflösende Eigenschaften. Für die Homöopathie werden aus der Gemeinen Pestwurz Mittel gegen Nervenschmerzen hergestellt. In der Medizin verwendet man die Pestwurz auch bei nervösen Beschwerden des Magens und bei gestörtem Gallenfluss

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Bilder der Pestwurz

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Pestwurz / Petasites hybridus

Pestwurz

Petasites hybridus
Foto: Viva La Ren
Lizenz: GFDL

Pestwurz / Petasites hybridus

Pestwurz

Petasites hybridus
Foto: Jeffdelonge
Lizenz: GFDL

Pestwurz / Petasites hybridus

Pestwurz

Petasites hybridus
Foto: Hannes Grobe
Bestimmte Rechte vorbehalten