Hämorrhoiden – Hausmittel der Naturheilkunde

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Unter Hämorrhoiden versteht man die Erweiterung von Venen an dem Mastdarm oder dem After. Bei der Behandlung von Hämorrhoiden sollte die innerliche Anwendung von Heilkräutern und Heilpflanzen durch eine äußerliche ergänzt werden.

Rezepte und Hausmittel mit Heilkräutern und Heilpflanzen, die traditionell bei Hämorrhoiden angewendet werden.

Weiße Taubnessel (Lamium album): weiße Lippenblüten in Quirlen um den Stängel zwischen gezähnten, nesselartigen Blättern

Weiße Taubnessel: Ihre Blüten und Blätter kommen in den Tee im Abschnitt „Hämorrhoiden / innerliche Behandlung“. Zum Rezept

Taubnessel von Jörg Hempel, CC BY-SA 2.0

Hämorrhoiden / innerliche Behandlung

Von einer der folgenden Zubereitungen zur Behandlung der Hämorrhoiden trinkt man täglich 2 Tassen.

Tee mit der Weißen Taubnessel

Man gibt 50 g Blüten und Blätter der Weißen Taubnessel in 1 Liter kochendes Wasser. Die Heilkräuter müssen 10 Minuten ziehen.

Sicherheitshinweis für die Weiße Taubnessel »

Tee mit der Kleinblütigen Königskerze

Man gibt 40 g Blüten der Kleinblütigen Königskerze in 1 Liter kochendes Wasser. Die Heilpflanzen müssen 10 Minuten ziehen.

Sicherheitshinweis für die Königskerze »

Tee mit Myrten

Man gibt 30 g Blätter der Myrte in 1 Liter kochendes Wasser. Die Pflanzen müssen 20 Minuten ziehen.

Sicherheitshinweis für die Myrte »

Tee mit Wasserpfeffer

Man gibt 30 g vom Wasserpfeffer in 1 Liter kochendes Wasser. Die Heilkräuter müssen 10 Minuten ziehen. Von dieser Zubereitung nimmt man alle 20 Minuten einen Esslöffel voll.

Sicherheitshinweis für den Wasserpfeffer »

Aufguss mit dem Echten Lungenkraut

Man gibt 40 g blühende Sprossspitzen vom Echten Lungenkraut in 1 Liter kochendes Wasser. Die Heilpflanzen müssen 10 Minuten ziehen.

Sicherheitshinweis für das Echte Lungenkraut »

Tee mit dem Großen Wiesenknopf

Man gibt 30 g vom Großen Wiesenknopf in 1 Liter kochendes Wasser. Die Pflanzen müssen 10 Minuten ziehen.

Sicherheitshinweis für den Großen Wiesenknopf »

Absud mit Roten Weinreben

Man gibt 50 g Blätter der Roten Weinrebe in 1 Liter Wasser. Die Blätter müssen 10 Minuten kochen und weitere 10 Minuten ziehen.

Sicherheitshinweis für die Weinrebe »

Breiumschläge gegen Hämorrhoiden

Von folgenden Pflanzen kann man einen Breiumschlag mit den frisch gesammelten und zerstoßenen und gequetschten Blättern machen.

Breiumschlag mit der Echten Hauswurz

Breiumschlag mit der Vogelmiere
Breiumschlag mit der Knotigen Braunwurz
Breiumschlag mit dem Kleinen Wiesenknopf
Breiumschlag mit dem Bachehrenpreis

Von folgenden Pflanzen kann man einen Breiumschlag mit den frisch gesammelten und in etwas Milch gekochten Blättern machen:

Breiumschlag mit der Kleinblütigen Königskerze

Breiumschlag mit dem Ausgebreiteten Glaskraut

Mit getränkten Kompressen betupfen

Mit einer der folgenden Zubereitungen zur Behandlung der Hämorrhoiden tränkt man Kompressen und betupft die Hämorrhoiden mehrmals täglich.

Absud der Gemeinen Schafgarbe

Man gibt 50 g blühende Sprossspitzen und Blätter der Gemeinen Schafgarbe in 1 Liter Wasser. Die Heilkräuter müssen 10 Minuten kochen.

Sicherheitshinweis für die Schafgarbe »

Absud mit Schlangenknöterich

Man gibt 60 g vom Schlangenknöterich in 1 Liter Wasser. Die Heilpflanzen müssen 15 Minuten kochen.

Sicherheitshinweis für den Schlangenknöterich »

Absud der Kleinen Braunelle

Man gibt 40 g der Kleinen Braunelle in 1 Liter Wasser. Die Pflanzen müssen 10 Minuten kochen.

Sicherheitshinweis für die Kleine Braunelle »

Absud mit Pfennigkraut

Man gibt 30 g vom Pfennigkraut in 1 Liter Wasser. Die Pflanzen müssen 10 Minuten kochen.

Sicherheitshinweis für das Pfennigkraut »

Absud mit Heidelbeeren

Man gibt 150 g Heidelbeeren in 1 Liter Wasser. Die Beeren müssen 30 Minuten kochen. Beim Abseihen werden die Beeren durch ein Sieb passiert und mit dem Absud vermischt.

⚠️ Hinweis: Für Heidelbeerblätter hat die Kommission E eine negative Bewertung abgegeben; bei längerer Anwendung in hoher Dosierung sind Vergiftungserscheinungen möglich. Diabetes gehört in ärztliche Behandlung; die Therapie darf nicht ohne Rücksprache durch Tee ersetzt oder verändert werden – siehe Sicherheitshinweise.

Sicherheitshinweis für die Heidelbeere »

Absud mit Pfingstrosen

Man gibt 30 g Wurzeln der Pfingstrose in 1 Liter Wasser. Die Wurzeln müssen 10 Minuten kochen.

ℹ️ Hinweis: Bei Krämpfen, neurologischen Beschwerden, Hämorrhoiden, starken Magen-Darm-Beschwerden oder Blutungen ist laut AWL eine ärztliche Abklärung nötig – siehe Sicherheitshinweise.

Sicherheitshinweis für die Pfingstrose »

Aufguss mit Schwarzem Holunder

Man gibt 80 g Blüten vom Schwarzen Holunder in 1 Liter kochendes Wasser. Die Blüten müssen 10 Minuten ziehen.

⚠️ Hinweis: Rohe Holunderbeeren enthalten den Giftstoff Sambunigrin; sie müssen vor dem Verzehr kurz auf über 80 °C erhitzt werden – siehe Sicherheitshinweise.

Sicherheitshinweis für den Holunder »

Absud mit Blutwurz

Man gibt 50 g Wurzeln der Blutwurz in 1 Liter Wasser. Die Wurzeln müssen 10 Minuten kochen.

Sicherheitshinweis für die Blutwurz »

Absud mit Walnussbaumblättern

Man gibt 40 g Blätter vom Walnussbaum in Liter Wasser. Die Blätter müssen 15 Minuten kochen und weitere 10 Minuten ziehen.

Sicherheitshinweis für die Echte Walnuss »

Dampfbad gegen Hämorrhoiden

Die folgende Zubereitung zur Behandlung der Hämorrhoiden eignet sich für Dampfsitzbäder. Die möglichst sehr heiße Zubereitung wird ohne Filtrieren in eine Wanne gegossen. Wegen der Verbrennungsgefahr eignet sich die Anwendung nicht für Kinder. Auch Erwachsene sollten sehr vorsichtig sein.

Aufguss mit Scharbockskraut

Man gibt 100 g vom Scharbockskraut in 1 Liter kochendes Wasser.

Sicherheitshinweis für das Scharbockskraut »

Sitzbad gegen Hämorrhoiden

Die folgende Zubereitung zur Behandlung der Hämorrhoiden eignet sich für Sitzbäder.

Bad mit Stieleiche

Man gibt 80 g Eichenrinde in 1 Liter Wasser. Die Rinde muss vor dem Abseihen 10 Minuten kochen.

Sicherheitshinweis für die Stieleiche »

Bad mit Löwenzahn

Man gibt 40 g Löwenzahn zusammen mit den Wurzeln in 1 Liter Wasser. Die Heilkräuter müssen vor dem Abseihen 10 Minuten kochen.

Sicherheitshinweis für den Löwenzahn »

Sicherheitshinweise zu den Pflanzen

Die folgenden Absätze und Hinweise sind wörtlich von den jeweiligen Pflanzenseiten übernommen (erster Absatz des Sicherheitsabschnitts und die Hinweise unter „Anwendung von …“).

Sicherheit von Lamium album (Weiße Taubnessel)

Die Kommission E des früheren Bundesgesundheitsamtes hat für Weiße-Taubnessel-Blüten (Lamii albi flos) eine Monographie erstellt (innerlich bei Katarrhen der oberen Luftwege, äußerlich bei leichten Entzündungen der Mund- und Rachenschleimhaut und der Haut); Nebenwirkungen sind dort nicht genannt. Nach Altmeyers’ Wiedergabe der Kommission-E-Monographie ist die Anwendung der Blüten bei fehlender Datenlage für Kinder unter 12 Jahren, Schwangere und Stillende kontraindiziert. Für das Kraut (Lamii albi herba) gibt es nur eine sogenannte Nullmonographie. Die Giftpflanzen-Datenbank der Universität Zürich (Veterinärmedizin) führt die Weiße Taubnessel als ungiftig. Für Lamium album liegt keine Bewertung des HMPC der EMA vor.

Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Weiße Taubnessel – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.

Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Weiße Taubnessel

Sicherheit & Toxizität von Verbascum spp. (Königskerze)

Die EU-Pflanzenmonographie (EMA/HMPC) bewertet die Blüten von Verbascum thapsus, V. densiflorum und V. phlomoides als traditionelles Arzneimittel zur Linderung von Halsschmerzen bei trockenem Husten und Erkältung. Als Gegenanzeige gilt eine Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff. Wechselwirkungen und Nebenwirkungen sind laut Monographie nicht bekannt. Bei Beschwerden, die sich verschlimmern oder länger als eine Woche anhalten, sowie bei Atemnot, Fieber oder eitrigem Auswurf sollte ein Arzt aufgesucht werden.

ℹ️ Hinweis: Bei Beschwerden über eine Woche oder bei Atemnot, Fieber oder eitrigem Auswurf ärztlichen Rat einholen – siehe Sicherheitshinweise.

ℹ️ Hinweis: Für Kinder unter 12 Jahren wird die Anwendung von Königskerzenblüten laut EMA mangels ausreichender Daten nicht empfohlen – siehe Sicherheitshinweise.

Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Königskerze – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.

Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Königskerze

Sicherheit von Myrtus communis (Myrte)

Für Myrtus communis liegt keine Bewertung des Ausschusses für pflanzliche Arzneimittel (HMPC) der EMA vor.

Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Myrte – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.

Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Myrte

Sicherheit von Persicaria hydropiper (Wasserpfeffer)

Für Persicaria hydropiper liegt keine Bewertung des Ausschusses für pflanzliche Arzneimittel (HMPC) der EMA vor.

Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Wasserpfeffer – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.

Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Wasserpfeffer

Sicherheit & Toxizität von Pulmonaria officinalis (Lungenkraut)

Eine amtliche Sicherheitsbewertung des Lungenkrauts, etwa eine Monographie des Ausschusses für pflanzliche Arzneimittel (HMPC) der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA), wurde bei der Recherche nicht gefunden. Die folgenden Hinweise stützen sich daher auf eine toxikologische Fachgesellschaft und eine pharmazeutische Fachseite.

ℹ️ Hinweis: Lungenkraut kann laut Gesellschaft für Toxikologie Pyrrolizidinalkaloide enthalten – siehe Sicherheitshinweise.

ℹ️ Hinweis: Bei Kindern sowie in Schwangerschaft und Stillzeit nur nach fachlicher Rücksprache verwenden – siehe Sicherheitshinweise.

Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Lungenkraut – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.

Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Lungenkraut

Sicherheit von Sanguisorba officinalis (Großer Wiesenknopf)

Für Sanguisorba officinalis liegt keine Bewertung des Ausschusses für pflanzliche Arzneimittel (HMPC) der EMA vor.

Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Großer Wiesenknopf – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.

Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Großer Wiesenknopf

Sicherheit von Vitis vinifera (Europäische Weinrebe)

Der Ausschuss für pflanzliche Arzneimittel (HMPC) der EMA hat rote Weinblätter (Vitis vinifera) bei chronischer Veneninsuffizienz sowie als traditionelles pflanzliches Arzneimittel bei schweren Beinen, bei Juckreiz und Brennen durch Hämorrhoiden und bei empfindlichen Hautkapillaren bewertet; unter 18 Jahren sowie in Schwangerschaft und Stillzeit wird die Anwendung nicht empfohlen. Nach der Datenbank der Universität Zürich (Veterinärmedizin) sind Weintrauben für Hunde stark giftig; die Giftpflanzen-Datenbank TPPT von Agroscope stuft die Weinrebe für den Menschen als hautreizend ein.

⚠️ Hinweis: Selbst hergestellte Aufgüsse nicht am Auge anwenden – siehe Sicherheitshinweise.

ℹ️ Hinweis: Die EMA hat nur die roten Weinblätter bewertet – siehe Sicherheitshinweise.

Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Weinrebe – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.

Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Weinrebe

Sicherheit & Toxizität von Achillea millefolium (Schafgarbe)

Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) hat Schafgarbenkraut (Millefolii herba) und Schafgarbenblüten (Millefolii flos) als traditionelle pflanzliche Arzneimittel bewertet. Die Monographien gelten für Tee und bestimmte Extrakte bei vorübergehender Appetitlosigkeit, leichten krampfartigen Magen-Darm-Beschwerden einschließlich Blähungen, leichten Menstruationskrämpfen sowie äußerlich bei kleinen oberflächlichen Wunden.

ℹ️ Hinweis: Bei Allergie gegen Korbblütler soll Schafgarbe nicht angewendet werden; Hautreaktionen wurden berichtet – siehe Sicherheitshinweise.

⚠️ Hinweis: Die EMA empfiehlt Schafgarbe in Schwangerschaft und Stillzeit mangels Daten nicht – siehe Sicherheitshinweise.

ℹ️ Hinweis: Die EMA rät, bei Beschwerden, die länger als ein bis zwei Wochen anhalten, ärztlichen Rat einzuholen – siehe Sicherheitshinweise.

⚠️ Hinweis: Die EMA empfiehlt Schafgarbe für Kinder unter 12 Jahren mangels Daten nicht – siehe Sicherheitshinweise.

Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Schafgarbe – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.

Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Schafgarbe

Sicherheit von Bistorta officinalis (Schlangenknöterich)

Für Bistorta officinalis liegt keine Bewertung des Ausschusses für pflanzliche Arzneimittel (HMPC) der EMA vor.

Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Schlangenknöterich – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.

Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Schlangenknöterich

Sicherheit von Prunella vulgaris (Kleine Braunelle)

Für Prunella vulgaris liegt keine Bewertung des Ausschusses für pflanzliche Arzneimittel (HMPC) der EMA vor.

Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Kleine Braunelle – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.

Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Kleine Braunelle

Sicherheit von Lysimachia nummularia (Pfennigkraut)

Für Lysimachia nummularia liegt keine Bewertung des Ausschusses für pflanzliche Arzneimittel (HMPC) der EMA vor.

Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Pfennigkraut – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.

Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Pfennigkraut

Sicherheit & Toxizität von Vaccinium myrtillus (Heidelbeere)

Für Heidelbeerblätter hat die Kommission E eine negative Bewertung abgegeben (ungünstiges Nutzen-Risiko-Verhältnis); bei längerer Anwendung des Blättertees in hoher Dosierung können Vergiftungserscheinungen auftreten. Die historische Anwendung bei Diabetes ist nicht ausreichend belegt. Bei Kindern, Schwangeren, Stillenden und chronisch Kranken ist besondere Vorsicht geboten; eine sichere Anwendungsdauer ist nicht festgelegt.

⚠️ Hinweis: Für Heidelbeerblätter hat die Kommission E eine negative Bewertung abgegeben; bei längerer Anwendung in hoher Dosierung sind Vergiftungserscheinungen möglich. Diabetes gehört in ärztliche Behandlung; die Therapie darf nicht ohne Rücksprache durch Tee ersetzt oder verändert werden – siehe Sicherheitshinweise.

Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Heidelbeere – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.

Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Heidelbeere

Sicherheit & Toxizität von Paeonia officinalis (Pfingstrose)

Für die Echte Pfingstrose liegt keine Monographie des Ausschusses für pflanzliche Arzneimittel (HMPC) der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) vor. Die EMA hat sich nur mit der Wurzel einer anderen Art, der Chinesischen Pfingstrose (Paeonia lactiflora), befasst und festgestellt, dass dafür keine EU-Monographie erstellt werden kann. Laut dem Arzneipflanzenlexikon AWL hat die Kommission E Pfingstrosenblüten und Pfingstrosenwurzel negativ bewertet. Eine amtliche Giftigkeitsbewertung wurde bei der Recherche nicht gefunden; die folgenden Angaben stammen aus AWL und PharmaWiki. Gartenformen und andere Paeonia-Arten können laut AWL botanisch und phytochemisch abweichen.

ℹ️ Hinweis: Bei Krämpfen, neurologischen Beschwerden, Hämorrhoiden, starken Magen-Darm-Beschwerden oder Blutungen ist laut AWL eine ärztliche Abklärung nötig – siehe Sicherheitshinweise.

Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Pfingstrose – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.

Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Pfingstrose

Sicherheit & Toxizität von Sambucus nigra (Schwarzer Holunder)

Rohe Holunderbeeren enthalten den Giftstoff Sambunigrin und können Erbrechen, Durchfall und Schüttelfrost auslösen. Sie müssen vor dem Verzehr kurz auf über 80 °C erhitzt werden; unreife Früchte enthalten deutlich mehr Giftstoff.

⚠️ Hinweis: Rohe Holunderbeeren enthalten den Giftstoff Sambunigrin; sie müssen vor dem Verzehr kurz auf über 80 °C erhitzt werden – siehe Sicherheitshinweise.

Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Holunder – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.

Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Holunder

Sicherheit von Potentilla erecta (Blutwurz)

Der Ausschuss für pflanzliche Arzneimittel (HMPC) der EMA hat Blutwurz (Tormentillwurzelstock) als traditionelles pflanzliches Arzneimittel zur Linderung von leichtem Durchfall und bei leichten Entzündungen der Mundschleimhaut bewertet. Blutwurz-Arzneimittel dürfen bei Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff nicht angewendet werden; für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren wird die Anwendung mangels Daten nicht empfohlen, ebenso in Schwangerschaft und Stillzeit. Bei Einnahme gegen Durchfall kann die Aufnahme gleichzeitig eingenommener Arzneimittel verzögert werden; das Mittel soll deshalb mindestens eine Stunde vor oder nach anderen Arzneimitteln eingenommen werden. Als Nebenwirkung können leichte Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit und Erbrechen auftreten. Bei wiederkehrendem Durchfall oder blutigem Stuhl, bei Durchfall länger als 3 Tage oder Mundbeschwerden länger als 1 Woche soll ein Arzt aufgesucht werden.

⚠️ Hinweis: Die EMA empfiehlt Blutwurz-Arzneimittel nicht für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren sowie nicht in Schwangerschaft und Stillzeit – siehe Sicherheitshinweise.

ℹ️ Hinweis: Die EMA hat Blutwurz nur bei leichtem Durchfall und leichten Entzündungen der Mundschleimhaut bewertet – siehe Sicherheitshinweise.

Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Blutwurz – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.

Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Blutwurz (Tormentill)

Sicherheit & Toxizität von Juglans regia (Walnuss)

Der Ausschuss für pflanzliche Arzneimittel (HMPC) der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) hat eine Monographie zu Walnussblättern veröffentlicht (Stand 2013, 2022 ohne Änderungsbedarf überprüft). Anerkannt ist ausschließlich die äußerliche, traditionelle Anwendung als Umschlag oder Bad bei leichten Hautentzündungen und bei übermäßigem Schwitzen an Händen und Füßen. Eine innerliche Anwendung ist in der Monographie nicht vorgesehen. Grüne Fruchtschalen und Nüsse sind nicht Gegenstand dieser Bewertung.

⚠️ Hinweis: Die EMA hat für Walnussblätter nur die äußerliche Anwendung anerkannt – siehe Sicherheitshinweise.

⚠️ Hinweis: Die EMA empfiehlt die Anwendung unter 18 Jahren nicht – siehe Sicherheitshinweise.

Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Echte Walnuss – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.

Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Walnussbaum

Sicherheit von Ficaria verna (Scharbockskraut)

Die Giftpflanzen-Datenbank TPPT von Agroscope stuft das Scharbockskraut für den Menschen als giftig ein; die Datenbank der Universität Zürich (Veterinärmedizin) führt alle Pflanzenteile als schwach giftig, besonders Wurzelstock und Brutknöllchen. Nach Wikipedia sind junge Blätter vor der Blütezeit in mäßigen Mengen unbedenklich. Für Ficaria verna liegt keine Bewertung des Ausschusses für pflanzliche Arzneimittel (HMPC) der EMA vor.

⚠️ Hinweis: Vom Scharbockskraut nur die frisch gesammelten, jungen Blätter vor der Blüte essen – siehe Sicherheitshinweise.

Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Scharbockskraut – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.

Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Scharbockskraut

Sicherheit & Toxizität von Quercus robur (Eichenrinde)

Eine länger dauernde innerliche Anwendung gerbstoffreicher Eichenrinden-Zubereitungen sollte vermieden werden. Bei Durchfall, der länger als 3–4 Tage anhält, bei Blut im Stuhl, Fieber, starken Schmerzen oder Anzeichen von Austrocknung ist ärztliche Abklärung nötig.

⚠️ Hinweis: Nach heutigem Kenntnisstand sollte Eichenrinde nicht bei nässenden, großflächigen Ekzemen angewendet werden; bei Säuglingen und Kindern wird vor der Anwendung eine fachliche Beurteilung empfohlen – siehe Sicherheitshinweise.

ℹ️ Hinweis: Für die Anwendung von Eichenrinden-Zubereitungen bei Kindern wird eine fachliche Beurteilung empfohlen – siehe Sicherheitshinweise.

Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Stieleiche – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.

Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Stieleiche

Sicherheit & Toxizität von Taraxacum officinale (Löwenzahn)

Der Ausschuss für pflanzliche Arzneimittel (HMPC) der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) hat zwei Monographien zum Löwenzahn veröffentlicht: eine aus dem Jahr 2009 für die Wurzel mit Kraut und eine aus dem Jahr 2022 für die Wurzel allein. Beide stufen Löwenzahn als traditionelles pflanzliches Arzneimittel ein, dessen Anwendung auf langjähriger Erfahrung beruht. Blüten und Milchsaft sind nicht Gegenstand dieser Bewertungen. Die Monographie für Wurzel mit Kraut wird derzeit überprüft.

⚠️ Hinweis: Bei Gallensteinen, Gallenwegsverschluss oder -entzündung und Lebererkrankungen ist Löwenzahn laut EMA nicht geeignet – siehe Sicherheitshinweise.

⚠️ Hinweis: Bei Nierenversagen, Herzschwäche oder Diabetes laut EMA wegen möglicher erhöhter Kaliumwerte meiden – siehe Sicherheitshinweise.

⚠️ Hinweis: Bei Überempfindlichkeit gegen Korbblütler (Asteraceae) nicht anwenden – siehe Sicherheitshinweise.

ℹ️ Hinweis: Halten die Beschwerden länger als zwei Wochen an, sollte ärztlicher Rat eingeholt werden – siehe Sicherheitshinweise.

Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Löwenzahn – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.

Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Löwenzahn

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Quellen

Grundlage der bisherigen Texte:

  • Geheimnisse und Heilkräfte der Pflanzen. Verlag Das Beste, ISBN-10: 3716600261
  • Der Kosmos Heilpflanzenführer: Über 600 Heil- und Giftpflanzen Europas, Franckh Kosmos Verlag, ISBN-10: 3440162680
  • RHS Die große Pflanzen-Enzyklopädie von A – Z, DK Verlag Dorling Kindersley, ISBN-10: 3831017298
  • Wikipedia - Heilpflanze
  • Wikipedia - Liste von Heilpflanzen
  • Wikipedia - Pflanzenheilkunde
  • Das große Lexikon der Heilpflanzen: 550 Pflanzen und ihre Anwendungen, Dorling Kindersley Verlag GmbH, ISBN 3831032327

Für die Überarbeitung gelesen:

Häufige Fragen zu Hämorrhoiden

Was versteht man unter Hämorrhoiden?

Unter Hämorrhoiden versteht man die Erweiterung von Venen an dem Mastdarm oder dem After.

Wie sollte man Hämorrhoiden behandeln?

Bei der Behandlung von Hämorrhoiden sollte die innerliche Anwendung von Heilkräutern und Heilpflanzen durch eine äußerliche ergänzt werden.

Eignet sich das Dampfsitzbad für Kinder?

Wegen der Verbrennungsgefahr eignet sich die Anwendung nicht für Kinder. Auch Erwachsene sollten sehr vorsichtig sein.