Faulbaum - als Heilpflanze verwenden

Faulbaum / Frangula alnus

Faulbaum

Name: Frangula alnus Mill.
Pflanzennamen im Volksmund: Amselbaum, Brechwegdorn, Gelbholz, Glatter Wegdorn, Grindholz, Pulverholz, Spillbaum, Zapfenholz, Zweckenbaum, Zweckenholz
Familie: Kreuzdorngewächse (Rhamnaceae)
Wuchshöhe: 1 bis 6 m
Verwendung: Innerlich und Äußerlich,
Die pharmazeutische Industrie und die Tiermedizin verwendet Inhaltsstoffe dieser Pflanze
Heilkraut Anwendung - Rezepte finden Sie hier:
Fettleibigkeit, Gallenblase, Hautflechte, Krätze

Steckbrief / Beschreibung

Man findet den Faulbaum oftmals im feucht-kühlen Unterholz von Laubwäldern und in in Gebüschen auf moorigem Untergrund. Der mit dem Kreuzdorn verwandte Faulbaum lässt sich anhand der fehlenden Dornen und der wechselständig angeordneten Blätter unterscheiden. Die kleinen, in unreifem Zustand roten und zur Reifezeit sich schwarz färbenden Steinfrüchte werden in der Naturheilkunde nicht verwendet. Kinder sollten wegen der Gefahr einer Vergiftung vor dem Verzehr dieser Früchte gewarnt werden.

Die in der Heilpflanzenkunde verwendete Rinde des Faulbaumes besitzt eine stark abführende Wirkung. Vor dem gebrauch der Rinde ist es wichtig, diese mindestens ein Jahr lang ablagern zu lassen. Bei Anwendungen mit frischer oder nicht genügend gelagerter Rinde kann es zu Übelkeit, Erbrechen, blutigen Durchfällen und Koliken kommen.

Erst während der Trocknung und Lagerung der Faulbaumrinde gehen die Glucofrangularoside unter Abspaltung von Zucker und gleichzeitiger Oxidation in die abführend wirkenden Antrachinon- und Dianthronderivate über. Diese neu entstehenden Verbindungen wirken abführend, da sie die Magen-Darm-Passage beschleunigen und gleichzeitig eine Zunahme des Wassergehalts des Stuhls bewirken.

Der Faulbaum ist ein kräftig wachsender Strauch mit einer Wuchshöhe von bis zu 6 m. Aus den aufrecht stehenden Stämmen dieser Pflanze bilden sich wechselständig angeordnete, horizontal wachsende, dornenfreie Zweige. Die Rinde frischer Triebe ist braun-rot gefärbt, später verändert sich die Rinde, sie wird weißrissig und die Farbe geht dann in schwarz-grau über. Die wechselständig angeordneten, länglich-eiförmig geformten Blätter des Faulbaum sind frisch grün gefärbt und auf der Unterseite schwach glänzend. Die sich vom April bis in den Juli bildende, unscheinbaren, kleinen Blüten eines Faulbaumes sind grün gefärbt. Die etwa erbsengroßen Steinfrüchte sind im unreifen zustand rot und als reife Früchte schwarz gefärbt.

Standort / Hier findet man den Faulbaum

Der Faulbaum wächst in ganz Europa mit Ausnahme der mediterranen Gebiete. Man findet diese Pflanze bis in Höhenlagen von etwa 1100 m. Bevorzugte Standorte dieser Heilpflanzen sind feucht-kühle Laubwälder mit kalkarmen, moorigen Böden.

Wirkung der Heilpflanze / Heilwirkung

Der Faulbaum wirkt abführend, gallentreibend und narbenbildend (wundheilend)

Verwendete Pflanzenteile

In der Naturheilkunde benutzt man von dem Faulbaum die von den Zweigen geschälte Rinde. Diese wird in schmale Streifen geschnitten und zügig getrocknet.

Inhaltsstoffe des Faulbaums

Wichtige Inhaltsstoffe dieser Heilpflanze sind: Emodinglykoside, Gerbstoffe, Saponin

Anwendung mit der Heilkraft dieser Pflanze

Der Faulbaum wird in der Heilpflanzenkunde innerlich und äußerlich angewendet. Heilkräftige Anwendungen mit Faulbaum in der Naturheilkunde finden Sie auf diesen Seiten: Fettleibigkeit, Gallenblase, Hautflechte, Krätze

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Bilder des Faulbaums

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Faulbaum / Frangula alnus

Faulbaum

Frangula alnus
Foto: Frank Vincentz
Lizenz: GFDL

Faulbaum / Frangula alnus

Faulbaum

Frangula alnus
Foto: Frank Vincentz
Lizenz: GGFDL

Faulbaum / Frangula alnus

Faulbaum

Frangula alnus
Foto: J.F. Gaffard
Lizenz: GFDL