Feldmannstreu – eine Heilpflanze der Volksmedizin
Eryngium campestre L.
🌿 Feldmannstreu – Auf einen Blick
- Familie: Doldenblütler (Apiaceae)
- Wuchshöhe: 15 bis 60 cm, gelegentlich bis 1 m
- Blütezeit: Juli bis September
- Verwendete Pflanzenteile: Blätter und Wurzeln
- Wichtig: besonders geschützt; wild wachsende Pflanzen nicht sammeln
Volksmund: Brachdistel, Männertreu, Mannstreu, Krausdistel
Feldmannstreu von Bernd Haynold, CC BY-SA 4.0
Steckbrief von Feldmannstreu
| Wissenschaftlicher Name | Eryngium campestre L. |
|---|---|
| Familie | Doldenblütler (Apiaceae) |
| Wuchshöhe | 15 bis 60 cm, gelegentlich bis 1 m |
| Blütezeit | Juli bis September |
| Verwendung | innerlich |
Der eher selten zu findende Feldmannstreu gehört zu der Familie der Doldenblütler. Die Zugehörigkeit zu dieser Pflanzengruppe ist nicht sofort ersichtlich, auf den ersten Blick erinnert diese Pflanze mit den distelartigen, stacheligen Blättern und Hüllblättern eher an einen Korbblütler. Der Feldmannstreu ist eine wärmeliebende Pflanze, die viel kräftige Sonneneinstrahlung verträgt. So findet man diese Heilkräuter auf trockenen Wildwiesen, an sonnenbeschienenen Wegrändern und auf Dämmen. Im Spätsommer beginnen sich die fruchtenden Stängel von der Wurzel abzulösen; sie werden dann vom Wind weitergetragen, um neue Standorte zu erobern. Pflanzen, die auf diese Art ihre Samen verbreiten, nennt man Laufdisteln oder Steppenhexen.
Der Feldmannstreu wurde bereits im Altertum gegen einige Leiden eingesetzt.
Der Feldmannstreu ist eine mehrjährig wachsende, krautige Pflanze, die eine Wuchshöhe von 15 bis 60 cm, gelegentlich bis zu 1 m erreichen kann. Die weißlich-grün gefärbten Stängel dieser Heilpflanzen sind kräftig verzweigt und beblättert. Die Farbe der derben, fiederteiligen, starren und dornig gezähnten Blätter ist weißlich-grün. Die unteren Stängelblätter wachsen an kurzen Stielen, die Blätter im oberen Bereich der Pflanze wachsen stängelumfassend ohne Stiele. Die sich von Juli bis September bildenden, kleinen, kugeligen Blüten sind gelb-weißlich gefärbt.
Standort von Feldmannstreu
Der Feldmannstreu wächst in Mittel- und Südeuropa bis in Höhenlagen von 1100 m. Bevorzugte Standorte dieser Heilkräuter sind Magerwiesen, Dämme und Wegränder.
Der Feldmannstreu gehört nach der Bundesartenschutzverordnung zu den besonders geschützten Pflanzen und steht in Deutschland auf der Vorwarnliste der Roten Liste (BfN, FloraWeb). Wild wachsende Pflanzen dürfen nicht gesammelt werden.
Heilkraft von Feldmannstreu
In der Volksmedizin werden dem Feldmannstreu folgende Eigenschaften zugeschrieben:
-
appetitanregend
Appetitanregend wirken vor allem Bitterstoffe: Sie regen über die Geschmacksknospen reflexartig die Bildung von Speichel und Magensaft an.
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harntreibend
Harntreibend (diuretisch) heißt, dass die Harnbildung in den Nieren verstärkt und mehr Urin ausgeschieden wird.
-
menstruationsregulierend
Menstruationsregulierend bezieht sich auf Mittel (Emmenagoga), die den Eintritt der Monatsblutung anregen sollen.
Der Geschmack dieser Heilkräuter ist im ersten Moment süßlich, kurz darauf wird er bitter und scharf.
Verwendete Pflanzenteile von Feldmannstreu
In der Naturheilkunde benutzt man von dem Feldmannstreu die von Juli bis August gesammelten Blätter und die vom Frühjahr bis Frühsommer gesammelten Wurzeln.
Inhaltsstoffe von Feldmannstreu
Wichtige Inhaltsstoffe dieser Heilpflanze sind ätherisches Öl, Saponin und Mineralsalze.
Anwendung von Feldmannstreu
Der Feldmannstreu wird in der Heilpflanzenkunde innerlich angewendet. Anwendungen mit Feldmannstreu in der Naturheilkunde finden Sie auf diesen Seiten:
-
Albuminurie
Traditionelle Hausmittel der Naturheilkunde rund um Eiweiß im Urin.
-
Appetit steigern
Bitterstoffe und Kräuter, die traditionell zur Anregung des Appetits genutzt werden.
-
Harnausscheidung
Kräutertees und Hausmittel, die eine gesunde Harnausscheidung unterstützen können.
-
Ödem
Entwässernde Kräuter und Anwendungen, die bei Wassereinlagerungen entlasten können.
Quellen
Grundlage der bisherigen Texte:
- Geheimnisse und Heilkräfte der Pflanzen. Verlag Das Beste, ISBN-10: 3716600261
- Der Kosmos Heilpflanzenführer: Über 600 Heil- und Giftpflanzen Europas, Franckh Kosmos Verlag, ISBN-10: 3440162680
- RHS Die große Pflanzen-Enzyklopädie von A – Z, DK Verlag Dorling Kindersley, ISBN-10: 3831017298
- Wikipedia - Heilpflanze
- Wikipedia - Liste von Heilpflanzen
- Feld-Mannstreu - Wikipedia
- Das große Lexikon der Heilpflanzen: 550 Pflanzen und ihre Anwendungen, Dorling Kindersley Verlag GmbH, ISBN 3831032327
Für die Überarbeitung gelesen:
- Wikipedia – Feld-Mannstreu (Wuchshöhe „15 bis 60 Zentimetern, kann jedoch auch gelegentlich bis zu 1 Meter“; Blütezeit „von Juli bis September“; Trivialnamen; gelesen am 16.10.2026)
- Bundesamt für Naturschutz, FloraWeb – Eryngium campestre (besonders geschützt, Vorwarnliste; Standort; gelesen am 16.10.2026)
- Giftpflanzen-Phytotoxin-Datenbank (TPPT) der Schweizer Forschungsanstalt Agroscope (Eryngium campestre: Sicherheitsabschnitt; gelesen am 16.10.2026)
- EMA – Download medicine data (Liste „Herbal medicines“) (Sicherheitsabschnitt; gelesen am 16.10.2026)
Häufige Fragen zu Feldmannstreu
Zu welcher Pflanzenfamilie gehört der Feldmannstreu?
Der eher selten zu findende Feldmannstreu gehört zu der Familie der Doldenblütler.
Was ist eine Laufdistel?
Im Spätsommer beginnen sich die fruchtenden Stängel von der Wurzel abzulösen; sie werden dann vom Wind weitergetragen, um neue Standorte zu erobern. Pflanzen, die auf diese Art ihre Samen verbreiten, nennt man Laufdisteln oder Steppenhexen.
Wo wächst der Feldmannstreu?
Der Feldmannstreu wächst in Mittel- und Südeuropa bis in Höhenlagen von 1100 m. Bevorzugte Standorte dieser Heilkräuter sind Magerwiesen, Dämme und Wegränder.
Ist der Feldmannstreu geschützt?
Der Feldmannstreu gehört nach der Bundesartenschutzverordnung zu den besonders geschützten Pflanzen und steht in Deutschland auf der Vorwarnliste der Roten Liste (BfN, FloraWeb). Wild wachsende Pflanzen dürfen nicht gesammelt werden.
Ist der Feldmannstreu giftig?
Die Giftpflanzen-Datenbank TPPT von Agroscope stuft die oberirdischen Teile des Feldmannstreus für den Menschen als phototoxisch ein.