Heiserkeit – Hausmittel der Naturheilkunde

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Unter Heiserkeit versteht man eine Veränderung der Stimme, die bis zur Stimmlosigkeit führen kann. Bei jeder Heiserkeit, die über einen längeren Zeitraum andauert, sollte man einen Arzt konsultieren.

Auf dieser Seite finden Sie Rezepte und Hausmittel mit Heilpflanzen und Heilkräutern, die traditionell bei Heiserkeit angewendet werden.

Odermennig (Agrimonia eupatoria): lange, ährenförmige Blütenstände mit kleinen gelben Blüten

Odermennig: Seine getrockneten Blätter kommen in den Absud zum Gurgeln im Abschnitt „Gurgeln gegen Heiserkeit“. Zum Rezept

Odermennig von Pichard, CC BY-SA 3.0

Allgemeine Hausmittel gegen Heiserkeit

Traditionell wird bei Heiserkeit und Husten folgendes Hausmittel empfohlen: Eine große Zwiebel ausquetschen und die Flüssigkeit der Zwiebel in eine Tasse mit heißer Milch einrühren. Zum Süßen gibt man noch einen Esslöffel Honig hinzu, alles wird gut umgerührt und schluckweise möglichst heiß getrunken. Sie können für diese Anwendung Winterzwiebeln oder Küchenzwiebeln verwenden.

Gurgeln gegen Heiserkeit

Mit einer der folgenden Zubereitungen zur Behandlung der Heiserkeit gurgelt man 3 mal täglich. Alle Zubereitungen werden mit Honig gesüßt und sorgfältig gefiltert.

Absud mit Gewöhnlichem Odermennig

Man gibt 100 g getrocknete Blätter vom Gewöhnlichen Odermennig in 1 Liter Wasser. Die Heilpflanzen müssen 4 Minuten kochen.

Sicherheitshinweis für den Odermennig »

Absud aus der Großen Bibernelle

Man gibt 40 g frische oder getrocknete Wurzeln der Großen Bibernelle in 1 Liter Wasser. Die Wurzeln müssen 10 Minuten kochen.

Sicherheitshinweis für die Bibernelle »

Absud mit der Kleinblütigen Königskerze

Man gibt 30 g getrocknete Blüten der Kleinblütigen Königskerze in 1 Liter Wasser. Die Blüten müssen 10 Minuten kochen. Erst nachdem die Flüssigkeit abgekühlt ist, filtriert man den Absud.

Sicherheitshinweis für die Königskerze »

Absud mit Waldkiefern

Man gibt 40 g zerriebene, frische Schösslinge der Waldkiefern in 1 Liter Wasser. Die Schösslinge müssen 30 Minuten kochen. Dieser Absud wird nicht gesüßt.

Sicherheitshinweis für die Waldkiefer »

Absud aus Brombeeren

Man gibt 100 g Blätter der Brombeeren in 1 Liter Wasser. Die Blätter müssen vor dem Filtrieren 15 Minuten kochen.

Sicherheitshinweis für die Brombeere »

Innerliche Behandlung der Heiserkeit

Tinktur mit Rundblättrigem Sonnentau

Man gibt 50 g der zerdrückten Heilpflanze für 10 Tage in 250 ml 60 % Alkohol. Nach dem Ziehen wird die Tinktur abgeseiht und in eine Flasche abgefüllt, täglich nimmt man 3 mal 10 Tropfen.

Sicherheitshinweis für den Rundblättrigen Sonnentau »

Tee mit Wildem Fenchel

Man übergießt 5 g Fenchelsamen in einer Tasse mit kochender Milch. Die Samen müssen 10 Minuten ziehen, der Tee wird mit Honig gesüßt und möglichst warm getrunken.

Sicherheitshinweis für den Fenchel »

Sirup mit Meerrettich

Man legt einige frisch geschnittene Scheiben vom Meerrettich in ein Gefäß und bestreut diese mit Zucker. Alles muss 4 bis 5 Stunden ziehen, von der sich absetzenden zuckrigen Flüssigkeit nimmt man täglich 1 bis 2 Esslöffel.

Sicherheitshinweis für den Meerrettich »

Probleme mit der Stimme

Bei Problemen mit der Stimme sollten Sie auch folgende Seiten anschauen, dort finden Sie weitere Hausmittel für eine Behandlung falls die Stimme mal heiser oder einfach ganz weg ist:

Stimme weg / Hausmittel der Naturheilkunde

Rachenentzündung Behandlung
Angina Behandlung / Die Stimme ist weg
Halsweh Behandlung / Hausmittel der Naturheilkunde

Sicherheitshinweise zu den Pflanzen

Die folgenden Absätze und Hinweise sind wörtlich von den jeweiligen Pflanzenseiten übernommen (erster Absatz des Sicherheitsabschnitts und die Hinweise unter „Anwendung von …“).

Sicherheit & Toxizität von Agrimonia eupatoria (Odermennig)

Der Ausschuss für pflanzliche Arzneimittel (HMPC) der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) hat das Kraut des Odermennigs (Agrimonia eupatoria) als traditionelles pflanzliches Arzneimittel bewertet: innerlich als Tee, Tinktur oder Flüssigextrakt bei leichtem Durchfall, zum Gurgeln bei leichten Entzündungen in Mund und Rachen sowie äußerlich bei leichten Hautentzündungen und kleinen, oberflächlichen Wunden. Die Bewertung gilt für Jugendliche ab 12 Jahren und Erwachsene.

ℹ️ Hinweis: Leber- und Gallenleiden gehören nicht zu den von der EMA bewerteten Anwendungsgebieten – siehe Sicherheitshinweise.

Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Odermennig – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.

Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Odermennig

Toxizität und Sicherheitsbewertung von Pimpinella major (Bibernelle)

Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Bibernelle – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.

Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Bibernelle

Sicherheit & Toxizität von Verbascum spp. (Königskerze)

Die EU-Pflanzenmonographie (EMA/HMPC) bewertet die Blüten von Verbascum thapsus, V. densiflorum und V. phlomoides als traditionelles Arzneimittel zur Linderung von Halsschmerzen bei trockenem Husten und Erkältung. Als Gegenanzeige gilt eine Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff. Wechselwirkungen und Nebenwirkungen sind laut Monographie nicht bekannt. Bei Beschwerden, die sich verschlimmern oder länger als eine Woche anhalten, sowie bei Atemnot, Fieber oder eitrigem Auswurf sollte ein Arzt aufgesucht werden.

ℹ️ Hinweis: Bei Beschwerden über eine Woche oder bei Atemnot, Fieber oder eitrigem Auswurf ärztlichen Rat einholen – siehe Sicherheitshinweise.

ℹ️ Hinweis: Für Kinder unter 12 Jahren wird die Anwendung von Königskerzenblüten laut EMA mangels ausreichender Daten nicht empfohlen – siehe Sicherheitshinweise.

Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Königskerze – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.

Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Königskerze

Sicherheit von Pinus sylvestris (Waldkiefer)

Nach Altmeyers’ Wiedergabe der Monographie hat die Kommission E Kiefernnadelöl innerlich bei katarrhalischen Erkrankungen der oberen und unteren Luftwege und äußerlich bei rheumatischen und neuralgischen Beschwerden positiv bewertet. Die Giftpflanzen-Datenbank TPPT von Agroscope stuft die oberirdischen Teile der Waldkiefer für Mensch und Tier als schwach giftig ein, die Datenbank der Universität Zürich (Veterinärmedizin) ebenfalls. Für Pinus sylvestris liegt keine Bewertung des Ausschusses für pflanzliche Arzneimittel (HMPC) der EMA vor.

Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Waldkiefer – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.

Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Waldkiefer

Sicherheitsbewertung von Rubus fruticosus (Brombeere)

Für Brombeerblätter liegen keine dokumentierten Sicherheitsbedenken oder offiziellen Kontraindikationen vor. Wegen des Gerbstoffgehalts (adstringierende Wirkung) wird bei langfristiger, hochdosierter innerlicher Anwendung allgemein zur Mäßigung geraten, spezifische Warnhinweise einer offiziellen Stelle gibt es dazu aber nicht.

Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Brombeere – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.

Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Brombeere

Sicherheit von Drosera rotundifolia (Rundblättriger Sonnentau)

Nach Altmeyers’ Wiedergabe der Monographie hat die Kommission E Sonnentaukraut bei Krampf- und Reizhusten positiv bewertet; für Arzneimittel werden heute meist andere Sonnentau-Arten verwendet. Für Drosera rotundifolia liegt keine Bewertung des Ausschusses für pflanzliche Arzneimittel (HMPC) der EMA vor.

Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Rundblättriger Sonnentau – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.

Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Sonnentau

Sicherheit von Foeniculum vulgare (Fenchel)

Der Ausschuss für pflanzliche Arzneimittel (HMPC) der EMA hat Bitterfenchelfrüchte (Foeniculum vulgare subsp. vulgare var. vulgare) als traditionelles pflanzliches Arzneimittel bei leichten krampfartigen Magen-Darm-Beschwerden mit Völlegefühl und Blähungen, bei leichten Krämpfen während der Menstruation und als schleimlösendes Mittel bei Husten mit Erkältung bewertet. Bei Überempfindlichkeit gegen Fenchel, andere Doldenblütler (Anis, Kümmel, Sellerie, Koriander, Dill), Anethol oder Beifußpollen dürfen sie nicht angewendet werden. Für Kinder unter 4 Jahren wird die Anwendung mangels Daten nicht empfohlen, bei Menstruationsbeschwerden nicht unter 12 Jahren; bei Kindern zwischen 4 und 12 Jahren nur, wenn die tägliche Estragol-Aufnahme den Richtwert von 1,0 µg je kg Körpergewicht nicht überschreitet. In Schwangerschaft und Stillzeit wird die Anwendung mangels Daten nicht empfohlen; trans-Anethol geht in die Muttermilch über. Erwachsene sollen die Zubereitungen nicht länger als 2 Wochen anwenden. Allergische Reaktionen der Haut oder der Atemwege sind möglich. Nach dem damaligen BgVV (heute BfR) gehören Bitter- und Süßfenchelfrüchte zu den Pflanzen, in denen Estragol und Methyleugenol vorkommen; das BfR nennt Fenchel 2022 unter den Kräutern mit Alkenylbenzolen.

⚠️ Hinweis: Fenchelfrüchte enthalten Estragol; die EMA empfiehlt Fenchel-Arzneitee nicht für Kinder unter 4 Jahren sowie nicht in Schwangerschaft und Stillzeit – siehe Sicherheitshinweise.

Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Fenchel – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.

Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Fenchel

Sicherheit & Toxizität von Armoracia rusticana (Meerrettich)

Meerrettichwurzel kann wegen ihrer scharfen, reizenden Inhaltsstoffe Magen, Darm, Haut und Schleimhäute reizen. Äußerlich, etwa als Auflage, kann eine zu lange oder zu konzentrierte Anwendung Hautreizungen verursachen. Diese Angaben stammen aus einer sekundären Fachquelle; eine Bewertung durch die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) liegt für Meerrettich nicht vor.

⚠️ Hinweis: Bei Magen- oder Darmgeschwüren und Nierenentzündungen Meerrettich nicht arzneilich anwenden – siehe Sicherheitshinweise.

ℹ️ Hinweis: Meerrettich-Auflagen nicht zu lange und nicht zu konzentriert anwenden, da sie die Haut reizen können – siehe Sicherheitshinweise.

ℹ️ Hinweis: Bei Kindern unter 4 Jahren soll Meerrettich nicht angewendet werden – siehe Sicherheitshinweise.

Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Meerrettich – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.

Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Meerrettich

Verwandte Hausmittel

Weitere Hausmittel zu verwandten Themen finden Sie auf diesen Seiten:

  • Halsweh

    Gurgelwasser, Tees und Halswickel, die bei Halsschmerzen wohltuend wirken können.

  • Husten

    Hustentees, Sirupe und Wickel, die Reizhusten und festsitzenden Husten lindern können.

  • Angina

    Gurgellösungen, Tees und Wickel, die bei Angina lindernd wirken können.

  • Reizhusten

    Überlieferte Tees und Absude mit Heilkräutern, die bei Reizhusten den Hustenreiz beruhigen sollen.

Quellen

Grundlage der bisherigen Texte:

  • Geheimnisse und Heilkräfte der Pflanzen. Verlag Das Beste, ISBN-10: 3716600261
  • Der Kosmos Heilpflanzenführer: Über 600 Heil- und Giftpflanzen Europas, Franckh Kosmos Verlag, ISBN-10: 3440162680
  • RHS Die große Pflanzen-Enzyklopädie von A – Z, DK Verlag Dorling Kindersley, ISBN-10: 3831017298
  • Wikipedia - Heilpflanze
  • Wikipedia - Liste von Heilpflanzen
  • Wikipedia - Pflanzenheilkunde
  • Das große Lexikon der Heilpflanzen: 550 Pflanzen und ihre Anwendungen, Dorling Kindersley Verlag GmbH, ISBN 3831032327

Für die Überarbeitung gelesen:

Häufige Fragen zur Heiserkeit

Was versteht man unter Heiserkeit?

Unter Heiserkeit versteht man eine Veränderung der Stimme, die bis zur Stimmlosigkeit führen kann.

Wann sollte man bei Heiserkeit einen Arzt aufsuchen?

Bei jeder Heiserkeit, die über einen längeren Zeitraum andauert, sollte man einen Arzt konsultieren.