Waldkiefer – eine Heilpflanze der Volksmedizin
Pinus sylvestris L.

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🌿 Waldkiefer – Auf einen Blick

  • Familie: Kieferngewächse (Pinaceae)
  • Wuchshöhe: bis 48 m hoher Baum
  • Blütezeit: April bis Mai
  • Verwendung: innerlich und äußerlich

Volksmund: Föhre, Gemeine Kiefer, Rotföhre, Weißkiefer, Forche

Kiefernzweig mit paarigen, bläulich-grünen Nadeln und einem Zapfen

Waldkiefer, Pinus sylvestris
von Maria João Santos, CC BY-SA 4.0

Steckbrief von Waldkiefer

Steckbrief der Waldkiefer
Wissenschaftlicher Name Pinus sylvestris L.
Familie Kieferngewächse (Pinaceae)
Wuchshöhe bis 48 m hoher Baum
Blütezeit April bis Mai
Verwendung innerlich und äußerlich
Bachblüten-Therapie Pine Bachblüte Nr. 24

Waldkiefern sind lichtliebende, ansonsten aber anspruchslose Bäume. Auch Sand- und Schotterflächen, felsige, steinige Untergründe und Moore sind geeignete Untergründe für die Waldkiefern. Der Stamm und die Rinde dieser Bäume enthalten reichlich Terpentin, aus dem das Colophonium hergestellt wird. Das Holz lieferte früher Teer und Pech, die Produktion dieser Stoffe ist aber heute bedeutungslos geworden. Die Nadeln der Waldkiefern sollen parfümieren und desinfizieren. Die an ätherischem Öl und Vitamin C reichen Knospen bzw. Maitriebe der Kiefern werden in der Naturheilkunde verwendet. Die pharmazeutische Industrie verwendet Inhaltsstoffe dieser Pflanze.

Man sammelt die auffallend hellgrün gefärbten Sprosse vor dem Auswachsen in den Monaten April und Mai von den Zweigen. Dann trocknet man die Knospen und Triebe im Backofen oder im Zeitraum von ein bis zwei Monaten auf Gitterrosten im Freien. Die Maitriebe der Waldkiefern werden verschieden angewendet. Innerlich benutzt man sie als Aufguss oder Absud, äußerliche Anwendungen findet man als Mundwasser oder Badezusatz. Man verwendet auch gereinigtes Terpentinöl in heißem Wasser zum Inhalieren. Vor allem Asthma, Keuchhusten und Entzündungen der Luftwege werden auf diese Weise behandelt. Als Badezusatz oder zum Einreiben benutzt man die Maitriebe bei der Behandlung von Rheuma und Gicht.

Waldkiefern sind bis 48 m hoch wachsende Bäume mit aufrechtem Stamm. Die Krone junger Bäume ist kegelförmig, bei alten Waldkiefern wird sie schirmförmig. Die Rinde ist rissig, schuppig abblätternd und rötlich gefärbt, im unteren Stammteil jedoch eher bräunlichgrau. Die Nadeln einer Waldkiefer sind steif, auf der flachen Seite dunkel bläulichgrün. Sie wachsen in Paaren zu je zwei Stück und werden etwa 6 cm lang.

Standort von Waldkiefer

Die Waldkiefer wächst im gesamten europäischen Raum. In den südlichen Gebieten sind diese Bäume vor allem in den Gebirgen zu finden. Man findet Waldkiefern bis in Höhenlagen von über 2000 m.

Heilkraft von Waldkiefer

In der Volksmedizin werden der Waldkiefer folgende Eigenschaften zugeschrieben:

  • antiseptisch

    Antiseptisch bzw. keimtötend nennt man Mittel, die an Haut, Schleimhaut oder Wunden Krankheitserreger abtöten oder hemmen und so Wundinfektionen verhindern sollen.

  • auswurffördernd

    Schleimlösend bzw. auswurffördernd (expektorierend) nennt man Mittel (Expektoranzien), die den Auswurf von Bronchialschleim erleichtern sollen, indem sie ihn vermehren oder verflüssigen.

  • harntreibend

    Harntreibend (diuretisch) heißt, dass die Harnbildung in den Nieren verstärkt und mehr Urin ausgeschieden wird.

  • stimulierend (anregend)

    Stimulierend (anregend) heißt, dass die Tätigkeit der Nerven verstärkt, beschleunigt oder verbessert wird.

Außerdem gilt die Waldkiefer als balsamisch.

Verwendete Pflanzenteile von Waldkiefer

In der Naturheilkunde benutzt man von der Waldkiefer das frisch ausfließende Harz, die Nadeln und die frischen Maitriebe.

Inhaltsstoffe von Waldkiefer

Wichtige Inhaltsstoffe dieser Heilpflanze sind ätherisches Öl, Harz und Glykoside.

Anwendung von Waldkiefer

Die Waldkiefer wird in der Pflanzenheilkunde innerlich und äußerlich angewendet. Anwendungen mit den Waldkiefern in der Naturheilkunde finden Sie auf diesen Seiten:

  • Asthma

    Naturheilkundliche Hausmittel, die eine ärztliche Asthmatherapie ergänzen können.

  • Blasenentzündung

    Blasentees und Wärmeanwendungen, die bei Blasenentzündung unterstützend wirken können.

  • Bronchitis

    Hustentees, Inhalationen und Brustwickel, die bei Bronchitis lindernd wirken können.

  • Gicht

    Kräuter und Ernährungstipps, die bei Gicht begleitend eingesetzt werden.

  • Heiserkeit

    Tees und Hausmittel, die eine angegriffene Stimme bei Heiserkeit schonen können.

  • Keuchhusten

    Hausmittel, die eine ärztliche Behandlung von Keuchhusten begleitend unterstützen können.

Quellen

Grundlage der bisherigen Texte:

  • Geheimnisse und Heilkräfte der Pflanzen. Verlag Das Beste, ISBN-10: 3716600261
  • Der Kosmos Heilpflanzenführer: Über 600 Heil- und Giftpflanzen Europas, Franckh Kosmos Verlag, ISBN-10: 3440162680
  • RHS Die große Pflanzen-Enzyklopädie von A – Z, DK Verlag Dorling Kindersley, ISBN-10: 3831017298
  • Wikipedia - Heilpflanze
  • Wikipedia - Liste von Heilpflanzen
  • Waldkiefer - Wikipedia
  • Das große Lexikon der Heilpflanzen: 550 Pflanzen und ihre Anwendungen, Dorling Kindersley Verlag GmbH, ISBN 3831032327

Für die Überarbeitung gelesen:

Häufige Fragen zu Waldkiefer

Welche Standorte bevorzugt die Waldkiefer?

Waldkiefern sind lichtliebende, ansonsten aber anspruchslose Bäume.

Wann sammelt man die Maitriebe?

Man sammelt die auffallend hellgrün gefärbten Sprosse vor dem Auswachsen in den Monaten April und Mai von den Zweigen.

Wie werden die Maitriebe angewendet?

Innerlich benutzt man sie als Aufguss oder Absud, äußerliche Anwendungen findet man als Mundwasser oder Badezusatz.

Wie hat die Kommission E Kiefernnadelöl bewertet?

Nach Altmeyers’ Wiedergabe der Monographie hat die Kommission E Kiefernnadelöl innerlich bei katarrhalischen Erkrankungen der oberen und unteren Luftwege und äußerlich bei rheumatischen und neuralgischen Beschwerden positiv bewertet.

Wie hoch wird die Waldkiefer?

Waldkiefern sind bis 48 m hoch wachsende Bäume mit aufrechtem Stamm.