Waldmeister - als Heilpflanze verwenden

Waldmeister

Waldmeister

Name: Galium odoratum (L.) Scop.
Pflanzennamen im Volksmund: Waldmeier, Mäserich, Gliedkraut, Gliedegenge, Maikraut, Maienkraut,  Zehrkraut
Pflanzenfamilie: Rötegewächse (Rubiaceae)
Wuchshöhe: 10 bis 30 cm
Verwendung: Innerlich und Äußerlich
Die pharmazeutische verwendet Inhaltsstoffe dieser Pflanze
Heilkraut Anwendung - Rezepte finden Sie hier:
Abszeß, Alpdrücken, Frühjahrskur, Gallenblase, Herzklopfen, Insekten, Nervosität, Nierensteine, Rauchen aufhören, Schlaflosigkeit, Tabakmißbrauch, Verdauungsprobleme

Steckbrief / Beschreibung

Bereits seit dem 9. Jahrhundert ist die Verwendung des Waldmeisters in vielen Gegenden verbreitet. Der recht beliebte Maitrunk oder die Maibowle sind weit bekannt. Im 18. Jahrhundert verkündete der polnische König Stanislas Leszczynski, dass er seine große Kraft und ausgezeichnete Gesundheit einem mit Waldmeister hergestellten Tee verdanke. Von diesem Getränk nehme er jeden Morgen eine Tasse zu sich. Tee aus Waldmeister besitzt auch eine schweißtreibende Wirkung. In frischem Zustand riecht Waldmeister nur schwach. Erst während des Trocknungsvorgangs verströmt Waldmeister seinen charakteristischen Geruch.  Dieser rührt von dem Gehalt an Cumarin her, das während des Trocknens aus einer chemischen Verbindung freigesetzt wird.

Cumarin findet man auch in anderen Pflanzen.  Es verleiht z. B. dem Heu seinen typischen Geruch. Da der Cumaringehalt im Waldmeister ziemlich gering ist, treten kaum ernsthafte Vergiftungen beim Genuss des Waldmeisters auf. Wird Waldmeister jedoch in größeren Mengen genossen, können durchaus starke Kopfschmerzen und Benommenheit auftreten. Der Waldmeister wurde früher wegen seines angenehmen Duftes und als Motten- und Insektenschutz gern in Büscheln in die Kleiderschränke gehängt.

Je nach Standort wird der ausdauernde Waldmeister 10 bis 30 cm hoch. Die aufrecht wachsenden Stängel sind einfach, dreikantig, glänzend und mit einem Haarkranz unter den Blattquirlen. Die dunkelgrünen, lanzettlichen, spitzen, kahlen Blätter des Waldmeisters bilden sich in Quirlen zu 6 bis 9 Stück. Die Blütezeit des Waldmeisters liegt zwischen April und Juni. Die kleinen, weißen Blüten bilden sich in endständigen Scheindolden. Der Wurzelstock dieser Pflanzen ist dünn, kriechend. Der Geruch und der Geschmack des Waldmeisters ist angenehm, Waldmeister ist leicht bitter.

Standort / Hier findet man Waldmeister

Der Waldmeister wächst in Mitteleuropa. Die Pflanze bevorzugt Buchen- und Mischwälder mit nährstoffreichen Böden. Man findet Waldmeister bis in Höhenlagen von etwa 1800 m.

Wirkung der Heilpflanze / Heilwirkung - Waldmeister

antiseptisch (keimtötend), blutreinigend, gallentreibend, harntreibend, schweißtreibend, sedativ (beruhigend), tonisch, wundheilend

Verwendete Pflanzenteile

In der Naturheilkunde benutzt man von dem Waldmeister die gesamte Pflanze ohne die Wurzeln. Die Pflanzen werden zu Beginn der Blütezeit (April-Juni) gesammelt. Gesammelte Pflanzen hängt man zu Büscheln zusammengebunden zum Trocknen auf. Waldmeister verfärbt sich beim Trocknen schwarz.

Inhaltsstoffe des Waldmeisters

Wichtige Inhaltsstoffe dieser Heilpflanze sind: Cumarin, Fette, Vitamin C (Blätter), Farbstoffe

Anwendung mit der Heilkraft dieser Pflanze

Der Waldmeister wird in der Pflanzenheilkunde innerlich und äußerlich angewendet. Anwendungen mit dem Waldmeister in der Naturheilkunde finden Sie auf diesen Seiten: Abszess, Alpdrücken, Frühjahrskur, Gallenblase, Herzklopfen, Nervosität, Nierensteine, Rauchen aufhören, Schlaflosigkeit, Tabakmißbrauch, Verdauungsprobleme

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Bilder des Waldmeisters

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