Waldgeißblatt - als Heilpflanze verwenden

Name: Lonicera periclymenum L.
Pflanzennamen im Volksmund: Deutsches Geißblatt, Waldheckenkirsche, Windendes Geißblatt, Wildes Geißblatt, Geissblatt
Pflanzenfamilie: Geißblattgewächse (Caprifoliaceae)
Wuchshöhe: 1 bis 5 m
Verwendung: Innerlich und Äußerlich
Heilkraut Anwendung - Rezepte finden Sie hier:
Angina, Halsweh, Husten, Reizhusten, Stimme weg

Steckbrief / Beschreibung

Das überwiegend in Mitteleuropa verbreitete Waldgeißblatt ist derselben Familie wie der Holunder und der Schneeball zugehörig. Waldgeißblätter sind eine der wenigen verholzenden Kletterpflanzen, die man in der mitteleuropäischen Flora finden kann. Die Stängel dieser Pflanzen winden sich immer im Uhrzeigersinn um ihre Stützen. Ein Waldgeißblatt kann etwa 40 Jahre alt werden. Bevorzugte Standorte des Waldgeißblattes sind vor allem lichte Wäldern, Waldränder und Hecken. Als Untergrund bevorzugen diese Pflanzen kalkarme Böden. Der kräftige Blütenduft eines Waldgeißblattes lockt während der Sommermonate zahlreiche Nachtfalter an. Nur diese können mit ihren langen Rüsseln den am Grund der röhrenartigen Blüten gebildeten Nektar erreichen.

Früher wurde vor allem die Rinde dieser Kletterpflanzen zu Heilzwecken verwendet. In neuerer Zeit dagegen verwendete man die Blätter und die Blüten des Waldgeißblattes wegen der ihnen nachgesagten antiseptisch (keimtötend)en und harntreibenden Eigenschaften. Bei allen Anwendungen der Naturheilkunde kann man das Waldgeißblatt auch durch das Wohlriechende Geißblatt (L. caprifolium L.) ersetzen. Diese findet man oftmals in Gärten als kletternde Zierpflanze.

Je nach Standort und Alter wächst das Waldgeißblatt 1 bis 5 m hoch. Die Stängel dieser strauchigen Kletterpflanze winden sich im Urzeigersinn um ihre Stützen. Die jungen Äste sind an der Spitze behaart. Die gegenständig angeordneten, elliptisch geformten Blätter sind kurz gestielt; die Blätter im oberen Bereich der Pflanze sind sitzend. Die Blütezeit des Waldgeißblattes erstreckt sich von Juni bis September. Die elfenbeinfarben, rötlich überlaufen Blüten stehen in endständigen, gestielten Köpfchen. Die Beeren des Waldgeißblattes sind rot, eiförmig und enthalten mehrere Samen. Die Wurzeln der Pflanzen bilden Adventivknopsen. Der Geruch eines Waldgeißblattes ist angenehm, leicht aromatisch.

Standort / Hier findet man Waldgeißblatt

Das Waldgeißblatt wächst überwiegend in Mitteleuropa. Die Pflanze bevorzugt lichte Wälder, Waldränder und Hecken. Man findet das Waldgeißblatt bis in Höhenlagen von etwa 1000 m.

Wirkung der Heilpflanze / Heilwirkung - Waldgeißblatt

adstringierend, antiseptisch (keimtötend), harntreibend, schweißtreibend, wundreinigend

Verwendete Pflanzenteile

In der Naturheilkunde benutzt man von dem Waldgeißblatt die Blätter und die Blüten. Die Blütezeit erstreckt sich von Juni bis Juli. Gesammelte Pflanzen sollten rasch und schonend im Schatten getrocknet werden.

Inhaltsstoffe des Waldgeißblatts

Wichtige Inhaltsstoffe dieser Heilpflanze sind: Salizylsäure. Schleim, ätherisches Öl, Glykoside

Anwendung mit der Heilkraft dieser Pflanze

Das Waldgeißblatt wird in der Pflanzenheilkunde innerlich und äußerlich angewendet. Anwendungen mit dem Waldgeißblatt in der Naturheilkunde finden Sie auf diesen Seiten: Angina, Halsweh, Husten, Reizhusten, Stimme weg

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Bilder des Waldgeißblatts

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Waldgeißblatt

Waldgeißblatt

Foto: Frank Vincentz
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