Zwetschge – eine Heilpflanze der Volksmedizin
Prunus domestica subsp. domestica L.

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🌿 Zwetschge – Auf einen Blick

  • Familie: Rosengewächse (Rosaceae)
  • Verwendung: innerlich
  • Wichtig: die Kerne sollten wegen ihres relativ hohen Blausäuregehaltes nicht gegessen werden

Volksmund: Hauspflaume, Hauszwetschge, Zwetsche, Quetsche, Zwetschke, Zwetschge

Pflaumenbaum (Prunus domestica): Zweige mit vielen runden, rot-violetten Früchten zwischen grünen Blättern vor blauem Himmel

Foto: Maxime Laterreur, CC BY-SA 4.0

Steckbrief von Zwetschge

Steckbrief der Zwetschge
Wissenschaftlicher NamePrunus domestica subsp. domestica L.
FamilieRosengewächse (Rosaceae)
Verwendunginnerlich

Es wird vermutet, dass die Zwetschge mit ihren eher kleinen, rundlichen, meist schwarzblauen oder dunkelpurpurn gefärbten Früchten eine Kreuzung aus dem ebenfalls in der Naturheilkunde verwendeten Schwarzdorn (P. spinosa L.) und der Kirschenpflaume (P. cerasifera Ehrh.) ist. Im mittleren Orient wird die Zwetschge seit langem kultiviert, und auch die Römer kannten bereits verschiedene Sorten. Die Kerne der Zwetschgen sollten wegen ihres relativ hohen Blausäuregehaltes nicht gegessen werden. Die Echte Zwetschge (Prunus domestica subsp. domestica) ist eine Unterart der Pflaume (Prunus domestica).

Frisch geerntete Zwetschgen enthalten 84 Prozent Wasser, 8 bis 12 Prozent Kohlenhydrate und etwa 1,5 Prozent organische Säuren. Zwetschgen sind reich an Vitamin A, den üblichen Mineralien sowie einem Farbstoff. Getrocknete Zwetschgen weisen einen Kohlenhydratgehalt von ca. 60 Prozent auf. Etwa 44 Prozent davon entfallen auf den Gehalt an Fruchtzucker, die Zwetschge ist also sehr nahrhaft. Überdies wird Zwetschgen eine stärkende und blutreinigende Wirkung zugeschrieben. Weithin bekannt ist die Verwendung der Zwetschge als Abführmittel.

Heilkraft von Zwetschge

In der Volksmedizin werden der Zwetschge folgende Eigenschaften zugeschrieben:

  • abführend

    Abführend (laxierend) nennt man Mittel, die den Stuhlgang bzw. die Darmentleerung fördern.

  • blutreinigend

    „Blutreinigend“ ist ein Begriff der Volksmedizin für Mittel, die das Blut von Schadstoffen befreien sollen; die Fachmedizin verwendet ihn nicht, entgiftet wird über Leber und Nieren.

  • fiebersenkend

    Fiebersenkend (antipyretisch) nennt man Stoffe, die eine erhöhte Körpertemperatur senken oder vor Fieber schützen.

  • stimulierend (anregend)

    Stimulierend (anregend) heißt, dass die Tätigkeit der Nerven verstärkt, beschleunigt oder verbessert wird.

  • tonisch

    Tonisch heißt stärkend: Ein Tonikum ist ein Mittel, das den Körper oder einzelne Organe kräftigen soll.

Anwendung von Zwetschge

Die Zwetschge wird innerlich angewendet. Anwendungen mit der Zwetschge in der Naturheilkunde finden Sie auf diesen Seiten:

  • Erkältung

    Tees, Inhalationen und Wickel, die typische Erkältungsbeschwerden lindern können.

  • Fieber senken

    Wadenwickel, Tees und Hausmittel, die bei Fieber für Linderung sorgen können.

  • Verstopfung

    Ballaststoffreiche Hausmittel und Kräuter, die bei Verstopfung die Verdauung anregen können.

Quellen

Grundlage der bisherigen Texte:

  • Geheimnisse und Heilkräfte der Pflanzen. Verlag Das Beste, ISBN-10: 3716600261
  • Der Kosmos Heilpflanzenführer: Über 600 Heil- und Giftpflanzen Europas, Franckh Kosmos Verlag, ISBN-10: 3440162680
  • RHS Die große Pflanzen-Enzyklopädie von A – Z, DK Verlag Dorling Kindersley, ISBN-10: 3831017298
  • Wikipedia - Heilpflanze
  • Wikipedia - Liste von Heilpflanzen
  • Zwetschge - Wikipedia
  • Das große Lexikon der Heilpflanzen: 550 Pflanzen und ihre Anwendungen, Dorling Kindersley Verlag GmbH, ISBN 3831032327

Häufige Fragen zu Zwetschge

Woher stammt die Zwetschge?

Es wird vermutet, dass die Zwetschge mit ihren eher kleinen, rundlichen, meist schwarzblauen oder dunkelpurpurn gefärbten Früchten eine Kreuzung aus dem ebenfalls in der Naturheilkunde verwendeten Schwarzdorn (P. spinosa L.) und der Kirschenpflaume (P. cerasifera Ehrh.) ist. Im mittleren Orient wird die Zwetschge seit langem kultiviert, und auch die Römer kannten bereits verschiedene Sorten.

Kann man Zwetschgenkerne essen?

Die Kerne der Zwetschgen sollten wegen ihres relativ hohen Blausäuregehaltes nicht gegessen werden.

Ist die Zwetschge eine Pflaume?

Die Echte Zwetschge (Prunus domestica subsp. domestica) ist eine Unterart der Pflaume (Prunus domestica).

Was enthalten frische Zwetschgen?

Frisch geerntete Zwetschgen enthalten 84 Prozent Wasser, 8 bis 12 Prozent Kohlenhydrate und etwa 1,5 Prozent organische Säuren.