Melisse - als Heilpflanze verwenden

Melisse

Melisse

Name: Melissa officinalis L.
Pflanzennamen im Volksmund: Zitronenmelisse
Pflanzenfamilie: Lippenblütler (Lamiaceae)
Wuchshöhe: 30 bis 90 cm
Verwendung: Innerlich und Äußerlich
Die pharmazeutische Industrie und die Tiermedizin verwendet Inhaltsstoffe dieser Pflanze
Heilkraut Anwendung - Rezepte finden Sie hier:
Alpdrücken, Anämie, Appetit, Asthma, Atemnot, Atemprobleme, Bäder, Gedächtnis, Insektenstich, Leber, Lunge, Magenverstimmung, Ohrensausen, Schlaflosigkeit, Schwangerschaft, Schwindel, Übelkeit

Steckbrief / Beschreibung

Die ursprünglich aus dem Orient stammende Melisse ist eine seit langen Zeiten benutze Gewürz- und Heilpflanze. Auch im ganzen Mittelmeerraum sind die Melissen bereits seit langem verbreitet. Die Melisse wird in Mitteleuropa vor allem in Bauerngärten kultiviert. Manchmal findet man die Melisse bei uns auch verwildert, in südlicheren Gegenden Mitteleuropas sind diese Heil- und Gewürzpflanzen stellenweise auch ganz eingebürgert. Die Melisse zählt zu den besten Bienenfutterpflanzen. Schon im Altertum wurde die Melisse als Bienenweide angebaut. Virgil und Plinius berichten, dass man Melissen zzum Ausreiben von neuen Bienenstöcken benutzte. Die Araber rühmten bereits im 10. Jahrhundert die Pflanze als herzstärkend und als Mittel gegen Melancholie.

Alle Teile der Melisse, besonders die Blätter, riechen angenehm und stark nach Zitrone. Aus den Melissenblättern wird ein Tee gegen Kopf- und Zahnschmerzen, Krämpfe, Brechreiz und Schlaflosigkeit zubereitet, der zusätzlich auch noch magenstärkend und windtreibend wirkt. Äußerlich werden zerstoßene Blätter der Melissen zum Einreiben von Insektenstichen sowie als Badezusatz verwendet.

Stängel und Blätter: Je nach Standort wird die ausdauernde Melisse 30 bis 90 cm hoch. Die Stängel der Melissen sind reichlich verzweigt. Die kurz gestielten, eiförmigen Blätter sind grob gesägt.

Blüten: Die Blütezeit der Melissen erstreckt sich von Juni bis in den September. Die weißen Blüten bilden sich in kleinen Gruppen zu drei bis sechs Stück halbquirlig angeordnet in den Achseln der Blätter.

Geschmack und Geruch: Der Geruch aller Pflanzenteile einer Melisse ist zitronenartig. Der Geschmack der Melissen ist bitter.

Standort / Hier findet man Melisse

Die Melisse wächst in Südeuropa, gelegentlich findet man diese Heilpflanze auch verwildert in Mitteleuropa wachsend. Die Pflanze bevorzugt geschützte Waldränder, Wegränder und nicht flurbereinigte Weinberge. Man findet Melissen bis in Höhenlagen von 1000 m.

Wirkung der Heilpflanze / Heilwirkung - Melisse

gallensekretionsfördernd, krampflösend, tonisch, magenwirksam (verdauungsfördernd), windtreibend

Verwendete Pflanzenteile

In der Naturheilkunde benutzt man von den Melissen die beblätterten Trieb und die ab dem Monat Juni gesammelten Blätter. Gesammelte Pflanzen sollten rasch und schonend im Schatten getrocknet werden.

Inhaltsstoffe der Melisse

Wichtige Inhaltsstoffe dieser Heilpflanze sind: Ätherisches Öl, Bernsteinsäure, Cumarinverbindung, Gerbstoff, Harz

Anwendung mit der Heilkraft dieser Pflanze

Die Melisse wird in der Pflanzenheilkunde innerlich und äußerlich angewendet. Anwendungen mit den Melissen in der Naturheilkunde finden Sie auf diesen Seiten: Alpdrücken, Anämie, Appetit, Asthma, Atemnot, Atemprobleme, Bäder, Gedächtnis, Insektenstich, Leber, Lunge, Magenverstimmung, Ohrensausen, Schlaflosigkeit, Schwangerschaft, Schwindel, Übelkeit

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Bilder der Melisse

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Melisse, Melissa officinalis

Melisse

Melissa officinalis,
Foto: H. Zell
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Zitronenmelissen

Zitronenmelisse

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