Ordnung: Spargelartige (Asparagales)
Familie: Amaryllisgewächse (Amaryllidaceae)
Unterfamilie: Amaryllidoideae
Gattung: Klivien
Wissenschaftl. Name: Clivia Lindl.
Unter Glas (in Wohnungen) gepflegte Art/en, Sorten oder Varietäten: Clivia miniata, Clivia nobilis, sowie kompakt wachsende, neue Sorten.
Handelsnamen: Zimmer-Clivie, Klivie, Riemenblatt
Wuchshöhe unter Glas (Wohnung): 60 bis 90 cm
Verwendung: Blüten- und Fruchtschmuckpflanze
Blütezeit: Februar bis Juni
Heimat / Herkunft:: Südafrika
Schwierigkeit: mittelschwer
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Arten / Sorten der Riemenblätter

Riemenblätter (Klivien) nennt man eine Pflanzengattung in der Unterfamilie Amaryllidoideae innerhalb der Familie der Amaryllisgewächse (Amaryllidaceae). Riemenblätter sind bezaubernde Blütenpflanzen. Je älter ein Riemenblatt wird, umso schöner und reicher blüht diese Pflanze. Zu der Gattung der Riemenblätter gehören nur 6 Arten, von denen Clivia miniata, eine verbreitete Zimmerpflanze ist. Im Handel findet man stets neue, interessante, kompakt wachsende Sorten mit unterschiedlich geformten und gefärbten Blüten.

Clivia miniata und Clivia nobilis, sowie deren Sorten, werden als Zierpflanzen gepflegt. Weiterhin gibt es zahlreiche Kreuzungen und Hybriden mit interessanten Farben und Blattformen.

Clivia miniata

Riemenblatt

Clivia miniata, Riemenblatt von Cliff, CC BY 2.0

Clivia miniata erreicht eine Größe von bis zu 90 cm. Die dunkelgrün gefärbten, schwertförmigen Blätter entspringen der Basis eines sogenannten Zwiebelstammes, der aus dicken, übereinanderliegenden Blattscheiden besteht. Die Wurzeln eines Riemenblatts sind so dick und fleischig, dass sie bereits nach kurzer Zeit den Topf prall ausfüllen und dann teilweise an der Erdoberfläche heraustreten.

Nach etwa 4 bis 5 Jahren Kultur beginnt eine Clivie ihre ersten Blüten auszubilden. Im Winter bilden sich seitlich zwischen den Blättern bis zu 60 cm lange Blütenschäfte, die bis zu 13 glockenförmige, 6 bis 10 cm große grellbunte Blüten in einer Dolde tragen. Die Blütenfarbe variiert von gelb und orange bis hellrot. Es gibt auch Züchtungen mit gestreiften Blättern und reingelben oder aprikosenfarbenen Blüten.

 


Clivia nobilis

Clivia nobilis

Clivia nobilis, von Seán A. O'Hara, CC BY 2.0

Clivia nobilis erreicht eine Größe von bis etwa 40 cm. Im Spätsommer bildet diese Klivie zahlreiche orangerote Blüten.

Standort & Pflege

Man stellt ein Riemenblatt an einen hellen Standort, der nur im Sommer vor der direkten Sonnenbestrahlung geschützt ist. Die pralle Mittagssonne kann die Blätter verbrennen. Bei einem Standort mit Lichtmangel werden von der Pflanze keine Blüten ausgebildet, ein halbschattiger Standort wird aber meist toleriert. Ideal sind freie Ost- oder Westfenster.

Ein Riemenblatt sollte nicht umgestellt werden, sie muss immer mit der gleichen Seite zum Licht stehen, da die Pflanze ansonsten nicht zur Blüte kommen wird. Am besten bringt man einen kleinen Kreidestrich oder Aufkleber an der Lichtseite an. Damit kann man das Pflanzgefäß im Zweifel wieder in die richtige Richtung drehen.

Die Beleuchtungsstärke am Standort des Riemenblatts sollte mindestens 500 bis 800 Lux betragen.

Standort für Zimmerpflanzen

Lesetipp: So findet man den richtigen Standort

Einkaufstipp: Pflanzlampen u. Beleuchtungssysteme für dunkle Standorte, denn lichtarme Ecken in der Wohnung kann man mit einer modernen Beleuchtung und attraktiven Zimmerpflanzen zu einem Blickfang aufwerten.

Pflanzen bleiben nur gesund und vital, wenn ihre Lichtbedürfnisse erfüllt werden. Kenntnisse über die Lichtstärke, angegeben in Lux, geben Auskunft ob der Standort hell genug ist. Pflanzen mit geringem Lichtbedarf benötigen immer noch mindestens 500 bis 600 Lux. Zimmerpflanzen für sehr helle Standorte brauchen 1600 Lux und mehr.

Himmelsrichtung, Jahreszeit, Verglasung und vor der Wohnung stehende Bäume und Büsche reduzieren die Lichtstärke schnell um 30 bis 70%. Bereits 2 bis 3 Meter hinter einem hellen Fenster kann es bereits zu dunkel für die meisten Topfpflanzen sein. Auch zu viel Licht ist für zahlreiche Zimmerpflanzen schlecht, es muss abgeschattet werden oder man ändert den Standort.

Lichtmangel Symptome

  • Lange, helle zum Licht wachsende Triebe, weiter Blattabstand und bleiches, aufgehelltes Laub
  • Schlaffer, nicht stabiler Wuchs
  • Dünne, blassgrüne, durchscheinende Blätter
  • deutlich zu kleine Blätter, weiche Triebe
Standort finden

Sicherheit über die Lichtstärke erhält man nur mit einem Luxmeter. Dieses wichtige Hilfsmittel finden Sie hier:

Gießen / Wässern

In der Wachstumsperiode, ab Februar bis in den September, gießt man ein Riemenblatt so reichlich, dass der Topfballen stets leicht feucht bleibt. Fußbäder und Staunässe müssen immer vermieden werden, man entfernt nach dem Gießen überschüssiges Wasser aus dem Untersetzer. Der Ballen darf auch nicht austrocknen, ansonsten werden die Blattränder braun.

Pflanzen reichlich gießen

Reichliches Gießen

  1. Vor dem Gießen lässt man die oberste Schicht des Substrats leicht antrocknen. Dann wird gegossen. Im Inneren des Topfballens sollte während der Wachstumszeit immer eine durchgehend gleichmäßige Feuchtigkeit bestehen. Selbst kurze Trockenphasen sind zu vermeiden.
  2. Beim Gießen verabreicht man der Pflanze soviel Wasser, bis dieses kräftig aus dem Abzugsloch wieder herausläuft und sich im Untersetzer ansammelt.
  3. Dieses überschüssige Wasser wird nach ca. 20 Minuten abgeschüttet.

Wann, wie viel und wie oft gegossen wird kann nicht generell beantwortet werden. Das sorgt, besonders bei unerfahrenen Pflanzenfreunden für Unsicherheit. Man sollte es sich aber auch nicht zu schwer machen.

Grundsatz beim Gießen

Wenn man sich nicht sicher ist, sollte man lieber etwas weniger als zu viel Gießen. Die wenigsten Zimmerpflanzen gehen an Trockenheit ein, meistens werden sie zu Tode gewässert.

Weshalb wird zu viel gewässert ?

Wenn eine Pflanze schlapp aussieht, greifen viele Hobbygärtner zuerst zur Gießkanne. Dies ist der mit Abstand häufigste Pflegefehler. Bei schlaffen Pflanzen sollte man nicht wässern ohne die Erde zu prüfen, denn sehr oft ist nicht der Wassermangel an einer siechenden Pflanzen schuld.

Zum Prüfen des Feuchtigkeitsgehalts fühlt man zuerst mit einem Finger oder dem Handrücken ob sich das Substrat feucht anfühlt. Besteht weiterhin Unsicherheit, so zerreibt man einige Erdkrümel zwischen den Fingern. Feuchte oder trockene Erde kann man so gut unterscheiden. Vor und nach dem Gießen sollten Sie das Pflanzgefäß kurz anheben, so bekommen sie ein Gefühl für das Gewicht und recht schnell auch für den Feuchtigkeitsgehalt des Topfballens.

Große Pflanzgefäße erfordern einen Feuchtigkeitsmesser. Damit kann man in der Topfmitte schnell und zuverlässig die Feuchtigkeit ermitteln. Das Messgerät ist preiswert zu erstehen und er gehört zu jeder Grundausrüstung eines Pflanzenliebhabers.

Messgeräte und Bodentester

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Weshalb sterben Pflanzen bei zu viel Wasser?

Eine schlapp aussehende Pflanze kann oft kein Wasser aufnehmen, weil sie bereits über einen längeren Zeitraum hin zu stark vernässt war. Dadurch ist zu wenig Sauerstoff in der Erde und die Wurzeln werden faulig. Die zerstörten Wurzeln können kein Wasser mehr aufnehmen und die Pflanze wird schlapp. Ein Zeichen von Wassermangel, aber nicht durch zu wenig Gießen sondern wegen der verfaulten Wurzeln. Jetzt hilft nur noch schnelles Austopfen der Pflanze, alle Wurzeln von der vernässten Erde säubern, abgestorbene und verfaulte, schwarze Wurzeln abzupfen und abschneiden. Dann wird die Pflanze in frische Erde eingetopft und bis zur Bildung neuer Wurzeln, etwa 1 bis 2 Monate sparsam gegossen. Mit etwas Glück erholt sich die Pflanze.

So verhindert man das Wurzelsterben

Gießen Sie nie vorbeugend oder auf Verdacht. Erst die Erde auf Feuchtigkeit kontrollieren, dann Gießen. Alles nach dem Wässern im Untersetzer oder Übertopf stehenbleibende Wasser muss spätestens nach 5 Minuten abgegossen werden. Falls man dies verpasst, können empfindlichere Pflanzen bereits nach 10 Minuten nicht wieder gut zu machende Wurzelschäden erleiden.

Was tun bei Ballentrockenheit ?

Wenn der Ballen mal völlig abgetrocknet ist, reicht einfaches Gießen, besonders bei kleineren Pflanzgefäßen, nicht aus. Der gesamte Topf muss solange vollständig bis zu Erdoberfläche in Wasser getaucht werden, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen.

Lesetipp: Pflanzen reichlich, mäßig, sparsam gießen & der richtige Zeitpunkt zum Wässern
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Überwintern / Ruheperiode

Ab dem späten Sommer, zu Beginn des Herbstes, beginnt für ein Riemenblatt die Ruhezeit von ca. 2 bis 4 Monaten. Die Temperaturen sollten ab Oktober recht kühl sein und nicht mehr als 5 bis 8 °C betragen.. Wenn die Temperatur während der Ruheperiode nicht abgesenkt wird, bilden die Pflanzen meist keine neuen Blüten aus.

Im frühen Herbst beginnt man die Wassergaben einzuschränken und in den Wintermonaten stellt man das Gießen fast vollständig ein. Wenn sich im Laufe des Winters (Januar) die Blütenschäfte bilden, beginnt man wieder etwas mehr und etwas häufiger zu gießen.

Zum Überwintern geeignet sind frostsichere, ungeheizte Räume (auch mit Nordfenster). Ein kühler Kellerraum, ein Treppenhaus, ein Wintergarten oder eine frostfreie Garage geben einen guten Überwinterungsraum ab. Um das für die Überwinterung notwendige Licht bereitzustellen, eignen sich 20 cm über den Pflanzen angebrachte Leuchtstoffröhren bzw. noch energiesparendere Pflanzlampen mit LED. Bei einem Standort im Wintergarten oder vor ausreichend großen Süd-, Südwest-, oder Südostfenstern mit ungehindertem Lichteinfall ist in der Regel keine Zusatzbeleuchtung erforderlich.

Einsprühen von Zimmerpalmen

Um während der Ruheperiode den Feuchtigkeitsgehalt im Inneren des Topfes richtig einschätzen zu können, benötigt man ein Feuchtigkeitsmessgerät für Zimmerpflanzen. Dies gilt ganz besonders für größere Pflanzgefäße.

Die praktischen Testgeräte findet man in Gartencentern ab ca. 5 Euro oder hier bei Amazon: Feuchtigkeitsmesser für Topfpflanzen*

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Lesetipp: Ruhe- und Vegetationsperiode der Pflanzen

Aufenthalt im Sommer

Das Riemenblatt kann während des Sommers an einem hellen, aber nicht vollsonnigem Standort im Freien gepflegt werden. Etwas Morgen- oder Nachmittagssonne ist für ein gesundes Wachstum dieser Pflanze von Vorteil. Die Pflanze sollte nicht direkt von der prallen Mittagssonne beschienen werden.

Temperatur / Frosthärte

Idealerweise pflegt man ein Riemenblatt während des Sommerhalbjahres in einem Temperaturbereich zwischen 15 und 20°C. Zur Blütenbildung sind während der Überwinterung Temperaturen von etwa 5 bis 8 °C erforderlich.

Frosthärte: frostempfindlich

Die angegebenen Temperaturen sollte man nicht schnell und/oder über einen längeren Zeitraum über- oder unterschreiten. Extreme Temperaturen und Temperaturschwankungen führen zu Hitze- oder Kältestress. Sind die Temperaturen über das zuträgliche Maß hinausgestiegen, äußert sich dies durch gelbe und verwelkte Blätter. Bei zu kalter Pflege oder nach einem kräftigem Kälteschock, z. B. durch übermäßiges Lüften im Winter, werden die Blätter weicher, schlaff und manchmal durchsichtig.

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Lesetipp: Informatives über Temperatur, Zugluft, Heizkörper und Kälteschock

Riemenblatt vermehren

Zur Vermehrung des Riemenblatts verwendet man die Seitensprosse (Kindl), die aus dem Wurzelballen der Pflanze herauswachsen. Man trennt diese mit einem scharfen Messer vorsichtig an der Ansatzstelle ab. Der beste Zeitpunkt für die Vermehrung liegt unmittelbar nach dem Abblühen der Blütenstände.

Die zur Vermehrung ausgesuchten Kindel sollten mindestens 20 bis 25 cm lang sein. Man pflanzt die Seitensprosse in ein Gemisch aus gleichen Teilen Torf und scharfem Sand. Die jungen Pflanzen bekommen nun einen hellen, aber nicht vollsonnigen Platz. Man gießt die Kindl anfangs nur mäßig, die Erde sollte zwischen den einzelnen Wassergaben etwas abtrocknen. Sobald die ersten Wurzeln an der Oberfläche der Erde herausgeschoben werden topft man die junge Pflanze in ein größeres Pflanzgefäß mit Komposterde um und behandelt sie wie eine ausgewachsene Pflanze. Nach etwa ein bis zwei Jahren erfolgreicher Kultivierung beginnt ein Riemenblatt die ersten Blüten zu bilden.

Wer ein Riemenblatt aus Samen vermehrt, sollte sich etwa fünf Jahren gedulden, bis die Pflanze ihre ersten Blüten bilden.

Lesetipp: So vermehrt man Zimmerpflanzen erfolgreich
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Erde / Substrat

Ideal für die Pflege eines Riemenblatts ist ein Boden ph-Wert von 6,0 bis 6,8

Blumenerde kaufen: Riemenblätter gedeihen auch in handelsüblicher Blumenerde auf Kompostbasis. Der pH-Wert ist auf der Verpackung angegeben und sollte innerhalb der tolerierten Werte liegen. Bei falschem pH-Wert des Substrats wird sich die Clivia nicht gesund entwickeln können. Die einfachen Blumenerden aus dem Baumarkt, Gartencenter oder der Gärtnerei sind jedoch nur bedingt empfehlenswert, da einige Anforderungen an Pufferkraft, Wasser- und Nährstoffregulierung, etc. nicht gewährleistet sind.

Substrat selber mischen: Eine Riemenblatt pflanzt man idealerweise in ein Substrat aus hochwertiger Blumenerde, lehmhaltiger Ackererde und Quarzsandanteilen. Die Herstellung ist nicht schwierig. Als Belohnung erhält man eine dauerhaft gesunde und wüchsige, gegenüber Krankheiten und Schädlingen gut resistente Pflanze, vorausgesetzt die restlichen Pflegeanforderungen an Licht, Wasser, Temperatur und Nährstoffe werden ebenfalls erfüllt.

Ein gutes Substrat

Das richtige Substrat-Gemisch gewährleistet einen guten Halt der Pflanze und eine gute Belüftung des Wurzelbereiches. Landerde stellt den pH-Wert ein und verbessert die Aufnahme- und Speicherfähigkeit für Wasser und Nährstoffe. Ein gutes Substrat verfügt über eine gute Puffereigenschaft und darf über einen längeren Zeitraum seine vorteilhaften Eigenschaften nicht verlieren.

Durch die Fremdstoffe Quarzsand, Bims-Kies, Lavalit, Lavagranulat und andere geeignete Zuschlagstoffe verändert man nicht nur die physikalischen sondern auch die chemischen Eigenschaften des Substrats. Kleine Kiesel, Styromull, Splitt und ähnliches verbessern den Wasserabzug nach dem Gießen. Dies hilft Staunässe und damit Wurzelfäulnis vorzubeugen.

Andere wichtige Eigenschaften für eine gute Topfpflanzenerde werden von den Herstellern aus finanziellen und Transportgründen unzureichend berücksichtigt. Dies betrifft die Speicherfähigkeit für Wasser und Nährstoffe, die Luftführung innerhalb des Substrats und die Standfestigkeit um ein zusammensacken und verdichten zu verhindern.

Pufferkraft des Substrats

Auch die Pufferkraft eines Substrats ist sehr wichtig, die Pufferkraft verhindert:

  • schnelles Austrocknen der Blumenerde
  • Versalzungen an den Wurzeln
  • Schwankungen im Nährstoffvorrat
  • schnelle Veränderungen des pH-Werts

Ausführliche Informationen, Substratrezepte und Bezugsquellen finden Sie hier: Erde oder Substrat ? - Die perfekte Mischung für alle Zimmerpflanzen

Substratmischung für das Riemenblatt

  • 3 Anteile hochwertige Blumenerde
  • 2 Anteile Ackererde mit Tonanteil
  • 0,5 Anteile Quarzsand

 Alles muss gut miteinander vermischt werden. Die Landerde (Ackererde mit Tonanteil) kann vor der Verwendung durch Erhitzen sterilisiert werden.

Qualitäts-Blumenerde dient als Basis für die Mischung.
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Quarzsand zur Auflockerung und für einen guten Wasserabzug
Quarzsand, Körnung 1 bis 4 mm, über Amazon

Bims als Zuschlagstoff, verbessert den Luftgehalt, die Wasserspeicherfähigkeit und die Durchwurzelbarkeit, fördert die Wurzelentwicklung, Körnung 0-4 mm.
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Lavagranulat: Eifel-Lava, rein mineralisches Material mit optimalem Wasser- und Luftgehalt. Körnung ca. 0-12 mm.
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Lesetipp: Erde oder Substrat ? - Die perfekte Mischung für alle Zimmerpflanzen

Riemenblatt umtopfen

Ein Riemenblatt blüht am schönsten, wenn man sie nicht unnötigerweise verpflanzt, bzw. umtopft. Erst wenn die Wurzeln das Pflanzgefäß völlig ausfüllen, etwa alle 3 bis 4 Jahre, topft man das Riemenblatt in ein größeres Pflanzgefäß. Beim Umtopfen wird die alte Erde aus den Wurzeln geschüttelt,  abgestorbenen Wurzeln der Pflanze werden abgeschnitten oder abgezupft.

Beim Umtopfen schüttelt man die alte Erde aus den Wurzeln und füllt dann frische Erde so in den neuen Topf ein, so das die einzelnen Wurzeln möglichst gleichmäßig von Erde umgeben werden. Beim Umtopfen mischt man unter die frische Erde einen organisch-mineralischen Volldünger oder einen sogenannten Langzeitdünger als Grunddüngung. Die Erde sollte vorsichtig, aber trotzdem kräftig angedrückt werden. Wenn die Erde zu locker ist, drücken die kräftig wuchernden Wurzeln das Substrat aus dem Topf heraus.

Neu gekaufte, frisch umgetopfte oder neu angezogene Riemenblätter müssen erst nach 2 bis 3 Jahren umgetopft werden. Am besten topft man im späten Winter oder nach der Blühzeit um. Da die Riemenblätter leicht kopflastig werden, sollte man schwerere Tontöpfe als Pflanzgefäß wählen.

Man topft die Riemenblätter um, wenn

  • der Topf im Verhältnis zur Pflanze zu klein geworden ist
  • das Substrat zusammengesackt ist
  • der Topf vollständig durchwurzelt ist
  • wenn reichlich Wurzeln an die Oberfläche treten

Lesetipp: Umtopfen der Zimmerpflanzen - Theorie & Praxis
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Düngen / Nährstoffbedarf

Sobald die Riemenblätter damit beginnen Blütenschäfte auszubilden, düngt man die Pflanzen im Abstand von 14 Tage mit einem Flüssigdünger. Im späten Sommer, etwa einen Monat vor Einschränkung der Wassergabe für die Ruhephase, stellt man das Düngen vollständig ein.

Riemenblatt schneiden

Nach dem Verwelken der Blüten bilden sich kleine Früchte. Diese sollte man vorsichtig mit einem scharfen Messer abtrennen, ansonsten wird die Blütenbildung im nächsten Jahr negativ beeinträchtigt. Sobald die Blütenschäfte absterben, entfernt man sie mit einem scharfen Messer.

Lesetipp: Der richtige Rückschnitt von Pflanzen
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Schädlinge, Pflegefehler & Hinweise

Ein Riemenblatt ist giftig, alle Pflanzenteile enthalten giftige Substanzen.

Standortwechsel werden von einem Riemenblatt nicht gut vertragen. Falls man die Pflanze, auch vorübergehend, von ihrem Standort entfernt, sollte man eine Lichtmarke am Pflanzgefäß anbringen. Beim Zurückstellen achtet man darauf, dass der Topf wieder in die gleiche Richtung zum Fenster hin ausgerichtet wird.

Der Befall mit Schild- oder Wollläusen wird an den Riemenblättern öfter beobachtet. Das kleine, weiße, an Wattebäusche erinnernde Gespinst der Wollläusen (Schmierläuse) ist gut auf den Blättern der befallenen Pflanzen zu erkennen. > Schmierläuse bekämpfen / Symptome erkennen

Die gemeine Spinnmilbe kann an dem Riemenblatt auftreten. Die Spinnweben sind besonders gut an den Blattachseln zu erkennen. Durch Einsprühen mit Wasser werden die Gespinste besonders deutlich sichtbar.

Schildläuse erkennt man bei genauem Hinsehen leicht an den hoch gewölbten, festen Rückenschildern. Da die Schildläuse aufgrund ihrer Färbung jedoch gut getarnt sind, werden sie schnell übersehen. Man sollte sein Riemenblatt deshalb regelmäßig und sorgfältig untersuchen.

Hier können Sie Schadbilder und Symptome an ihren Pflanzen bestimmen und Gegenmaßnahmen ergreifen.

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