Die Tibouchina Pflege ist einfach, die Pflanzen gelten als tolerant gegenüber kleineren Pflegefehlern.

Unter Glas (in Wohnungen) gepflegte Art/en, Sorten oder Varietäten:  Tibouchina urvilleana Cogn.
Deutsche Namen / Handelsnamen:
  Prinzessinnenblume, Veilchenbaum, Prinzessinnenstrauch, Tibouchine, Glänzende Tibouche
Verwendung: Blüten- und Fruchtschmuckpflanze, Topfpflanze, Kübelplflanze
Blütezeit: Juli bis in den Oktober
Schwierigkeit: pflegeleicht

Arten & Pflege der Tibouchina

Tibouchina urvilleana

Tibouchina urvilleana

Tibouchina urvilleana, Veilchenbaum

Tibouchina urvilleana wächst als als Strauch mit aufrechtem Wuchs. Als Kübelpflanze erreicht sie bis etwa 1,3 m Höhe. Bei jungen Pflanzen sind die Triebe frisch grün, zart rötlich behaart und weich. Die Triebe der älteren Pflanzen verholzen und färben sich braun.

Die sich samtig anfühlenden, lang ovalen, gegenständig wachsenden Blätter sind kräftig mittel- bis dunkelgrün gefärbt. Der Blattrand ist fein gezahnt, die Blätter haben 5 gut strukturierte Längsnerven.

Die hübschen, schalenförmig ausgebildeten Blüten der Tibouchina urvilleana sind purpurrosa bis violett gefärbt; in der Blütenmitte bildet sich ein Büschel purpurroter Staubgefäße. Die Blüten haben etwa 9 cm Durchmesser und werden meist an den Zweigenden einzeln, zu zweit oder zu dritt ausgebildet. Die Tibouchina urvilleana blüht normalerweise von Juli bis Oktober.

Standort / Licht

Tibouchina urvilleana pflegt man an einem sonnigen bis halbschattigen Standort. Während des Sommers ist eine ausreichende Beleuchtung kein Problem, vorausgesetzt man stellt die Pflanze nicht in eine dunkle Ecke des Zimmers. In der lichtarmen Jahreszeit sollte man die Lichtwerte überprüfen, nur ein ausreichend hell gepflegter Tibouchina bleibt auch während der Überwinterung gesund und schädlingsfrei.

Standort für Zimmerpflanzen

Lesetipp: So findet man den richtigen Standort

Einkaufstipp: Pflanzlampen u. Beleuchtungssysteme für dunkle Standorte, denn lichtarme Ecken in der Wohnung kann man mit einer modernen Beleuchtung und attraktiven Zimmerpflanzen zu einem Blickfang aufwerten.

Pflanzen bleiben nur gesund und vital, wenn ihre Lichtbedürfnisse erfüllt werden. Kenntnisse über die Lichtstärke, angegeben in Lux, geben Auskunft ob der Standort hell genug ist. Pflanzen mit geringem Lichtbedarf benötigen immer noch mindestens 500 bis 600 Lux. Zimmerpflanzen für sehr helle Standorte brauchen 1600 Lux und mehr.

Himmelsrichtung, Jahreszeit, Verglasung und vor der Wohnung stehende Bäume und Büsche reduzieren die Lichtstärke schnell um 30 bis 70%. Bereits 2 bis 3 Meter hinter einem hellen Fenster kann es bereits zu dunkel für die meisten Topfpflanzen sein. Auch zu viel Licht ist für zahlreiche Zimmerpflanzen schlecht, es muss abgeschattet werden oder man ändert den Standort.

Lichtmangel Symptome

  • Lange, helle zum Licht wachsende Triebe, weiter Blattabstand und bleiches, aufgehelltes Laub
  • Schlaffer, nicht stabiler Wuchs
  • Dünne, blassgrüne, durchscheinende Blätter
  • deutlich zu kleine Blätter, weiche Triebe
Standort finden

Sicherheit über die Lichtstärke erhält man nur mit einem Luxmeter. Dieses wichtige Hilfsmittel finden Sie hier:

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Gießen / Wässern

Während der Hauptwachstumsphase gießt man einen Tibouchina urvilleana reichlich.

Pflanzen reichlich gießen

Reichliches Gießen

  1. Vor dem Gießen lässt man die oberste Schicht des Substrats leicht antrocknen. Dann wird gegossen. Im Inneren des Topfballens sollte während der Wachstumszeit immer eine durchgehend gleichmäßige Feuchtigkeit bestehen. Selbst kurze Trockenphasen sind zu vermeiden.
  2. Beim Gießen verabreicht man der Pflanze soviel Wasser, bis dieses kräftig aus dem Abzugsloch wieder herausläuft und sich im Untersetzer ansammelt.
  3. Dieses überschüssige Wasser wird nach ca. 20 Minuten abgeschüttet.

Auch Pflanzen mit einem hohen Wasserbedarf leiden wenn die Wurzeln längere Zeit im Wasser stehenbleiben.

Wann, wie viel und wie oft gegossen wird kann nicht generell beantwortet werden. Das sorgt, besonders bei unerfahrenen Pflanzenfreunden für Unsicherheit. Man sollte es sich aber auch nicht zu schwer machen.

Grundsatz beim Gießen

Wenn man sich nicht sicher ist, sollte man lieber etwas weniger als zu viel Gießen. Die wenigsten Zimmerpflanzen gehen an Trockenheit ein, meistens werden sie zu Tode gewässert.

Weshalb wird zu viel gewässert ?

Wenn eine Pflanze schlapp aussieht, greifen viele Hobbygärtner zuerst zur Gießkanne. Dies ist der mit Abstand häufigste Pflegefehler. Bei schlaffen Pflanzen sollte man nicht wässern ohne die Erde zu prüfen, denn sehr oft ist nicht der Wassermangel an einer siechenden Pflanzen schuld.

Zum Prüfen des Feuchtigkeitsgehalts fühlt man zuerst mit einem Finger oder dem Handrücken ob sich das Substrat feucht anfühlt. Besteht weiterhin Unsicherheit, so zerreibt man einige Erdkrümel zwischen den Fingern. Feuchte oder trockene Erde kann man so gut unterscheiden. Vor und nach dem Gießen sollten Sie das Pflanzgefäß kurz anheben, so bekommen sie ein Gefühl für das Gewicht und recht schnell auch für den Feuchtigkeitsgehalt des Topfballens.

Große Pflanzgefäße erfordern einen Feuchtigkeitsmesser. Damit kann man in der Topfmitte schnell und zuverlässig die Feuchtigkeit ermitteln. Das Messgerät ist preiswert zu erstehen und er gehört zu jeder Grundausrüstung eines Pflanzenliebhabers.

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Weshalb sterben Pflanzen bei zu viel Wasser?

Eine schlapp aussehende Pflanze kann oft kein Wasser aufnehmen, weil sie bereits über einen längeren Zeitraum hin zu stark vernässt war. Dadurch ist zu wenig Sauerstoff in der Erde und die Wurzeln werden faulig. Die zerstörten Wurzeln können kein Wasser mehr aufnehmen und die Pflanze wird schlapp. Ein Zeichen von Wassermangel, aber nicht durch zu wenig Gießen sondern wegen der verfaulten Wurzeln. Jetzt hilft nur noch schnelles Austopfen der Pflanze, alle Wurzeln von der vernässten Erde säubern, abgestorbene und verfaulte, schwarze Wurzeln abzupfen und abschneiden. Dann wird die Pflanze in frische Erde eingetopft und bis zur Bildung neuer Wurzeln, etwa 1 bis 2 Monate sparsam gegossen. Mit etwas Glück erholt sich die Pflanze.

So verhindert man das Wurzelsterben

Gießen Sie nie vorbeugend oder auf Verdacht. Erst die Erde auf Feuchtigkeit kontrollieren, dann Gießen. Alles nach dem Wässern im Untersetzer oder Übertopf stehenbleibende Wasser muss spätestens nach 5 Minuten abgegossen werden. Falls man dies verpasst, können empfindlichere Pflanzen bereits nach 10 Minuten nicht wieder gut zu machende Wurzelschäden erleiden.

Was tun bei Ballentrockenheit ?

Wenn der Ballen mal völlig abgetrocknet ist, reicht einfaches Gießen, besonders bei kleineren Pflanzgefäßen, nicht aus. Der gesamte Topf muss solange vollständig bis zu Erdoberfläche in Wasser getaucht werden, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen.

Lesetipp: Pflanzen reichlich, mäßig, sparsam gießen & der richtige Zeitpunkt zum Wässern
Einkaufstipp: Automatische (Urlaubs) - Bewässerung für Pflanzen & Feuchtigkeitsmesser

Tibouchina überwintern

Überwinterung als Zimmerpflanze: In wärmeren Räumlichkeiten benötigen die Tibouchina urvilleana immer so viel Wasser, dass die Erde nicht zu stark antrocknet. Vor dem Gießen lässt man die oberste Schicht des Substrats, bis in eine Tiefe von ca. 2 cm, antrocknen, dann wird sparsam gegossen.

Die Überwinterung der Tibouchina urvilleana als Kübelpflanze ist möglich im:

  • Kalthaus 5 -12 °C

Einräumen sollte man die Pflanze, wenn Temperaturen unter 8 bis 10 °C vorausgesagt werden. Man sollte verstärkt darauf achten, dass die Tibouchina urvilleana schädlingsfrei sind, um sie sauber ins Winterquartier einzuräumen.

Der Standort muss sehr hell sein. Zu dunkle Überwinterungsquartiere müssen zusätzlich beleuchtet werden. Während dieser Zeit benötigen die Pflanze weniger Wasser, die Gießmenge und Häufigkeit muss den Temperaturen angepasst werden.  er Wurzelballen darf währen der Überwinterung nur mäßig feucht gehalten werden. Kontrollieren Sie das Substrat regelmäßig und vermeiden Sie weiterhin Ballentrockenheit und Staunässe.

Während der Überwinterung werden die Tibouchina urvilleana nicht gedüngt.

Einsprühen von Zimmerpalmen

Um während der Ruheperiode den Feuchtigkeitsgehalt im Inneren des Topfes richtig einschätzen zu können, benötigt man ein Feuchtigkeitsmessgerät für Zimmerpflanzen. Dies gilt ganz besonders für größere Pflanzgefäße.

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Zum Überwintern geeignet sind frostsichere, ungeheizte Räume (auch mit Nordfenster). Ein kühler Kellerraum, ein Treppenhaus, ein Wintergarten oder eine frostfreie Garage geben einen guten Überwinterungsraum ab. Um das für die Überwinterung notwendige Licht bereitzustellen, eignen sich 20 cm über den Pflanzen angebrachte Leuchtstoffröhren bzw. noch energiesparendere Pflanzlampen mit LED. Bei einem Standort im Wintergarten oder vor ausreichend großen Süd-, Südwest-, oder Südostfenstern mit ungehindertem Lichteinfall ist in der Regel keine Zusatzbeleuchtung erforderlich.

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Lesetipp: Ruhe- und Vegetationsperiode der Pflanzen

Aufenthalt im Sommer

Die Tibouchina urvilleana kann während der warmen Jahreszeit an einer windgeschützten, hellen bis sonnigen Lage im Freien gepflegt werden.

Pflanzen müssen sich im Frühjahr, wenn sie aus einem Winterquartier ausgeräumt werden, erst an das kräftige Sonnenlicht gewöhnen. Hierzu stellt man sie 1 bis 2 Wochen an einen schattigen bis halbschattigen Platz. Etwas Sonne in den Morgen- oder Abendstunden ist in dieser Zeit ausreichend. Nach dieser Eingewöhnungsphase kann man die Pflanze an ihren endgültigen, sonnigeren oder vollsonnigen Standort stellen.

Temperatur / Frosthärte

Idealerweise pflegt man die Tibouchina urvilleana in einem Temperaturbereich zwischen 18 und 25°C. Während der Überwinterung sollte die Temperatur 5 bis 10 °C betragen.

Frosthärte: frostempfindlich

Die angegebenen Temperaturen sollte man nicht schnell und/oder über einen längeren Zeitraum über- oder unterschreiten. Extreme Temperaturen und Temperaturschwankungen führen zu Hitze- oder Kältestress. Sind die Temperaturen über das zuträgliche Maß hinausgestiegen, äußert sich dies durch gelbe und verwelkte Blätter. Bei zu kalter Pflege oder nach einem kräftigem Kälteschock, z. B. durch übermäßiges Lüften im Winter, werden die Blätter weicher, schlaff und manchmal durchsichtig.

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Lesetipp: Informatives über Temperatur, Zugluft, Heizkörper und Kälteschock

vermehren

Vom späten Frühjahr bis in den Sommer kann man die Tibouchina urvilleana mit ausgereiften (leicht verholzten) Kopfstecklingen vermehren. Man schneidet mehrere Stecklinge direkt unterhalb eines Blattknotens ab und entfernt dann die unteren Blätter. Die so vorbereiteten Stecklinge setzt man in ein Gemisch aus gleichen Teilen Torf und Sand in einzelne kleine Gefäße mit Wasserabzugsloch. Über das Pflanzgefäß stülpt man einen Plastikbeutel oder man stellt es in einen Vermehrungskasten an einen nicht sonnigen aber hellen Platz.

Zur Bewurzelung benötigen die Pflanzen eine Bodentemperatur von etwa 20 bis 25 °C. Das Substrat wird bis zur Bewurzelung nur schwach gegossen, die Anzuchterde sollte nur leicht feucht sein.

Man wartet bis sich die Stecklinge gut bewurzelt haben, vier bis sechs Wochen sollten ausreichen, danach kann man den Plastikbeutel im Laufe von 2 bis 3 Tagen langsam entfernen und die Stecklinge an die trockenere Umgebungsluft gewöhnen. Etwa ein halbes Jahr später topft man die Stecklinge in kleinen Gruppen in größere Pflanzgefäße mit dem empfohlenen Substratgemisch.

Beim Umtopfen achtet man darauf, das Anzuchtsubstrat nicht von den Wurzeln zu entfernen. Man nimmt die jungen Tibouchina urvilleana vorsichtig aus den Töpfen und setzt den Tuff zusammen mit dem Steckling in ein größeres Pflanzgefäß mit dem neuem Substratgemisch.

Lesetipp: So vermehrt man Zimmerpflanzen erfolgreich
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Erde / Substrat

Ideal für die Pflege der Tibouchina urvilleana ist ein Boden ph-Wert von 6,0 bis 7,0.

Blumenerde kaufen: Tibouchina urvilleana gedeihen auch in handelsüblicher Blumenerde auf Kompostbasis. Der pH-Wert ist auf der Verpackung angegeben und sollte innerhalb der tolerierten Werte  liegen. Bei falschem pH-Wert des Substrats wird sich die Pflanze nicht gesund entwickeln können. Die einfachen Blumenerden aus dem Baumarkt, Gartencenter oder der Gärtnerei sind jedoch nur bedingt empfehlenswert, da einige Anforderungen an Pufferkraft, Wasser- und Nährstoffregulierung, etc. nicht gewährleistet sind.

Substrat selber mischen: Einen Tibouchina urvilleana pflanzt man idealerweise in ein Substrat aus hochwertiger Blumenerde, lehmhaltiger Ackererde, Perlit oder Quarzsandanteilen. Die Herstellung ist nicht schwierig. Als Belohnung erhält man eine dauerhaft gesunde und wüchsige, gegenüber Krankheiten und Schädlingen gut resistente Pflanze, vorausgesetzt die restlichen Pflegeanforderungen an Licht, Wasser, Temperatur und Nährstoffe werden ebenfalls erfüllt.

Ein gutes Substrat

Das richtige Substrat-Gemisch gewährleistet einen guten Halt der Pflanze und eine gute Belüftung des Wurzelbereiches. Landerde stellt den pH-Wert ein und verbessert die Aufnahme- und Speicherfähigkeit für Wasser und Nährstoffe. Ein gutes Substrat verfügt über eine gute Puffereigenschaft und darf über einen längeren Zeitraum seine vorteilhaften Eigenschaften nicht verlieren.

Durch die Fremdstoffe Quarzsand, Bims-Kies, Lavalit, Lavagranulat und andere geeignete Zuschlagstoffe verändert man nicht nur die physikalischen sondern auch die chemischen Eigenschaften des Substrats. Kleine Kiesel, Styromull, Splitt und ähnliches verbessern den Wasserabzug nach dem Gießen. Dies hilft Staunässe und damit Wurzelfäulnis vorzubeugen.

Andere wichtige Eigenschaften für eine gute Topfpflanzenerde werden von den Herstellern aus finanziellen und Transportgründen unzureichend berücksichtigt. Dies betrifft die Speicherfähigkeit für Wasser und Nährstoffe, die Luftführung innerhalb des Substrats und die Standfestigkeit um ein zusammensacken und verdichten zu verhindern.

Pufferkraft des Substrats

Auch die Pufferkraft eines Substrats ist sehr wichtig, die Pufferkraft verhindert:

  • schnelles Austrocknen der Blumenerde
  • Versalzungen an den Wurzeln
  • Schwankungen im Nährstoffvorrat
  • schnelle Veränderungen des pH-Werts

Ausführliche Informationen, Substratrezepte und Bezugsquellen finden Sie hier: Erde oder Substrat ? - Die perfekte Mischung für alle Zimmerpflanzen

Substratmischung für den Tibouchina urvilleana

  • 2 Teile hochwertige Blumenerde
  • 3 Teile Ackererde mit Tonanteil
  • 1 Teil Quarzsand oder
  • 1 Teil 6 mm Grus oder Lavagranulat

 Alles muss gut miteinander vermischt werden. Die Landerde (Ackererde mit Tonanteil) kann vor der Verwendung durch Erhitzen sterilisiert werden.

 

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Weißtorf dient als Basis für Mischungen mit niedrigem pH-Wert.
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Quarzsand zur Auflockerung und für einen guten Wasserabzug
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Bims als Zuschlagstoff, verbessert den Luftgehalt, die Wasserspeicherfähigkeit und die Durchwurzelbarkeit, fördert die Wurzelentwicklung, Körnung 0-4 mm.
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oder

Lavagranulat: Eifel-Lava, rein mineralisches Material. Körnung ca. 0-12 mm.
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Vermiculite: aufgeblähtes Tonmineral zur Substratverbesserung: Lockerung, großes Anlagerungsvermögen für Nährstoffe und Wasser. Körnung 1-3mm
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Lesetipp: Erde oder Substrat ? - Die perfekte Mischung für alle Zimmerpflanzen

umtopfen

Tibouchina urvilleana wird bei Bedarf im zeitigen Frühjahr umgetopft.

Man topft die Pflanze um, wenn

  • der Topf im Verhältnis zur Pflanze zu klein geworden ist
  • das Substrat zusammengesackt ist
  • der Topf vollständig durchwurzelt ist
  • wenn reichlich Wurzeln an die Oberfläche treten

 Die günstigste Zeit zum Umtopfen ist das Frühjahr. Die Pflanzen dürfen dabei nicht in Blüte stehen. Ungünstig ist es auch, wenn die Pflanzen bereits mit kräftigem Wachstum begonnen haben und die neuen Blätter noch sehr klein sind.

Zum Umtopfen der Tibouchina urvilleana wird die alte Erde aus den Wurzeln geschüttelt, und sämtliche abgestorbenen toten Wurzeln der Pflanze werden abgeschnitten. Auch lebende Wurzeln können bei Bedarf etwas gestutzt werden. Nach dem Umtopfen schützt man die Pflanzen 2 bis 3 Wochen vor direkter Sonnenbestrahlung. Eine gut umgetopfte Pflanze erholt sich schnell und wird bald weiterwachsen.

Lesetipp: Umtopfen der Zimmerpflanzen - Theorie & Praxis
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Düngen / Nährstoffbedarf

Der Nährstoffbedarf einer Tibouchina urvilleana ist recht hoch. Vom Frühling bis zum Herbst bekommt die Pflanze alle zwei Wochen einen flüssigen Volldünger. Während des Winters düngt man seltener, zwischen November und März reicht eine Düngergaben meist aus.

Tibouchina schneiden

Im beginnenden Frühjahr werden die Haupttriebe der Tibouchina urvilleana um die Hälfte zurückgeschnitten und die Seitentriebe bis auf zwei oder drei Blattpaare eingekürzt. Nur so wächst die Pflanze schön buschig und dicht gedrungen. Nicht beschnittenen Sträucher verkahlen von unten her.

Zu lange Triebe kürzt man maximal um 2/3 ihrer Länge. Das Schneiden der Triebe einer Pflanze die nicht verholzt sind macht man mit einem scharfen Messer. Verholzte Triebe beschneidet man immer mit einer Gartenschere. Sehr dicke Triebe werden mit einer Astschere oder mit einer Säge gekappt.

Lesetipp: Der richtige Rückschnitt von Pflanzen
Einkaufstipp: Gartenscheren und Astscheren für den Zimmergärtner

Schädlinge, Pflegefehler & Hinweise

Die Tibouchina urvilleana sind Krankheiten und Schädlingen gegenüber nicht anfällig. Probleme ergeben sich meist aus falscher Wasserversorgung oder fehlerhafter, bzw. gar keiner Düngung. Bei vernässtem Substrat neigen die Pflanzen zur Wurzelfäule.

Der Tibouchina urvilleana wird manchmal von Blattläusen befallen. Hin und wieder sollte man die Pflanzen sorgfältig auf einen Befall mit diesen Pflanzenschädlingen kontrollieren.

Die gemeine Spinnmilbe kann an dem Tibouchina urvilleana auftreten. Die Spinnweben sind besonders gut an den Blattachseln und gebuchteten Blatträndern zu erkennen. Durch Einsprühen mit Wasser werden die Gespinste besonders deutlich sichtbar.

Bei hoher Luftfeuchte während der Überwinterung kann Grauschimmel auftreten.

Hier können Sie Schadbilder und Symptome an ihren Pflanzen bestimmen und Gegenmaßnahmen ergreifen.

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