Gesnerien in Zimmerkultur

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Erde, Vermehrung und Düngen der Gesnerien

Damit Gesnerien gut wachsen und Blüten bilden, sollte man sie regelmäßig Düngen. Die Gesnerien erhalten während der Wachstumszeit bei jedem zweiten Gießen einen schwach konzentrierten Flüssigdünger. Die Anteile an Stickstoff, Phosphor und Kali sollten in dem Dünger in einem ausgeglichenen Verhältnis vorliegen.

Gesnerien richtig Düngen

Wie alle Zimmerpflanzen müssen auch Gesnerien regelmäßig gedüngt werden. Im Freien bekommen die Pflanzen neue Nährstoffe durch verrottendes Laub, etc. In der Wohnung müssen die verbrauchten Nährstoffe hin und wieder aufgefüllt werden, sonst leiden die Pflanzen an Mangelerscheinungen. Werden die Gesnerien jedoch zu häufig und in zu starker Konzentration gedüngt, so können die Wurzeln der Pflanzen leicht Schaden nehmen. Es ist deshalb sinnvoll die Düngergaben etwas schwächer zu konzentrieren, als vom Hersteller des Düngemittels vorgesehen. Zu Beginn der Ruheperiode stellt man die Düngergaben vollständig ein. Gesnerien die keine Ruhepause einlegen, können ganzjährlich weitergedüngt werden, sofern man während der lichtarmen Monate für eine ausreichende Beleuchtung, welche die Pflanzen für ein gesundes Wachstum benötigen, sorgt.

Erdgemisch für Gesnerien

Die meisten Arten der Gesnerien gedeihen am besten in leicht saurer Erde. Eine gute Mischung für Gesnerien besteht aus gleichen Teilen Torf oder Sphagnum und Perlite. Man kann aber auch auf fertige Torkulturerde aus dem Handel zurückgreifen. Die Erde sollte auf jeden Fall gut wasserdurchlässig und locker sein, damit sich die zarten Wurzeln der Gesnerien gut ausbreiten können.

Vermehrung der Gesnerien durch Kopfstecklinge

Die meisten Gesnerien kann man mit Kopfstecklingen vermehren. Größere Knollen kann man vor Beginn der Wachstumsphase zerteilen, vorausgesetzt jedes Teilstück der zerschnittenen Knolle hat mindestens ein Auge. Man achte bei dieser Art der Vermehrung darauf, das Substrat bis zur Anwurzelung der Teilstücke nur leicht feucht zu halten, um ein Faulen der Knollen zu vermeiden.

Vermehrung durch Blattstecklinge

Einige Arten der Gesnerien lassen sich aus Blättern neu züchten. Hierfür verwendet man ein ausgewachsenes, noch nicht zu altes Blatt. Der Stiel des Blattes wird mit einem scharfem Messer auf ca. 2 cm gekürzt und in ein Vermehrungssubstrat gesteckt. Damit das noch nicht bewurzelte Blatt nicht vertrocknet, stülpt man einen Plastikbeutel über den Topf. Zum Anwurzeln stellt man den Topf an einen hellen, warmen Platz. Die Wurzelbildung dauert ca. 4 Wochen. Nach weiteren vier Wochen sollten sich dann bereits kleine Pflänzchen bilden. > Grundlagen der Vermehrung durch Blattstecklinge

Vermehrung der Gesnerien durch Samen

Auch die Anzucht der Gesnerien aus Samen ist verbreitet und einfach. Man verteilt die winzigen Samen gleichmäßig auf dem gut angefeuchteten Substrat für ausgewachsene Pflanzen und deckt den Anzuchttopf mit einer Glasscheibe oder einem Plastikbeutel ab. Zur Keimung benötigen die Samen der Gesnerien einen hellen, nicht sonnigen Standort. Zur Keimung brauchen die  Gesneriensamen 2 bis 4 Wochen, abhängig von der Umgebungstemperatur und dem Alter der Samen. Die Pflanzerde der kleinen Keimlinge darf in der ersten Zeit nicht austrocknen. Wachsen die Sämlinge mit zu wenig Abstand voneinander heran, so kann man sie nach zwei bis drei Monaten vereinzeln (pikieren).

Besonderheiten der Gesnerien

Wenn die Gesnerien in hoher Luftfeuchtigkeit gepflegt werden, so kann die Pflanze vom echten Mehltau befallen werden. Eine leichte Luftzirkulation in der Umgebung der Gesnerien kann dies jedoch verhindern. Gesnerien sind bei Pflegefehlern, zu feuchte, zu warme oder zu kalte Haltung, anfällig für Wurzel - und Stengelfäule.

Wer seine Gesnerie umtopfen möchte, sollte dies bei den Ruheperiode einlegenden Gesnerien vor Beginn der Wachstumsphase tun.

Die jungen Triebe der Gesnerien sind anfällig für Blattläuse. Auch Wollläuse siedeln sich gerne auf Gesnerien an. Man kontrolliere regelmäßig die Unterseiten der Blätter, die Basis der Blattstiele und die Blattachseln auf einen Befall.

Der Befall mit Cyclamenmilben, insbesondere an den Vegetationsspitzen kann eine Gesnerie vollständig zerstören. Mit diesen Milben befallene Gesnerien sind eigentlich nicht mehr zu retten und sollten weggeworfen werden.



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