Düngen: Damit Gesnerien gut wachsen und Blüten bilden,
sollte man sie regelmäßig Düngen. Die Gesnerien erhalten während der
Wachstumszeit bei jedem zweiten Gießen einen schwach konzentrierten
Flüssigdünger. Die Anteile an Stickstoff, Phosphor und Kali sollten
in dem Dünger in einem ausgeglichenen Verhältnis vorliegen.
Hinweis: Werden die Gesnerien zu häufig
gedüngt, so können die Wurzeln leicht Schaden nehmen. Es ist deshalb
sinnvoll die Düngergaben etwas schwächer zu konzentrieren, als vom
Hersteller des Düngemittels vorgesehen.
Zu Beginn der Ruheperiode stellt man die Düngergaben vollständig
ein. Gesnerien die keine Ruhepause einlegen, können ganzjährlich
weitergedüngt werden, sofern man während der lichtarmen Monate für
eine ausreichende Beleuchtung, welche die Pflanzen für ein gesundes
Wachstum benötigen, sorgt.
Erdgemisch: Die meisten Arten der Gesnerien gedeihen am
besten in leicht saurer Erde. Eine gute Mischung für Gesnerien besteht aus
gleichen Teilen Torf oder Sphagnum und Perlite. Man kann aber
auch auf fertige Torkulturerde aus dem Handel zurückgreifen. Die
Erde sollte auf jeden Fall gut wasserdurchlässig und locker sein,
damit sich die zarten Wurzeln der Gesnerien gut ausbreiten können.
Wer seine Pflanze umtopfen möchte, sollte dies bei den Ruheperiode
einlegenden Gesnerien vor Beginn der Wachstumsphase tun.
Vermehrung: Die meisten Gesnerien kann
man mit Kopfstecklingen vermehren. Größere Knollen kann man vor
Beginn der Wachstumsphase zerteilen, vorausgesetzt jedes
Teilstück der zerschnittenen Knolle hat mindestens ein Auge. Man
achte bei dieser Art der Vermehrung darauf, das Substrat bis zur
Anwurzelung der Teilstücke nur leicht feucht zu halten, um ein
Faulen der Knollen zu vermeiden.
Einige Arten der Gesnerien lassen sich aus Blättern neu züchten.
Hierfür verwendet man ein ausgewachsenes, noch nicht zu altes
Blatt. Der Stiel des Blattes wird mit einem scharfem Messer auf
ca. 2 cm gekürzt und in ein Vermehrungssubstrat gesteckt. Damit
das noch nicht bewurzelte Blatt nicht vertrocknet, stülpt man
einen Plastikbeutel über den Topf. Zum Anwurzeln stellt man den
Topf an einen hellen, warmen Platz. Die Wurzelbildung dauert ca.
4 Wochen. Nach weiteren vier Wochen sollten sich dann bereits
kleine Pflänzchen bilden.
Auch die Anzucht der Gesnerien aus Samen ist verbreitet und
einfach. Man verteilt die winzigen Samen gleichmäßig auf dem gut
angefeuchteten Substrat für ausgewachsene Pflanzen und deckt den
Anzuchttopf mit einer Glasscheibe oder einem Plastikbeutel ab.
Zur Keimung benötigen die Samen der Gesnerien einen hellen,
nicht sonnigen Standort. Zur Keimung brauchen die
Gesneriensamen 2 bis 4 Wochen, abhängig von der
Umgebungstemperatur und dem Alter der Samen. Die Pflanzerde der
kleinen Keimlinge darf in der ersten Zeit nicht austrocknen.
Wachsen die Sämlinge mit zu wenig Abstand voneinander heran, so
kann man sie nach zwei bis drei Monaten vereinzeln (pikieren).
Besonderheiten: Wenn die Gesnerien in
hoher Luftfeuchtigkeit kultiviert werden, so kann die Pflanze
vom echten Mehltau befallen werden. Eine leichte Luftzirkulation
in der Umgebung der Gesnerien kann dies jedoch verhindern.
Gesnerien sind bei Pflegefehlern, zu feuchte, zu warme oder zu
kalte Haltung, anfällig für Wurzel - und Stengelfäule.
Die jungen Triebe der Gesnerien sind anfällig für Blattläuse.
Auch Wollläuse siedeln sich gerne auf Gesnerien an. Man
kontrolliere regelmäßig die Unterseiten der Blätter, die Basis
der Blattstiele und die Blattachseln auf einen Befall. Der
Befall mit Cyclamenmilben, insbesondere an den
Vegetationsspitzen kann eine Gesnerie vollständig zerstören. Mit
diesen Milben befallene Gesnerien sind eigentlich nicht mehr zu
retten und sollten weggeworfen werden.
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