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Teil 1: Licht, Gießen, Temperatur
Teil 2: Substrate, Vermehrung, Düngen
Kulturanleitungen Gesnerien:
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Columnea | Episcia
Gesneria | Kohleria
Saintpaulia | Sinningia
Streptocarpus
Bild: Episcia cupreata
Foto: masaki ikeda
Lizenz: Public Domain.

Gesneria venticosa
Foto: Lockal
Lizenz: GNU-Lizenz für freie Dokumentation.
Kohleria hybrida
Foto: Scott Zona
Lizenz: Bestimmte Rechte vorbehalten.
Damit Gesnerien gut wachsen und Blüten bilden, sollte man sie regelmäßig Düngen. Die Gesnerien erhalten während der Wachstumszeit bei jedem zweiten Gießen einen schwach konzentrierten Flüssigdünger. Die Anteile an Stickstoff, Phosphor und Kali sollten in dem Dünger in einem ausgeglichenen Verhältnis vorliegen.
Hinweis: Werden die Gesnerien zu häufig gedüngt, so können die Wurzeln leicht Schaden nehmen. Es ist deshalb sinnvoll die Düngergaben etwas schwächer zu konzentrieren, als vom Hersteller des Düngemittels vorgesehen.
Zu Beginn der Ruheperiode stellt man die Düngergaben vollständig ein. Gesnerien die keine Ruhepause einlegen, können ganzjährlich weitergedüngt werden, sofern man während der lichtarmen Monate für eine ausreichende Beleuchtung, welche die Pflanzen für ein gesundes Wachstum benötigen, sorgt.
Die meisten Arten der Gesnerien gedeihen am besten in leicht saurer Erde. Eine gute Mischung für Gesnerien besteht aus gleichen Teilen Torf oder Sphagnum und Perlite.
Man kann aber auch auf fertige Torkulturerde aus dem Handel zurückgreifen. Die Erde sollte auf jeden Fall gut wasserdurchlässig und locker sein, damit sich die zarten Wurzeln der Gesnerien gut ausbreiten können.
Wer seine Pflanze umtopfen möchte, sollte dies bei den Ruheperiode einlegenden Gesnerien vor Beginn der Wachstumsphase tun.
Die meisten Gesnerien kann man mit Kopfstecklingen vermehren. Größere Knollen kann man vor Beginn der Wachstumsphase zerteilen, vorausgesetzt jedes Teilstück der zerschnittenen Knolle hat mindestens ein Auge. Man achte bei dieser Art der Vermehrung darauf, das Substrat bis zur Anwurzelung der Teilstücke nur leicht feucht zu halten, um ein Faulen der Knollen zu vermeiden.
Einige Arten der Gesnerien lassen sich aus Blättern neu züchten. Hierfür verwendet man ein ausgewachsenes, noch nicht zu altes Blatt. Der Stiel des Blattes wird mit einem scharfem Messer auf ca. 2 cm gekürzt und in ein Vermehrungssubstrat gesteckt.
Damit das noch nicht bewurzelte Blatt nicht vertrocknet, stülpt man einen Plastikbeutel über den Topf. Zum Anwurzeln stellt man den Topf an einen hellen, warmen Platz. Die Wurzelbildung dauert ca. 4 Wochen. Nach weiteren vier Wochen sollten sich dann bereits kleine Pflänzchen bilden.
Auch die Anzucht der Gesnerien aus Samen ist verbreitet und einfach. Man verteilt die winzigen Samen gleichmäßig auf dem gut angefeuchteten Substrat für ausgewachsene Pflanzen und deckt den Anzuchttopf mit einer Glasscheibe oder einem Plastikbeutel ab.
Zur Keimung benötigen die Samen der Gesnerien einen hellen, nicht sonnigen Standort. Zur Keimung brauchen die Gesneriensamen 2 bis 4 Wochen, abhängig von der Umgebungstemperatur und dem Alter der Samen. Die Pflanzerde der kleinen Keimlinge darf in der ersten Zeit nicht austrocknen. Wachsen die Sämlinge mit zu wenig Abstand voneinander heran, so kann man sie nach zwei bis drei Monaten vereinzeln (pikieren).
Wenn die Gesnerien in hoher Luftfeuchtigkeit kultiviert werden, so kann die Pflanze vom echten Mehltau befallen werden. Eine leichte Luftzirkulation in der Umgebung der Gesnerien kann dies jedoch verhindern. Gesnerien sind bei Pflegefehlern, zu feuchte, zu warme oder zu kalte Haltung, anfällig für Wurzel - und Stengelfäule.
Die jungen Triebe der Gesnerien sind anfällig für Blattläuse. Auch Wollläuse siedeln sich gerne auf Gesnerien an. Man kontrolliere regelmäßig die Unterseiten der Blätter, die Basis der Blattstiele und die Blattachseln auf einen Befall.
Der Befall mit Cyclamenmilben, insbesondere an den Vegetationsspitzen kann eine Gesnerie vollständig zerstören. Mit diesen Milben befallene Gesnerien sind eigentlich nicht mehr zu retten und sollten weggeworfen werden.
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