Gesnerien: Die meisten Gesnerienpflanzen bilden
wunderschöne, leuchtend gefärbte Blüten. Die Blütenblätter der
Gesnerien sind am Grund zu einer Blumenkrone röhrenförmig
zusammengewachsen.
Gesneriengewächse bilden drei unterschiedliche Wurzelsysteme aus. Es
gibt Gattungen mit faserigen Wurzeln, mit schuppigen Rhizomen und
mit Knollen.
Gesnerien mit faserigen Wurzeln sind in Zimmerkultur am häufigsten
anzutreffen. Diese Gruppe kann bei geeigneten Kulturbedingungen
ganzjährig, ohne Ruheperiode, wachsen.
Gesnerien mit Rhizomen benötigen meist eine Ruheperiode, in der die
Triebe und Blätter der Pflanze absterben. Mit Beginn der neuen
Wachstumsphase treibt die Pflanze aus ihren Rhizomen dann wieder neu
aus.
Gesneriengewächse sind , abgesehen von ihren unterschiedlichen
Wurzelsystemen, auch in ihrem oberirdischen Wuchs recht
unterschiedlich. Für die Zimmerkultur hervorzuheben sind hierbei die
meisten Arten der Columnea und der Aeschynanthus. Diese besitzen
langwachsende, herabhängende Triebe mit fleischigen elliptischen
oder lanzettförmigen Blättern. Diese Pflanzen kommen besonders gut
in Hängekörben als Ampelpflanzen zur Geltung.
Licht: Gesneriengewächse benötigen für ein gesundes und
kräftiges Wachstum viel Licht. Die frühe Sonne am Morgen oder die
Sonne am Nachmittag ist für diese Pflanzen notwendig. Eine direkte
Bestrahlung durch die Sonne in der Mittagszeit sollte man jedoch
vermeiden. Bei einem Standort in einem Südfenster ist deshalb auf
eine Abschattung durch eine Markise oder einen Vorhang zu achten.
Bei nicht ausreichenden Lichtverhältnissen wachsen die Triebe
der Gesnerien schwach und vergeilt.
Temperatur: Die idealen Temperaturen für
die meisten Gesnerien liegt zwischen 18 und 24 °C. Die untere
Temperatur für Gesneriengewächse sollte im Winter 13 °C nicht
unterschreiten.
Gesnerien mit einer ausgeprägten Ruheperiode, beispielsweise
Sinningia oder Achimenes vertragen während der Ruhezeit auch
Temperaturen bis zu 8 °C. Man achte dann aber streng darauf, die
Pflanzenerde während der Ruheperiode vollkommen trocken zu halten.
Gießen: Gesnerien besitzen einen sehr
unterschiedlichen Wasserbedarf. Genauere Angaben sind bei den
einzelnen Pflanzen unter Gesnerien A-Z zu finden.
Generell kann man die Erde der Gesnerien ständig etwas feucht
halten. Staunässe ist aber unbedingt zu vermeiden.
Hinweis: Gießt man Gesnerien mit zu kaltem Wasser, so können
sich an den Blättern mancher Arten weiße oder cremefarbige Ringe
bilden. Diese sind an sich nicht schädlich, bilden sich aber
nicht zurück und unschön aus. Um eine solche Verfärbung zu
vermeiden, gießt man Gesnerien stets mit zimmerwarmem Wasser.
Hier geht es weiter:
Gesnerien Teil 2 - Vermehrung, düngen, Erdgemisch,
Besonderheiten der Gesnerien
Als Zimmerpflanzen gehaltene Gesnerien:
Aeschynanthus |
Achimenes |
|