Lebende Steine pflegen

lebende Steine Lithops

Name: Lebende Steine, Lebende Kiesel
Wissenschaftl. Name: Lithops, Lithops herrei
Lithops julii, Lithops schwantesii, Lithops aucampiae
Familie Aizoaceae
Wuchshöhe: bis etwa 10 cm
Blütezeit: September, Oktober
Verwendung: Blattschmuckpflanze
Hilfreiche Seiten: Sukkulenten richtig pflegen
Lexikon / Übersicht:  Sukkulenten
Schwierigkeit: mittelschwer

Steckbrief / Beschreibung

Die Pflege der Lebenden Steine (Lithops) ist nicht ganz einfach, da die Ansprüche der Pflanze an den Standort und die Pflege möglichst gut erfüllt werden müssen.

Die Sukkulenten der Gattung Lithops (lebende Steine) sehen den vielen Steinen, zwischen denen sie in den trockenen Gebieten Südafrikas wachsen, täuschend ähnlich. Aus der für Sukkulenten verhältnismäßig langen Pfahlwurzel entwickelt sich der kurze, unterirdisch wachsende Erdstamm, aus dem sich ein Paar dicker, fleischiger, halbkreisförmiger Blätter entwickelt. Aus dem Schlitz oder der Spalte an der Verbindungsstelle der beiden Blätter wächst in der Zeit vom späten Sommer bis zum Herbst eine einzelne strahlenförmige Blüte.

Die fleischigen Blätter der lebenden Steine haben selten einen größeren Durchmesser als 5 cm, die Blüte dieser Sukkulenten kann jedoch durchaus größer sein. Die Blattoberflächen der lebenden Steine sind flach oder gewölbt, einfarbig oder hübsch gemustert. Als Blattfärbung kann fast jede Tönung und Kombinationen auftreten, die zum dem jeweiligen felsigen und trockenen Untergrund passen. Nachdem die Sukkulente verblüht ist, verwelken und vertrocknen die alten Blätter allmählich, während sich als Ersatz bereits ein neues Blattpaar bildet.

Standort / Licht

Lebende Steine pflegt man an einem möglichst hellen bis vollsonnigen Standort. Der Platz sollte warm und gut belüftet sein.

Pflanzen bleiben nur gesund und vital, wenn ihre Lichtbedürfnisse erfüllt werden. Kenntnisse über die Lichtstärke, angegeben in Lux, geben Auskunft ob der Standort hell genug ist. Pflanzen mit geringem Lichtbedarf benötigen immer noch mindestens 500 bis 600 Lux. Zimmerpflanzen für sehr helle Standorte brauchen 1600 Lux und mehr.

Himmelsrichtung, Jahreszeit, Verglasung und vor der Wohnung stehende Bäume und Büsche reduzieren die Lichtstärke schnell um 30 bis 70%. Bereits 2 bis 3 Meter hinter einem hellen Fenster kann es bereits zu dunkel für die meisten Topfpflanzen sein. Auch zu viel Licht ist für zahlreiche Zimmerpflanzen schlecht, es muss abgeschattet werden oder man ändert den Standort.

Lichtmangel Symptome

  • Lange, helle zum Licht wachsende Triebe, weiter Blattabstand und bleiches, aufgehelltes Laub
  • Schlaffer, nicht stabiler Wuchs
  • Dünne, blassgrüne, durchscheinende Blätter
  • deutlich zu kleine Blätter, weiche Triebe
Standort finden

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Lesetipp: So findet man den richtigen Standort
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Lebende Steine Gießen / Wässern

Während der Wachstumsphase, vom späten Frühjahr bis zum Ende der Blütezeit im Herbst wässert man die lebenden Steine nur so viel, dass die Erde gerade feucht ist, in den oberen Schichten aber bis zum nächsten Wässern gut abtrocknet.

Als Gießwasser verwendet man für die Lebenden Steine nur abgestandenes und zimmerwarmes Wasser.

Wann, wie viel und wie oft gegossen wird kann nicht generell beantwortet werden. Das sorgt, besonders bei unerfahrenen Pflanzenfreunden für Unsicherheit. Man sollte es sich aber auch nicht zu schwer machen.

Grundsatz beim Gießen

Wenn man sich nicht sicher ist, sollte man lieber etwas weniger als zu viel Gießen. Die wenigsten Zimmerpflanzen gehen an Trockenheit ein, meistens werden sie zu Tode gewässert.

Weshalb wird zu viel gewässert ?

Wenn eine Pflanze schlapp aussieht, greifen viele Hobbygärtner zuerst zur Gießkanne. Dies ist der mit Abstand häufigste Pflegefehler. Bei schlaffen Pflanzen sollte man nicht wässern ohne die Erde zu prüfen, denn sehr oft ist nicht der Wassermangel an einer siechenden Pflanzen schuld.

Zum Prüfen des Feuchtigkeitsgehalts fühlt man zuerst mit einem Finger oder dem Handrücken ob sich das Substrat feucht anfühlt. Besteht weiterhin Unsicherheit, so zerreibt man einige Erdkrümel zwischen den Fingern. Feuchte oder trockene Erde kann man so gut unterscheiden. Vor und nach dem Gießen sollten Sie das Pflanzgefäß kurz anheben, so bekommen sie ein Gefühl für das Gewicht und recht schnell auch für den Feuchtigkeitsgehalt des Topfballens.

Große Pflanzgefäße erfordern einen Feuchtigkeitsmesser. Damit kann man in der Topfmitte schnell und zuverlässig die Feuchtigkeit ermitteln. Das Messgerät ist preiswert zu erstehen und er gehört zu jeder Grundausrüstung eines Pflanzenliebhabers.

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Weshalb sterben Pflanzen bei zu viel Wasser?

Eine schlapp aussehende Pflanze kann oft kein Wasser aufnehmen, weil sie bereits über einen längeren Zeitraum hin zu stark vernässt war. Dadurch ist zu wenig Sauerstoff in der Erde und die Wurzeln werden faulig. Die zerstörten Wurzeln können kein Wasser mehr aufnehmen und die Pflanze wird schlapp. Ein Zeichen von Wassermangel, aber nicht durch zu wenig Gießen sondern wegen der verfaulten Wurzeln. Jetzt hilft nur noch schnelles Austopfen der Pflanze, alle Wurzeln von der vernässten Erde säubern, abgestorbene und verfaulte, schwarze Wurzeln abzupfen und abschneiden. Dann wird die Pflanze in frische Erde eingetopft und bis zur Bildung neuer Wurzeln, etwa 1 bis 2 Monate sparsam gegossen. Mit etwas Glück erholt sich die Pflanze.

So verhindert man das Wurzelsterben

Gießen Sie nie vorbeugend oder auf Verdacht. Erst die Erde auf Feuchtigkeit kontrollieren, dann Gießen. Alles nach dem Wässern im Untersetzer oder Übertopf stehenbleibende Wasser muss spätestens nach 5 Minuten abgegossen werden. Falls man dies verpasst, können empfindlichere Pflanzen bereits nach 10 Minuten nicht wieder gut zu machende Wurzelschäden erleiden.

Was tun bei Ballentrockenheit ?

Wenn der Ballen mal völlig abgetrocknet ist, reicht einfaches Gießen, besonders bei kleineren Pflanzgefäßen, nicht aus. Der gesamte Topf muss solange vollständig bis zu Erdoberfläche in Wasser getaucht werden, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen.

Lesetipp: Pflanzen reichlich, mäßig, sparsam gießen & der richtige Zeitpunkt zum Wässern
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Lebende Steine überwintern / Ruheperiode

Die Lebenden Steine sollten zwischen Oktober und Februar an einem sehr hellen Standort mit Temperaturen zwischen 4 und 15 °C überwintern. Währen der Ruheperiode werden die alten Blätter der lebenden Steine durch neue Blätter ersetzt. Deren Wasserbedarf wird durch den Vorrat der alten Blätter gedeckt.

Die Lebenden Steine werden während der gesamten Ruheperiode nicht gegossen, sofern sie an einem entsprechend kühlen Platz gepflegt werden. Man gießt die lebenden Steine erst wieder im nächsten Jahr zu Beginn der Wachstumsphase im März.

Während der Überwinterung werden die Lebenden Steine nicht gedüngt.

Lesetipp: Einleiten der Ruhe- oder Vegetationsperiode

Aufenthalt im Sommer

Gerne im Freien an einem sonnigem bis vollsonnigem Standort.

Temperatur

Lebende Steine gedeihen bei normalen Zimmertemperaturen, höhere sommerliche Temperaturen sind dem gesunden Wachstum durchaus förderlich. Die Temperatur kann fast bis zum Gefrierpunkt sinken, sollte aber in der Regel eigentlich nicht unter 10 °C liegen. Während der Ruheperiode eignen sich Temperaturen um die 4 bis 15 °C.

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Lebende Steine vermehren

Dicht stehende lebende Steine kann man im späten Frühling teilen. Man stellt frisch geteilte Pflanzen an einen hellen, nicht sonnigen Platz und gießt mäßig. Im Frühsommer stellt man die blühbereite Sukkulente in die volle Sonne.

Man kann die lebenden Steine auch gut aus Samen ziehen: Es dauert dann jedoch einige Jahre, bis die Sukkulente zum ersten Mal Blüten bildet.

Lesetipp: So vermehrt man Zimmerpflanzen erfolgreich
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Erde / Substrat

Man verwendet für die Pflege der lebenden Steine ein Gemisch aus gleichen Teilen Komposterde und scharfem Sand. In den Topfboden gibt man zuerst eine Schicht Tonscherben, damit das Wasser besser abzieht und keine Staunässe entsteht. Man benutzt zur Kultivierung dieser Sukkulenten normale Töpfe, denn in einer flachen Schale reicht der Platz für die nach unten wachsenden Pfahlwurzel nicht aus.

Als alternatives Substrat verwendet man vorgemischte Kakteenerde.

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Lebende Steine umtopfen

Die Lebenden Steine können im März oder August in frische Erde umgetopft werden.

Lesetipp: Umtopfen der Zimmerpflanzen - Theorie & Praxis
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Düngen / Nährstoffbedarf

Lebende Steine düngt man im Abstand von 6 Wochen mit einem speziellen Sukkulenten / Kakteendünger.

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Schädlinge, Pflegefehler & Hinweise

Die gemeine Spinnmilbe kann an den Lebenden Steinen auftreten. Die Spinnweben sind besonders gut an den Blattachseln und gebuchteten Blatträndern zu erkennen. Durch Einsprühen mit Wasser werden die Gespinste besonders deutlich sichtbar.

Der Befall mit Schmier- und Wollläusen wird bei diesen Sukkulenten öfter beobachtet. Das kleine, weiße, an Wattebäusche erinnernde Gespinst der Schmierläuse ist gut auf den Lebenden Steinen zu erkennen.

Hier können Sie Schadbilder und Symptome an ihrer Pflanze bestimmen und Gegenmaßnahmen ergreifen.

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Lebende Steine Bilder

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lebende Steine Lithops

Lebende Steine

Lithops
Foto: Jill Robidoux
Bestimmte Rechte vorbehalten

lebende Steine Lithops aucampiae

Lebende Steine

Lithops aucampiae
2,5mm groß und 5 Tage alt
Foto: Chrizz
Lizenz: GFDL

lebende Steine Lithops schwantesii

Lebende Steine

Lithops schwantesii
Foto: Lispnik
Bestimmte Rechte vorbehalten

lebende Steine Lithops herrei

Lebende Steine

Lithops herrei
Foto: Stan Shebs
Lizenz: GFDL