Echinocactus pflegen

Echinocactus

Deutscher Name: Kugelkaktus, Schwiegermuttersessel, Schwiegermuttersitz
Wissenschaftl. Name: Echinocactus
Familie: Cactaceae
Blütezeit: Juli - September
Verwendung: Blattschmuckpflanze
Schwierigkeit: pflegeleicht

Steckbrief / Beschreibung

Die Pflege des Echinocactus ist ziemlich einfach. Nur der im Winter etwas kühlere Standort steht nicht immer zur Verfügung.

Echinokakteen sind zylindrische oder kugelige, mit harten Dornen bewehrte Sukkulenten. Wegen ihrer besonderen Form tragen diese Kakteen die unterschiedlichsten Namen: Kugelkaktus, Schwiegermuttersessel oder Schwiegermuttersitz im deutschsprachigen Raum, Goldenes Fass in den Vereinigten Staaten, und in Lateinamerika nennt man ihn Indianerkopf. Auch wenn mit diesen Namen nicht immer die gleiche Sorte gemeint ist, so sind dennoch alle deutlich miteinander verwandt.

Der Echinocactus wird in der Natur bis zu 5 Meter hoch, mit einem Durchmesser von bis zu einem Meter. Diese imposante Größe erreicht der Echinocactus  jedoch erst nach Jahrhunderte langem, langsamen Wachstum. Von den wenigen in Zimmerkultur gehaltenen Arten kann man nur bei dem Echinocactus horizonthalonius mit der Bildung von Blüten rechnen.

Standort / Licht

Den Echinocactus pflegt man das ganze Jahr an einem sehr hellen Standort mit möglichst viel direkter Sonnenbestrahlung. Ohne das Sonnenlicht bilden sich die langen, schön gefärbten Dornen nicht richtig aus. Zu dunkle Standorte sollten mit einer Zusatzbeleuchtung für Pflanzen aufgewertet werden.

Info: Wie misst man die Beleuchtung am Standort ?
Standort finden

Licht ist für Pflanzen wie Nahrung. Pflanzen bleiben nur gesund und vital, wenn ihre Lichtbedürfnisse erfüllt werden. Kenntnisse über die Lichtstärke in Lux zeigen, ob der Standort hell genug ist. Schattenliebende Pflanzen brauchen mindestens 500 bis 600 Lux, während sonnenliebende Geranien oder Sukkulenten 2000 Lux und mehr benötigen.

Himmelsrichtung, Jahreszeit, Art der Verglasung und umgebende Bäume und Büsche beeinflussen die Lichtmenge schnell um 30 bis 70 %.

Ein Nordfenster lässt deutlich weniger Licht herein als ein Südfenster.

Auch der Abstand zu einem Fenster ist wichtig. Bereits 2 bis 3 Meter hinter einem hellen Fenster kann es zu dunkel sein.

Zu viel Licht ist auch schädlich und erfordert eine Abschattung oder einen Standortwechsel.

Lichtmangel Symptome

  • Lange, helle zum Licht wachsende Triebe, weiter Blattabstand und bleiches, aufgehelltes Laub
  • Schlaffer, nicht stabiler Wuchs
  • Dünne, blassgrüne, durchscheinende Blätter
  • deutlich zu kleine Blätter, weiche Triebe

Luxmessung: Mit einem Luxmeter können Sie die Lichtstärke an verschiedenen Standorten messen. Dieses wichtige Hilfsmittel finden Sie hier:

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Lesetipp: So findet man den richtigen Standort
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Gießen / Wässern

Der Kaktus wird während der Hauptwachstumszeit gleichmäßig gegossen. Der Topfballen sollte gründlich angefeuchtet werden, zwischen den jeweils einzelnen Wassergaben lässt man die Oberfläche der Erde jedoch antrocknen.

Überwintern / Ruheperiode

Von November bis März muss man das Gießen stark einschränken und das Düngen ganz einstellen. Man achte nur darauf, dass der Topfballen nicht vollkommen vertrocknet. Wird der Echinocactus während der Ruheperiode zu feucht gehalten, so tritt Fäulnis an den Wurzeln und an der Basis der Kakteen auf.

Während der Ruheperiode sorgt man für Temperaturen um die 10 °C, jedoch nicht unter 5 °C. Bei niedrigeren Temperaturen können braune Flecken an den Kakteen auftreten.

Standort im Sommer

Gerne an einem hellen, sonnigen Platz im Freien.

Die Kakteen dürfen im Frühling nicht direkt in das pralle Sonnenlicht gestellt werden. Die harte UV Strahlung kann die Kaktee verbrennen. Eine solche Verbrennung ist an braunen, unregelmäßigen Flecken zu erkennen.

Um die Echinocactus an das Sonnenlicht zu gewöhnen, stellt man sie 1 bis 2 Wochen an einen halbschattigen Platz. Etwas Sonne in den Morgen- oder Abendstunden ist in dieser Zeit ausreichend. Nach dieser Eingewöhnungsphase kann man die Kakteen an ihren endgültigen vollsonnigen Standort stellen.

Temperatur

Die Kakteen benötigen zum guten Wachstum Temperaturen zwischen 19 und 24 °C.

Echinocactus Vermehren

Echinokakteen können in der Zimmerkultur nur durch Samen vermehrt werden. Die Sämlinge sind nicht schwer heranzuziehen. Die Aussaat ist durchaus lohnend, da die jungen Kakteen recht schnell heranwachsen.

Erde / Substrat

Für die Kultur des Echinocactus verwendet man ein Substrat aus einem Drittel scharfem Sand und 2/3 Erde auf Torf- oder Kompostbasis.  Im Handel sind fertige Substratmischungen für Kakteen erhältlich.

Echinocactus Umtopfen

Sobald die Wurzeln der Kakteen das Pflanzgefäß ausfüllen, sollte man den Kaktus in ein größeres Pflanzgefäß umtopfen. Zur Kontrolle des Wurzelwachstums muss man den Echinocactus im Frühjahr aus seinem Topf herausnehmen. Falls ein Umtopfen noch nicht notwendig ist, schüttelt man das alte Substrat  vorsichtig aus den Wurzeln und setzt dann den Kaktus mit frischem Substrat wieder in das alte, gut gereinigte Pflanzgefäß zurück.

Düngen / Nährstoffbedarf

Man düngt den Echinocactus alle 4 Wochen mit Flüssigdünger, vorausgesetzt man verwendet ein Substrat auf Torfbasis. Bei Verwendung eines Substrates auf der Basis von Komposterde genügt eine Düngung innerhalb von 8 Wochen.

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Die gemeine Spinnmilbe kann an dem Echinocactus auftreten. Die Spinnweben sind besonders gut an den Blattachseln und gebuchteten Blatträndern zu erkennen. Durch Einsprühen mit Wasser werden die Gespinste besonders deutlich sichtbar.

Der Befall mit Schmier- und Wollläusen wird bei diesen Kakteen öfter beobachtet. Das kleine, weiße, an Wattebäusche erinnernde Gespinst der Schmierläuse ist gut zu erkennen.

Hier können Sie Schadbilder und Symptome an ihrer Pflanze bestimmen und Gegenmaßnahmen ergreifen.

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Echinocactus Bilder 

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Echinocactus grusonii

Echinocactus

Echinocactus grusonii
Foto: Bluemoose
Lizenz: GFDL

Echinocactus texensis fruit

Echinocactus

Echinocactus texensis fruit
Foto: Stan Shebs
Lizenz: GFDL

Echinocactus texensis flower

Echinocactus

Echinocactus texensis flower
Foto: Stan Shebs
Lizenz: GFDL

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Quellen

Das Grosse Buch der Zimmerpflanzen. VEMAG Verlags- und Medien Aktiengesellschaft, Köln 1995, ISBN 3-625-10680-9, 1001 Zimmerpflanzen von A - Z. ISBN-10: 1405492090, RHS Die große Pflanzen-Enzyklopädie von A – Z, DK Verlag Dorling Kindersley, ISBN-10: 3831017298, Wikipedia - Kakteengewächse, Zimmerpflanzen von Editha Thomas, ISBN-10: 3730401033, Botanica. Das ABC der Pflanzen. 10.000 Arten in Text und Bild. Könemann Verlagsgesellschaft, 2003, ISBN 3-8331-1600-5