Fischschwanzpalmen

Caryota maxima

Himalaya Fischschwanzpalme

Frostbeständig: bis etwa -3 ° C (Größe, Alter und Frostschutz entscheidend)
Verwendung
: Pflanzkübel, Tröge oder im Garten ausgepflanzt (Klimazone beachten)
Licht / Standort
:
sonnig bis vollsonnig, möglichst windgeschützt

Caryota maxima, Caryota mitis, Caryota urens 
Deutscher Name / Handelsname: Fischschwanzpalme oder Brennpalme
Familie: Palmengewächse (Arecaceae)
Gattung:  Caryota
Verwendung: Palmen für solitäre Standorte
Wuchshöhe: bis ca. 30 m
Heimat / Herkunft:: Südasien bis in den Südwestpazifik
Hilfreiche Seiten: Palmen richtig pflegen
Lexikon / Übersicht:  Palmen für Wohnung & Wintergarten
Schwierigkeit: pflegeleicht

Beschreibung & Pflege

Caryota mitis

Fischschwanzpalme, Caryota mitis

Die Fischschwanzpalmen unterscheiden sich von allen anderen Palmenarten durch die doppelt fiederschnittigen Wedel, jedes Blatt einer Fischschwanzpalme ist in weitere Blätter unterteilt. Die graugrünen Blattstiele der Palme können je nach Art eine unterschiedliche Länge erreichen, tragen aber bei allen vorkommenden Arten die typisch geteilten Wedel, welche sich in mehrere Abschnitte gliedern. Jedes Blättchen der Palme ist v-förmig eingefaltet und hat leicht schartige Ränder. Die Fiederblättchen sind fischschwanzförmig.

Laut Literatur vertragen Fischschwanzpalmen nur leichten Frost . Erfahrungsberichte zeigen, das man die Palmen besser keinen Minusgraden aussetzen sollte.

Himalaya Fischschwanzpalme

Im östlichen und zentralen Himalaya trifft man die Caryota maxima, auch Himalaya Fischschwanzpalme genannt, in ihrer Ursprungsform in Höhen von bis zu 2200 m an. Sie gehört mit einem Zuwachs von etwa 2 m pro Jahr zu den sehr schnellwachsenden Palmen. Die bis zu 30 m hoch wachsende, einstämmige Caryota maxima, bildet eine dichte Krone mit 3 m langen und 2 m breiten Blattwedeln. Die Fiedern sind mattgrün gefärbt. Die Palme bildet kräftig rosarot gefärbte Früchte an bis zu 2 m langen Fruchtständen.

Fischschwanzpalme

Diese Art erreicht in Pflanzkübeln eine Höhe von bis zu 3 m. Der Stamm einer 1,5 m hohen Caryota mitis, auch Fischschwanzpalme genannt, kann 8 bis 10 kräftig gebogene und doppelt fiederschnittige Wedel tragen, die an 30 bis 60 cm langen Stielen sitzen. Mehrere kleine Wedel gruppieren sich meist direkt um die Basis des Stamms. Die großen Wedel können bis zu 90 cm breit werden, die hellgrünen kleinen Blättchen etwa 18 cm lang und 15 cm breit; diese Blättchen bilden sich in Gruppen von 20-30 Stück.

Brennpalme

Caryota urens, auch Brennpalme genannt, bildet einen Stamm, der bei den Palmen in Zimmerkultur bis zu 2,5 m hoch werden kann. Ein 1,5 m hohes Exemplar hat meist einen Schopf aus 6 oder 7 stark herabhängenden, bis zu 1,2 m breiten Wedeln, die an 45 cm langen Stielen sitzen. Die Wedel der Caryota urens sind in zahlreiche dunkelgrüne, etwas ledrige Blättchen unterteilt, die etwa 14 cm lang und 10 cm breit werden. Diese Blätter haben eine leicht dreieckige Form und sind an den Rändern weniger ausgefranst als bei Caryota mitis.

Standort / Licht

Die Caryota sollten als Kübelpflanzen / Zimmerpflanzen gepflegt werden.  Alle Caryota-Arten pflegt man in hellem, schattiertem Licht. Nach Eingewöhnung vertragen die Palmen auch kräftigere Sonnenbestrahlung. Im Winter sollte sie einen Standort mit mindestens 1000, besser 1500 Lux bekommen. Siehe: Überwintern

Pflanzen bleiben nur gesund und vital, wenn ihre Lichtbedürfnisse erfüllt werden. Kenntnisse über die Lichtstärke, angegeben in Lux, geben Auskunft ob der Standort hell genug ist. Pflanzen mit geringem Lichtbedarf benötigen immer noch mindestens 500 bis 600 Lux. Zimmerpflanzen für sehr helle Standorte brauchen 1600 Lux und mehr.

Himmelsrichtung, Jahreszeit, Verglasung und vor der Wohnung stehende Bäume und Büsche reduzieren die Lichtstärke schnell um 30 bis 70%. Bereits 2 bis 3 Meter hinter einem hellen Fenster kann es bereits zu dunkel für die meisten Topfpflanzen sein. Auch zu viel Licht ist für zahlreiche Zimmerpflanzen schlecht, es muss abgeschattet werden oder man ändert den Standort.

Lichtmangel Symptome

  • Lange, helle zum Licht wachsende Triebe, weiter Blattabstand und bleiches, aufgehelltes Laub
  • Schlaffer, nicht stabiler Wuchs
  • Dünne, blassgrüne, durchscheinende Blätter
  • deutlich zu kleine Blätter, weiche Triebe
Standort finden

Sicherheit über die Lichtstärke erhält man nur mit einem Luxmeter. Dieses wichtige Hilfsmittel finden Sie hier:

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Caryota maxima Gießen / Wässern

Der Wasserbedarf einer Caryota maxima ist hoch bis sehr hoch. Man gießt eine Caryota maxima reichlich und so oft, dass der Erdballen stets etwas feucht ist. Das kann in sehr heißen Sommerwochen bereits 1 bis 2 Tage später, in den milderen Jahreszeiten erst nach einer Woche oder noch später der Fall sein. Auch die Menge des Gießwassers und der Gießrhythmus schwanken sehr stark, abhängig von der Topf- und der Pflanzengröße. Gelegentliches abtrocknen des Substrats verträgt die Caryota maxima meist problemlos. Vorteilhaft ist eine hohe Luftfeuchte oder ersatzweise das Übersprühen mit kalkarmem, besser kalkfreiem Wasser.

Als Gießwasser verwendet man kein zu kalkhaltiges Wasser. Regenwasser ist ideal.

Eine kieshaltige Drainageschicht und ein gut wasserdurchlässiges Substrat sind für alle Palmen in Pflanzkübeln notwendig. Beachtet man dies nicht, kann bereits eine länger anhaltende Regenperiode zum Absterben der Palme führen.

Palme richtig gießen

Reichliches Gießen von Kübelpflanzen

  1. Vor dem Gießen lässt man die oberste Schicht des Substrats leicht antrocknen. Dann wird gegossen. Der Topfballen sollte während der Wachstumszeit stets etwas feucht sein. Kurze Trockenphasen werden toleriert.
  2. Beim Gießen verabreicht man der Pflanze soviel Wasser, bis dieses kräftig aus dem Abzugsloch wieder herausläuft und sich im Untersetzer ansammelt.
  3. Dieses überschüssige Wasser wird nach ca. 20 Minuten abgeschüttet.

Die Fingerprobe zur Ermittlung des Feuchtigkeitsgehaltes funktioniert hier nicht mehr. Mit genügend Erfahrung kann man beim Hochheben des Pflanzgefäßes den Feuchtigkeitsgehalt des Substrats relativ gut einschätzen. Bei großen Pflanzgefäßen oder Pflanzkübeln benötigt man ein jedoch ein Feuchtigkeitsmessgerät (hier über Amazon erhältlich), ansonsten kommt es schnell zu Fehleinschätzungen, die zur Ballentrockenheit oder zur Vernässung des Substrats führen können.

Hinweis: Man darf nicht nur die oberste Erdschicht gleichmäßig feucht halten. Palmen dürfen nichts ins Herz gegossen oder gedüngt werden. Die Wassertemperatur sollte der Bodentemperatur entsprechen.

Wann, wie viel und wie oft gegossen wird kann nicht generell beantwortet werden. Das sorgt, besonders bei unerfahrenen Pflanzenfreunden für Unsicherheit. Man sollte es sich aber auch nicht zu schwer machen.

Grundsatz beim Gießen

Wenn man sich nicht sicher ist, sollte man lieber etwas weniger als zu viel Gießen. Die wenigsten Zimmerpflanzen gehen an Trockenheit ein, meistens werden sie zu Tode gewässert.

Weshalb wird zu viel gewässert ?

Wenn eine Pflanze schlapp aussieht, greifen viele Hobbygärtner zuerst zur Gießkanne. Dies ist der mit Abstand häufigste Pflegefehler. Bei schlaffen Pflanzen sollte man nicht wässern ohne die Erde zu prüfen, denn sehr oft ist nicht der Wassermangel an einer siechenden Pflanzen schuld.

Zum Prüfen des Feuchtigkeitsgehalts fühlt man zuerst mit einem Finger oder dem Handrücken ob sich das Substrat feucht anfühlt. Besteht weiterhin Unsicherheit, so zerreibt man einige Erdkrümel zwischen den Fingern. Feuchte oder trockene Erde kann man so gut unterscheiden. Vor und nach dem Gießen sollten Sie das Pflanzgefäß kurz anheben, so bekommen sie ein Gefühl für das Gewicht und recht schnell auch für den Feuchtigkeitsgehalt des Topfballens.

Große Pflanzgefäße erfordern einen Feuchtigkeitsmesser. Damit kann man in der Topfmitte schnell und zuverlässig die Feuchtigkeit ermitteln. Das Messgerät ist preiswert zu erstehen und er gehört zu jeder Grundausrüstung eines Pflanzenliebhabers.

Messgeräte und Bodentester

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Weshalb sterben Pflanzen bei zu viel Wasser?

Eine schlapp aussehende Pflanze kann oft kein Wasser aufnehmen, weil sie bereits über einen längeren Zeitraum hin zu stark vernässt war. Dadurch ist zu wenig Sauerstoff in der Erde und die Wurzeln werden faulig. Die zerstörten Wurzeln können kein Wasser mehr aufnehmen und die Pflanze wird schlapp. Ein Zeichen von Wassermangel, aber nicht durch zu wenig Gießen sondern wegen der verfaulten Wurzeln. Jetzt hilft nur noch schnelles Austopfen der Pflanze, alle Wurzeln von der vernässten Erde säubern, abgestorbene und verfaulte, schwarze Wurzeln abzupfen und abschneiden. Dann wird die Pflanze in frische Erde eingetopft und bis zur Bildung neuer Wurzeln, etwa 1 bis 2 Monate sparsam gegossen. Mit etwas Glück erholt sich die Pflanze.

So verhindert man das Wurzelsterben

Gießen Sie nie vorbeugend oder auf Verdacht. Erst die Erde auf Feuchtigkeit kontrollieren, dann Gießen. Alles nach dem Wässern im Untersetzer oder Übertopf stehenbleibende Wasser muss spätestens nach 5 Minuten abgegossen werden. Falls man dies verpasst, können empfindlichere Pflanzen bereits nach 10 Minuten nicht wieder gut zu machende Wurzelschäden erleiden.

Was tun bei Ballentrockenheit ?

Wenn der Ballen mal völlig abgetrocknet ist, reicht einfaches Gießen, besonders bei kleineren Pflanzgefäßen, nicht aus. Der gesamte Topf muss solange vollständig bis zu Erdoberfläche in Wasser getaucht werden, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen.

Lesetipp: Pflanzen reichlich, mäßig, sparsam gießen & der richtige Zeitpunkt zum Wässern
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Caryota maxima überwintern

Die Überwinterung der Caryota maxima als Kübelpalme ist möglich im:

  • Kalthaus 5 -12 °C, mindestens 1000 Lux / 12 Stunden pro Tag
  • Lauwarmhaus 12 - 18 °C, mindestens 1500 Lux / 12 Stunden pro Tag
  • Warmhaus 18 - 24 °C, mindestens 2000 Lux / 12 Stunden pro Tag

Wer die Möglichkeit hat, sollte die Caryota maxima in einem Lauwarmhaus bei Temperaturen zwischen 12 - 18 °C überwintern.

Palmen und andere Kübelpflanzen sollten so spät wie möglich eingeräumt und so früh wie möglich ausgeräumt werden. Erst wenn sich die nächtlichen Temperaturen der Temperaturtoleranz einer Pflanze nähert, sollte man reagieren und sie an einen geschützten Ort, z.B. in die Wohnung oder den Wintergarten, stellen. Man sollte verstärkt darauf achten, dass die Palmen schädlingsfrei sind, um sie sauber ins Winterquartier einzuräumen.

Der Standort muss hell sein. Da Palmen im Winterquartier langsam weiter wachsen, bilden sie bei schlechter Beleuchtung unschöne, lange Blätter, die aus dem Habitus der Pflanze hervorstechen. Zu dunkle Überwinterungsquartiere müssen zusätzlich beleuchtet werden.

Palmen müssen sich im Frühjahr, wenn sie aus einem Winterquartier ausgeräumt werden, erst an das kräftige Sonnenlicht gewöhnen. Hierzu stellt man sie 1 bis 2 Wochen an einen schattigen bis halbschattigen Platz. Etwas Sonne in den Morgen- oder Abendstunden ist in dieser Zeit ausreichend. Nach dieser Eingewöhnungsphase kann man die Pflanze an ihren endgültigen, sonnigeren oder vollsonnigen Standort stellen.

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Lesetipp: Einleiten der Ruhe- oder Vegetationsperiode

Temperatur

Die Caryota maxima ist bezüglich der Temperaturen anspruchsvoller als andere frostresistente Palmen. Kurzzeitig und bei bei trockenem Standort verträgt diese Palme etwa -3 ° C.  Sind niedrigere Temperaturen zu erwarten, so ist der Aufwand für den Frostschutz recht groß. Bei länger anhaltendem und strengem Frost sind entsprechende Vorsichtsmaßnahmen gegen zu treffen. Unter mitteleuropäischen Wetterbedingungen sollte im Winter schon ab etwa -5 °C ein beheizter Winterschutz angebracht werden.

Geeignete Schutzmaßnahmen bei starken, anhaltenden Frösten finden Sie hier: Überwinterung der Palmen im Garten

Substrat / ph-Wert

Ideal für die Pflege der Caryota maxima ist ein humoses Substrat mit einem Zusatz lehmiger Gartenerde, Sand und grobkörnigen Perliten. Da in den Palmblättern Silikate eingelagert werden, sollte jedes Palmsubstrat mit Sand gemischt sein. Der Boden pH-Wert sollte zwischen 5,5 und 6,5 liegen.

Blumenerde kaufen: Die Caryota maxima gedeihen in handelsüblicher Blumenerde auf Kompostbasis. Der pH-Wert ist auf der Verpackung angegeben und sollte innerhalb der tolerierten Werte liegen. Bei falschem pH-Wert des Substrats wird sich die Caryota maxima nicht gesund entwickeln können. Die einfachen Blumenerden aus dem Baumarkt, Gartencenter oder der Gärtnerei sind jedoch nur bedingt empfehlenswert, da einige Anforderungen an Pufferkraft, Wasser- und Nährstoffregulierung, etc. nicht immer gewährleistet sind. Speziell auf die Bedürfnisse von Palmen abgestimmtes Substrat ist deshalb vorzuziehen.

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Substrat selber mischen: Die Herstellung eines eigenen Substrats ist nicht schwierig. Als Belohnung erhält man eine dauerhaft gesunde und wüchsige, gegenüber Krankheiten und Schädlingen gut resistente Pflanze, vorausgesetzt die restlichen Pflegeanforderungen an Licht, Wasser, Temperatur und Nährstoffe werden ebenfalls erfüllt. Da das eigene Substrat über einen langen Zeitraum nicht stark zusammensackt und verdichtet, kann man auf ein jährliches Umtopfen der Palme verzichten.

Auf den Boden des Pflanzgefäßes sollte man, für einen besseren Wasserabzug und zur besseren Belüftung der Wurzeln, eine Schicht Tonscherben oder Kieselsteine legen.

Ein gutes Substrat

Das richtige Substrat-Gemisch gewährleistet einen guten Halt der Pflanze und eine gute Belüftung des Wurzelbereiches. Landerde stellt den pH-Wert ein und verbessert die Aufnahme- und Speicherfähigkeit für Wasser und Nährstoffe. Ein gutes Substrat verfügt über eine gute Puffereigenschaft und darf über einen längeren Zeitraum seine vorteilhaften Eigenschaften nicht verlieren.

Durch die Fremdstoffe Quarzsand, Bims-Kies, Lavalit, Lavagranulat und andere geeignete Zuschlagstoffe verändert man nicht nur die physikalischen sondern auch die chemischen Eigenschaften des Substrats. Kleine Kiesel, Styromull, Splitt und ähnliches verbessern den Wasserabzug nach dem Gießen. Dies hilft Staunässe und damit Wurzelfäulnis vorzubeugen.

Andere wichtige Eigenschaften für eine gute Topfpflanzenerde werden von den Herstellern aus finanziellen und Transportgründen unzureichend berücksichtigt. Dies betrifft die Speicherfähigkeit für Wasser und Nährstoffe, die Luftführung innerhalb des Substrats und die Standfestigkeit um ein zusammensacken und verdichten zu verhindern.

Pufferkraft des Substrats

Auch die Pufferkraft eines Substrats ist sehr wichtig, die Pufferkraft verhindert:

  • schnelles Austrocknen der Blumenerde
  • Versalzungen an den Wurzeln
  • Schwankungen im Nährstoffvorrat
  • schnelle Veränderungen des pH-Werts

Ausführliche Informationen, Substratrezepte und Bezugsquellen finden Sie hier: Erde oder Substrat ? - Die perfekte Mischung für alle Zimmerpflanzen

Substratmischung für eine Caryota maxima

  • 70% Kokos-Substrat oder grobfaseriger Hochmoortorf oder handelsübliche Blumenerde auf Torfbasis
  • 5% feinkrümeliger, am besten kalkarmer Ton oder lehmige Gartenerde
  • 10% Quarzsand 1 bis 4mm
  • 15% mineralische Drainage
    Lavalit 0 bis 12mm, Bimskies, Perlite, Blähton, Seramis, Vermiculite, Steinwolle und organische Drainage (z.B. kompostierte Kiefernrinde, Reisspelzen, Erdnussschalen, Redwood)

Kokos-Substrat dient als Basis für die Mischung.
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oder

Torf- und Torfersatz dient als Basis für die Mischung.
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Kiefernmulch dient als organische Drainage
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Quarzsand zur Auflockerung und für einen guten Wasserabzug
Quarzsand, Körnung 1 bis 4 mm, über Amazon

Bims als Zuschlagstoff, verbessert den Luftgehalt, die Wasserspeicherfähigkeit und die Durchwurzelbarkeit, fördert die Wurzelentwicklung, Körnung 0-4 mm.
Bims 10 l, über Amazon

oder

Lava: Eifel-Lava, rein mineralisches Material mit optimalem Wasser- und Luftgehalt. Körnung ca. 0-12 mm.
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Der Boden pH-Wert von 5,5 bis 6,5 wird mit der Zugabe von mehr oder weniger Landerde eingestellt. Wichtig dafür ist das Mischungsverhältnis von Landerde zu saurem Torfsubstrat (Verpackungsaufdruck pH-Wert beachten). Alles muss gut miteinander vermischt werden. Mit einem pH-Meter oder mit Indikatorstreifen kann man den pH-Wert der fertigen Mischung ermitteln und gegebenenfalls korrigieren. Organische Langzeitdünger, wie Knochenmehl, Hornspäne, etc., sollten dem Substrat direkt beigefügt werden.

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Lesetipp: Erde oder Substrat ? - Die perfekte Mischung für alle Zimmerpflanzen

Hinweise

Oft werden Palmen in normaler Torf- oder Blumenerde, vermischt mit einigen Styroporperlen zum Verkauf angeboten. Diese einfache Blumenerde sollte man beim ersten Umtopfen gegen ein für Palmen besser geeignetes Substrat austauschen.

Caryota maxima auspflanzen / umtopfen

Die Caryota maxima als Kübelpflanze Umtopfen:

Grundsätzlich eignen sich alle Gefäße entsprechender Größe zur Kübelbepflanzung, solange sie Wasserabzugslöcher haben. Nichts schädigt Palmen schneller und nachhaltiger wie Staunässe, meist stirbt die Pflanze schnell ab. Werden Pflanzen aus Terrakotta-Töpfen umgepflanzt, sollten sie vorher gewässert werden, damit sich die Wurzeln besser lösen. Pflanzen aus Kunststoffgefäßen sollten eher trocken umgetopft werden.

 Verschiedene Gefäße haben Vor- und Nachteile:

  • bei schwarzen Töpfen besteht die Gefahr der Überhitzung, Verbrennungen an den Wurzeln sind möglich. Deshalb sollte man besser helle, die Sonne reflektierende Pflanzgefäße verwenden. Alternativ werden die Pflanzkübel in die Erde eingesenkt.
  • vor Gebrauch von Tontöpfen (kleineren Terrakotta) müssen diese 24 Stunden gewässert werden. Besonders für kleinere Pflanzen sind sie gut geeignet, da sie durch ihr Eigengewicht zu Standortsicherung beitragen. Ein Nachteil ist ihre Zerbrechlichkeit. Die Reinigung gebrauchter Tontöpfe ist schwierig.
  • Metall-Gefäße (z.B. verzinkte Eimer etc.) haben den Nachteil, dass Wurzelsäuren die Legierung angreifen. So kann es zu Zink-, Kupfer- und anderen Vergiftungen der Pflanze kommen. Solche Gefäße sollte man vor der Verwendung mit Teichfolie auskleiden. Wasserabzugslöcher und eine gute Drain-Schicht sind notwendig
  • bei Holzkübeln sollte man die Holzschutzimprägnierung (toxisch) bzw. das Verrotten des Holzes beachten.
  • Generell sollte man für Palmen möglichst hohe Pflanzgefäße, Töpfe oder Kübel verwenden. Die Pfahlwurzeln der Palmen wachsen senkrecht nach unten, dafür benötigen sie ausreichend Platz.
  • Bei allen Gefäßen ist eine Drainageschicht, z.B. aus Kies, Blähton, Styropor oder ähnlichem notwendig, um Staunässe zu vermeiden und eine Luftzufuhr im Wurzelbereich der Palme zu garantieren.

Ältere, gut eingewurzelte Palmen brauchen nur nach vollständiger Durchwurzelung des Pflanzgefäßes umgetopft werden. Die Wurzeln haben eine Spirale am Topfboden gebildet und drücken den Wurzelballen dann nach oben. Nun wird es für die Wurzelstruktur zu eng und man sollte Umtopfen.

Junge, kleine Palmen sind wurzelempfindlich und sollten deshalb nicht zu schnell in zu große Töpfe umgesetzt werden.

Die günstigsten Monate zu Umtopfen sind März bis Mai, wobei im Freiland aufgestellte Palmen nicht nach Mitte Juli umgetopft werden sollten, damit beschädigte Wurzeln Wurzeln vor dem Winter verheilen können.

Bei gesunden Wurzeln sollte man den alten Wurzelballen nicht lockern, denn es kommt zu Beschädigungen an den brüchigen Wurzeln. Nur bei Wurzelschäden wird die alte Erde vorsichtig aus den Wurzeln geschüttelt, bzw. gespült. Abgestorbene Wurzeln werden abgeschnitten. Auch lange eingedrehte Wurzeln können etwas gestutzt werden.

Nach dem Eintopfen drückt man die Erde rund um die Wurzeln vorsichtig an und achtet dabei darauf, die Pfahlwurzeln der Palmen nicht unnötig zu beschädigen. Nach dem Umtopfen muss das Substrat angegossen werden. Weiterhin schützt man die Pflanze 2 bis 3 Wochen vor direkter Sonnenbestrahlung. Eine gut umgetopfte Palme erholt sich schnell und wird bald weiterwachsen.

Palmen Spezial, Lesen Sie hier: Substrat für Palmen selber mischen
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Caryota maxima im Garten pflanzen:

Die Caryota maxima sollte als Kübelpflanze / Zimmerpflanze kultiviert werden.

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Düngen / Nährstoffbedarf

Palmen sind keine Starkzehrer wie Zitruspflanzen, sie kommen mit ca. der Hälfte des Düngers von Citrus aus. Sie stellen jedoch an die Qualität des Düngers die gleichen Ansprüche, d.h. die Hauptnährstoffe und die Spurenelemente müssen der Palme zugänglich sein. Stickstoff- und/oder Eisenmangel führt bei Palmen zur Gelbsprenkelung bzw. zum Vergilben der ganzen Blätter.

Palmen werden während der Wachstumsphase von März bis September alle 14 Tage mit einem Palmendünger gedüngt. Im kühlen Winterquartier wird nicht gedüngt. Werden Palmen im Wohnraum überwintert, müssen sie auch weiterhin schwach gedüngt.

Lesetipp: Richtiges Düngen der Zimmerpflanzen
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Caryota maxima schneiden

Abgestorbene Wedel sollte man erst dann entfernen, wenn sie vollständig eingetrocknet sind. Man schneidet den Palmwedel am Blattstiel, einige Zentimeter vom Stamm entfernt, mit einer scharfen Gartenschere ab.

Da die Spitze der Caryota maxima der einzige Vegetationspunkt ist, darf man die Spitzen nicht beschneiden.

Lesetipp: Der richtige Rückschnitt von Pflanzen
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Schädlinge, Pflegefehler & Hinweise

Der Befall mit Schmier- und Wollläusen wird bei diesen Palmen manchmal beobachtet. Das kleine, weiße, an Wattebäusche erinnernde Gespinst der Schmierläuse ist gut auf den Blättern der Caryota maxima zu erkennen.

Bei zu niedriger Luftfeuchtigkeit verbreitet sich manchmal die Rote Spinne auf den Palmen. Besonders die Blattunterseiten müssen hin- und wieder sorgfältig kontrolliert werden, ansonsten nimmt man die Schädlinge meist zu spät wahr.

Bei zu niedriger Luftfeuchtigkeit kommt es zu Trockenschäden, die Blattspitzen werden braun und trocknen ab.

Hier können Sie Schadbilder und Symptome an ihrer Pflanze bestimmen und Gegenmaßnahmen ergreifen.

Synonyme: Caryota rumphiana philippinensis Caryota rumphiana oxyodonta, Caryota rumphiana javanica, Caryota ochlandra, Hance Caryota obtusa aequatorialis, Caryota macrantha, Burret Caryota furfuracea furcata, Caryota furfuracea caudata, Caryota bacsonensis, Magalon Caryota aequatorialis, (Becc.) Ridl.

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