Die heute etwa 60 Arten umfassende Gattung Sinningia stammt aus Brasilien, es sind niedrig wachsende Kräuter mit feinem Flaum und zottigen Stängeln, die sich aus einem dicken, knolligen Rhizom wachsen. Die Blätter dieser Pflanzen sind gegenständig angeordnet, bei den meisten Arten recht groß und sie haben meist lange Stiele. Die prächtigen, glockenförmig ausgebildeten Blüten wachsen entweder einzeln oder in Büscheln.

Die Sinningia Pflege ist mittelschwer, einige Ansprüche der Pflanze sollten möglichst erfüllt werden. Sinningia sind mit ihren hübschen, kräftig gefärbten Blüten ein prächtiger Blickfang im Wintergarten oder auf der Fensterbank.

Familie: Gesneriengewächse (Gesneriaceae)
Gattung: Sinningia
Deutscher Name / Handelsname: Rechsteinerie, Gloxinie
Wissenschaftl. Name: Sinningia Nees
Unter Glas (in Wohnungen) gepflegte Art/en, Sorten oder Varietäten: Sinningia speciosa, Sinningia cardinalis, sowie zahlreiche Kulturhybriden
Synonyme:  Sinningia Hybriden, Gesneria carinalis, Gesneria macrantha, Rechseineria cardinalis
Wuchshöhe unter Glas (Wohnung): 20 bis 30 cm
Verwendung: Blüten- und Fruchtschmuckpflanze
Heimat / Herkunft:: Brasilien
Hilfreiche Seiten: Gesnerien pflegen
Lexikon / Übersicht:  Gesnerien

Arten & Pflege der Sinningia

Sinningia cardinalis

Sinningia cardinalis

Sinningia cardinalis von Cliff, CC BY 2.0

Handelsname: Rechsteinerie

Aus den unterirdischen, braun gefärbten Knollen entwickeln sich die samtig behaarte Pflanzen mit runden Stängeln.

Die aufrechten Triebe der Sinningia cardinalis werden etwa 25 bis 40 cm hoch und wachsen meist mehr oder weniger niederliegend.

Die Blätter wachsen gegenständig an den Stängeln, sind am Grunde herzförmig, stumpf die mittleren eiförmig mit gekerbten Rändern. Die Blätter erreichen eine Länge von etwa 15 cm lang und 10 cm Breite.

Sinningia cardinalis bildet endständige, kardinalrote, waagrecht abstehende Blüten.


Sinningia speciosa

Sinningia speciosa

Sinningia speciosa, CC BY-SA 3.0, Kor!An

Handelsname: Gloxinie

Sinningia speciosa ist eine krautige Pflanze mit runder Knolle. Der gedrungene Spross bildet eine flache, große Blattrosette. Die Gesnerie wächst mit ovalen, weich behaarten, am Rand schwach gekerbten Blättern. Diese stehen in gegenständigen Paaren, an etwa 4 cm langen Stielen.

Die Farbe der Blätter ist mittelgrün mit einer hellgrünen Äderung auf der Oberseite. Die Unterseite der Blätter ist hellgrün mit einer leichten rötlichen Färbung. Den oberen Blattachseln der Sinningia speciosa entspringen bis zu 3 lange Stiele mit je einer hängenden Blüte.

Die etwa 5 cm lange Blumenkrone sitzt in einem 2 cm langen, sternförmigen Kelch. Die Blüte der Sinningia speciosa ist fast glockenförmig und hat einen leicht angeschrägten Saum. Die oberen beiden Blütenblätter sind etwas kleiner ausgebildet als die drei unteren. Die sich zwischen April und Oktober bildenden Blüten der Sinningia speciosa sind violett-blau gefärbt.

Standort / Licht

Man pflegt eine Sinningia an einem hellen, jedoch nicht sonnigen Standort. Ein wenig diffuse Sonnenbestrahlung in den Morgen oder Abendstunden werden von der Sinningia vertragen, besser ist es jedoch auch diese leicht abzuschatten. Zu kräftige Sonnenbestrahlung ruft Verbrennungen an den Blätter der Pflanze vor. Während der kurzen winterlichen Ruheperiode spielt das Licht keine Rolle.

IIdeal sind nach Osten- oder Westen ausgerichtete Blumenfenster. Auch Südfenster kommen als Standort in Frage, die kräftige Sonne muss hier aber durch Gardinen, vorgestellte Pflanzen oder ähnliches deutlich abgeschwächt werden. Dicht vor einem Südfenster wachsende Bäume oder Büsche erfüllen meist die gleiche Funktion, sofern sie nicht die kräftige Mittagssonne direkt durch das Fenster scheinen lassen.

Die Beleuchtungsstärke am Standort einer Sinningia sollte mindestens 1000 Lux betragen.

Standort für Zimmerpflanzen

Lesetipp: So findet man den richtigen Standort

Einkaufstipp: Pflanzlampen u. Beleuchtungssysteme für dunkle Standorte, denn lichtarme Ecken in der Wohnung kann man mit einer modernen Beleuchtung und attraktiven Zimmerpflanzen zu einem Blickfang aufwerten.

Pflanzen bleiben nur gesund und vital, wenn ihre Lichtbedürfnisse erfüllt werden. Kenntnisse über die Lichtstärke, angegeben in Lux, geben Auskunft ob der Standort hell genug ist. Pflanzen mit geringem Lichtbedarf benötigen immer noch mindestens 500 bis 600 Lux. Zimmerpflanzen für sehr helle Standorte brauchen 1600 Lux und mehr.

Himmelsrichtung, Jahreszeit, Verglasung und vor der Wohnung stehende Bäume und Büsche reduzieren die Lichtstärke schnell um 30 bis 70%. Bereits 2 bis 3 Meter hinter einem hellen Fenster kann es bereits zu dunkel für die meisten Topfpflanzen sein. Auch zu viel Licht ist für zahlreiche Zimmerpflanzen schlecht, es muss abgeschattet werden oder man ändert den Standort.

Lichtmangel Symptome

  • Lange, helle zum Licht wachsende Triebe, weiter Blattabstand und bleiches, aufgehelltes Laub
  • Schlaffer, nicht stabiler Wuchs
  • Dünne, blassgrüne, durchscheinende Blätter
  • deutlich zu kleine Blätter, weiche Triebe
Standort finden

Sicherheit über die Lichtstärke erhält man nur mit einem Luxmeter. Dieses wichtige Hilfsmittel finden Sie hier:

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Sinningia Gießen / Wässern

Während der Wachstumsperiode wird eine Sinningia gleichmäßig gewässert, überschüssiges Gießwasser darf nicht im Untersetzer stehenbleiben. Beim Wässern der Pflanze dürfen die Blätter und Knospen nicht übergegossen werden. Bei unvorsichtigem Gießen bilden sich schnell Ringflecken auf den Blättern.

Pflanzen mäßig gießen

Mäßiges, gleichmäßiges Gießen

  1. Vor dem Gießen lässt man die oberste Schicht des Substrats, bis in eine Tiefe von ca. 2 cm, antrocknen. Die Fingerprobe funktioniert gut. Wenn sich die oberste Schicht des Substrats gut trocken anfühlt, wird gegossen. Im Inneren des Topfballens bleibt so eine leichte, gleichmäßige Feuchtigkeit bestehen. Das Substrat darf nicht durchtrocknen.
  2. Beim Gießen gibt man soviel Wasser, dass der Ballen gleichmäßig feucht aber nicht mit Wasser gesättigt ist.
  3. Sobald die ersten Tropfen Wasser aus dem Abzugsloch laufen gießt man nicht mehr weiter. Überschüssiges Wasser wird nach ca. 20 Minuten abgeschüttet.

 Wer die Pflanze von unten bewässern möchte, gibt ein wenig Wasser in den Untersetzer und wartet bis alles aufgesogen wurde. Dies widerholt man je nach Topfgröße mehrmals. Es sollte kein Wasser in dem Untertopf stehenbleiben.

Falls die Temperaturen unter 18 °C fallen, verringert man die Wassergaben bis zum erneuten Temperaturanstieg. Im Herbst beginnen die oberirdischen Pflanzenteile abzusterben. Diesen natürlichen Rhythmus kann man unterstützen, indem man die Wassergaben so lange einschränkt, bis die oberirdischen Pflanzenteile völlig abgestorben sind. Die nach dem Absterben der Pflanzenteile ruhenden Knollen halt man vollkommen trocken. Da Sinningia einen sauren Boden liebt, sollte man immer mit kalkfreiem Wasser gießen. Gut geeignet ist sauberes Regenwasser, doch auch mit einem Wasserfilter enthärtetes Leitungswasser kann verwendet werden.

Wann, wie viel und wie oft gegossen wird kann nicht generell beantwortet werden. Das sorgt, besonders bei unerfahrenen Pflanzenfreunden für Unsicherheit. Man sollte es sich aber auch nicht zu schwer machen.

Grundsatz beim Gießen

Wenn man sich nicht sicher ist, sollte man lieber etwas weniger als zu viel Gießen. Die wenigsten Zimmerpflanzen gehen an Trockenheit ein, meistens werden sie zu Tode gewässert.

Weshalb wird zu viel gewässert ?

Wenn eine Pflanze schlapp aussieht, greifen viele Hobbygärtner zuerst zur Gießkanne. Dies ist der mit Abstand häufigste Pflegefehler. Bei schlaffen Pflanzen sollte man nicht wässern ohne die Erde zu prüfen, denn sehr oft ist nicht der Wassermangel an einer siechenden Pflanzen schuld.

Zum Prüfen des Feuchtigkeitsgehalts fühlt man zuerst mit einem Finger oder dem Handrücken ob sich das Substrat feucht anfühlt. Besteht weiterhin Unsicherheit, so zerreibt man einige Erdkrümel zwischen den Fingern. Feuchte oder trockene Erde kann man so gut unterscheiden. Vor und nach dem Gießen sollten Sie das Pflanzgefäß kurz anheben, so bekommen sie ein Gefühl für das Gewicht und recht schnell auch für den Feuchtigkeitsgehalt des Topfballens.

Große Pflanzgefäße erfordern einen Feuchtigkeitsmesser. Damit kann man in der Topfmitte schnell und zuverlässig die Feuchtigkeit ermitteln. Das Messgerät ist preiswert zu erstehen und er gehört zu jeder Grundausrüstung eines Pflanzenliebhabers.

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Weshalb sterben Pflanzen bei zu viel Wasser?

Eine schlapp aussehende Pflanze kann oft kein Wasser aufnehmen, weil sie bereits über einen längeren Zeitraum hin zu stark vernässt war. Dadurch ist zu wenig Sauerstoff in der Erde und die Wurzeln werden faulig. Die zerstörten Wurzeln können kein Wasser mehr aufnehmen und die Pflanze wird schlapp. Ein Zeichen von Wassermangel, aber nicht durch zu wenig Gießen sondern wegen der verfaulten Wurzeln. Jetzt hilft nur noch schnelles Austopfen der Pflanze, alle Wurzeln von der vernässten Erde säubern, abgestorbene und verfaulte, schwarze Wurzeln abzupfen und abschneiden. Dann wird die Pflanze in frische Erde eingetopft und bis zur Bildung neuer Wurzeln, etwa 1 bis 2 Monate sparsam gegossen. Mit etwas Glück erholt sich die Pflanze.

So verhindert man das Wurzelsterben

Gießen Sie nie vorbeugend oder auf Verdacht. Erst die Erde auf Feuchtigkeit kontrollieren, dann Gießen. Alles nach dem Wässern im Untersetzer oder Übertopf stehenbleibende Wasser muss spätestens nach 5 Minuten abgegossen werden. Falls man dies verpasst, können empfindlichere Pflanzen bereits nach 10 Minuten nicht wieder gut zu machende Wurzelschäden erleiden.

Was tun bei Ballentrockenheit ?

Wenn der Ballen mal völlig abgetrocknet ist, reicht einfaches Gießen, besonders bei kleineren Pflanzgefäßen, nicht aus. Der gesamte Topf muss solange vollständig bis zu Erdoberfläche in Wasser getaucht werden, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen.

Lesetipp: Pflanzen reichlich, mäßig, sparsam gießen & der richtige Zeitpunkt zum Wässern
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Luftfeuchtigkeit

Sinningia nicht einsprühen

Eine mittlere bis leicht erhöhte Luftfeuchtigkeit, 50 bis 70%, ist für alle Sinningia vorteilhaft. Bei einer ausreichend hohen Luftfeuchtigkeit gedeihen die Pflanzen gesund und entwickeln sich prächtig, sofern auch die anderen Pflegebedürfnisse ausreichend erfüllt werden.

Außerhalb der Heizperiode ist die natürliche Luftfeuchte für die meisten Pflanzen ausreichend bis gut. Während des Winters sinkt die Luftfeuchte in unseren Wohnungen jedoch deutlich. Problematisch ist es besonders dann, wenn der Farn während der Heizperiode in der Nähe eines Heizkörpers steht. Mit einer Wetterstation oder einem einfachen Hygrometer lässt sich der Feuchtigkeitsgehalt in der Luft messen, bei Bedarf kann man dann die Luftfeuchte durch Verdunster erhöhen.

Bekommt eine Sinningia braune, vertrocknete Blattspitzen, so liegt dies meist an zu trockener Luft. Problematisch ist es, wenn die Pflanze während der Heizperiode in der Nähe eines Heizkörpers steht.

Bei Bedarf sollte man die Luftfeuchte erhöhen, hierfür eignen sich in der Nähe der Pflanze aufgestellte Luftbefeuchter (hier über Amazon erhältlich) oder Verdunster für Heizkörper (hier über Amazon).

Zusätzlich ist es hilfreich, die Pflanze hin und wieder mit weichem, zimmerwarmem Wasser einzusprühen. Damit die Sprühdüse nicht verstopft verwendet man gefiltertes Regenwasser. Leitungswasser eignet sich nicht so gut, denn es hinterlässt im Laufe der Zeit oft Flecken auf den Blättern. Am besten funktioniert das Einsprühen mit einem kleinen Drucksprüher mit Schlauch und Lanze (hier über Amazon erhältlich).

Damit können die Blätter der Pflanze unproblematisch von allen Seiten, auch von unten besprüht werden, ohne den Topf drehen zu müssen. Dies ist bei empfindlichen Zimmerpflanzen wichtig, denn manche reagieren mit Knospen- oder Blattfall auf eine Änderung des Lichteinfalls. Einfache Handsprüher wie sie z.B bei Haushaltsreinigern verwendet werden, sind unpraktisch in der Verwendung und gehen meist schnell kaputt.

Sinningia überwintern / Ruheperiode

Sobald nach dem Abblühen die Blätter verblassen, schränkt man die Wassergaben allmählich ein bis die oberirdischen Organe der Sinningia abgestorben sind. Die ruhenden Knollen werden vollständig trocken gehalten.

Während Ruhezeit lagert man die Knollen der Sinningia bei Temperaturen um die 10 bis 15 °C. Im Frühjahr werden die Knollen neu getopft und dann bei Temperaturen von 16 bis 19 °C angetrieben. Es ist wichtig, das die nach der Ruhezeit frisch austreibenden Pflänzchen bis zur Ausbildung größer Blätter vorsichtig gegossen werden, die Pflanze benötigt anfangs nicht so viel Wasser.

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Lesetipp: Ruhe- und Vegetationsperiode der Pflanzen

Aufenthalt im Sommer

Die Sinningia kann während der warmen Jahreszeit an einem geschützten, hellen bis halbschattigem Standort im Freien gepflegt werden. Maximal etwas diffuse Morgen- oder Nachmittagssonne ist für ein gesundes Wachstum dieser Pflanze von Vorteil. Die Sinningia sollte nicht direkt von der prallen Sonne beschienen werden.

Temperatur

Während der Wachstumsperiode eignen sich Temperaturen zwischen 19 und 24 °C. Die Sinningia wächst am besten bei einer leicht erhöhten Luftfeuchtigkeit, es ist also vorteilhaft die Pflanzgefäße auf mit Steinen und Wasser gefüllte Unterschalen zu stellen. Bei Temperaturen über 24 °C sollte die Luftfeuchtigkeit möglichst hoch sein. Während der winterlichen Ruheperiode lagert man die Knollen trocken bei 8 bis 15 °C.

Die angegebenen Temperaturen sollte man nicht schnell und/oder über einen längeren Zeitraum über- oder unterschreiten. Extreme Temperaturen und Temperaturschwankungen führen zu Hitze- oder Kältestress. Sind die Temperaturen über das zuträgliche Maß hinausgestiegen, äußert sich dies durch gelbe und verwelkte Blätter. Bei zu kalter Pflege oder nach einem kräftigem Kälteschock, z. B. durch übermäßiges Lüften im Winter, werden die Blätter weicher, schlaff und manchmal durchsichtig.

Lesetipp: Informatives über Temperatur, Zugluft, Heizkörper und Kälteschock
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Sinningia vermehren

Sinningia können durch Aussaat vermehrt werden.

Sinningia vermehren
  1. Auf den Boden der Saatschale gibt man eine etwa 2 cm hohe Schicht feinen Kies oder Sand, so wird stauende Nässe verhindert. Über diese Drainageschicht verteilt man die feine Aussaaterde.
  2. Um die Samen nicht zu dicht auszusäen, drückt man flache Saatrillen in die Erde. Die Kante eines Lineals eignet sich gut für diese Arbeit.
  3. Man schüttet die Samen in eine geeignete Dose und verteilt mit den Fingern eine kleine Menge entlang der Saatrillen. Die Samen werden nicht mit Erde bedeckt.
  4. Damit die Samen nicht weggeschwemmt werden, feuchtet man die Oberfläche mit dem fein zerstäubten Wasser einer Blumenspritze an. Gießen mit einer Kanne schwemmt die feinen Samen weg und ist deshalb ungeeignet. Nach dem Anfeuchten deckt man die Schale mit einer Glasscheibe oder Plastikfolie ab und stellt sie an einen warmen (25 bis 27 °C) Ort.

Bis zum Beginn der Keimung benötigt der Samen kein Licht. Da jedoch nie alle Samen gleichzeitig keimen, ist es besser das Anzuchtgefäß gleich an einen hellen Platz zu stellen. Wenn die Bedingungen stimmen, geht die Saat innerhalb von zwei bis drei Wochen auf.

Sobald die ersten Sämlinge keimen, lässt man die Abdeckung etwas geöffnet. So wird den Sämlingen die dringend benötigte Luft zugeführt. Die empfindlichen Sämlinge sollten hell stehen, dürfen jedoch niemals der direkten Sonnenbestrahlung ausgesetzt werden.

Lesetipp: So vermehrt man Zimmerpflanzen erfolgreich
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Erde / Substrat

Ideal für die Pflege der Sinningia ist ein Substrat mit einem schwach saurem Boden pH-Wert von 5,5 bis 6,5.

Blumenerde kaufen: Die Sinningia gedeihen in handelsüblicher Blumenerde auf Kompostbasis. Der pH-Wert ist auf der Verpackung angegeben und sollte innerhalb der tolerierten Werte von 5,5 bis 6,5 liegen. Bei falschem pH-Wert des Substrats wird sich die Siderasis nicht gesund entwickeln können. Die einfachen Blumenerden aus dem Baumarkt, Gartencenter oder der Gärtnerei sind jedoch nur bedingt empfehlenswert, da einige Anforderungen an Pufferkraft, Wasser- und Nährstoffregulierung, etc. nicht immer gewährleistet sind.

Substrat selber mischen: Eine Sinningia pflanzt man idealerweise in ein Substrat aus Blumenerde auf Kompostbasis, lehmhaltiger Ackererde, Perlit oder Quarzsandanteilen. Die Herstellung ist nicht schwierig. Als Belohnung erhält man eine dauerhaft gesunde und wüchsige, gegenüber Krankheiten und Schädlingen gut resistente Pflanze, vorausgesetzt die restlichen Pflegeanforderungen an Licht, Wasser, Temperatur und Nährstoffe werden ebenfalls erfüllt.

Auf den Boden des Pflanzgefäßes sollte man für einen besseren Wasserabzug eine Schicht Tonscherben legen.

Ein gutes Substrat

Das richtige Substrat-Gemisch gewährleistet einen guten Halt der Pflanze und eine gute Belüftung des Wurzelbereiches. Landerde stellt den pH-Wert ein und verbessert die Aufnahme- und Speicherfähigkeit für Wasser und Nährstoffe. Ein gutes Substrat verfügt über eine gute Puffereigenschaft und darf über einen längeren Zeitraum seine vorteilhaften Eigenschaften nicht verlieren.

Durch die Fremdstoffe Quarzsand, Bims-Kies, Lavalit, Lavagranulat und andere geeignete Zuschlagstoffe verändert man nicht nur die physikalischen sondern auch die chemischen Eigenschaften des Substrats. Kleine Kiesel, Styromull, Splitt und ähnliches verbessern den Wasserabzug nach dem Gießen. Dies hilft Staunässe und damit Wurzelfäulnis vorzubeugen.

Andere wichtige Eigenschaften für eine gute Topfpflanzenerde werden von den Herstellern aus finanziellen und Transportgründen unzureichend berücksichtigt. Dies betrifft die Speicherfähigkeit für Wasser und Nährstoffe, die Luftführung innerhalb des Substrats und die Standfestigkeit um ein zusammensacken und verdichten zu verhindern.

Pufferkraft des Substrats

Auch die Pufferkraft eines Substrats ist sehr wichtig, die Pufferkraft verhindert:

  • schnelles Austrocknen der Blumenerde
  • Versalzungen an den Wurzeln
  • Schwankungen im Nährstoffvorrat
  • schnelle Veränderungen des pH-Werts

Ausführliche Informationen, Substratrezepte und Bezugsquellen finden Sie hier: Erde oder Substrat ? - Die perfekte Mischung für alle Zimmerpflanzen

Substratmischung für die Sinningia

Sinningia pflanzt man mit einem Zusatz von Landerde in ein Torf- oder Humussubstrat. Zusätzlich verwendet man etwas Quarzsand

  • 5 Anteile Humussubstrat
  • 1 Anteil Ackererde
  • 1 Anteile Quarzsand

Alles muss gut miteinander vermischt werden.

Der Boden pH-Wert von 5,5 bis 6,5 wird mit der Zugabe von mehr oder weniger Landerde eingestellt. Wichtig dafür ist das Mischungsverhältnis von Landerde zu saurem Torf oder Humussubstrat (Verpackungsaufdruck pH-Wert beachten). Alles muss gut miteinander vermischt werden. Mitteinem pH-Meter oder mit Indikatorstreifen kann man den pH-Werteinem pH-Meter oder mit Indikatorstreifen kann man den pH-Wert der fertigen Mischung ermitteln und gegebenenfalls korrigieren.

Torfsubstrat als Basis für die Mischung.
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Blumenerde als Basis für die Mischung.
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Quarzsand zur Auflockerung und für einen guten Wasserabzug
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Bims als Zuschlagstoff, verbessert den Luftgehalt, die Wasserspeicherfähigkeit und die Durchwurzelbarkeit, fördert die Wurzelentwicklung, Körnung 0-4 mm.
Bims 10 l, ca. 10 Euro, Amazon

oder

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Lesetipp: Erde oder Substrat ? - Die perfekte Mischung für alle Zimmerpflanzen

Sinningia umtopfen

Für größere Sinningia nimmt man Töpfe mit einem Durchmesser von ungefähr 14 cm, für Miniaturformen genügen 6 bis 8 cm große Pflanzgefäße. Die kühl überwinterten Knollen der Sinningia werden im zeitigen Frühjahr in frische Erde ausgelegt. Anfangs wird nur mäßig gewässert.

Sobald sich dann oberirdische Organe auszubilden beginnen, werden die Wassergaben langsam gesteigert. Die Knollen der Pflanzen werden aus den Töpfen herausgenommen, sobald die Ruhezeit wieder beginnt und die oberirdischen Organe abgestorben sind.

Lesetipp: Umtopfen der Zimmerpflanzen - Theorie & Praxis
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Düngen / Nährstoffbedarf

Während der Wachstumsperiode düngt man etwa alle 14 Tage. Die Düngerkonzentration sollte nicht zu hoch sein, 50% der Herstellerangaben sind ausreichend. Eine zu hohe Düngerkonzentration führt zu Schäden an der Sinningia. Nach dem Düngen sollte man die Erde einige Tage lang gleichmäßig feucht zu halten, damit die Nährstoffe möglichst rasch von der Pflanze aufgenommen werden können.

Lesetipp: Richtiges Düngen der Zimmerpflanzen
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Schädlinge, Pflegefehler & Hinweise

Die fein behaarten Blätter der Sinningia dürfen nicht mit Wasser besprüht werden, da die zurückbleibenden Wassertropfen unschöne Flecken auf den Blättern und an den Blüten hervorrufen.

Zu kaltes Gießwasser und zu nasse Erde führen schnell zur Stängelfäule.

Eine Sinningia wird manchmal von Blattläusen befallen. Hin und wieder sollte man die Pflanzen sorgfältig auf einen Befall mit diesen Pflanzenschädlingen kontrollieren.

Hin und wieder kann die Pflanze von Thripsen heimgesucht werden. Die von Thripsen befallenen Sinningia verlieren ihre Vitalität und zeigt Wachstumsstörungen. Stark befallenen Blätter sterben ab.

Die gemeine Spinnmilbe kann an der Sinningia auftreten. Die Spinnweben sind besonders gut an den Blattachseln und gebuchteten Blatträndern zu erkennen. Durch Einsprühen mit Wasser werden die Gespinste besonders deutlich sichtbar.

Die Sinningia werden manchmal von Cyclamenmilben befallen.

Hier können Sie Schadbilder und Symptome an ihrer Pflanze bestimmen und Gegenmaßnahmen ergreifen.

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