Cyclamenmilben - Bekämpfung von Pflanzenschädlingen

Cyclamenmilben erreichen eine Größe von 0,1 bis 0,3 mm.  Mit dem bloßen Auge sind sie deshalb fast nicht zuerkennen, man benötigt zur genauen Bestimmung dieser Schädlinge eine kräftige Lupe oder ein Mikroskop. Die Weibchen dieser Weichhautmilben sind gelblich bis braun gefärbt. Ein Weibchen legt etwa 12 bis 16 Eier in jeweils kleinen Gruppen ab. Innerhalb weniger Tage bilden sich die Larven. 1 bis 3 Wochen nach der Eiablage beginnt bereits die nächste Generation sich zu vermehren. Die Cyclamenmilben benötigen für ihre Entwicklung eine hohe relative Luftfeuchtigkeit, zwischen 60 und 90% gelten als ideal.

Symptome beim Befall mit Cyclamenmilbenn

Die Cyclamenmilben befallen im Besonderen die Vegetationspunkte der Pflanze. Die weichen, jungen Pflanzentriebe sollten bei einem Verdacht auf Milbenbefall deshalb besonders genau begutachtet werden. Mit Cyclamenmilben befallene Triebspitzen wachsen verkümmert. Bei einem starken Befall mit diesen Pflanzenschädlingen können die Triebspitzen vollständig absterben. Die Blätter befallener Pflanzen sind weisen Verformungen wie Kleinblättrigkeit, Kräuselungen und Verkrüppelung des Blattes sowie eingerollte und umgebogene Blattränder auf. Auch Verdickungen und Verkorkungen der Blätter sind möglich. Von Cyclamenmilben betroffene Blüten wachsen deformiert und bilden Flecken auf den Blütenblättern.

Bevorzugte Pflanzen der Cyclamenmilben

Die Cyclamenmilben befallen Zimmerpflanzen wie Cyclamen (Alpenveilchen), Saintpaulia, Geranien, Fuchsien, Orchideen oder Begonien zu finden. Da sich die Cyclamenmilben sehr schnell vermehren, können diese Pflanzenschädlinge selbst die vitalste Pflanze innerhalb kurzer Zeit vernichten. Cyclamenmilben  verbreiten sich auf die sie umgebenden Pflanzen indem die weiblichen Milben geflügelte Insekten wie Hausfliegen Blattläuse, Thripse oder weiße Fliegen zum Transport benutzen. Hygiene ist bei Milbenbefall sehr wichtig, da die Cyclamenmilben auch mit Gartenwerkzeugen, der Kleidung oder mit den Händen auf die nächste Pflanze überwandern können.

Bekämpfung der Cyclamenmilben

Cyclamenmilben benötigen zur Entwicklung eine hohe Luftfeuchtigkeit. Befallene Pflanzen sollten deshalb vorübergehend nicht mit Wasser eingesprüht werden. Die relative Luftfeuchtigkeit sollte unter 60% liegen. Am besten ist es einen Wert zwischen 50 und 35% zu erreichen.

Im Handel sind zahlreiche, gegen saugende Insekten zugelassene, Präparate erhältlich. Zur Bekämpfung der Cyclamenmilben eignen sich besonders gut systemisch wirkende Mittel. Bei solchen Präparaten wird der für die Cyclamenmilben schädlich wirkende Wirkstoff über die Wurzeln der Pflanze aufgenommen. Man steckt die Insektizidstäbchen in die Pflanzenerde,  über den Saftstrom der Pflanze gelangt der Wirkstoff an alle vegetativen Stellen der Pflanze.

Wer seine mit Cyclamenmilben befallenen Pflanzen mit einem Pflanzenschutzmittel einsprühen möchte, sollte folgendes beachten: Pflanzen mit dünnen Blättern und einige Orchideeenarten werden geschädigt wenn man ölhaltige Pflanzenschutzmittel verwendet. Meist wirken solche Pflanzenschutzmittel recht gut, die Poren dünnblättriger Pflanzen verkleben jedoch und der Gasaustausch der Pflanze wird gestört.

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Biologische Bekämpfung der Cyclamenmilben

Die biologische Bekämpfung der Cyclamenmilben übernehmen Raubmilben der Gattung Amblyseius. Bewährt haben sich Amblyseius cucumeris und Amblyseius barkeri. Die beide Raubmilbenarten werden in einem Gemisch aus Kleie geliefert. Die Mischung wird einfach über die Pflanzen ausgestreut. Der Einsatz solcher natürlichen Feinde eignet sich besonders in Gewächshäusern.