Pflege von Palmen: Grundlagen, Bilder und Kulturanleitungen für Zimmerpalmen

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Palmen als Zimmerpflanzen

Nur einige der vielen Palmenarten werden als Zimmerpalmen gehalten. Als Solitärpflanzen sind die Zimmerpalmen ein graziler und attraktiver Zimmerschmuck. Die meisten Palmenarten zeichnen sich durch hohe und unverzweigte Stämme und endständige Blattkronen mit gefiederten oder fächerförmigen Kronen aus. Zimmerpalmen wachsen sehr langsam, oftmals wachsen nicht mehr als 2-4 neue Wedel pro Jahr. Man unterscheidet zwischen den buschigen, niedrigwachsenden Palmen und solchen Palmen, die einen langen und unverzweigten Stamm bilden. Einige Gattungen von Palmen bilden aber auch mehrere dünne Stämme mit endständigen Kronen. Ein Beispiel hierfür ist die Goldfruchtpalme (Chrysalidocarpus)

Die Stämme der Palmen haben einen einzigen Vegetationspunkt. Dieser sitzt in der Mitte der Krone, ihm entspringen die Blätter der Palme. Palmen gedeihen auch bei etwas nachlässiger Pflege, sie können dabei jedoch Ihre Schönheit einbüßen und abgetrocknete Blattspitzen bekommen.

Anhand der Wedel unterscheidet man Palmen zwischen Fächerpalmen und Fiederpalmen. Größere und ältere Palmen können im Sommer Blütenstände mit verzweigten, runden gelben und grünen Blüten ausbilden. Die Blüten befinden sich an kurzen Stielen in der Mitte des Blattschopfes.

Palmen und das Licht

Palmen lieben das Licht, in der Natur gedeihen sie meist in sonnenintensiven Gebieten. Ein heller Platz mit einigen  Stunden Sonneneinstrahlung pro Tag ist ein idealer Standort für die meisten Gattungen. Einige Ausnahmen bevorzugen einen hellen aber nicht sonnigen Standort, in unseren Beschreibungen der einzelnen Palmgattungen ist dies jeweils angegeben.

In den deutlich lichtärmeren Wintermonaten legen auch unsere Zimmerpalmen eine Ruheperiode ein, es bilden sich keine neuen Wedel und das Gießen sollte eingeschränkt werden. Während der warmen Sommermonate freuen sich die Zimmerpalmen über einen sonnigen und geschützten Platz im Freien.

Besonderheit der Palmen

Zimmerpalmen, die an lichtarmen Standorten überwintert werden, dürfen im Frühling nicht direkt in das pralle Sonnenlicht gestellt werden.

Die harte UV Strahlung kann die Blätter der Zimmerpalmen verbrennen. Eine solche Verbrennung ist an braunen, unregelmäßigen Flecken der Blätter zu erkennen.

Um die Palme an das Sonnenlicht zu gewöhnen, stellt man sie  1 bis 2 Wochen an einen halbschattigen Platz. Etwas Sonne in den Morgen- oder Abendstunden ist in dieser Zeit ausreichend. Nach dieser Eingewöhnungsphase kann man die Zimmerpalme an ihren endgültigen Standort stellen.

Palmen und die Temperaturen

Alle bei uns kultivierten Zimmerpalmen gedeihen bei normalen Wohnungstemperaturen recht gut. Generell sollten die aus den Tropen und Subtropen stammenden Palmen aber keinen Temperaturen unter 14 °C ausgesetzt werden.

Einige Arten wie Phoenix, Trachycarpus, Rhapis, Livistona, Washingtonia, Chamaerops und viele andere  kommen jedoch während der Ruheperiode im Winter auch mit wesentlich niedrigeren Temperaturen  zurecht.

Mittlerweile sind im Handel auch eine ganze Anzahl winterharter Palmen erhältlich. Wenn man die besonderen Kulturansprüche dieser Palmen berücksichtigt, so kann man eine Vielzahl von ihnen auch ganzjährig im direkt im Garten oder in Kübeln kultivieren. Wer bereits winterharte Palmen im Freien kultiviert oder sich eine winterharte Palme zulegen möchte, sollte sich in unserer Übersicht über die für europäische Breiten geeigneten winterharten Palmen ansehen:

Palmenlexikon: winterharte Palmen - winterharte Palmen im Garten kultivieren

Hier geht es weiter:

Palmen richtig Gießen, Luftfeuchtigkeit und Substrate für Palmen