Aeonium - sukkulente Pflanze
Dickblattgewächs (Crassulaceae)

Aeonium canariense

Aeonium canariense von
James Steakley, CC BY-SA 3.0

Aeonium ist die Bezeichnung für eine umfangreiche Pflanzengattung, die gerne wegen ihrer hübschen Rosetten aus fleischigen, meist löffelförmigen Blättern gepflegt wird. Aeonium sind als sukkulente Pflanzen in der Lage, in ihren dickfleischigen Blättern Wasser zu speichern und damit an trockenen Stellen vergleichsweise konkurrenzlos zu überleben. Aeonium gehören zu den Blattsukkulenten.

Die Aeonium Pflege ist einfach, die Pflanze verzeiht auch den einen oder anderen Pflegefehler. Aeonium werden ziemlich selten von Schädlingen oder Krankheiten befallen. Nur eine zu starke Vernässung des Substrats schadet diesen Sukkulenten schnell.

Wissenschaftl. Name: Aeonium Webb & Berthel.
Familie: Dickblattgewächse (Crassulaceae)
Wuchshöhe: 10 bis 250 cm, je nach Art
Blütezeit: März bis Juni, jederzeit
Verwendung: Blatt- und Blütenschmuckpflanze
Hilfreiche Seiten: Sukkulenten pflegen
Lexikon / Übersicht: Sukkulenten
Schwierigkeit: pflegeleicht

Wuchsbilder & Beschreibung

Manche Aeonium wachsen mit nur einem Stamm und einer Rosette, andere Arten wiederum besitzen mehrere Stämme. Die Blätter der Aeonium Arten können dick und zäh oder weich und brüchig sein. Bei allen Arten mit verholzendem Stamm ist die Rinde an den Ansatzstellen der Blätter mit Narben bedeckt.

Aeonium arboreum

Typisches Wuchsbild einer Aeonium
Bild von Llez, CC BY-SA 3.0

Bei einigen Arten sitzen die Rosetten auf längeren, holzigen Stämmen. Bei anderen Arten ist der Stamm jedoch so kurz, dass sie stammlos wirken. Alle Rosetten werfen stets ihre untersten Blätter ab.

In der Mitte der Rosetten reifer Exemplare bilden sich zahlreiche kleine, meist sternförmige, cremefarbene oder gelbgrün gefärbte Blüten. Aeonium können zu jeder Jahreszeit blühen. Nachdem eine Rosette jedoch Blüten entwickelt hat - was meist erst bei vier- bis fünfjährigen Pflanzen der Fall ist -, stirbt sie ab. Die Pflege von Pflanzen mit nur einer Rosette ist unter diesen Umständen nach der Blütezeit beendet.

Sich verzweigende Aeonium Arten mit mehreren Rosetten blühen fast immer an allen Trieben gleichzeitig. Manchmal kann sich, dessen ungeachtet, bei  der einen oder anderen Rosetten die Blüte verzögern.

Arten & Sorten

Aeonium arboreum

Aeonium arboreum

Aeonium arboreum von
Akhil123ag, CC BY-SA 3.0

Aeonium arboreum wächst strauchartig und erreicht Wuchshöhen von bis zu 2 Meter. Die Blätter der mit Durchmessern von 10 bis 25 Zentimeter erreichenden Rosetten sind keilig-lanzettlich und glänzend grün.

Die Sorte Aeonium arboreum 'Foliis-purpureis' besitzt etwas kleinere, tiefpurpurrot gefärbte Blätter. Wenn die Pflanze nicht im prallen Sonnenlicht gepflegt wird, werden die Blätter blasser.


Aeonium canariense

Aeonium canariense

Aeonium canariense von
Jdsteakley, CC BY-SA 3.0

Aeonium canariense bildet einen kurzen, dicken Stamm, der meist nicht höher als 30 cm wird. Die löffelförmigen Blätter der schalenartigen Rosette sind 10 bis 30 cm lang und 5 bis 10 cm breit. Die Ränder der blass grünen Blätter sind mit feinen, weißen Haaren besetzt.

Die meisten Sorten besitzen nur eine einzige Rosette; manche Pflanzen bilden aber auch bis zu zwei Nebenrosetten aus. Die gelben Blüten sitzen auf langen Stielen.


Aeonium x domesticum

Aeonium x domesticum

A. x domesticum 'Variegatum'
von Kenraiz, CC BY-SA 4.0

Aeonium x domesticum, auch unter dem Synonym Aichryson x aizoides var. domesticum bekannt, wird selten höher als 25 cm. Die Pflanze bildet kurze Stämme, an deren Enden dunkelolivgrüne, etwas pelzige und nahezu runde Blätter dichte Rosetten bilden. Die am häufigsten anzutreffende Sorte ist Aeonium x domesticum 'Variegatum', wächst mit cremeweiß gefleckten Blätter. Zum Ansatz von Blüten kommt es bei dieser Sorte nur selten.


Aeonium haworthii

Aeonium haworthii

Aeonium haworthii von
Salicyna, CC BY-SA 4.0

Aeonium haworthii ist mit einer Wuchshöhe von bis zu 60 Zentimeter eine der kleineren Arten. Ihre zähen, holzigen Triebe tragen an der Spitze Rosetten mit einen Durchmesser von 6 bis 11 Zentimeter. Diese bestehen aus dicken, blaugrauen Blättern mit rötlichbraunen Rändern.

Der lockere, halbkugelförmige Blütenstand bildet sich an einem 1 bis 10 langem Blütenstandstiel. Der Blütenstand erreicht eine Länge und Breite zwischen etwa 6 bis 16 cm. Die weißen oder cremegelben Blüten haben manchmal einen rosaroten Schimmer.


Aeonium tabuliforme

Aeonium tabuliforme

Aeonium tabuliforme von
Pigsonthewing, CC BY-SA 3.0

Aeonium tabuliforme, das tischförmige Aeonium, wächst mit einem sehr kurzen und daher kaum sichtbaren Stamm. Die hellgrün gefärbten, feinbewimperten, 5 bis 20 cm langen Blätter schichten sich wie eng aneinander gepresste Dachziegel übereinander.

In ihrem natürlichen Habitat wächst Aeonium tabuliforme seitlich in Felsspalten, so dass das Wasser von ihren Blättern abfließen kann. Aus diesem Grund sollte man die flache Rosette mit ihrem winzigen Stiel ebenfalls schräg in das Substrat einsetzen.

Der ährenförmige, bis zu 30 cm hoch werdende Blütenstand, entspringt der reifen Rosette. Er bildet an seiner Spitze viele kurze Zweige, an denen einige blassgelbe Blüten sitzen.


Aeonium undulatum

Aeonium undulatum

Aeonium undulatum von
Macdon, CC BY-SA 4.0

Mit einer maximalen Wuchshöhe von bis zu 2,5 m gehört diese Art zu den großwüchsigeren Aeonium.

Aeonium undulatum wächst meist mit einem einzigen dicken Hauptstamm, an dessen Spitze leicht glänzende, wellige, dunkelgrüne Blätter eine 10 bis 30 cm durchmessende Rosette bilden. Die dunkelgrünen Laubblätter erreichen eine Länge von 18 cm und eine Breite von bis zu 5 cm.

Manchmal bildet die Pflanze auch mehrere Nebentriebe mit Rosetten aus, die meist dem unteren Teil des Stamms entspringen. Jede Rosette kann einen kleinen, traubenförmigen Blütenstand mit langstieligen, senfgelben Blüten ausbilden.

Standort / Licht

Die als Zimmerpflanzen gepflegten Arten benötigen ganzjährig einen hellen Standort mit viel direktem Sonnenlicht. Die Beleuchtungsstärke am Standort der Aeonium sollte mindestens 2000 Lux betragen. Wenn die Lichtverhältnisse nicht ausreichend sind,  wachsen die Blätter unförmig länglich und sterben ab. Am besten eignet sich ein sonniger und warmer Standort an einem Südfenster.

Info: Wie misst man die Beleuchtung am Standort ?
Standort finden

Licht ist für Pflanzen wie Nahrung. Pflanzen bleiben nur gesund und vital, wenn ihre Lichtbedürfnisse erfüllt werden. Kenntnisse über die Lichtstärke in Lux zeigen, ob der Standort hell genug ist. Schattenliebende Pflanzen brauchen mindestens 500 bis 600 Lux, während sonnenliebende Geranien oder Sukkulenten 2000 Lux und mehr benötigen.

Himmelsrichtung, Jahreszeit, Art der Verglasung und umgebende Bäume und Büsche beeinflussen die Lichtmenge schnell um 30 bis 70 %.

Ein Nordfenster lässt deutlich weniger Licht herein als ein Südfenster.

Auch der Abstand zu einem Fenster ist wichtig. Bereits 2 bis 3 Meter hinter einem hellen Fenster kann es zu dunkel sein.

Zu viel Licht ist auch schädlich und erfordert eine Abschattung oder einen Standortwechsel.

Lichtmangel Symptome

  • Lange, helle zum Licht wachsende Triebe, weiter Blattabstand und bleiches, aufgehelltes Laub
  • Schlaffer, nicht stabiler Wuchs
  • Dünne, blassgrüne, durchscheinende Blätter
  • deutlich zu kleine Blätter, weiche Triebe

Luxmessung: Mit einem Luxmeter können Sie die Lichtstärke an verschiedenen Standorten messen. Dieses wichtige Hilfsmittel finden Sie hier:

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Lesetipp: So findet man den richtigen Standort
Einkaufstipp: Pflanzlampen u. Beleuchtungssysteme für dunkle Standorte, denn lichtarme Ecken in der Wohnung kann man mit einer modernen Beleuchtung und attraktiven Zimmerpflanzen zu einem Blickfang aufwerten.

Aeonium Gießen / Wässern

Während der Wachstumsperiode von März bis November wässert man die Aeonium mäßig. Während der lichtärmeren Periode von November bis März werden die Pflanzen dann sparsam gegossen.

Mäßiges Gießen von März bis November

  1. Vor dem Gießen lässt man die oberste Schicht des Substrats, bis in eine Tiefe von ca. 2 cm antrocknen. Die Fingerprobe funktioniert gut. Wenn sich die oberste Schicht des Substrats gut trocken anfühlt, wird gegossen. Im Inneren des Topfballens bleibt eine leichte, gleichmäßige Feuchtigkeit bestehen, das Substrat darf nicht durchtrocknen.
  2. Beim Gießen gibt man soviel Wasser, dass der Ballen gleichmäßig feucht aber nicht mit Wasser gesättigt ist.
  3. Sobald die ersten Tropfen Wasser aus dem Abzugsloch laufen gießt man nicht mehr weiter. Überschüssiges Wasser wird nach ca. 20 Minuten abgeschüttet.

Wer die Pflanze von unten bewässern möchte, gibt ein wenig Wasser in den Untersetzer und wartet bis alles aufgesogen wurde. Dies widerholt man je nach Topfgröße mehrmals. Es sollte kein Wasser in dem Untertopf stehenbleiben.

Sparsames Gießen von November bis März

  1. Vor dem Gießen lässt man das Substrat zu ca. 2/3 abtrocknen und feuchtet es danach nur leicht an.
  2. Für die Wassergabe schüttet man etwas Wasser auf die Oberfläche des Topfballens und wartet bis dieses aufgesogen wurde.
  3. Mit einem Feuchtigkeitsmesser oder einem Holzstab prüft man wie weit das Wasser eingedrungen ist. Findet man noch trockene Stellen in der Erde, so widerholt man den Vorgang nochmals. Beim sparsamen Gießen darf das Substrat nicht zu feucht werden. Wenn Wasser aus dem Abzugsloch fließt, so hat man bereits zu viel gegossen.

Die Fingerprobe funktioniert hier nicht mehr. Mit genügend Erfahrung kann man beim Hochheben des Pflanzgefäßes den Feuchtigkeitsgehalt des Substrats relativ gut einschätzen. Bei großen Pflanzgefäßen oder Pflanzkübeln benötigt man jedoch ein Feuchtigkeitsmessgerät, ansonsten kommt es schnell zu Fehleinschätzungen, die zur Ballentrockenheit oder zur Vernässung des Substrats führen können.

Die Aeonium vertragen keine Staunässe. Überschüssiges Wasser muss frei ablaufen können oder spätestens 5 Minuten nach dem Gießen aus dem Übertopf abgeschüttet werden, denn Staunässe führt bei diesen Sukkulenten schnell zur Wurzelfäule.

+ Weitere Info über den Wasserbedarf anzeigen

Die richtige Bewässerung ist für das Gedeihen von Zimmerpflanzen essentiell. Doch wann, wie viel und wie oft gießt man richtig? Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten, da der Wasserbedarf von Pflanze zu Pflanze stark variiert. Gerade Anfänger tun sich oft schwer damit, die Bedürfnisse ihrer grünen Freunde zu erkennen.

Grundsatz beim Gießen

Weniger ist mehr! Dies ist die goldene Regel beim Gießen von Zimmerpflanzen. Die meisten Pflanzen vertragen Trockenheit besser als Staunässe, die zu Wurzelfäule und Schimmelbildung führen kann. Ist man sich also unsicher, lieber etwas weniger gießen als zu viel.

Anzeichen für Überwässerung:

  • Schlaffe Blätter: Oftmals wird bei schlappen Blättern reflexartig zur Gießkanne gegriffen. Doch bevor Sie gießen, sollten Sie die Erde kontrollieren. Handelt es sich nicht um Wassermangel, kann Überwässerung die Ursache sein.
  • Gelbe Blätter: Vergilbte Blätter können ebenfalls ein Hinweis auf zu viel Wasser sein.
  • Faulige Wurzeln: Im schlimmsten Fall führt Staunässe zu faulen Wurzeln, die die Pflanze nicht mehr versorgen können.

Richtig gießen:

  • Fühlen Sie die Erde: Zum Prüfen des Feuchtigkeitsgehalts fühlt man zuerst mit einem Finger ca. zwei Zentimeter tief ob sich das Substrat feucht anfühlt. Besteht weiterhin Unsicherheit, so zerreibt man einige Erdkrümel zwischen den Fingern. Feuchte oder trockene Erde kann man so gut unterscheiden. Fühlt sie sich feucht an, warten Sie mit dem Gießen, bis die Erde etwas angetrocknet ist. Vor und nach dem Gießen sollten Sie das Pflanzgefäß kurz anheben, so bekommen sie ein Gefühl für das Gewicht und recht schnell auch für den Feuchtigkeitsgehalt des Topfballens.
  • Gießen Sie gründlich: Wenn gegossen wird, sollte das Wasser bis aus den Drainagelöchern fließen. So wird sichergestellt, dass der gesamte Wurzelballen durchfeuchtet wird.
  • Vermeiden Sie Gießwasser im Untersetzer: Gießwasser im Untersetzer kann zur Wurzelfäule führen. Gießen Sie daher lieber direkt in den Topf und kippen Sie überschüssiges Wasser nach einigen Minuten weg.
  • Die richtige Wassermenge: Die Menge des benötigten Wassers hängt von Pflanzenart, Topfgröße und Jahreszeit ab. Als Faustregel gilt: Je größer der Topf und je wärmer die Umgebung, desto mehr Wasser wird benötigt.
  • Das richtige Wasser: Verwenden Sie zum Gießen am besten Zimmerwarmes, abgestandenes Leitungswasser. Kaltes Wasser kann die Pflanzen schocken, während chlorhaltiges Leitungswasser den Pflanzen schaden kann.

Zusatztipps:

  • Gießen Sie nach Bedarf: Achten Sie auf die individuellen Bedürfnisse Ihrer Pflanzen und gießen Sie diese nach Bedarf, anstatt nach einem festen Zeitplan.
  • Verschiedene Pflanzenarten: Informieren Sie sich über die speziellen Bedürfnisse Ihrer Pflanzen, da der Wasserbedarf von Sukkulenten beispielsweise deutlich geringer ist als der von Blattpflanzen.
  • Investieren Sie in einen Feuchtigkeitsmesser: Dieses praktische Tool hilft Ihnen, den Feuchtigkeitsgehalt der Erde zu ermitteln. Mit einem Feuchtigkeitsmesser kann man auch in der Topfmitte schnell und zuverlässig die Feuchtigkeit ermitteln. Das Messgerät ist preiswert zu erstehen und es gehört zur Grundausrüstung eines Pflanzenliebhabers.

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Weshalb sterben Pflanzen bei zu viel Wasser?

Eine schlapp aussehende Pflanze kann oft kein Wasser aufnehmen, weil sie bereits über einen längeren Zeitraum hin zu stark vernässt war. Dadurch ist zu wenig Sauerstoff in der Erde und die Wurzeln werden faulig. Die zerstörten Wurzeln können kein Wasser mehr aufnehmen und die Pflanze wird schlapp. Ein Zeichen von Wassermangel, aber nicht durch zu wenig Gießen sondern wegen der verfaulten Wurzeln. Jetzt hilft nur noch schnelles Austopfen der Pflanze, alle Wurzeln von der vernässten Erde säubern, abgestorbene und verfaulte, schwarze Wurzeln abzupfen und abschneiden. Dann wird die Pflanze in frische Erde eingetopft und bis zur Bildung neuer Wurzeln, etwa 1 bis 2 Monate sparsam gegossen. Mit etwas Glück erholt sich die Pflanze.

So verhindert man das Wurzelsterben

Gießen Sie nie vorbeugend oder auf Verdacht. Erst die Erde auf Feuchtigkeit kontrollieren, dann Gießen. Alles nach dem Wässern im Untersetzer oder Übertopf stehenbleibende Wasser muss spätestens nach 5 Minuten abgegossen werden. Falls man dies verpasst, können empfindlichere Pflanzen bereits nach 10 Minuten nicht wieder gut zu machende Wurzelschäden erleiden.

Was tun bei Ballentrockenheit ?

Wenn der Ballen mal völlig abgetrocknet ist, reicht einfaches Gießen, besonders bei kleineren Pflanzgefäßen, nicht aus. Der gesamte Topf muss solange vollständig bis zu Erdoberfläche in Wasser getaucht werden, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen.

Hinweise zum Gießen : Besonders bei rosettenbildenden Sukkulenten ist darauf zu achten, dass sich kein Wasser in der Mitte der Pflanze ansammelt und dort Fäulnis verursacht.

Zu häufiges oder zu starkes Wässern führt zu Fäulnis am Wurzelhals, und die schweren Blätter der hochwachsenden Arten fallen um.

Es ist ratsam zimmerwarmes, enthärtetes Leitungswasser oder Regenwasser zum Gießen zu verwenden. Kalk oder zu kaltes Gießwasser schädigt die Pflanzen. Jede Region hat eine unterschiedliche Wasserhärte. Es gibt Gegenden mit sehr weichem, kalkarmem oder auch sehr hartem Leitungswasser. Falls man die Wasserhärte nicht kennt, kann man die Wasserhärte beim regionalen Versorger erfragen. Falls man keine Möglichkeit hat Regenwasser zu sammeln und das Leitungswasser ungeeignet ist, kann man zur Enthärtung des Gießwassers einen Ionenaustauscher (hier z.B. bei Amazon) verwenden.

Lesetipp: Sukkulenten richtig Gießen
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Luftfeuchtigkeit

IIm Gegensatz zu zahlreichen anderen Zimmerpflanzen, vertragen die Aeonium auch eine niedrige Luftfeuchte.

Info: Luftfeuchtigkeit für Pflanzen erhöhen: Tipps & Tricks

Ideal für tropische Pflanzen:

Zusätzliche Tipps:

  • Pflanzen einsprühen: Weiches, zimmerwarmes Wasser verwenden
  • Gefiltertes Regenwasser bevorzugen (keine Flecken auf Blättern)
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Aeonium überwintern / Ruheperiode

Aeonium brauchen eine trockenere und möglichst kühlere Ruheperiode von Mitte Oktober bis Anfang März. Der Standort sollte auch während der Überwinterung möglichst sonnig und hell sein. Niedrigere Temperaturen, jedoch nicht unter 10 ° Celsius, sind vorteilhaft. Man gibt den Pflanzen gerade so viel Wasser, dass die Erde nicht vollständig austrocknet und keine Ballentrockenheit entsteht. Ein zu kräftiges Gießen und vernässen der Erde während der Ruhezeit lässt die Aeonium faulen und absterben.

Während der Überwinterung werden die Aeonium nicht gedüngt.

Zu Beginn der Vegetationsperiode im März werden die Aeonium wieder etwas kräftiger gegossen. Beginnt die Pflanze auszutreiben, so fängt man auch wieder mit dem regelmäßigen, aber sparsamen Düngen an.

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Lesetipp: Ruhe- und Vegetationsperiode der Pflanzen

Standort im Sommer

Wie zahlreiche andere Zimmerpflanzen sind auch die Aeonium Arten über einen Platz im Freien sehr dankbar. Aeonium die in geschlossenen Räumen überwintert werden, dürfen zu Beginn der warmen Jahreszeit jedoch nicht sofort dem vollen Sonnenlicht unter freiem Himmel ausgesetzt werden. Die harte UV Strahlung kann die Blätter der Aeonium verbrennen. Eine solche Verbrennung ist an braunen, unregelmäßigen Flecken auf den Blättern zu erkennen.

Um die Aeonium an das Sonnenlicht zu gewöhnen, stellt man sie 1 bis 2 Wochen an einen schattigen bis halbschattigen Platz. Etwas Sonne in den Morgen- oder Abendstunden ist in dieser Zeit ausreichend. Nach dieser Eingewöhnungsphase kann man die Pflanze an ihren endgültigen, sonnigen bis vollsonnigen Standort stellen.

Temperatur

Aeonium gedeihen gut bei Temperaturen zwischen 15 und 20 °C. Währen der winterlichen Ruhezeit bevorzugen diese Sukkulenten Temperaturen um die 12 °C und möglichst viel direktes Sonnenlicht. Temperaturen unter 10 °C werden von den Aeonium Arten nicht vertragen.

Lesetipp: Informatives über Temperatur, Zugluft, Heizkörper und Kälteschock
Einkaufstipp: Hygrometer, Thermometer, Feuchtigkeitsmesser & Wetterstationen

Aeonium vermehren

Stecklinge

Die sich verzweigenden Arten der Aeonium lassen sich durch Kopfstecklinge vermehren. Zu Beginn der Wachstumsperiode schneidet man 3 bis 4 cm lange Triebe ab, lässt diese zwei bis drei Tage antrocknen und setzt die Stecklinge dann in ein angefeuchtetes Sukkulentensubstrat.

Für eine schnellere Bewurzelung kann man die Stecklinge vorher in ein Bewurzelungshormon tauchen, notwendig ist dies aber nicht. Die frisch eingesetzten Stecklinge der Aeonium werden, bis zur erfolgreichen Bewurzelung, an einen hellen, nicht vollsonnigen Platz gestellt und gerade soviel gegossen, dass das Substrat etwas feucht bleibt.

Nach drei bis vier Wochen sollten sich die ersten Wurzeln gebildet haben. Nach etwa 6 Wochen kann man die jungen Pflanzen an den endgültigen, sonnigen bis vollsonnigen Standort stellen und die Pflanzen dann wie ausgewachsene Exemplare weiterpflegen.

Samen

Aeonium Arten ohne Nebentriebe, können nur durch Samen vermehrt werden. Die Samen Anzucht wird ausführlich auf der Seite Sukkulenten vermehren erläutert.

Lesetipp: Sukkulenten erfolgreich vermehren
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Erde / Substrat

Ideal für die Pflege der Aeonium ist ein Boden ph-Wert zwischen 6,0 bis 7,0. Ein Substrat für Sukkulenten sollte gut wasserdurchlässig sein, damit sich nach dem Gießen kein Wasser stauen kann. Dies erreicht man, indem man 60% Sukkulentenerde (Kakteenerde), alternativ Pikiererde und 40% mineralische Beimischung, wie Bims-Kies oder Lavalit, Lavagranulat und etwas Quarzsand vermischt.

Die offenporigen, mineralischen Bestandteile, Perlite und Granulate unterstützen die Luftführung und Krümelstruktur des Substrats, sie speichern die Nährstoffe und Feuchtigkeit, lassen überschüssiges Wasser nach dem Gießen jedoch zügig ablaufen.

+ Info über ein gutes Substrat anzeigen

Ein gutes Substrat

Das richtige Substrat-Gemisch gewährleistet einen guten Halt der Pflanze und eine gute Belüftung des Wurzelbereiches. Ein Zusatz von Landerde stellt den pH-Wert ein und verbessert die Aufnahme- und Speicherfähigkeit für Wasser und Nährstoffe.

Die Zusatzstoffe Quarzsand, Bims-Kies, Lavalit, Lavagranulat, Kleine Kiesel, Styromull, Splitt und ähnliches verbessern den Wasserabzug nach dem Gießen. Dies hilft Staunässe und damit Wurzelfäulnis vorzubeugen. Ein gutes Substrat verfügt über eine gute Puffereigenschaft und darf über einen längeren Zeitraum seine vorteilhaften Eigenschaften nicht verlieren.

Andere wichtige Eigenschaften für eine gute Topfpflanzenerde sind die Speicherfähigkeit für Wasser und Nährstoffe, die Luftführung innerhalb des Substrats und die Standfestigkeit um ein zusammensacken und verdichten der Erde zu verhindern.

Pufferkraft des Substrats

Die Pufferkraft eines Substrats ist sehr wichtig, sie verhindert:

  • schnelles Austrocknen der Blumenerde
  • Versalzungen an den Wurzeln
  • größere Schwankungen im Nährstoffvorrat
  • schnelle Veränderungen des pH-Werts

Ausführliche Informationen, Substratrezepte und Bezugsquellen finden Sie hier: Erde oder Substrat ? - Die perfekte Mischung für alle Zimmerpflanzen

Rezepte für ein Sukkulenten-Substrat

Ein einfaches und gutes Substrat-Rezept: 1 Anteil Perlite, bestehend aus Feinkies, Grobsand und Tonsplitt. Dieses Gemisch wird mit einem ebenso großem Volumenanteil Anzuchterde vermengt.

Rezept 2: 1 Anteil Lava, 1 Anteil Bimskies und 0,5 Anteile Quarzsand mit 2,5 Anteilen Anzuchterde.

Rezept 3: 1 Anteil Perlite, 1 Anteil Lava Kies mit 3 Anteilen Sukkulenten- und Kakteenerde.

Rezept 4: 1 Anteil Vermiculite, 1 Anteil Lava Kies und 0,5 Anteile Quarzsand mit 2,5 Anteilen Anzuchterde.

Die hier angegebenen Substratrezepte haben sich bereits bewährt. Man kann die Zutaten aber auch auch nach eigenen Vorstellungen kombinieren und testen.

Alles muss gut miteinander vermischt werden.

Hinweise zum Umtopfen

Zur Verbesserung des Wasserabzugs, als Schutz vor stauender Nässe, gibt man vor dem Einfüllen des Substrats eine etwa 4 cm hohe Schicht Tonscherben oder grobe Kiesel in das Pflanzgefäß.

+ Info: Bezugsquellen für Substrate & weitere Zutaten

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oder

Lavagranulat: Eifel-Lava, rein mineralisches Material. Körnung ca. 0-12 mm.
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Vermiculite oder Blähton: aufgeblähtes Tonmineral zur Substratverbesserung: Lockerung, großes Anlagerungsvermögen für Nährstoffe und Wasser.
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Landerde / Ackererde mit Tonanteil:
mit den Zuschlagsstoffen Sand und Humus aus Kompost. Mutterboden gesiebt 0-20 mm

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Lesetipp: Erde oder Substrat ? - Die perfekte Mischung für alle Zimmerpflanzen

Aeonium umtopfen

Einige Arten der Aeonium wachsen sehr schnell. Diese sollte man deshalb jährlich, zu Beginn der Wachstumsphase, in größere Pflanzgefäße umtopfen. Aeonium sollten auch dann umgetopft werden, wenn die Seitentriebe oder Ableger bis an den Topfrand herangewachsen sind. Die neu eingesetzten Pflanzen müssen fest in das Substrat eingedrückt werden, man achte aber darauf die Wurzeln dabei nicht zu beschädigen.

Um zu beurteilen ob eine langsam wachsende Aeonium umgetopft werden muss, nimmt man die Pflanze zu Beginn der Hauptwachstumszeit vorsichtig aus ihren Töpfen und begutachtet, ob das Pflanzgefäß bereits vollständig durchwurzelt ist. Falls dies der Fall ist, topft man die Aeonium in ein etwas größeres Pflanzgefäß um. Wenn die bisherige Topfgröße noch ausreichend ist, reinigt man das alte Gefäß gründlich, schüttelt vorsichtig möglichst viel Erde aus den Wurzeln und setzt die Aeonium dann in den alten Topf zurück. Je nach Bedarf wird dabei so viel frisches Substrat nachgefüllt, dass die Basis der Pflanze genauso tief sitzt wie zuvor.

Nach dem Umtopfen schützt man die Aeonium 2 bis 3 Wochen vor direkter Sonnenbestrahlung. Eine gut umgetopfte Pflanze erholt sich schnell und wird bald weiterwachsen.

Lesetipp: Einpflanzen & Umtopfen von Sukkulenten
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Düngen / Nährstoffbedarf

Man gibt den Aeonium während der Wachstumsphase alle vier Wochen eine schwache Lösung aus Kakteendünger. Während der Ruheperiode von September bis Februar wird nicht gedüngt.

Lesetipp: Sukkulenten richtig düngen

Blumendünger

Bezugsquellen für richtige Düngemittel finden Sie hier:
Dünger für Topfpflanzen, Zierpflanzen und Zimmerpflanzen

Schädlinge, Pflegefehler & Hinweise

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Der Aeonium wird manchmal von Blattläusen befallen. Hin und wieder sollte man die Pflanzen sorgfältig auf einen Befall mit diesen Pflanzenschädlingen kontrollieren.

Schmier- und Wollläuse können bei den Aeonium auftreten. Im Winter sind die Pflanzen besonders anfällig für diesen Schädlingsbefall. Das kleine, weiße, an Wattebäusche erinnernde Gespinst der Schmierläuse ist gut auf den Blättern der Pflanzen zu erkennen.

Eine Aeonium ist vermutlich nicht giftig, da in der Literatur keine Hinweise auf eine potentielle Toxizität gefunden wurden.

Hier können Sie Schadbilder und Symptome an ihrer Pflanze bestimmen und Gegenmaßnahmen ergreifen.

Bilder der Aeonium

Klicken Sie zum Vergrößern auf die Vorschaubilder

Aeonium arboreum

Aeonium arboreum
von Solarence, CC0

Aeonium arboreum

Aeonium arboreum
Googlhupf, CC BY-SA 3.0 de

Aeonium arboreum

Aeonium arboreum
von Liilia_Moroz, CC0

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Quellen

Das Grosse Buch der Zimmerpflanzen. VEMAG Verlags- und Medien Aktiengesellschaft, Köln 1995, ISBN 3-625-10680-9, 1001 Zimmerpflanzen von A - Z. ISBN-10: 1405492090, RHS Die große Pflanzen-Enzyklopädie von A – Z, DK Verlag Dorling Kindersley, ISBN-10: 3831017298, Wikipedia - Sukkulente, Aeonium - Wikipedia, Aeonium haworthii, Aeonium tabuliforme , Aeonium undulatum, Zimmerpflanzen von Editha Thomas, ISBN-10: 3730401033, Botanica. Das ABC der Pflanzen. 10.000 Arten in Text und Bild. Könemann Verlagsgesellschaft, 2003, ISBN 3-8331-1600-5

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