Aloen - sukkulente Pflanzen
Grasbaumgewächse (Xanthorrhoeaceae)

Aloen (Aloe) sind eine etwa 500 sukkulente Arten umfassende Pflanzengattung aus der Unterfamilie der Affodillgewächse (Asphodeloideae) innerhalb der Familie der Grasbaumgewächse (Xanthorrhoeaceae).

Die Aloe Pflege ist einfach, die Pflanze verzeiht auch den einen oder anderen Pflegefehler.

Aloe, Aloe ferox

Aloe ferox von Tangopaso, Gemeinfrei

Wuchsbilder & Beschreibung

Deutscher Name: Tiger Aloe, Papageien Aloe, baumartige Aloe, bebänderte Aloe, Echte Aloe
Wissenschaftlicher Name: Aloe L.
Familie: Grasbaumgewächse (Xanthorrhoeaceae)
Unterfamilie: Affodillgewächse (Asphodeloideae)
Wuchshöhe: 5 bis 100 cm
Verwendung: Blattschmuckpflanze
Schwierigkeit: pflegeleicht, für Anfänger geeignet

Aloen sind ausdauernde, blattsukulente Pflanzen. Sie wachsen mit dickfleischígen, spitz zulaufenden Blätter, die bei den meisten Arten eine Rosette bilden. Bei manchen Aloen besitzen die Blattspitzen kurze Stacheln, bei anderen sind die Blätter dicht mit spitzen Stacheln und hakenförmigen Zähnen besetzt. Die Blütenstände der Aloen können sich ab Ende des Winters und bis zum Anfang des Sommers in den Blattachseln ausbilden. Ein Blütenstand besteht in der Regel aus einer Traube mit röhrenförmigen, orangefarbenen oder roten Blüten.

Aloe Arten / Sorten

Aloe arborescens

Aloe arborescens von
Consultaplantas, CC BY-SA 4.0

Aloe arborescens

Aloe arborescens, auch als Baum-Aloe bekannt, hat sehr schmale und gezahnte Blätter, die eine lockere Rosette am Ende des kahlen und holzigen Stamms bilden. Wenn die Pflanze ein Alter von zwei bis drei Jahren erreicht hat, bilden sich am Fuß des Stamms Seitensprosse.

An der Spitze eines langen, verzweigten Stamms kann die Aloe ein Blütenstand mit roten Blüten ausbilden.


Aloe aristata

Aloe aristata

Aloe aristata von
David J. Stang, CC BY-SA 4.0

Aloe aristata wächst stammlos mit fleischigen, dunkelgraugrünen Blättern. Die Blätter dieser Aloen sind 8-15 cm lang, auf der Rückseite knotig-stachelig und bilden eine Rosette. Auch werden zahlreiche weißliche Randstacheln bei dieser Aloen Art ausgebildet.

Die hübschen orangeroten Blüten, die sich im späten Frühling auf einem etwa 35 cm langen Schaft entwickeln, verwelken bereits nach wenigen Tagen.

Ältere Pflanzen der Aloe aristata bilden zahlreiche Seitentriebe.


Aloe vera (Aloe barbadensis)

Aloe vera

Aloe vera von
Abi_blu, CC BY-SA 4.0

Aloe Vera, auch als Aloe barbadensis oder Wüstenlilie bekannt, ist seit langem als Heilpflanze bekannt. Der Saft dieser Aloen hat besonders bei Brandwunden eine nachgewiesene, sehr gute Heilwirkung.

Aloe Vera bilden einen 35-55 cm hohen Stamm und lanzettartige, 30-60 cm lange Blätter. Die Färbung hat einen blaugrünen Grund mit zartgrünen und weißen Flecken. Die Ränder der Blätter sind mit weichen, rosarot oder rot gefärbten Zähnen besetzt.

An dem bis zu 60 cm hohen Schaft der Aloe bilden sich gelbe oder orangefarbene röhrenförmige Blüten.

Seitensprosse und Ausläufer breiten sich dicht unter der Erdoberfläche aus.


Aloe brevifolia

Aloe brevifolia

Aloe brevifolia von
Daderot, CC0

Aloe brevifolia  besitzt 8 bis 12 cm lange, hellgrüne Blätter, die am Rand mit scharfen Stacheln bewehrt sind. Der Stamm dieser Aloen kann nach einigen Jahren Wachstum zur Seite kippen.

Die Blüten dieser Aloen Art sind kräftig rot und sitzen an einem bis zu 30 cm langem Schaft. Den unteren Blattachseln entwachsen Seitentriebe.


Aloe ferox

Aloe ferox, auch als Kap Aloe bekannt, ist in den meisten Wohnungen nur als junge als Zimmerpflanze zu kultivieren.

Die grünen Blätter können bis zu 80 cm lang werden. Sie laden weit aus, sind dickfleischig und runzelig geformt. Auf der Ober- und Unterseite besitzen die Blätter hornige Stacheln, an den Rändern sitzen braune, harte Stacheln.

Ausgewachsene Aloen dieser Art bilden bis zu 1,30m hohe Blütentrauben.


Aloe variegata

Aloe variegata

Aloe variegata von
Leonora Enking, CC BY-SA 2.0

Aloe variegata, die Tiger Aloe ist eine sehr beliebte Zwergform der Aloen. Die Pflanzen wachsen mit einem lanzettförmigen Blättern umgebenen Stamm. Die Blätter werden nur 10 bis 15 cm lang und 2 bis 5 cm breit. Anfangs stehen stehen diese Blätter aufrecht, doch bei den älteren Pflanzen rollen sie sich ein. Die Farbe der Blätter dieser Aloen Art ist dunkelgraugrün mit auffallende Zeichnungen oder unregelmäßige weißen Querbändern. Die Aloe variegata wird meist nicht höher als 40 cm. Die erste Blüte beginnt aber oft schon, wenn die Pflanzen erst 10 bis 15 cm hoch sind. Die kräftig roten Blüten werden gegen zu Beginn des Frühjahres an 35 cm langen Schäften ausgebildet. Die Stämme dieser Aloen kippen um, wenn sie allzu kopflastig werden.

Standort / Licht

Alle Aloen Arten lieben helle Standorte und sollten möglichst nah an einem Fenster stehen. Die weichblättrigen Arten der Aloe wachsen am besten, wenn sie nicht der direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt werden.

Die minimale Beleuchtungsstärke für den Standort einer Aloe beträgt ca. 2000 Lux.

Info: Wie misst man die Beleuchtung am Standort ?
Standort finden

Licht ist für Pflanzen wie Nahrung. Pflanzen bleiben nur gesund und vital, wenn ihre Lichtbedürfnisse erfüllt werden. Kenntnisse über die Lichtstärke in Lux zeigen, ob der Standort hell genug ist. Schattenliebende Pflanzen brauchen mindestens 500 bis 600 Lux, während sonnenliebende Geranien oder Sukkulenten 2000 Lux und mehr benötigen.

Himmelsrichtung, Jahreszeit, Art der Verglasung und umgebende Bäume und Büsche beeinflussen die Lichtmenge schnell um 30 bis 70 %.

Ein Nordfenster lässt deutlich weniger Licht herein als ein Südfenster.

Auch der Abstand zu einem Fenster ist wichtig. Bereits 2 bis 3 Meter hinter einem hellen Fenster kann es zu dunkel sein.

Zu viel Licht ist auch schädlich und erfordert eine Abschattung oder einen Standortwechsel.

Lichtmangel Symptome

  • Lange, helle zum Licht wachsende Triebe, weiter Blattabstand und bleiches, aufgehelltes Laub
  • Schlaffer, nicht stabiler Wuchs
  • Dünne, blassgrüne, durchscheinende Blätter
  • deutlich zu kleine Blätter, weiche Triebe

Luxmessung: Mit einem Luxmeter können Sie die Lichtstärke an verschiedenen Standorten messen. Dieses wichtige Hilfsmittel finden Sie hier:

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Lesetipp: So findet man den richtigen Standort
Einkaufstipp: Pflanzlampen u. Beleuchtungssysteme für dunkle Standorte, denn lichtarme Ecken in der Wohnung kann man mit einer modernen Beleuchtung und attraktiven Zimmerpflanzen zu einem Blickfang aufwerten.

Aloen Gießen / Wässern

Aloen gießt man mäßig, aber gleichmäßig. Der Wurzelballen der Sukkulente darf nur leicht feucht gehalten werden. Vor einer Wassergabe sollten die obersten 1 bis 2 cm des Substrats abtrocknen. Insgesamt sollte man eine Aloe besser einmal zu wenig als zu oft gießen.

Mäßiges Gießen

  1. Vor dem Gießen lässt man die oberste Schicht des Substrats, bis in eine Tiefe von ca. 2 cm antrocknen. Die Fingerprobe funktioniert gut. Wenn sich die oberste Schicht des Substrats gut trocken anfühlt, wird gegossen. Im Inneren des Topfballens bleibt eine leichte, gleichmäßige Feuchtigkeit bestehen, das Substrat darf nicht durchtrocknen.
  2. Beim Gießen gibt man soviel Wasser, dass der Ballen gleichmäßig feucht aber nicht mit Wasser gesättigt ist.
  3. Sobald die ersten Tropfen Wasser aus dem Abzugsloch laufen gießt man nicht mehr weiter. Überschüssiges Wasser wird nach ca. 20 Minuten abgeschüttet.

Wer die Pflanze von unten bewässern möchte, gibt ein wenig Wasser in den Untersetzer und wartet bis alles aufgesogen wurde. Dies widerholt man je nach Topfgröße mehrmals. Es sollte kein Wasser in dem Untertopf stehenbleiben.

Aloen vertragen keine Staunässe. Überschüssiges Wasser muss frei ablaufen können oder spätestens 5 Minuten nach dem Gießen aus dem Übertopf abgeschüttet werden, denn Staunässe führt auch bei diesen Sukkulenten schnell zur Wurzelfäule.

Regenwasser ist für die Aloe günstiger, die Pflanzen nehmen aber auch mit gewöhnlichem, nicht zu kalkhaltigem Leitungswasser vorlieb.

+ Weitere Info über den Wasserbedarf anzeigen

Die richtige Bewässerung ist für das Gedeihen von Zimmerpflanzen essentiell. Doch wann, wie viel und wie oft gießt man richtig? Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten, da der Wasserbedarf von Pflanze zu Pflanze stark variiert. Gerade Anfänger tun sich oft schwer damit, die Bedürfnisse ihrer grünen Freunde zu erkennen.

Grundsatz beim Gießen

Weniger ist mehr! Dies ist die goldene Regel beim Gießen von Zimmerpflanzen. Die meisten Pflanzen vertragen Trockenheit besser als Staunässe, die zu Wurzelfäule und Schimmelbildung führen kann. Ist man sich also unsicher, lieber etwas weniger gießen als zu viel.

Anzeichen für Überwässerung:

  • Schlaffe Blätter: Oftmals wird bei schlappen Blättern reflexartig zur Gießkanne gegriffen. Doch bevor Sie gießen, sollten Sie die Erde kontrollieren. Handelt es sich nicht um Wassermangel, kann Überwässerung die Ursache sein.
  • Gelbe Blätter: Vergilbte Blätter können ebenfalls ein Hinweis auf zu viel Wasser sein.
  • Faulige Wurzeln: Im schlimmsten Fall führt Staunässe zu faulen Wurzeln, die die Pflanze nicht mehr versorgen können.

Richtig gießen:

  • Fühlen Sie die Erde: Zum Prüfen des Feuchtigkeitsgehalts fühlt man zuerst mit einem Finger ca. zwei Zentimeter tief ob sich das Substrat feucht anfühlt. Besteht weiterhin Unsicherheit, so zerreibt man einige Erdkrümel zwischen den Fingern. Feuchte oder trockene Erde kann man so gut unterscheiden. Fühlt sie sich feucht an, warten Sie mit dem Gießen, bis die Erde etwas angetrocknet ist. Vor und nach dem Gießen sollten Sie das Pflanzgefäß kurz anheben, so bekommen sie ein Gefühl für das Gewicht und recht schnell auch für den Feuchtigkeitsgehalt des Topfballens.
  • Gießen Sie gründlich: Wenn gegossen wird, sollte das Wasser bis aus den Drainagelöchern fließen. So wird sichergestellt, dass der gesamte Wurzelballen durchfeuchtet wird.
  • Vermeiden Sie Gießwasser im Untersetzer: Gießwasser im Untersetzer kann zur Wurzelfäule führen. Gießen Sie daher lieber direkt in den Topf und kippen Sie überschüssiges Wasser nach einigen Minuten weg.
  • Die richtige Wassermenge: Die Menge des benötigten Wassers hängt von Pflanzenart, Topfgröße und Jahreszeit ab. Als Faustregel gilt: Je größer der Topf und je wärmer die Umgebung, desto mehr Wasser wird benötigt.
  • Das richtige Wasser: Verwenden Sie zum Gießen am besten Zimmerwarmes, abgestandenes Leitungswasser. Kaltes Wasser kann die Pflanzen schocken, während chlorhaltiges Leitungswasser den Pflanzen schaden kann.

Zusatztipps:

  • Gießen Sie nach Bedarf: Achten Sie auf die individuellen Bedürfnisse Ihrer Pflanzen und gießen Sie diese nach Bedarf, anstatt nach einem festen Zeitplan.
  • Verschiedene Pflanzenarten: Informieren Sie sich über die speziellen Bedürfnisse Ihrer Pflanzen, da der Wasserbedarf von Sukkulenten beispielsweise deutlich geringer ist als der von Blattpflanzen.
  • Investieren Sie in einen Feuchtigkeitsmesser: Dieses praktische Tool hilft Ihnen, den Feuchtigkeitsgehalt der Erde zu ermitteln. Mit einem Feuchtigkeitsmesser kann man auch in der Topfmitte schnell und zuverlässig die Feuchtigkeit ermitteln. Das Messgerät ist preiswert zu erstehen und es gehört zur Grundausrüstung eines Pflanzenliebhabers.

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Weshalb sterben Pflanzen bei zu viel Wasser?

Eine schlapp aussehende Pflanze kann oft kein Wasser aufnehmen, weil sie bereits über einen längeren Zeitraum hin zu stark vernässt war. Dadurch ist zu wenig Sauerstoff in der Erde und die Wurzeln werden faulig. Die zerstörten Wurzeln können kein Wasser mehr aufnehmen und die Pflanze wird schlapp. Ein Zeichen von Wassermangel, aber nicht durch zu wenig Gießen sondern wegen der verfaulten Wurzeln. Jetzt hilft nur noch schnelles Austopfen der Pflanze, alle Wurzeln von der vernässten Erde säubern, abgestorbene und verfaulte, schwarze Wurzeln abzupfen und abschneiden. Dann wird die Pflanze in frische Erde eingetopft und bis zur Bildung neuer Wurzeln, etwa 1 bis 2 Monate sparsam gegossen. Mit etwas Glück erholt sich die Pflanze.

So verhindert man das Wurzelsterben

Gießen Sie nie vorbeugend oder auf Verdacht. Erst die Erde auf Feuchtigkeit kontrollieren, dann Gießen. Alles nach dem Wässern im Untersetzer oder Übertopf stehenbleibende Wasser muss spätestens nach 5 Minuten abgegossen werden. Falls man dies verpasst, können empfindlichere Pflanzen bereits nach 10 Minuten nicht wieder gut zu machende Wurzelschäden erleiden.

Was tun bei Ballentrockenheit ?

Wenn der Ballen mal völlig abgetrocknet ist, reicht einfaches Gießen, besonders bei kleineren Pflanzgefäßen, nicht aus. Der gesamte Topf muss solange vollständig bis zu Erdoberfläche in Wasser getaucht werden, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen.

Lesetipp: Sukkulenten richtig Gießen
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Luftfeuchtigkeit

Im Gegensatz zu zahlreichen anderen Zimmerpflanzen, vertragen die sukkulenten Aloen problemlos auch trockene Luft.

Info: Luftfeuchtigkeit für Pflanzen erhöhen: Tipps & Tricks

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Zusätzliche Tipps:

  • Pflanzen einsprühen: Weiches, zimmerwarmes Wasser verwenden
  • Gefiltertes Regenwasser bevorzugen (keine Flecken auf Blättern)
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Aloe überwintern / Ruheperiode

Aloen können ganzjährig unter gleichbleibenden Bedingungen gepflegt werden. Im Winter, zwischen November und Februar, sollten die Aloen jedoch vorzugsweise für 5 bis 8 Wochen etwas kühler stehen. Ein heller Platz und Temperaturen zwischen 10 und 13 °Celsius sind nun ideal. Man gießt die Aloe während dieser Zeit gerade so viel, dass die Erde nicht vollständig austrocknet und keine Ballentrockenheit entsteht.

Während der Ruheperiode werden die Aloen nicht gedüngt.

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Lesetipp: Ruhe- und Vegetationsperiode der Pflanzen

Standort im Sommer

Wie zahlreiche andere Zimmerpflanzen sind auch die Aloen über einen Platz im Freien sehr dankbar. Aloen die in geschlossenen Räumen überwintert wurden, dürfen zu Beginn der warmen Jahreszeit jedoch nicht sofort dem Sonnenlicht unter freiem Himmel ausgesetzt werden. Die harte UV Strahlung kann die Blätter der Aloe verbrennen. Eine solche Verbrennung ist an braunen, unregelmäßigen Flecken auf den Blättern zu erkennen.

Um die Aloe an das Sonnenlicht zu gewöhnen, stellt man sie 1 bis 2 Wochen an einen schattigen bis halbschattigen Platz. Ein wenig Sonne in den Morgen- oder Nachmittagsstunden ist in dieser Zeit ausreichend. Nach dieser Eingewöhnungsphase kann man die Pflanze an einen sonnigeren, aber nicht vollsonnigen Standort stellen.

Temperatur

Die Aloen Arten pflegt man bei durchschnittlichen Zimmertemperaturen. Um die Blütenbildung einer Aloe anzuregen, hält man eine kurze Winterruhe bei einer Temperatur zwischen 10 und 13°C ein.

Lesetipp: Informatives über Temperatur, Zugluft, Heizkörper und Kälteschock
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Aloe vermehren

Aloen lassen sich am besten durch Seitensprosse vermehren.

Aloe mit Seitensprossen / Kindel

Aloe vera mit Seitensprossen
von Stickpen, Public Domain

Die Seitensprosse, auch Kindel genannt, setzt man in ein angefeuchtetes Sukkulentensubstrat. Bis sich die Wurzeln fest im Substrat verankert haben, pflegt man die Kindel in gleicher Weise wie die ausgewachsenen Pflanzen. Nur die Wassergaben müssen sparsamer sein, es ist ausreichend wenn das Substrat gerade noch feucht ist.

Lesetipp: Sukkulenten erfolgreich vermehren
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Erde / Substrat

Ideal für die Pflege der Aloe Arten ist ein Boden ph-Wert von 6,0 bis 7,2. Aloen gedeihen auch in einfacher, handelsüblicher Blumenerde auf Kompostbasis. Der ph-Wert ist auf der Verpackung angegeben und sollte innerhalb der tolerierten Werte von 6,0 bis 7,2 liegen.

Normale Erdmischungen in einer guten Qualität aus dem Baumarkt, Gartencenter oder der Gärtnerei sind jedoch nur bedingt empfehlenswert, da einige Anforderungen an Pufferkraft, Wasser- und Nährstoffregulierung, etc. nicht dauerhaft gewährleistet sind.

+ Info über ein gutes Substrat anzeigen

Ein gutes Substrat

Das richtige Substrat-Gemisch gewährleistet einen guten Halt der Pflanze und eine gute Belüftung des Wurzelbereiches. Ein Zusatz von Landerde stellt den pH-Wert ein und verbessert die Aufnahme- und Speicherfähigkeit für Wasser und Nährstoffe.

Die Zusatzstoffe Quarzsand, Bims-Kies, Lavalit, Lavagranulat, Kleine Kiesel, Styromull, Splitt und ähnliches verbessern den Wasserabzug nach dem Gießen. Dies hilft Staunässe und damit Wurzelfäulnis vorzubeugen. Ein gutes Substrat verfügt über eine gute Puffereigenschaft und darf über einen längeren Zeitraum seine vorteilhaften Eigenschaften nicht verlieren.

Andere wichtige Eigenschaften für eine gute Topfpflanzenerde sind die Speicherfähigkeit für Wasser und Nährstoffe, die Luftführung innerhalb des Substrats und die Standfestigkeit um ein zusammensacken und verdichten der Erde zu verhindern.

Pufferkraft des Substrats

Die Pufferkraft eines Substrats ist sehr wichtig, sie verhindert:

  • schnelles Austrocknen der Blumenerde
  • Versalzungen an den Wurzeln
  • größere Schwankungen im Nährstoffvorrat
  • schnelle Veränderungen des pH-Werts

Ausführliche Informationen, Substratrezepte und Bezugsquellen finden Sie hier: Erde oder Substrat ? - Die perfekte Mischung für alle Zimmerpflanzen

Wenn man die Aloe in gut abgestimmtes Substrat pflanzen möchte, mischt man sich dieses selber. Die Herstellung ist nicht schwierig.

Substratmischung

Aloe pflanzt man mit einem Zusatz von Landerde in ein Torfsubstrat mit Zumischung verschiedener Fremdstoffe.

  • 2,5 Anteile Torfsubstrat
  • 1,5 Anteile Quarzsand
  • 1,5 Anteile Bims-Kies, Lavalit, oder Lavagranulat
  • etwa 0,5 Anteile Ackererde mit Tonanteil.
+ Info: Bezugsquellen für Substrate & weitere Zutaten

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Bims als Zuschlagstoff, verbessert den Luftgehalt, die Wasserspeicherfähigkeit und die Durchwurzelbarkeit, fördert die Wurzelentwicklung, Körnung 0-4 mm.
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Lavagranulat: Eifel-Lava, rein mineralisches Material. Körnung ca. 0-12 mm.
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Landerde / Ackererde mit Tonanteil:
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Lesetipp: Erde oder Substrat ? - Die perfekte Mischung für alle Zimmerpflanzen

Substrat herstellen: Rezepte für Sukkulentensubstrate

Aloe umtopfen

Die meisten Aloe Arten sollten im Frühjahr - aber nur bei Bedarf - in ein größeres Pflanzgefäß umgetopft werden. Pflanzen mit dichter Belaubung bis zur Stammbasis dürfen nicht tiefer im Boden sitzen als zuvor, weil sie sonst faulen. Eine dünne Perlite- oder Sandschicht auf dem Substrat verhindert Fäulnis an den Stellen, wo die Blätter stammloser Aloen den Boden berühren.

Nach dem Umtopfen schützt man die Aloe 2 bis 3 Wochen vor jeder direkten Sonnenbestrahlung. Eine gut umgetopfte Pflanze erholt sich schnell und wird bald weiterwachsen.

Lesetipp: Einpflanzen & Umtopfen von Sukkulenten
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Düngen / Nährstoffbedarf

Man gibt den Aloe während der Wachstumsphase alle vier Wochen eine schwache Lösung aus Kakteendünger. Während der vierwöchigen Ruheperiode wird nicht gedüngt.

Lesetipp: Sukkulenten richtig düngen

Blumendünger

Bezugsquellen für richtige Düngemittel finden Sie hier:
Dünger für Topfpflanzen, Zierpflanzen und Zimmerpflanzen

Schädlinge, Pflegefehler & Hinweise

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Die Aloen neigen zum Befall mit Schildläusen die meist tief in den Spalten der Blattrosette anzutreffen sind. Wurzelläuse treten bei einer Aloe manchmal unmittelbar unter der Erdoberfläche im oberen Bereich des Wurzelsystems auf.

Hier können Sie Schadbilder und Symptome an ihrer Pflanze bestimmen und Gegenmaßnahmen ergreifen.

Einige Aloen wachsen stammlos, bei anderen Arten sind die Stämme von Blättern umgeben. Bei einigen Aloen werden die Stämme kahl wenn sie ihre Blätter verlieren. Andere Arten der Aloe kippen gerne seitlich um, wenn die Pflanzen 35 cm oder höher gewachsen sind. Die umgefallenen Aloen wachsen dann seitlich am Topf nach unten weiter.

Einige Arten der Aloen eignen sich nur einige Jahre für die Zimmerkultur, da die Pflanzen im Alter sehr groß werden. Glücklicherweise gibt aber auch viele zwergwüchsige Aloe-Arten. Alle Aloen sind relativ leicht zu kultivieren.

Bilder der Aloe

Klicken Sie zum Vergrößern auf die Vorschaubilder

Aloe hemmingii

Aloe hemmingii

Foto: Stan Shebs
Lizenz: GFDL

Aloe Arborescens

Aloe arborescens

Foto: Didier B
Bestimmte Rechte vorbehalten

Aloe haworthioides

Aloe haworthioides

Foto: Stan hebs
Lizenz: GFDL

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Quellen

Das Grosse Buch der Zimmerpflanzen. VEMAG Verlags- und Medien Aktiengesellschaft, Köln 1995, ISBN 3-625-10680-9, 1001 Zimmerpflanzen von A - Z. ISBN-10: 1405492090, RHS Die große Pflanzen-Enzyklopädie von A – Z, DK Verlag Dorling Kindersley, ISBN-10: 3831017298, Wikipedia - Sukkulente, Aloen - Wikipedia, Zimmerpflanzen von Editha Thomas, ISBN-10: 3730401033, Botanica. Das ABC der Pflanzen. 10.000 Arten in Text und Bild. Könemann Verlagsgesellschaft, 2003, ISBN 3-8331-1600-5

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