Beaucarnea pflegen

Elefantenfuß Beaucarnea

Beaucarnea

Foto: Berthold Werner
Lizenz: GFDL 

Deutscher Name: Flaschenbaum / Elefantenfuß / Wasserpalme
Wissenschaftl. Name: Beaucarnea Lem.
Beaucarnea recurvata, Beaucarnea stricta
Familie: Spargelgewächse (Asparagaceae)
Wuchshöhe: 80 bis 150 cm in Wohnungskultur
Schwierigkeit: pflegeleicht
Verwendung: Blattschmuckpflanze mit attraktivem Wuchsbild

Steckbrief / Beschreibung

Beaucarnea recurvata und Beaucarnea stricta sind wegen ihres attraktiven Stammes und des hübschen Blattschopfes als Zimmerpflanze beliebt. Der Ursprung der Beaucarnea liegt im Süden der USA und in Mexiko. > Im Forum: Beaucarnea läßt Blätter hängen

Der Beaucarnea ist ein Verwandter der Yucca-Palmlilie
Die Gattung Beaucarnea hat einen am Grund rundlich angeschwollenen Stamm und zierliche, bis zu einem Meter lange dicht wachsende Blätter. Dieses knorrige Gewächs ist mit der Yucca verwandt. Im Volksmund wird die Pflanze auch Elefantenfuß genannt, da sie eine typische Stammverdickung hat. Beaucarnea sind sehr pflegeleicht, wachsen sehr langsam und können sehr alt werden.

Standort / Licht

Die Beaucarnea pflegt man an einem hellen bis sehr hellen Standort. Auch ein während der Mittagsstunden leicht abgeschatteter Platz im Freien ist während des Sommers zu empfehlen.

Pflanzen bleiben nur gesund und vital, wenn ihre Lichtbedürfnisse erfüllt werden. Kenntnisse über die Lichtstärke, angegeben in Lux, geben Auskunft ob der Standort hell genug ist. Pflanzen mit geringem Lichtbedarf benötigen immer noch mindestens 500 bis 600 Lux. Zimmerpflanzen für sehr helle Standorte brauchen 1600 Lux und mehr.

Himmelsrichtung, Jahreszeit, Verglasung und vor der Wohnung stehende Bäume und Büsche reduzieren die Lichtstärke schnell um 30 bis 70%. Bereits 2 bis 3 Meter hinter einem hellen Fenster kann es bereits zu dunkel für die meisten Topfpflanzen sein. Auch zu viel Licht ist für zahlreiche Zimmerpflanzen schlecht, es muss abgeschattet werden oder man ändert den Standort.

Lichtmangel Symptome

  • Lange, helle zum Licht wachsende Triebe, weiter Blattabstand und bleiches, aufgehelltes Laub
  • Schlaffer, nicht stabiler Wuchs
  • Dünne, blassgrüne, durchscheinende Blätter
  • deutlich zu kleine Blätter, weiche Triebe
Standort finden

Sicherheit über die Lichtstärke erhält man nur mit einem Luxmeter. Dieses wichtige Hilfsmittel finden Sie hier:

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Lesetipp: So findet man den richtigen Standort
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Gießen / Wässern

Während der Wachstumsperiode gießt man die Pflanze mäßig, die Erde sollte nach dem Gießen leicht durchfeuchtet sein. Die Beaucarnea benötigt nicht viel Wasser. Zuviel Wasser lässt die Blattspitzen braun werden. Zwischen den einzelnen Wassergaben lässt man die Oberfläche der Erde deshalb gut antrocknen. Staunässe sollte unbedingt vermieden werden. Im Winter stellt man das Gießen fast vollständig ein.

Wann, wie viel und wie oft gegossen wird kann nicht generell beantwortet werden. Das sorgt, besonders bei unerfahrenen Pflanzenfreunden für Unsicherheit. Man sollte es sich aber auch nicht zu schwer machen.

Grundsatz beim Gießen

Wenn man sich nicht sicher ist, sollte man lieber etwas weniger als zu viel Gießen. Die wenigsten Zimmerpflanzen gehen an Trockenheit ein, meistens werden sie zu Tode gewässert.

Weshalb wird zu viel gewässert ?

Wenn eine Pflanze schlapp aussieht, greifen viele Hobbygärtner zuerst zur Gießkanne. Dies ist der mit Abstand häufigste Pflegefehler. Bei schlaffen Pflanzen sollte man nicht wässern ohne die Erde zu prüfen, denn sehr oft ist nicht der Wassermangel an einer siechenden Pflanzen schuld.

Zum Prüfen des Feuchtigkeitsgehalts fühlt man zuerst mit einem Finger oder dem Handrücken ob sich das Substrat feucht anfühlt. Besteht weiterhin Unsicherheit, so zerreibt man einige Erdkrümel zwischen den Fingern. Feuchte oder trockene Erde kann man so gut unterscheiden. Vor und nach dem Gießen sollten Sie das Pflanzgefäß kurz anheben, so bekommen sie ein Gefühl für das Gewicht und recht schnell auch für den Feuchtigkeitsgehalt des Topfballens.

Große Pflanzgefäße erfordern einen Feuchtigkeitsmesser. Damit kann man in der Topfmitte schnell und zuverlässig die Feuchtigkeit ermitteln. Das Messgerät ist preiswert zu erstehen und er gehört zu jeder Grundausrüstung eines Pflanzenliebhabers.

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Weshalb sterben Pflanzen bei zu viel Wasser?

Eine schlapp aussehende Pflanze kann oft kein Wasser aufnehmen, weil sie bereits über einen längeren Zeitraum hin zu stark vernässt war. Dadurch ist zu wenig Sauerstoff in der Erde und die Wurzeln werden faulig. Die zerstörten Wurzeln können kein Wasser mehr aufnehmen und die Pflanze wird schlapp. Ein Zeichen von Wassermangel, aber nicht durch zu wenig Gießen sondern wegen der verfaulten Wurzeln. Jetzt hilft nur noch schnelles Austopfen der Pflanze, alle Wurzeln von der vernässten Erde säubern, abgestorbene und verfaulte, schwarze Wurzeln abzupfen und abschneiden. Dann wird die Pflanze in frische Erde eingetopft und bis zur Bildung neuer Wurzeln, etwa 1 bis 2 Monate sparsam gegossen. Mit etwas Glück erholt sich die Pflanze.

So verhindert man das Wurzelsterben

Gießen Sie nie vorbeugend oder auf Verdacht. Erst die Erde auf Feuchtigkeit kontrollieren, dann Gießen. Alles nach dem Wässern im Untersetzer oder Übertopf stehenbleibende Wasser muss spätestens nach 5 Minuten abgegossen werden. Falls man dies verpasst, können empfindlichere Pflanzen bereits nach 10 Minuten nicht wieder gut zu machende Wurzelschäden erleiden.

Was tun bei Ballentrockenheit ?

Wenn der Ballen mal völlig abgetrocknet ist, reicht einfaches Gießen, besonders bei kleineren Pflanzgefäßen, nicht aus. Der gesamte Topf muss solange vollständig bis zu Erdoberfläche in Wasser getaucht werden, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen.

Lesetipp: Pflanzen reichlich, mäßig, sparsam gießen & der richtige Zeitpunkt zum Wässern
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Beaucarnea überwintern

Von Oktober bis März stellt man das Gießen fast vollständig ein und achte nur darauf, dass der Wurzelballen nicht vollständig austrocknet. Der Beaucarnea ist stammsukkulent, während der Ruheperiode greift die Pflanze auf die im Stamm gespeicherten Wasserreserven zurück. Während der winterlichen Ruheperiode sollte der Beaucarnea 3 bis 4 Wochen an einen kühlen, hellen Platz gestellt werden. Temperaturen zwischen 8 und 14 °C sind während dieser Zeit ideal.

Temperatur

Die Beaucarnea vertragen normale Zimmertemperaturen die im Sommer auch etwas höher sein können. Während des Winters eignet sich ein kühler und heller Standort für diese Pflanzen. Der gut verträgliche Temperaturbereich für die Beaucarnea liegt zwischen 8 und 22 °C.

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Beaucarnea vermehren

Beaucarnea kann mit Stecklingen sehr gut vermehrt werden. Nebensprosse werden abgeschnitten und in ein Gemisch aus 2/3 Torf und 1/3 Sand gesteckt. Die Anwurzelung geschieht am besten unter einer Plastikhaube, so ist die Pflanze vor zu großem Feuchtigkeitsverlust geschützt. Nachdem die Pflanze Wurzeln gebildet hat, gewöhnt man sie langsam an die trockenere Luft ohne Abdeckung und behandelt den Steckling wie eine voll entwickelte Pflanze.

Besser ist es den Elefantenfuß mit Samen zu vermehren, da sich der Stamm einer so gezüchteten Beaucarnea besser zu der typischen Form (Caudex) entwickeln kann.

Lesetipp: So vermehrt man Zimmerpflanzen erfolgreich
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Erde / Substrat

Beaucarnea gedeihen gut in einem Gemisch aus Lauberde, kalkhaltigem Lehm und scharfem Sand. Man achte darauf, das der Boden gut wasserdurchlässig bleibt.

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Beaucarnea umtopfen

Der Beaucarnea braucht nur selten umgetopft zu werden. Alle 4 bis 5 Jahre sind normalerweise ausreichend. Umtopfen sollte man nur zu Beginn des zeitigen Frühjahrs, Ende Februar bis Mitte März ist ideal.

Düngen / Nährstoffbedarf

Die Pflanzen werden nur während der Hauptwachstumsphase alle 3 bis 4 Wochen mit Flüssigdünger in mäßiger Konzentration gedüngt.

Lesetipp: Richtiges Düngen der Zimmerpflanzen
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Schädlinge, Pflegefehler & Hinweise

Bei einem Befall mit der roten Spinne sind die befallenen Blätter der Beaucarnea mit einem feinen Gespinst überzogen. Bei einer  genaueren Untersuchung sieht man kleine helle bis gelblich weiße Flecken. Bei stärkerem Befall mit der roten Spinne ändert sich die Farbe der Blätter von grün zu gelb und graugün bis kupferbraun. > Rote Spinne bekämpfen / Symptome erkennen

Der Befall mit Schmierläusen wird öfter beobachtet. Das kleine, weiße, an Wattebäusche erinnernde Gespinst der Parasiten ist gut auf den Blättern der befallenen Pflanzen zu erkennen. > Schmierläuse bekämpfen / Symptome erkennen

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Bilder der Beaucarnea

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Beaucarnea spec.

Beaucarnea

Beaucarnea spec.
Foto: Aviad Bublil
Lizenz: GFD

Beaucarneas

Beaucarnea

Beaucarnea pliabilis
Foto: Kurt Stueber
Lizenz: GFDL

Beaucarnea recurvata

Beaucarnea

Beaucarnea recurvata
Foto: iRaS
Lizenz: Public Domain

Weitere Bilder der Beaucarnea

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Zimmerpflanzen mit dem Wuchsbild einer Palme

Obwohl die hier aufgeführten Pflanzen botanisch nicht zu den Palmen gehören, werden sie jedoch von vielen Menschen zu den Palmen gezählt. Der Grund hierfür ist der palmähnliche Wuchs dieser sehr hübschen Pflanzen.

Dracaena / Drachenbaum
Yucca / Palmlilie
Bananenstaude
Palmenfarn / Rhapis
Sagopalmfarn