Bergpalme pflegen

Bergpalme Chamaedorea seifrizii

Bergpalme

Chamaedorea seifrizii
Foto: KENPEI
Lizenz: GFDL 

Deutscher Name: Mexikanische Bergpalme, Zierliche Bergpalme
Wissenschaftl. Name: Chamaedorea elegans
Wuchshöhe: 1 bis 2 m in Zimmerkultur
Verwendung: Unempfindliche Zimmerpalme
Schwierigkeit:
pflegeleicht

Steckbrief / Beschreibung

Die für die Kultur in Wohnungen wichtigen Arten dieser großen Gattung von Palmen haben aufrechte, stark verholzte Stämme und leicht gebogene Fiederblätter. Kleine gelbe Blüten bilden sich rispenartig an aufrecht stehenden Stielen in den Blattachseln von dreijährigen oder älteren Palmen dieser Gattung. Nach der Blüte können sich beerenartige Früchte an der Bergpalme entwickeln. In Wohnungskultur werden die Bergpalmen selten hoher als 100 bis 130 cm, sofern man sie nicht in großen Kübeln gepflegt. Die Pflege dieser Palmen ist verhältnismäßig leicht.

Obwohl die Bergpalme auch gut trockene Luft verträgt, gedeiht die Palme bei höherer Luftfeuchtigkeit wesentlich besser. Ist die Luft auf Dauer zu trocken, so färben sich die Blattspitzen braun. Besser stellt man die Bergpalme während der Hauptwachstumszeit in wassergefüllte Untersetzter auf Kieselsteine.

Bergpalme (Chamaedorea elegans) ist eine der beliebtesten Bergpalmen. Die Chamaedorea stammt aus den Gebirgen Mexikos. Junge Bergpalmen dieser Art haben einen kurzen, grün gefärbten Stamm und mittelgrüne, leicht gebogene, 50 bis 60 cm lange Blätter. Die einzelnen Fiederblätter erreichen eine Länge von 15 cm und werden 2 bis 3 cm breit. Chamaedorea elegans "Bella" ist wahrscheinlich am häufigsten als Zimmerpalme anzutreffen.

Chamaedorea graminifolia stammt ursprünglich aus Guatemala. Diese Bergpalme besitzt sehr zierliche, etwa 60 bis 90 cm lange Blätter, die Fiederblätter können bis zu 30 cm lang werden. Die Blätter der Palme entwickeln sich aus dünnen, rohrartigen Stämmen, die in dichten Büscheln wachsen. Die Blätter sind dunkel-blaugrün. Die Palme erreicht in Wohnungskultur eine maximale Höhe von etwa 130 cm.

Standort / Licht

Die Bergpalmen bevorzugt einen hellen, leicht sonnigen Standort. Wenn die Palme im Winter zu dunkel steht, vergeilen die Triebe und verblassen die Blätter.

Pflanzen bleiben nur gesund und vital, wenn ihre Lichtbedürfnisse erfüllt werden. Kenntnisse über die Lichtstärke, angegeben in Lux, geben Auskunft ob der Standort hell genug ist. Pflanzen mit geringem Lichtbedarf benötigen immer noch mindestens 500 bis 600 Lux. Zimmerpflanzen für sehr helle Standorte brauchen 1600 Lux und mehr.

Himmelsrichtung, Jahreszeit, Verglasung und vor der Wohnung stehende Bäume und Büsche reduzieren die Lichtstärke schnell um 30 bis 70%. Bereits 2 bis 3 Meter hinter einem hellen Fenster kann es bereits zu dunkel für die meisten Topfpflanzen sein. Auch zu viel Licht ist für zahlreiche Zimmerpflanzen schlecht, es muss abgeschattet werden oder man ändert den Standort.

Lichtmangel Symptome

  • Lange, helle zum Licht wachsende Triebe, weiter Blattabstand und bleiches, aufgehelltes Laub
  • Schlaffer, nicht stabiler Wuchs
  • Dünne, blassgrüne, durchscheinende Blätter
  • deutlich zu kleine Blätter, weiche Triebe
Standort finden

Sicherheit über die Lichtstärke erhält man nur mit einem Luxmeter. Dieses wichtige Hilfsmittel finden Sie hier:

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Lesetipp: So findet man den richtigen Standort
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Gießen / Wässern

Man gießt die Bergpalme reichlich und so oft, dass der Erdballen während der Hauptwachstumszeit gut feucht ist. Im Untersetzer des Pflanzgefäßes kann sogar etwas Wasser stehenbleiben.

Wann, wie viel und wie oft gegossen wird kann nicht generell beantwortet werden. Das sorgt, besonders bei unerfahrenen Pflanzenfreunden für Unsicherheit. Man sollte es sich aber auch nicht zu schwer machen.

Grundsatz beim Gießen

Wenn man sich nicht sicher ist, sollte man lieber etwas weniger als zu viel Gießen. Die wenigsten Zimmerpflanzen gehen an Trockenheit ein, meistens werden sie zu Tode gewässert.

Weshalb wird zu viel gewässert ?

Wenn eine Pflanze schlapp aussieht, greifen viele Hobbygärtner zuerst zur Gießkanne. Dies ist der mit Abstand häufigste Pflegefehler. Bei schlaffen Pflanzen sollte man nicht wässern ohne die Erde zu prüfen, denn sehr oft ist nicht der Wassermangel an einer siechenden Pflanzen schuld.

Zum Prüfen des Feuchtigkeitsgehalts fühlt man zuerst mit einem Finger oder dem Handrücken ob sich das Substrat feucht anfühlt. Besteht weiterhin Unsicherheit, so zerreibt man einige Erdkrümel zwischen den Fingern. Feuchte oder trockene Erde kann man so gut unterscheiden. Vor und nach dem Gießen sollten Sie das Pflanzgefäß kurz anheben, so bekommen sie ein Gefühl für das Gewicht und recht schnell auch für den Feuchtigkeitsgehalt des Topfballens.

Große Pflanzgefäße erfordern einen Feuchtigkeitsmesser. Damit kann man in der Topfmitte schnell und zuverlässig die Feuchtigkeit ermitteln. Das Messgerät ist preiswert zu erstehen und er gehört zu jeder Grundausrüstung eines Pflanzenliebhabers.

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Weshalb sterben Pflanzen bei zu viel Wasser?

Eine schlapp aussehende Pflanze kann oft kein Wasser aufnehmen, weil sie bereits über einen längeren Zeitraum hin zu stark vernässt war. Dadurch ist zu wenig Sauerstoff in der Erde und die Wurzeln werden faulig. Die zerstörten Wurzeln können kein Wasser mehr aufnehmen und die Pflanze wird schlapp. Ein Zeichen von Wassermangel, aber nicht durch zu wenig Gießen sondern wegen der verfaulten Wurzeln. Jetzt hilft nur noch schnelles Austopfen der Pflanze, alle Wurzeln von der vernässten Erde säubern, abgestorbene und verfaulte, schwarze Wurzeln abzupfen und abschneiden. Dann wird die Pflanze in frische Erde eingetopft und bis zur Bildung neuer Wurzeln, etwa 1 bis 2 Monate sparsam gegossen. Mit etwas Glück erholt sich die Pflanze.

So verhindert man das Wurzelsterben

Gießen Sie nie vorbeugend oder auf Verdacht. Erst die Erde auf Feuchtigkeit kontrollieren, dann Gießen. Alles nach dem Wässern im Untersetzer oder Übertopf stehenbleibende Wasser muss spätestens nach 5 Minuten abgegossen werden. Falls man dies verpasst, können empfindlichere Pflanzen bereits nach 10 Minuten nicht wieder gut zu machende Wurzelschäden erleiden.

Was tun bei Ballentrockenheit ?

Wenn der Ballen mal völlig abgetrocknet ist, reicht einfaches Gießen, besonders bei kleineren Pflanzgefäßen, nicht aus. Der gesamte Topf muss solange vollständig bis zu Erdoberfläche in Wasser getaucht werden, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen.

Lesetipp: Pflanzen reichlich, mäßig, sparsam gießen & der richtige Zeitpunkt zum Wässern
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Überwintern / Ruheperiode

Während der winterlichen Ruheperiode gießt man die Bergpalme nur mäßig, so dass die Erde gerade feucht ist. Die Erde in den oberen Bereichen sollte zwischen den einzelnen Wassergaben leicht antrocknen. Die idealen Ruhetemperaturen für die Bergpalmen liegen bei 12 bis 14 °C .

Aufenthalt im Sommer

Bergpalmen können während des Sommers im Freien gepflegt werden. Die Palme sollte einen halbschattigen Platz bekommen. Direkte Sonneneinstrahlung verträgt die Palme nur während der frühen Morgen- oder Abendstunden. Mittagssonne verbrennt die Palmwedel.

Temperatur

Bergpalme vertragen recht große Temperaturbereiche. Am besten wachsen die Palmen jedoch bei Temperaturen zwischen 18 und 24 °C.

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Vermehren der Pflanze

Die Vermehrung der Bergpalme in Wohnungskultur ist schwierig. Die Keimung von Samen kann mehrere Monte dauern. Besser besorgt man sich junge Palmen im Fachhandel.

Lesetipp: So vermehrt man Zimmerpflanzen erfolgreich
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Erde / Substrat

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Die Bergpalme wird in einem Gemisch auf Kompostbasis mit Torf oder Lauberde gepflegt.

Umtopfen

Eine Bergpalme muss nur nach vollständiger Durchwurzelung des Pflanzgefäßes umgetopft werden. Man pflanzt die Bergpalme dann in etwas größere Töpfe und sorgt für eine gleichmäßige Verteilung der Erde rund um die brüchigen Wurzeln. Dann muss die Erde kräftig angedrückt werden, ohne dabei die Wurzeln der Palme zu beschädigen.

Lesetipp: Umtopfen der Zimmerpflanzen - Theorie & Praxis
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Düngen / Nährstoffbedarf

Vom Frühling bis zum Herbst gibt man einer Bergpalme einmal in 4 Wochen einen  Flüssigdünger in mäßiger Konzentration.

Lesetipp: Richtiges Düngen der Zimmerpflanzen
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Schädlinge, Pflegefehler & Hinweise

Falls die Blätter der Bergpalme gelb werden und an ihrer Unterseite seidige Gespinste auftreten, kann die Rote Spinne die Ursache für dieses Krankheitsbild sein. Im Handel gibt es entsprechende Mittel um einen solchen Schädlingsbefall erfolgreich zu bekämpfen. Bei ausreichend hoher Luftfeuchtigkeit ist ein solcher Schädlingsbefall fast ausgeschlossen.

Obwohl die Bergpalmen ganz gut auch trockene Luft vertragen, färben sich die Spitzen ihrer Wedel manchmal braun. Zur Erhöhung der Luftfeuchtigkeit stellt man die Töpfe in wassergefüllte Schalen auf Kieselsteine und besprüht die Palme ab und an mit kalkfreiem Wasser.

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Bilder der Bergpalme

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Bergpalme Chamaedorea elegans (syn. Collinia elegans)

Bergpalme

Chamaedorea elegans
(syn. Collinia elegans)
Foto: Fanghong
Lizenz: GFDL

Bergpalme Chamaedorea elegans

Bergpalme

Chamaedorea elegans
Foto: Tequila
Lizenz: GFDL