Tradescantia spathacea

Tradescantia spathacea, auch unter dem alten Namen Rhoeo bekannt, gehört zur Familie der Commelinagewächse (Commelinaceae). Weitere Trivialnamen, Synonyme und im Handel gebräuchliche Bezeichnungen sind: Purpurblättrige Dreimasterblume, Bootspflanze, Rhoeo, Moses im Körbchen, Rhoeo spathacea und Rhoeo disccolor.

Tradescantia spathacea

Tradescantia spathacea
Daderot, CC0

Das natürliche Verbreitungsgebiet dieser Pflanzenart umfasst die Karibischen Inseln und erstreckt sich in Zentralamerika vom südlichen Mexiko über Belize bis Guatemala. Die ehemalige Gattung Rhoeo bestand nur aus einer einzigen bekannten Art der Rhoeo spathacea auch unter der Bezeichnung Rhoeo disccolor bekannt.

Tradescantia spathacea bilden eine lockere Rosette aufrecht wachsender, 20 bis 35 cm langer und etwa 8 cm breiter Blätter, die auf der Oberseite dunkelgrün und auf der Unterseite dunkelrot gefärbt sind. Bei älteren Pflanzen bildet sich ein kurzer, fleischiger Stamm aus.

Tradescantia spathecea

T. spathacea 'variegata'
von Cliff  CC BY 2.0

Die kleinen, weißen Blüten der Tradescantia spathacea sind von auffallend gefärbten Hochblättern, den Blütenscheiden umgeben. Diese wachsen aus den Achseln der unteren Blätter. Die Blüten sind sehr kurzlebig, aber reich. Die farbigen Hochblätter jedoch sehen monatelang dekorativ aus. Tradescantia spathacea, sieht einem Drachenbaum recht ähnlich und kann so auch mal verwechselt werden.

Tradescantia spathacea 'variegata'

Tradescantia spathacea 'variegata' ist eine sehr attraktive, buntblättrige Sorte mit hellgelben Längsstreifen auf den Blättern. Wenn die Pflanze an einem ausreichend hellen Standort gepflegt wird, können die gelben Streifen einen rosaroten Schimmer bilden.

Die Tradescantia Pflege ist einfach, die Pflanze verzeiht auch den einen oder anderen Pflegefehler. Tradescantia sind auch für Anfänger eine gute Wahl, denn die Pflanzen gelten als tolerant gegenüber kleineren Pflegefehlern.

Name: Tradescantia spathacea
Deutscher Name: Dreimasterblume, Purpurblättrige Dreimasterblume
Synonym: Rhoeo
Familie: Commelinagewächse (Commelinaceae)
Gattung:
Dreimasterblumen (Tradescantia)
Wuchshöhe: 30 bis 40 cm
Verwendung: Ampelpflanze, Blattschmuckpflanze
Schwierigkeit: pflegeleicht

Standort / Licht

Die rein grünblättrigen Formen der Tradescantia spathacea pflegt man an einem hellen, jedoch nicht sonnigen Standort. Sie vertragen weniger Licht als die buntblättrigen Sorten. Solche Standorte liegen meist im benachbarten Bereich direkt besonnter Stellen. Es ist der hellste Standort in einem besonnten Raum außerhalb des direkten Strahlenbereichs. Die Lichtintensität ist wesentlich schwächer als bei direkter Sonnenbestrahlung.

Panaschierte Formen wie Tradescantia spathacea 'variegata' bekommen einen hellen, jedoch nicht vollsonnigen Standort. Die milde Wintersonne wird von ihnen gut vertragen. In der kräftigen Sommersonne kann es schnell zu Verbrennungen kommen. Bei einer Pflege mit schlechten Lichtverhältnissen vergeilen die Triebe und die Blätter verlieren die dekorative Blattfärbung.

Ein heller, nicht vollsonniger Standort hat direktes Sonnenlicht, das durch einen durchscheinenden Vorhang oder eine Markise (Jalousie) oder einen Laubbaum vor dem Fenster abgeschwächt wird. Meist dämpft bereits ein dünner Vorhang die Sonnenstrahlen stark genug, dass eine zarte Pflanze nicht mehr versengt wird. Das starke Sonnenlicht südlicher Breitengrade muss oft stärker schattiert werden.

Eine Tradescantia spathacea benötigt ganzjährig eine Beleuchtungsstärke von etwa 800 bis 1000 Lux.

Pflanzen bleiben nur gesund und vital, wenn ihre Lichtbedürfnisse erfüllt werden. Kenntnisse über die Lichtstärke, angegeben in Lux, geben Auskunft ob der Standort hell genug ist. Pflanzen mit geringem Lichtbedarf benötigen immer noch mindestens 500 bis 600 Lux. Zimmerpflanzen für sehr helle Standorte brauchen 1600 Lux und mehr.

Himmelsrichtung, Jahreszeit, Verglasung und vor der Wohnung stehende Bäume und Büsche reduzieren die Lichtstärke schnell um 30 bis 70%. Bereits 2 bis 3 Meter hinter einem hellen Fenster kann es bereits zu dunkel für die meisten Topfpflanzen sein. Auch zu viel Licht ist für zahlreiche Zimmerpflanzen schlecht, es muss abgeschattet werden oder man ändert den Standort.

Lichtmangel Symptome

  • Lange, helle zum Licht wachsende Triebe, weiter Blattabstand und bleiches, aufgehelltes Laub
  • Schlaffer, nicht stabiler Wuchs
  • Dünne, blassgrüne, durchscheinende Blätter
  • deutlich zu kleine Blätter, weiche Triebe
Standort finden

Sicherheit über die Lichtstärke erhält man nur mit einem Luxmeter. Dieses wichtige Hilfsmittel finden Sie hier:

Luxmeter - Jetzt auf Amazon ansehen* »

Lesetipp: So findet man den richtigen Standort
Einkaufstipp: Pflanzlampen u. Beleuchtungssysteme für dunkle Standorte, denn lichtarme Ecken in der Wohnung kann man mit einer modernen Beleuchtung und attraktiven Zimmerpflanzen zu einem Blickfang aufwerten.

Gießen / Wässern

Tradescantia spathacea werden mäßig gegossen. Das Substrat darf nicht zu stark vernässen, Staunässe aber auch Ballentrockenheit wird von den Pflanzen nicht vertragen. Das Substrat sollte gleichmäßig feucht gehalten werden.

Als Gießwasser nimmt man weiches, abgestandenes und zimmerwarmes Wasser. Idealerweise verwendet man sauberes, bei Bedarf gefiltertes Regenwasser.

Pflanzen mäßig gießen

Mäßiges Gießen

  1. Vor dem Gießen lässt man die oberste Schicht des Substrats, bis in eine Tiefe von ca. 2 cm, antrocknen. Die Fingerprobe funktioniert gut. Wenn sich die oberste Schicht des Substrats gut trocken anfühlt, wird gegossen. Im Inneren des Topfballens bleibt so eine leichte, gleichmäßige Feuchtigkeit bestehen. Das Substrat darf nicht durchtrocknen.
  2. Beim Gießen gibt man soviel Wasser, dass der Ballen gleichmäßig feucht aber nicht mit Wasser gesättigt ist.
  3. Sobald die ersten Tropfen Wasser aus dem Abzugsloch laufen gießt man nicht mehr weiter. Überschüssiges Wasser wird nach ca. 20 Minuten abgeschüttet.

Wer die Pflanze von unten bewässern möchte, gibt ein wenig Wasser in den Untersetzer und wartet bis alles aufgesogen wurde. Dies widerholt man je nach Topfgröße mehrmals. Es sollte kein Wasser in dem Untertopf stehenbleiben.

Bei großen Pflanzgefäßen oder Pflanzkübeln benötigt man ein jedoch ein Feuchtigkeitsmessgerät, ansonsten kommt es schnell zu Fehleinschätzungen, die zur Ballentrockenheit oder zur Vernässung des Substrats führen können.

Hilfreiche Ausrüstung: Feuchtigkeitsmesser, hier bei Amazon erhältlich

Wann, wie viel und wie oft gegossen wird kann nicht generell beantwortet werden. Das sorgt, besonders bei unerfahrenen Pflanzenfreunden für Unsicherheit. Man sollte es sich aber auch nicht zu schwer machen.

Grundsatz beim Gießen

Wenn man sich nicht sicher ist, sollte man lieber etwas weniger als zu viel Gießen. Die wenigsten Zimmerpflanzen gehen an Trockenheit ein, meistens werden sie zu Tode gewässert.

Weshalb wird zu viel gewässert ?

Wenn eine Pflanze schlapp aussieht, greifen viele Hobbygärtner zuerst zur Gießkanne. Dies ist der mit Abstand häufigste Pflegefehler. Bei schlaffen Pflanzen sollte man nicht wässern ohne die Erde zu prüfen, denn sehr oft ist nicht der Wassermangel an einer siechenden Pflanzen schuld.

Zum Prüfen des Feuchtigkeitsgehalts fühlt man zuerst mit einem Finger oder dem Handrücken ob sich das Substrat feucht anfühlt. Besteht weiterhin Unsicherheit, so zerreibt man einige Erdkrümel zwischen den Fingern. Feuchte oder trockene Erde kann man so gut unterscheiden. Vor und nach dem Gießen sollten Sie das Pflanzgefäß kurz anheben, so bekommen sie ein Gefühl für das Gewicht und recht schnell auch für den Feuchtigkeitsgehalt des Topfballens.

Große Pflanzgefäße erfordern einen Feuchtigkeitsmesser. Damit kann man in der Topfmitte schnell und zuverlässig die Feuchtigkeit ermitteln. Das Messgerät ist preiswert zu erstehen und er gehört zu jeder Grundausrüstung eines Pflanzenliebhabers.

Messgeräte und Bodentester

Für große Pflanzgefäße und Kübel unverzichtbar, der

Bodentester & Feuchtigkeitsmesser für Topfpflanzen, hier über Amazon erhältlich

Weshalb sterben Pflanzen bei zu viel Wasser?

Eine schlapp aussehende Pflanze kann oft kein Wasser aufnehmen, weil sie bereits über einen längeren Zeitraum hin zu stark vernässt war. Dadurch ist zu wenig Sauerstoff in der Erde und die Wurzeln werden faulig. Die zerstörten Wurzeln können kein Wasser mehr aufnehmen und die Pflanze wird schlapp. Ein Zeichen von Wassermangel, aber nicht durch zu wenig Gießen sondern wegen der verfaulten Wurzeln. Jetzt hilft nur noch schnelles Austopfen der Pflanze, alle Wurzeln von der vernässten Erde säubern, abgestorbene und verfaulte, schwarze Wurzeln abzupfen und abschneiden. Dann wird die Pflanze in frische Erde eingetopft und bis zur Bildung neuer Wurzeln, etwa 1 bis 2 Monate sparsam gegossen. Mit etwas Glück erholt sich die Pflanze.

So verhindert man das Wurzelsterben

Gießen Sie nie vorbeugend oder auf Verdacht. Erst die Erde auf Feuchtigkeit kontrollieren, dann Gießen. Alles nach dem Wässern im Untersetzer oder Übertopf stehenbleibende Wasser muss spätestens nach 5 Minuten abgegossen werden. Falls man dies verpasst, können empfindlichere Pflanzen bereits nach 10 Minuten nicht wieder gut zu machende Wurzelschäden erleiden.

Was tun bei Ballentrockenheit ?

Wenn der Ballen mal völlig abgetrocknet ist, reicht einfaches Gießen, besonders bei kleineren Pflanzgefäßen, nicht aus. Der gesamte Topf muss solange vollständig bis zu Erdoberfläche in Wasser getaucht werden, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen.

Lesetipp: Pflanzen reichlich, mäßig, sparsam gießen & der richtige Zeitpunkt zum Wässern
Einkaufstipp: Automatische (Urlaubs) - Bewässerung für Pflanzen & Feuchtigkeitsmesser

Luftfeuchtigkeit

Eine hohe Luftfeuchtigkeit, 50 bis 65%, ist für alle Tradescantia vorteilhaft. Bei einer ausreichend hohen Luftfeuchtigkeit gedeihen die Pflanzen gesund und entwickeln sich prächtig, sofern auch die anderen Pflegebedürfnisse ausreichend erfüllt werden.

Bekommt eine Tradescantia spathacea braune, vertrocknete Blattspitzen, so liegt dies meist an zu trockener Luft. Problematisch ist es, wenn die Pflanze während der Heizperiode in der Nähe eines Heizkörpers steht.

Bei Bedarf sollte man die Luftfeuchte erhöhen, hierfür eignen sich in der Nähe der Pflanze aufgestellte Luftbefeuchter (hier über Amazon erhältlich) oder Verdunster für Heizkörper (hier über Amazon).

Zusätzlich ist es hilfreich, die Pflanze hin und wieder mit weichem, zimmerwarmem Wasser einzusprühen. Damit die Sprühdüse nicht verstopft verwendet man gefiltertes Regenwasser. Leitungswasser eignet sich nicht so gut, denn es hinterlässt im Laufe der Zeit oft Flecken auf den Blättern. Am besten funktioniert das Einsprühen mit einem kleinen Drucksprüher mit Schlauch und Lanze (hier über Amazon erhältlich).

Damit können die Blätter der Pflanze unproblematisch von allen Seiten, auch von unten besprüht werden, ohne den Topf drehen zu müssen. Dies ist bei empfindlichen Zimmerpflanzen wichtig, denn manche reagieren mit Knospen- oder Blattfall auf eine Änderung des Lichteinfalls. Einfache Handsprüher wie sie z.B bei Haushaltsreinigern verwendet werden, sind unpraktisch in der Verwendung und gehen meist schnell kaputt.

Tradescantia spathacea überwintern / Ruheperiode

Die Tradescantia legt keine Ruheperiode ein und wächst das ganze Jahr über. Aufgrund des geringeren Lichtangebotes während der Wintermonate und den kürzeren Tagen, verlangsamt sich das Wachstum der Pflanzen jedoch deutlich.

Zubehör auf Amazon:
Luxmeter - Lichtmessung an Zimmerpflanzen* »
Energiesparende Beleuchtung für Pflanzen* »

Lesetipp: Ruhe- und Vegetationsperiode der Pflanzen

Aufenthalt im Sommer

Tradescantia spathacea 'variegata' kann während der warmen Jahreszeit an einem geschützten, hellen bis halbschattigen Standort im Freien gepflegt werden, sofern die Nachttemperaturen nicht unter 15 °Celsius fallen. Etwas Morgen- oder Nachmittagssonne ist für ein gesundes Wachstum dieser Pflanze von Vorteil. Die Tradescantia sollte nicht direkt von der prallen Mittagssonne beschienen werden.

Temperatur

Der ideale Temperaturbereich zur Pflege einer Tradescantia spathacea liegt ganzjährig zwischen 15 und 20 °C. Tradescantia wächst generell am besten, wenn die Luftfeuchtigkeit etwas erhöht ist und die Temperaturen nicht zu niedrig sind.

Zubehör auf Amazon:
Hygrometer, Thermometer, Feuchtigkeitsmesser & Wetterstationen* »

Lesetipp: Informatives über Temperatur, Zugluft, Heizkörper und Kälteschock

Tradescantia spathacea vermehren

An der Basis der Tradescantia bilden sich nach der Blüte einige Seitentriebe. Diese nimmt man zur Vermehrung der Pflanze. Sobald die Triebe eine Höhe von etwa 10 cm erreicht haben, kann man sie von der Mutterpflanze abtrennen. Die Seitentriebe werden in ein Gemisch aus gleichen Teilen Torf und Sand oder Perlite gesetzt. Nach dem Eintopfen sollten die jungen Pflanzen einem geschützten, gleichmäßig temperierten Platz aufgestellt werden. Innerhalb der nächsten 2 bis 3 Wochen sollten die Stecklinge angewurzelt sein. Die jungen Tradescantia werden nun gemeinsam in das für ausgewachsene Pflanzen empfohlene Erdgemisch umgetopft und wie ausgewachsene Exemplare gepflegt.

Lesetipp: So vermehrt man Zimmerpflanzen erfolgreich
Einkaufstipp: Aufzucht-, Anzucht u. Gewächshäuser zur Vermehrung

Erde / Substrat

Ideal für die Pflege der Tradescantia spathacea ist ein Boden ph-Wert von 5,8 bis 6,5.

Blumenerde kaufen: Tradescantia gedeihen auch in handelsüblicher Blumenerde auf Kompostbasis. Der pH-Wert ist auf der Verpackung angegeben und sollte innerhalb der tolerierten Werte liegen. Bei falschem pH-Wert des Substrats wird sich die Tradescantia spathacea nicht gesund entwickeln können. Die einfachen Blumenerden aus dem Baumarkt, Gartencenter oder der Gärtnerei sind jedoch nur bedingt empfehlenswert, da einige Anforderungen an Pufferkraft, Wasser- und Nährstoffregulierung, etc. nicht gewährleistet sind.

Substrat selber mischen: Tradescantia spathacea pflanzt man idealerweise in ein Substrat aus Blumenerde, lehmhaltiger Ackererde, Perlit oder Quarzsandanteilen. Der Boden sollte eine gute Drainage ermöglichen, deshalb sollte etwa ein Drittel aus grobem Sand und Kies besteht. Die Herstellung ist nicht schwierig. Als Belohnung erhält man eine dauerhaft gesunde und wüchsige, gegenüber Krankheiten und Schädlingen gut resistente Pflanze, vorausgesetzt die restlichen Pflegeanforderungen an Licht, Wasser, Temperatur und Nährstoffe werden ebenfalls erfüllt.

Ein gutes Substrat

Das richtige Substrat-Gemisch gewährleistet einen guten Halt der Pflanze und eine gute Belüftung des Wurzelbereiches. Landerde stellt den pH-Wert ein und verbessert die Aufnahme- und Speicherfähigkeit für Wasser und Nährstoffe. Ein gutes Substrat verfügt über eine gute Puffereigenschaft und darf über einen längeren Zeitraum seine vorteilhaften Eigenschaften nicht verlieren.

Durch die Fremdstoffe Quarzsand, Bims-Kies, Lavalit, Lavagranulat und andere geeignete Zuschlagstoffe verändert man nicht nur die physikalischen sondern auch die chemischen Eigenschaften des Substrats. Kleine Kiesel, Styromull, Splitt und ähnliches verbessern den Wasserabzug nach dem Gießen. Dies hilft Staunässe und damit Wurzelfäulnis vorzubeugen.

Andere wichtige Eigenschaften für eine gute Topfpflanzenerde werden von den Herstellern aus finanziellen und Transportgründen unzureichend berücksichtigt. Dies betrifft die Speicherfähigkeit für Wasser und Nährstoffe, die Luftführung innerhalb des Substrats und die Standfestigkeit um ein zusammensacken und verdichten zu verhindern.

Pufferkraft des Substrats

Auch die Pufferkraft eines Substrats ist sehr wichtig, die Pufferkraft verhindert:

  • schnelles Austrocknen der Blumenerde
  • Versalzungen an den Wurzeln
  • Schwankungen im Nährstoffvorrat
  • schnelle Veränderungen des pH-Werts

Ausführliche Informationen, Substratrezepte und Bezugsquellen finden Sie hier: Erde oder Substrat ? - Die perfekte Mischung für alle Zimmerpflanzen

Substratmischung für Tradescantia spathacea

  • 1 Teile hochwertige Blumenerde
  • 1 Teile Ackererde oder Gartenerde mit Tonanteil (Lehmboden)
  • 1 Anteile Bims-Kies, Lavalit, Quarzsand oder Lavagranulat

Alles muss gut miteinander vermischt werden. Die Gartenerde (Ackererde mit Tonanteil) kann vor der Verwendung durch Erhitzen sterilisiert werden.

Qualitäts-Blumenerde als Basis für Mischungen.
hochwertige Blumenerden, über Amazon

Weißtorf dient als Basis für Mischungen mit niedrigem pH-Wert.
ungedüngter Weißtorf, über Amazon

Torfsubstrat dient als Basis für Mischungen mit niedrigem pH-Wert.
Torf, Torferde über Amazon bestellen

Quarzsand zur Auflockerung und für einen guten Wasserabzug
Quarzsand, Körnung 1 bis 4 mm, über Amazon

Bims als Zuschlagstoff, verbessert den Luftgehalt, die Wasserspeicherfähigkeit und die Durchwurzelbarkeit, fördert die Wurzelentwicklung, Körnung 0-4 mm.
Bims 10 l, über Amazon

oder

Lavagranulat: Eifel-Lava, rein mineralisches Material. Körnung ca. 0-12 mm.
Lava 10 l, über Amazon

Vermiculite: aufgeblähtes Tonmineral zur Substratverbesserung: Lockerung, großes Anlagerungsvermögen für Nährstoffe und Wasser. Körnung 1-3mm
Vermiculite 5 l, ab ca. 5 Euro, Amazon

Vorratsdünger zum Vermischen mit dem Substrat
Langzeitdünger, über Amazon

Einkaufstipp: pH-Meter über Amazon bestellen, pH-Bodentester und Messstreifen
Lesetipp: Erde oder Substrat ? - Die perfekte Mischung für alle Zimmerpflanzen

Tradescantia spathacea umtopfen

Im zeitigen Frühjahr wird die Pflanze bei Bedarf umgetopft. Eine Tradescantia spathacea wurzelt nicht tief und kann in flache Töpfe oder Schalen gesetzt werden. Damit das Wasser gut abziehen kann, wird auf den Boden des Pflanzgefäßes eine Schicht Tonscherben gelegt.

Man topft eine Pflanze um, wenn

  • der Topf im Verhältnis zur Pflanze zu klein geworden ist
  • das Substrat zusammengesackt ist
  • der Topf vollständig durchwurzelt ist
  • wenn reichlich Wurzeln an die Oberfläche treten

Lesetipp: Umtopfen der Zimmerpflanzen - Theorie & Praxis
Einkaufstipp: Dekorative Pflanzgefäße vor dem Umtopfen bestellen

Düngen / Nährstoffbedarf

Ab Beginn der Wachstumsphase im Frühling gibt man alle zwei Wochen einen normalen Flüssigdünger. Als Alternative zum regelmäßigen Flüssigdünger arbeitet man einen Langzeitdünger in die obersten Substratschichten ein. Während des Winters düngt man seltener, zwischen November und März reichen meist ein bis zwei schwache Düngergaben aus.

Schädlinge, Pflegefehler & Hinweise

Die gemeine Spinnmilbe kann an den Tradescantia spathacea auftreten. Die Spinnweben sind besonders gut an den Blattachseln und gebuchteten Blatträndern zu erkennen. Durch Einsprühen mit Wasser werden die Gespinste besonders deutlich sichtbar.

Schildläuse erkennt man bei genauem Hinsehen leicht an den hoch gewölbten, festen Rückenschildern. Da die Schildläuse aufgrund ihrer Färbung jedoch gut getarnt sind, werden sie schnell übersehen. Man sollte seine Tradescantia deshalb regelmäßig und sorgfältig untersuchen.

Hier können Sie Schadbilder und Symptome an ihrer Pflanze bestimmen und Gegenmaßnahmen ergreifen.

Giftigkeit / Toxizität

Tradescantia spathacea gilt als unproblematische leicht giftige Zimmer- und Balkonpflanze. Bisher sind in der Literatur keine Vergiftungsfälle bei Tieren beschrieben worden. Tradescantia spathacea ist nicht als Futterpflanze geeignet, sie enthält bisher noch nicht identifizierte Reizstoffe, eventuell Calciumoxalate. Es gab Fälle von Dermatitis beim Menschen.

Tradescantia spathacea kaufen oder online bestellen

Tradescantia spathacea in guter Qualität können Sie hier bestellen und kaufen. Sie finden die schönsten Pflanzen und nützliches Zubehör zur Pflege von Zimmerpflanzen.

Finden Sie hier ihre neue Zimmerpflanze bei Amazon

Die Auswahl an Zimmerpflanzen bei eBay

Tradescantia spathacea Bilder

Klicken Sie zum Vergrößern auf die Vorschaubilder

Tradescantia spathacea

Tradescantia spathacea

Foto: Arria Belli
Lizenz: GFDL

Tradescantia spathacea

Tradescantia spathacea

Foto: Arria Belli
Lizenz: GFDL

Teile diesen Beitrag:

Facebook

Twitter

Nach Hause mailen