Trichocereus - Kulturanleitung & Pflege der Kakteen

 
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Grundlagen für alle Kakteen:
1. Licht und Temperaturbedarf
2 Substrate, Gießen & Düngen

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Zimmerpflanzenlexikon -Trichocereus

Trichocereen sind schlanke Wüstenkakteen
Die Kakteen der Gattung Trichocereus bilden eine aufrecht stehende Säule, die sich bei den meisten Arten an der Basis verzweigt. Der hellgrün gefärbte Stamm kann stattliche 2 m Höhe erreichen, Die Kakteen wachsen aber verhältnismäßig langsam. Nach fünf Jahren erreichen die Pflanzen eine Höhe von etwa 20 cm und einen Durchmesser von ca. 3 cm.

8 Randdornen und 1 bis 2 Mitteldornen
Der Stamm dieser Wüstenkakteen wächst mit 10 bis 15 breite Rippen, die durch tiefe, derbe Furchen getrennt sind. Die Areolen der Kakteen bilden sich in Abständen von etwa 1 cm an den Rippen, die Areolen sind anfangs gelblich gefärbt, im Alter werden sie grau. Jeder Areole entspringen rund acht bräunlich gelb gefärbte Randdornen und ein oder zwei Mitteldornen in gleicher Färbung Die Randdornen sind borstenartig und bis zu 14 mm lang; die Mitteldornen sind etwas kräftiger und länger.

Trichocereus blüht ab dem Alter von etwa 10 Jahren
Einige Arten des Trichocereus blüht erstmals, wenn sie eine Mindesthöhe von etwa 30 cm erreicht haben. Um diese Größe zu erreichen benötigen die langsam wachsenden Wüstenkakteen etwa 10 Jahre, bis zu diesem Zeitpunkt haben sie sich oftmals reichlich verzweigt.

Hinweise zum Trichocereus
Im Alter werden die Stämme von Trichocereus. spachianus besonders in der Nähe der Basis durch korkige Flecken verunstaltet. Dies ist zwar ein natürlicher Vorgang, sieht aber leider nicht besonders schön aus. Wer möchte kann solche Kakteen etwa 15 cm über der Erde quer zur Basis abschneiden. Am Rand der Schnittfläche bilden die so gestutzte Kaktee dann bald kleine Sprosse aus. Sobald diese Sprosse 6 bis 8 cm Länge erreicht haben, kann man sie abtrennen und wie Triebe zur Anzucht junger Pflanzen verwenden. Auch den abgeschnittenen oberen Teil des Stamms kann man in gleicher Weise wieder eintopfen, vorausgesetzt er hat nicht allzu viele korkige, hässliche Stellen. Die Mutterpflanze pflegt man in üblicher Weise weiter.

Pflege und Kulturanleitung des Trichocereus

Licht / Standort

Der Trichocereus benötigt als Wüstenkaktee das ganze Jahr direkte Sonneneinstrahlung. Ohne das direkte Sonnenlicht bilden sich die langen, schön gefärbten Dornen nicht richtig aus und die Stämme werden unnatürlich lang. Wie auch bei anderen in Wohnungen gepflegten Säulenkakteen neigen sich die Stämme zur Lichtquelle, wenn man die Kaktee während der Wachstumsperiode nicht regelmäßig im Abstand von einigen Tagen ein wenig dreht. Am günstigsten ist es jedoch, diese Wüstenkakteen im Sommer an einen vollsonnigen Platz ins Freie zu stellen. Die größere Lichtintensität tut den Kakteen gut, und sie wachsen dann nicht einseitig.

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Gießen

Die Kakteen werden während der Hauptwachstumszeit gleichmäßig gegossen. Der Topfballen sollte gründlich angefeuchtet werden, zwischen den jeweils einzelnen Wassergaben lässt man die Oberfläche der Erde jedoch gut antrocknen.

In der Zeit der Ruheperiode muss man das Gießen stark einschränken. Man achte nur darauf, dass der Topfballen nicht vollkommen vertrocknet.

Falls die Temperaturen im Winter 3 °C unterschreiten, stellt man das Gießen vollständig ein. Während einer solchen kühlen Winterkultivierung hält man den Topfballen vollständig trocken, bis die Temperaturen wieder ansteigen.

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Temperatur

Die Kakteen benötigen zum guten Wachstum Temperaturen zwischen 19 und 24 °C. Während der winterlichen Ruheperiode sorgt man für Temperaturen unter 10 °C.

Wenn man das Substrat der Wüstenkakteen während der Winterzeit trocken hält, vertragen diese Pflanzen auch frostige Temperaturen unter 0 °C.

Vermehren der Pflanze

Zur Vermehrung des Trichocereus kann man vom Frühjahr bis zum Sommer vorsichtig einen Seitentrieb von der Mutterpflanze abschneiden. Den abgetrennten Trieb lässt man zwei bis drei Tage antrocknen. Danach setzt man ihn in ein Pflanzgefäß mit frischem Substrat (siehe Erdmischung) und behandelt ihn wie einen ausgewachsenen Kaktus.

Falls das Aussehen der Mutterpflanze unter der Vermehrung leiden würde, sollten man jedoch keine Triebe abschneiden. Besser zieht man dann Sämlinge dieser Kakteen heran, diese entwickeln sich schnell und sehen sehr hübsch aus.

Erde / Substrat

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Für die Kultur des Trichocereus  verwendet man ein Substrat aus 1/3 scharfem Sand und 2/3 Erde auf Torf- oder Kompostbasis.

Umtopfen

Weil diese Wüstenkakteen kräftige Wurzeln ausbilden, braucht bereits ein etwa 10 cm hoher Kaktus einen Topf mit ebenfalls 10 cm Durchmesser. Größere Exemplare dieser Kakteen muss man in entsprechend größeren Pflanzgefäßen kultivieren. Eine ausreichende Topfgröße ist besonders wichtig, wenn sich die Kakteen an der Basis verzweigen.

Sobald die Wurzeln der Kakteen das Pflanzgefäß ausfüllen, sollte man den Kaktus in ein größeres Pflanzgefäß umtopfen. Zur Kontrolle des Wurzelwachstums sollte man den Trichocereus  im zeitigen Frühjahr aus seinem Pflanzgefäß herausnehmen. Falls ein Umtopfen der Kakteen noch nicht notwendig ist, schüttelt man das alte Substrat  vorsichtig aus den Wurzeln und setzt dann den Kaktus mit frischem Substrat wieder in das alte, gut gereinigte Pflanzgefäß zurück.

Zum Schutz der Kaktee und der Hände empfiehlt es sich die Kakteen mit einer mehrfach zusammengefaltete Zeitung aus ihrem Pflanzgefäß herauszunehmen.

Lesetipp: Umtopfen der Zimmerpflanzen - Theorie & Praxis
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Düngen / Nährstoffbedarf

Man düngt den Trichocereus alle zwei bis drei Wochen mit einem kalireichen Flüssigdünger. Wenn man eine nährstoffreichere Komposterde als Substratbasis gewählt hat, genügt eine Düngung im Abstand von 4 Wochen.

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