Vanda / Orchideen - Kulturanleitung & Pflege der Zimmerpflanzen

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Pflanzenlexikon V - Vanda

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Vanda / Orchideen

Die Vanda bildet, im Gegensatz zu den meisten anderen epiphytischen Orchideen, dem Wurzelstock entspringende, beblätterte Stengel aus. Dem Stengel entwachsen dicke, fleischige Luftwurzeln, Pseudobulben werden von der Vanda nicht ausgebildet. Die kräftig grün gefärbten, riemenförmigen Blätter dieser Orchidee wachsen gleichmäßig über den ganzen Trieb verteilt.

Die zahlreichen sich an seitenständigen Trauben entwickelnden, duftenden Blüten der Vanda bleiben einige Wochen lang erhalten.

Die Sepalen und Petalen der Vanda haben meist eine sich ähnelnde Form und Größe; die Lippe der Blüte ist dreilappig. Bei diesen Orchideen gibt es zahlreiche Kreuzungen, die oft mit Orchideen anderer Gattungen, vorgenommen worden.

Kulturanleitung für Vanda Orchideen:

Licht: Man kultiviert die Vanda an einem möglichst hellen, jedoch nicht sonnigen Standort. Im lichtarmen Winter sollte man das Tageslicht nach Möglichkeit durch eine zusätzliche künstliche Beleuchtung ergänzen.

Gießen: Die Vanda wird reichlich gegossen, das Substrat darf nicht austrocknen. Man achte aber darauf, dass die Töpfe nicht im Wasser stehen und sich Staunässe bilden kann.

Temperatur: Die Vanda benötigt ganzjährig normale Wohnungstemperaturen. Nachts müssen für eine erfolgreiche Kultivierung der Vanda die Temperaturen jedoch um etwa 8 bis 10 °C gesenkt werden. Zur Erhöhung der Luftfeuchtigkeit stellt man die Töpfe der Orchideen in wassergefüllte Schalen auf Kieselsteine und man besprüht die Vanda täglich mit kalkfreiem, zimmerwarmem Wasser

Vermehrung: Man benutzt die Vermehrung vor allem dazu,  ausgewachsene Exemplare der Vanda zu verkleinern.

Zur Vermehrung der Orchideen schneidet man den Stamm der Vanda an einer Stelle, über der sich möglichst zahlreiche Luftwurzeln befinden, durch. Den Steckling der Vanda stellt man zwei Stunden ins Wasser, damit die Luftwurzeln der Orchidee geschmeidig werden. Nach dem Einweichen pflanzt man Schnittstelle des Stamms etwa 5 cm tief in frisches Substrat; dasselbe gilt auch für die Luftwurzeln. Größere Stecklinge kann man zur Stabilisierung an einen Stab binden. Während der ersten 5 bis 6 Wochen gießt man die Vanda nur sehr sparsam, das Substrat sollte zwischen dem Wässern fast ganz austrocknen. In dieser Zeit wird die geteilte Orchidee nicht gedüngt. Ab der siebten Woche kann man die junge Vanda wie eine ausgewachsene Orchidee weiterkultivieren.

Die gestutzte Vanda im alten Topf verzweigt sich meist nach kurzer Zeit und wächst als kompaktes Exemplar weiter.

Erdmischung: Man verwendet für die Vanda einen für epiphytische Orchideen empfohlenen Pflanzstoff. Das Fasermaterial sollte nach Möglichkeit ausreichend grob sein um das Gießwasser gut abfließen zu lassen. Zusätzlich bringt man eine Lage Tonscherben. Alle Sorten der Vanda gedeihen am besten in Töpfen, in die man als Unterlage für die Luftwurzeln ein Stück eines Baumfarns oder einen kurzen Ast stecken kann. Die Orchidee wird in die Mitte des Topfs gesetzt, ohne die Basis des Stamms tief in die Erde einzufüttern.

Umtopfen: Im zeitigen Frühjahr topft man die Vanda nach Bedarf in größere Pflanzgefäße um.

Ausgewachsene Exemplare der Vanda können im Frühling zur Vermehrung der Orchideen verwendet werden.

Dünger: Während der Hauptwachstumszeit bekommt die Vanda regelmäßig einen handelsüblichen Orchideendünger in schwacher Konzentration.

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