Dickblatt
Dickblattgewächse (Crassulaceae)

die Dickblätter Pflege ist mittelschwer, die Pflanze verzeiht aber den einen oder anderen kleineren Pflegefehler. Besonders Temperaturen und Trockenheit gegenüber sind die Pflanzen dieser Gattung nicht empfindlich. Dickblatt werden ziemlich selten von Schädlingen oder Krankheiten befallen.

Zu häufiges oder zu durchdringendes Gießen mit starker Vernässung des Substrats, zu viel Dünger und lichtarme Standorte hingegen, werden von diesen sukkulenten Pflanzen nicht gut vertragen.

Crassula ovata 'Gollum'

Crassula ovata 'Gollum'
aus dem Pflanzenforum

Dickblatt (Crassula) ist die Bezeichnung für eine artenreiche Pflanzengattung aus der Familie der Dickblattgewächse (Crassulaceae). Der Gattung Crassula sind sukkulente Pflanzen in unterschiedlichen Formen und Größen angehörig.

Wissenschaftl. Name: Dickblatt L.
Gepflegte Arten: Crassula arborescens, Crassula falcata (syn. Crassula lactea), Crassula ovata, Crassula rupestris, sowie zahlreiche weitere Arten und Variationen
Familie: Dickblattgewächse (Crassulaceae)
Wuchshöhe: 50 bis 150 cm, je nach Art
Verwendung: Blattschmuckpflanze
Hilfreiche Seiten: Sukkulenten pflegen
Lexikon / Übersicht: Sukkulenten
Schwierigkeit: mittelschwer

Einige Arten bilden nur wenige Blätter, andere Sukkulenten dieser Gattung wachsen als dichte Sträucher. Bei allen Arten sind die dickfleischigen Blätter gegenständig angeordnet.

Normalerweise sind die Blüten eines Dickblatts unscheinbar, aber es gibt jedoch auch einige wenige Arten, wie z.B. Crassula falcata die prächtige Blüten ausbilden.

Arten / Sorten - Steckbrief

Crassula arborescens

Crassula arborescens

Crassula arborescens
von IvanTortuga, CC BY-SA 3.0

Crassula arborescens wächst mit einen gedrungenen, baumartigen Stamm, der eine Höhe von bis zu 1,5 m erreichen kann.

Die dickfleischigen, fast runden, graugrün gefärbten Blätter sind rötlich gerändert und erreichen einen Durchmesser von etwa 5 cm.

Die gleichmäßige Anordnung der Zweige ist typisch für die Dickblätter arborescens einige ihrer sehr nahen Verwandten.

In Wohnungskultur bilden sich selten Blüten.

Die buntblättrige Sorte Crassula arborescens "Variegata" hat im Gegensatz zu der Ursprungsform eine leicht gelbliche Blattzeichnung und wächst erheblich langsamer.


Crassula perfoliata var. falcata

Crassula perfoliata var. falcata

Crassula perfoliata var. falcata
von BotBln, CC BY-SA 3.0

Crassula perfoliata var. falcata wächst mit dickfleischigen, weißlich schimmernden, graugrünen Blättern, deren Oberfläche leicht angeraut ist.

Die Blätter dieser Sukkulente erreichen eine Länge von etwa 20 cm und sind sichelförmig gebogen. Diese Sukkulente wächst in freier Natur buschig mit zahlreichen Trieben, in Wohnungskultur bildet sie aber oft nur einen einzelnen Stamm aus.

Die sich im Sommer bildenden roten oder orangeroten Blüten wachsen in einer dichten, schirmartig verzweigten Trugdolde.


Crassula lactea

Crassula lactea

Crassula lactea
von Bluemoose, CC BY-SA 3.0

Crassula lactea gehört zu den am einfachsten zu kultivierenden Dickblatt Arten. Der bis zu 70 cm hohe Strauch hat ausladende, sich nach unten neigende Zweige. Die ovalen, dunkelgrün gefärbten und weiß gepunkteten Blätter erreichen eine Länge von etwa 5 cm. Im Winter bilden sich aus relativ großen Einzelblüten Trugdolden.


Crassula muscosa

Crassula-muscosa

Crassula muscosa
von B. Baltimore, CC BY-SA 4.0

Crassula muscosa, auch unter den Synonymen Crassula lycopodioides und Crassula pseudolycopodioides bekannt, wächst als kleine, sich stark verzweigende Pflanze.

Den schlanken, aufrecht stehenden Trieben entwachsen die fleischigen, winzig kleinen, spitz geformten und dachziegelartig angeordneten Blätter.

Die gelb gefärbten, unscheinbaren Blüten wachsen vereinzelt oder in Paaren. Diese Sukkulente erreicht in Wohnungskultur nur eine Höhe von etwa 25 cm.

Crassula ovata

Crassula ovata

Crassula ovata
Dguendel, CC BY 4.0

Crassula ovata, auch Crassula argentea genannt, ist eine der bekanntesten Arten. Diese Sukkulente ist unter den deutschen Trivialnamen Pfennigbaum, Elefantenbaum, Speckeiche, Jadestrauch oder Judasbaum bekannt.

Crassula ovata erreicht eine Größe von etwa 1,3 m und wächst strauchartig mit oval-runden, glänzenden, an den Rändern rot gefärbten Blättern. Im Winter bilden sich bei den älteren Exemplaren kleine sternförmige, weiß oder rosarot gefärbte Blüten an spitzkegligen Rispen.

Die buntblättrige Sorte, Crassula ovata "variegata" bildet gelbgestreifte Blätter auf graugrünem Grund.

Crassula ovata "Tricolor" hat zusätzlich noch eine rosarote Färbung.

Crassula ovata 'Gollum'bildet längliche, röhrenförmige Blätter.

Crassula obliqua, ist ein Synonym und wurde als Bezeichnung für Crassula ovata benutzt.


Crassula rupestris

Crassula rupestris

Crassula rupestris
von Olei, CC BY-SA 3.0

Crassula rupestris, auch Felsen-Dickblatt oder Durchstoßenes Dickblatt genannt, ist eine kleinwüchsige sukkulente Pflanze mit langen, auf der Erde liegenden Trieben und etwa 2 cm großen, fleischigen, blau grau gefärbten und eiförmig geformten Blättern.

Im Sommer bilden sich an breiten Trugdolden kleine gelb gefärbte Blüten.

Standort / Licht

Die als Zimmerpflanzen gepflegten Dickblatt Arten benötigen, wie die meisten Sukkulenten, ganzjährig einen hellen Standort mit viel direktem Sonnenlicht. An einem zu dunklem Standort wachsen die Sukkulenten sparrig und die Blätter verlieren ihre kräftige Färbung. Sehr gut eignet sich ein sonniger und warmer Standort an einem Südfenster.

Die minimale Beleuchtungsstärke für den Standort einer Crassula beträgt ca. 1800 Lux.

Info: Wie misst man die Beleuchtung am Standort ?
Standort finden

Licht ist für Pflanzen wie Nahrung. Pflanzen bleiben nur gesund und vital, wenn ihre Lichtbedürfnisse erfüllt werden. Kenntnisse über die Lichtstärke in Lux zeigen, ob der Standort hell genug ist. Schattenliebende Pflanzen brauchen mindestens 500 bis 600 Lux, während sonnenliebende Geranien oder Sukkulenten 2000 Lux und mehr benötigen.

Himmelsrichtung, Jahreszeit, Art der Verglasung und umgebende Bäume und Büsche beeinflussen die Lichtmenge schnell um 30 bis 70 %.

Ein Nordfenster lässt deutlich weniger Licht herein als ein Südfenster.

Auch der Abstand zu einem Fenster ist wichtig. Bereits 2 bis 3 Meter hinter einem hellen Fenster kann es zu dunkel sein.

Zu viel Licht ist auch schädlich und erfordert eine Abschattung oder einen Standortwechsel.

Lichtmangel Symptome

  • Lange, helle zum Licht wachsende Triebe, weiter Blattabstand und bleiches, aufgehelltes Laub
  • Schlaffer, nicht stabiler Wuchs
  • Dünne, blassgrüne, durchscheinende Blätter
  • deutlich zu kleine Blätter, weiche Triebe

Luxmessung: Mit einem Luxmeter können Sie die Lichtstärke an verschiedenen Standorten messen. Dieses wichtige Hilfsmittel finden Sie hier:

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Lesetipp: So findet man den richtigen Standort
Einkaufstipp: Pflanzlampen u. Beleuchtungssysteme für dunkle Standorte, denn lichtarme Ecken in der Wohnung kann man mit einer modernen Beleuchtung und attraktiven Zimmerpflanzen zu einem Blickfang aufwerten.

Dickblatt Gießen / Wässern

In der Hauptwachstumszeit wird ein Dickblatt mäßig gegossen, die Pflanze benötigt regelmäßige, aber sparsame Wassergaben. Der Wurzelballen sollte im Inneren immer leicht feucht gehalten werden. Die Oberfläche des Substrats sollte vor der jeweils nächsten Wassergabe abtrocknen. Insgesamt sollte man ein Dickblatt besser einmal zu wenig als zu oft gießen.

Dickblätter werden während der Ruheperiode zwischen Oktober und Februar nur sparsam gegossen. Man gibt den Pflanzen gerade so viel Wasser, dass die Erde nicht vollständig austrocknet und keine Ballentrockenheit entsteht.

Dickblätter vertragen keine Staunässe. Überschüssiges Wasser muss frei ablaufen können oder spätestens 5 bis 15 Minuten nach dem Gießen aus dem Übertopf abgeschüttet werden, denn Staunässe führt bei diesen Sukkulenten schnell zur Wurzelfäule.

Regenwasser ist für die Dickblätter günstiger, die Pflanzen nehmen aber auch mit gewöhnlichem, nicht zu kalkhaltigem Leitungswasser vorlieb.

+ Weitere Info über den Wasserbedarf anzeigen

Die richtige Bewässerung ist für das Gedeihen von Zimmerpflanzen essentiell. Doch wann, wie viel und wie oft gießt man richtig? Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten, da der Wasserbedarf von Pflanze zu Pflanze stark variiert. Gerade Anfänger tun sich oft schwer damit, die Bedürfnisse ihrer grünen Freunde zu erkennen.

Grundsatz beim Gießen

Weniger ist mehr! Dies ist die goldene Regel beim Gießen von Zimmerpflanzen. Die meisten Pflanzen vertragen Trockenheit besser als Staunässe, die zu Wurzelfäule und Schimmelbildung führen kann. Ist man sich also unsicher, lieber etwas weniger gießen als zu viel.

Anzeichen für Überwässerung:

  • Schlaffe Blätter: Oftmals wird bei schlappen Blättern reflexartig zur Gießkanne gegriffen. Doch bevor Sie gießen, sollten Sie die Erde kontrollieren. Handelt es sich nicht um Wassermangel, kann Überwässerung die Ursache sein.
  • Gelbe Blätter: Vergilbte Blätter können ebenfalls ein Hinweis auf zu viel Wasser sein.
  • Faulige Wurzeln: Im schlimmsten Fall führt Staunässe zu faulen Wurzeln, die die Pflanze nicht mehr versorgen können.

Richtig gießen:

  • Fühlen Sie die Erde: Zum Prüfen des Feuchtigkeitsgehalts fühlt man zuerst mit einem Finger ca. zwei Zentimeter tief ob sich das Substrat feucht anfühlt. Besteht weiterhin Unsicherheit, so zerreibt man einige Erdkrümel zwischen den Fingern. Feuchte oder trockene Erde kann man so gut unterscheiden. Fühlt sie sich feucht an, warten Sie mit dem Gießen, bis die Erde etwas angetrocknet ist. Vor und nach dem Gießen sollten Sie das Pflanzgefäß kurz anheben, so bekommen sie ein Gefühl für das Gewicht und recht schnell auch für den Feuchtigkeitsgehalt des Topfballens.
  • Gießen Sie gründlich: Wenn gegossen wird, sollte das Wasser bis aus den Drainagelöchern fließen. So wird sichergestellt, dass der gesamte Wurzelballen durchfeuchtet wird.
  • Vermeiden Sie Gießwasser im Untersetzer: Gießwasser im Untersetzer kann zur Wurzelfäule führen. Gießen Sie daher lieber direkt in den Topf und kippen Sie überschüssiges Wasser nach einigen Minuten weg.
  • Die richtige Wassermenge: Die Menge des benötigten Wassers hängt von Pflanzenart, Topfgröße und Jahreszeit ab. Als Faustregel gilt: Je größer der Topf und je wärmer die Umgebung, desto mehr Wasser wird benötigt.
  • Das richtige Wasser: Verwenden Sie zum Gießen am besten Zimmerwarmes, abgestandenes Leitungswasser. Kaltes Wasser kann die Pflanzen schocken, während chlorhaltiges Leitungswasser den Pflanzen schaden kann.

Zusatztipps:

  • Gießen Sie nach Bedarf: Achten Sie auf die individuellen Bedürfnisse Ihrer Pflanzen und gießen Sie diese nach Bedarf, anstatt nach einem festen Zeitplan.
  • Verschiedene Pflanzenarten: Informieren Sie sich über die speziellen Bedürfnisse Ihrer Pflanzen, da der Wasserbedarf von Sukkulenten beispielsweise deutlich geringer ist als der von Blattpflanzen.
  • Investieren Sie in einen Feuchtigkeitsmesser: Dieses praktische Tool hilft Ihnen, den Feuchtigkeitsgehalt der Erde zu ermitteln. Mit einem Feuchtigkeitsmesser kann man auch in der Topfmitte schnell und zuverlässig die Feuchtigkeit ermitteln. Das Messgerät ist preiswert zu erstehen und es gehört zur Grundausrüstung eines Pflanzenliebhabers.

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Weshalb sterben Pflanzen bei zu viel Wasser?

Eine schlapp aussehende Pflanze kann oft kein Wasser aufnehmen, weil sie bereits über einen längeren Zeitraum hin zu stark vernässt war. Dadurch ist zu wenig Sauerstoff in der Erde und die Wurzeln werden faulig. Die zerstörten Wurzeln können kein Wasser mehr aufnehmen und die Pflanze wird schlapp. Ein Zeichen von Wassermangel, aber nicht durch zu wenig Gießen sondern wegen der verfaulten Wurzeln. Jetzt hilft nur noch schnelles Austopfen der Pflanze, alle Wurzeln von der vernässten Erde säubern, abgestorbene und verfaulte, schwarze Wurzeln abzupfen und abschneiden. Dann wird die Pflanze in frische Erde eingetopft und bis zur Bildung neuer Wurzeln, etwa 1 bis 2 Monate sparsam gegossen. Mit etwas Glück erholt sich die Pflanze.

So verhindert man das Wurzelsterben

Gießen Sie nie vorbeugend oder auf Verdacht. Erst die Erde auf Feuchtigkeit kontrollieren, dann Gießen. Alles nach dem Wässern im Untersetzer oder Übertopf stehenbleibende Wasser muss spätestens nach 5 Minuten abgegossen werden. Falls man dies verpasst, können empfindlichere Pflanzen bereits nach 10 Minuten nicht wieder gut zu machende Wurzelschäden erleiden.

Was tun bei Ballentrockenheit ?

Wenn der Ballen mal völlig abgetrocknet ist, reicht einfaches Gießen, besonders bei kleineren Pflanzgefäßen, nicht aus. Der gesamte Topf muss solange vollständig bis zu Erdoberfläche in Wasser getaucht werden, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen.

Lesetipp: Sukkulenten richtig Gießen
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Luftfeuchtigkeit

Im Gegensatz zu zahlreichen anderen Zimmerpflanzen, vertragen die Dickblätter als sukkulente Pflanzen auch trockene Luft.

Dickblatt berwintern / Ruheperiode

Dickblätter brauchen eine trockenere und möglichst kühlere Ruheperiode von Mitte Oktober bis Anfang März. Der Standort sollte auch während der Überwinterung möglichst sonnig und hell sein. Niedrigere Temperaturen, jedoch nicht unter 5 ° oder über 13 °C Celsius, sind vorteilhaft. Die niedrigen Temperaturen und das sparsame Gießen während der Wintermonate regen die Blütenbildung an.

Man gibt den Pflanzen gerade so viel Wasser, dass die Erde nicht vollständig austrocknet und keine Ballentrockenheit entsteht. Ein zu kräftiges Gießen und vernässen der Erde während der Ruhezeit lässt die Dickblätter faulen und absterben.

Während der Ruheperiode werden die Dickblätter nicht gedüngt.

Zu Beginn der Vegetationsperiode im März werden die Dickblätter wieder etwas kräftiger gegossen. Beginnt die Pflanze auszutreiben, so fängt man auch wieder mit dem regelmäßigen, aber sparsamen Düngen an.

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Lesetipp: Ruhe- und Vegetationsperiode der Pflanzen

Standort im Sommer

Wie zahlreiche andere Sukkulenten sind auch die Dickblätter Arten über einen vollsonnigen Platz im Freien sehr dankbar. Dickblätter die in geschlossenen Räumen überwintert werden, dürfen zu Beginn der warmen Jahreszeit jedoch nicht sofort dem vollen Sonnenlicht unter freiem Himmel ausgesetzt werden. Die harte UV Strahlung kann die Blätter der Dickblätter verbrennen. Eine solche Verbrennung ist an braunen, unregelmäßigen Flecken auf den Blättern zu erkennen.

Um die Dickblätter an das Sonnenlicht zu gewöhnen, stellt man sie 1 bis 2 Wochen an einen halbschattigen Platz. Etwas zerstreutes Sonnenlicht in den Morgen- oder Nachmittagsstunden ist in dieser Zeit ausreichend. Nach dieser Eingewöhnungsphase kann man die Dickblätter an ihren endgültigen, sonnigen bis vollsonnigen Standort stellen.

Temperatur

Dickblätter gedeihen gut bei warmen Temperaturen zwischen 20 und 27 °C. Währen der winterlichen Ruhezeit bevorzugen diese Sukkulenten Temperaturen um die 10 °C und möglichst viel direktes Sonnenlicht. Temperaturen unter 5 °C werden von den Dickblatt Arten nicht gut vertragen.

Lesetipp: Informatives über Temperatur, Zugluft, Heizkörper und Kälteschock
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Dickblätter vermehren

Kopf-Stecklinge

Crassula vermehren

Blatt- und Kopfstecklinge einer Dickblatt
Beitrag im Pflanzenforum

Man vermehrt Dickblätter durch Kopfstecklinge. Diese bilden leicht Wurzeln, wenn man sie im Frühjahr schneidet und die Schnittstelle vor dem Einsetzten 2 bis 3 Tage antrocknen lässt. Nach der Antrocknungsphase werden die Stecklinge direkt in das für Dickblätter empfohlene Sukkulentensubstrat gesetzt. Die Stecklinge bekommen einen hellen, warmen Platz ohne direkte Sonnenbestrahlung. Nach einigen Wochen sollten sich die ersten Wurzeln gebildet haben. Wenn der Nachwuchs die ersten frischen Triebe zeigt, kann man die jungen Pflanzen an den endgültigen, sonnigen bis vollsonnigen Standort stellen und die Pflanzen dann wie ausgewachsene Exemplare weiterpflegen.

Blattstecklinge

Crassula vermehren

Blatt- und Kopfstecklinge einer Crassula
Beitrag im Pflanzenforum

Wie bei vielen anderen Dickblattgewächsen kann man auch die fleischigen Blätter zur Vermehrung verwenden. Man bricht oder schneidet ein Blatt an der Basis ab und lässt es zwei oder drei Tage lang antrocknen. Das so vorbehandelte Blatt legt man flach auf leicht angefeuchtetes Substrat. Alternativ steckt man das Blatt mit der Schnittfläche in die Erde. An einen warmen, hellen Platz bilden sich bereitwillig Wurzeln.

Samen

Dickblatt Arten können auch mit Samen vermehrt werden. Die Samen Anzucht wird ausführlich auf der Seite Sukkulenten vermehren erläutert.

Lesetipp: Sukkulenten erfolgreich vermehren
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Erde / Substrat

Ideal für die Pflege eines Dickblatts ist ein nur mäßig humoses Substrat mit etwas Landerdeanteil. Das Substrat für diese Pflanzen sollte gut wasserdurchlässig sein, damit sich nach dem Gießen kein Wasser stauen kann. Dies erreicht man, indem man etwa 40 bis 50 % mineralische Beimischung verwendet. Es eignet sich Bims-Kies, Lavalit, Lavagranulat oder Quarzsand.

Die offenporigen, mineralischen Bestandteile, Perlite und Granulate unterstützen die Luftführung und Krümelstruktur des Substrats, sie speichern die Nährstoffe und Feuchtigkeit, lassen überschüssiges Wasser nach dem Gießen jedoch zügig ablaufen.

+ Info über ein gutes Substrat anzeigen

Ein gutes Substrat

Das richtige Substrat-Gemisch gewährleistet einen guten Halt der Pflanze und eine gute Belüftung des Wurzelbereiches. Ein Zusatz von Landerde stellt den pH-Wert ein und verbessert die Aufnahme- und Speicherfähigkeit für Wasser und Nährstoffe.

Die Zusatzstoffe Quarzsand, Bims-Kies, Lavalit, Lavagranulat, Kleine Kiesel, Styromull, Splitt und ähnliches verbessern den Wasserabzug nach dem Gießen. Dies hilft Staunässe und damit Wurzelfäulnis vorzubeugen. Ein gutes Substrat verfügt über eine gute Puffereigenschaft und darf über einen längeren Zeitraum seine vorteilhaften Eigenschaften nicht verlieren.

Andere wichtige Eigenschaften für eine gute Topfpflanzenerde sind die Speicherfähigkeit für Wasser und Nährstoffe, die Luftführung innerhalb des Substrats und die Standfestigkeit um ein zusammensacken und verdichten der Erde zu verhindern.

Pufferkraft des Substrats

Die Pufferkraft eines Substrats ist sehr wichtig, sie verhindert:

  • schnelles Austrocknen der Blumenerde
  • Versalzungen an den Wurzeln
  • größere Schwankungen im Nährstoffvorrat
  • schnelle Veränderungen des pH-Werts

Ausführliche Informationen, Substratrezepte und Bezugsquellen finden Sie hier: Erde oder Substrat ? - Die perfekte Mischung für alle Zimmerpflanzen

Wenn man sein Dickblatt in gut abgestimmtes Substrat pflanzen möchte, mischt man sich dieses selber. Die Herstellung ist nicht schwierig. Als Belohnung erhält man eine dauerhaft gesunde und wüchsige, gegenüber Krankheiten und Schädlingen gut resistente Pflanze, vorausgesetzt die restlichen Pflegeanforderungen werden ebenfalls erfüllt. Da das eigene Substrat, im Gegensatz zu einfacher Blumenerde, über einen langen Zeitraum nicht zusammensackt und verdichtet, kann man auf ein jährliches Umtopfen verzichten.

  • 5  Anteile Blumenerde auf Kompostbasis
  • 1 Anteil Ackererde mit Tonanteil
  • 6 Anteile Quarzsand, Bims-Kies, Lavalit, oder Lavagranulat.
+ Info: Bezugsquellen für Substrate & weitere Zutaten

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Bims als Zuschlagstoff, verbessert den Luftgehalt, die Wasserspeicherfähigkeit und die Durchwurzelbarkeit, fördert die Wurzelentwicklung, Körnung 0-4 mm.
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Lavagranulat: Eifel-Lava, rein mineralisches Material. Körnung ca. 0-12 mm.
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Vermiculite oder Blähton: aufgeblähtes Tonmineral zur Substratverbesserung: Lockerung, großes Anlagerungsvermögen für Nährstoffe und Wasser.
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Landerde / Ackererde mit Tonanteil:
mit den Zuschlagsstoffen Sand und Humus aus Kompost. Mutterboden gesiebt 0-20 mm

Alles muss gut miteinander vermischt werden.

Substrat herstellen: Rezepte für Sukkulentensubstrate, Bezugsquellen für die Zutaten

Dickblatt umtopfen

Dickblätter sollten nur alle 3 bis 4 Jahre in größere Töpfe umgepflanzt werden. Crassula lycopodioides kann man auch länger ohne umzutopfen pflegen. Der beste Zeitpunkt für das Umtopfen aller Arten ist zu Beginn des Frühlings.

Die neu eingesetzten Pflanzen müssen fest in das Substrat eingedrückt werden, man achte aber darauf die Wurzeln dabei nicht zu beschädigen.

Um zu beurteilen ob eine langsam wachsendes Dickblatt umgetopft werden muss, nimmt man die Pflanze zu Beginn der Hauptwachstumszeit vorsichtig aus ihren Töpfen und begutachtet, ob das Pflanzgefäß bereits vollständig durchwurzelt ist. Falls dies der Fall ist, topft man das Dickblatt in ein etwas größeres Pflanzgefäß um. Wenn die bisherige Topfgröße noch ausreichend ist, reinigt man das alte Gefäß gründlich, schüttelt vorsichtig möglichst viel Erde aus den Wurzeln und setzt das Dickblatt dann in den alten Topf zurück. Je nach Bedarf wird dabei so viel frisches Substrat nachgefüllt, dass die Basis der Pflanze genauso tief sitzt wie zuvor.

Nach dem Umtopfen schützt man das Dickblatt 2 bis 3 Wochen vor direkter Sonnenbestrahlung. Eine gut umgetopfte Pflanze erholt sich schnell und wird bald weiterwachsen.

Lesetipp: Einpflanzen & Umtopfen von Sukkulenten
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Düngen / Nährstoffbedarf

Man gibt den Dickblatt während der Wachstumsphase alle vier Wochen eine schwache Lösung aus Kakteendünger. Während der Ruheperiode von September bis Februar wird nicht gedüngt.

Lesetipp: Sukkulenten richtig düngen

Blumendünger

Bezugsquellen für richtige Düngemittel finden Sie hier:
Dünger für Topfpflanzen, Zierpflanzen und Zimmerpflanzen

Schädlinge, Pflegefehler & Hinweise

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Crassula vermehren

Typisches Schadbild, wenn eine Dickblatt zu dunkel, zu feucht, zu luftfeucht steht und dann noch zu viel Torf und Nährstoffe im Substrat sind.

Was kann ich tun? - Sukkulente krank


Crassula krank

Sukkulenten brauchen nur wenig Dünger und sollten nicht chemisch behandelt und gleichzeitig gedüngt werden.

Crassula ovata kränkelt, Hilfe


Unförmiger Wuchs Crassula ovata

Unförmiger Wuchs Crassula ovata / Zurückschneiden? Umtopfen?

Wie gehe ich am besten vor? Einen Haupttrieb stehen lassen und festbinden und alle anderen abschneiden? Falls die Seitentriebe abgeschnitten werden: Kleinerer Topf?

Thema hier im Pflanzenforum


Crassula Hottentot kränkelt

Crassula Hottentot kränkelt / Spinnmilben und weitere Probleme

Thema hier im Pflanzenforum


Geldbaum mit Wollläusen

Crassula ovata mit Wollläusen

Schmier- und Wollläuse können bei den Dickblatt Arten auftreten. Im Winter sind die Pflanzen besonders anfällig für diesen Schädlingsbefall. Das kleine, weiße, an Wattebäusche erinnernde Gespinst der Schmierläuse ist gut auf den Blättern der Pflanzen zu erkennen.

Thema hier im Pflanzenforum


Pfennigbaum lässt alles hängen

Pfennigbaum / Geldbaum lässt alles hängen

Thema hier im Pflanzenforum


Crassula schneiden

Altem Geldbaum neue Form geben

Der Schnitt...Ich hätte ihn ja gerne irgendwie so das er rundherum Blätter hat...Geht das noch? Radikalschnitt? Oder erstmal mit der nackig Seite zur Sonne?

Thema hier im Pflanzenforum


Geldbaum mit Pilzbefall

Pfennigbaum / Geldbaum mit Pilzbefall

Wir haben leider einen etwas vernachlässigten Pfennigbaum, der in der Winterzeit anscheinend einen Pilz bekommen hat.

Thema hier im Pflanzenforum


Geldbaum mit Mehltau

Pfennigbaum / Geldbaum mit Mehltau

Einer meiner Geldbäume hat auf der Blattoberseite eine weißen Belag, der sich vom Blattansatz bis zur Spitze bildet.

Thema hier im Pflanzenforum


Geldbaum mit Wollläusen

Pfennigbaum / Geldbaum mit Wollläusen / weiße Flecken am Geldbaum

Schmier- und Wollläuse können bei den Dickblatt Arten auftreten. Im Winter sind die Pflanzen besonders anfällig für diesen Schädlingsbefall. Das kleine, weiße, an Wattebäusche erinnernde Gespinst der Schmierläuse ist gut auf den Blättern der Pflanzen zu erkennen.

Thema hier im Pflanzenforum


Geldbaum mit Wollläusen

Pfennigbaum / Geldbaum Blätter verbrannt

Hallo an alle.Oh je...habe letztemal meinen Geldbaum etwas zu lang Nachmittag in der Sonne stehen lassen.

Thema hier im Pflanzenforum


Geldbaum mit Wollläusen

Geldbaum verliert seine Blätter – Hilfe!

Seit einigen Wochen verliert das Bäumchen sehr viele Blätter, was vorher nie der Fall war.

Thema hier im Pflanzenforum


Hier können Sie Schadbilder und Symptome an ihrer Pflanze bestimmen und Gegenmaßnahmen ergreifen.

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Quellen

Das Grosse Buch der Zimmerpflanzen. VEMAG Verlags- und Medien Aktiengesellschaft, Köln 1995, ISBN 3-625-10680-9, 1001 Zimmerpflanzen von A - Z. ISBN-10: 1405492090, RHS Die große Pflanzen-Enzyklopädie von A – Z, DK Verlag Dorling Kindersley, ISBN-10: 3831017298, Wikipedia - Sukkulente, Dickblatt - Wikipedia, Zimmerpflanzen von Editha Thomas, ISBN-10: 3730401033, Botanica. Das ABC der Pflanzen. 10.000 Arten in Text und Bild. Könemann Verlagsgesellschaft, 2003, ISBN 3-8331-1600-5

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