Speckeiche pflegen

Dickblatt

Wissenschaftl. Name: Crassula ovata
Familie: Dickblattgewächse (Crassulaceae)
Wuchshöhe: 50 cm bis 1,5 m.
Verwendung: Blattschmuckpflanze
Schwierigkeit: pflegeleicht
Deutsche Namen: Dickblatt, Pfennigbaum, Speckeiche, Jadestrauch

Steckbrief / Beschreibung

Der Gattung Crassula, sind sukkulente Pflanzen in unterschiedlichen Formen und Größen angehörig. Einige Speckeichen Arten bilden nur einige Blätter, andere Sukkulenten dieser Gattung wachsen als dichte Sträucher. Bei allen Speckeiche Arten sind die dickfleischigen Blätter gegenständig angeordnet. Normalerweise sind die Blüten dieser Sukkulenten unscheinbar, aber es gibt auch einige wenige Arten die prächtige Blüten ausbilden.

Crassula ovata, auch Crassula argentea genannt, ist die Wohnungskultur wahrscheinlich am verbreitete Crassula. Diese Sukkulente ist unter den deutschen Trivialnamen Speckeiche, Pfennigbaum, Elefantenbaum, Geldbaum, Jadestrauch oder Judasbaum bekannt. Die Sukkulente Pflanze erreicht eine Größe von etwa 1,3 m und wächst strauchartig mit oval-runden, glänzenden, an den Rändern rot gefärbten Blättern. Im Winter bilden sich bei den älteren Exemplaren kleinen sternförmigen, weiß oder rosarot gefärbten Blüten an spitzkegligen Rispen. Die buntblättrige Sorte des Crassula ovata, Crassula ovata "variegata" bildet gelbgestreifte Blätter auf graugrünem Grund.

Standort / Licht

Wie die meisten Sukkulenten benötigt auch die Speckeiche einen sehr hellen Standort mit voller Sonnenbestrahlung. In einem Blumenfenster sollte die Mittagssonne aber durch einen Vorhang leicht abgeschattet werden. Bei einem zu dunklem Standort wachsen die Sukkulenten sparrig, es bilden sich keine Blüten und die Blätter verlieren ihre kräftige Färbung. Während des Sommers kann man die Speckeiche ins Freie stellen. Die ersten Tage stellt man die Sukkulente an einen halbschattigen Platz. Nach und nach verträgt die Speckeiche dann auch die volle Sonnenbestrahlung ohne einen Sonnenbrand zu bekommen.

Pflanzen bleiben nur gesund und vital, wenn ihre Lichtbedürfnisse erfüllt werden. Kenntnisse über die Lichtstärke, angegeben in Lux, geben Auskunft ob der Standort hell genug ist. Pflanzen mit geringem Lichtbedarf benötigen immer noch mindestens 500 bis 600 Lux. Zimmerpflanzen für sehr helle Standorte brauchen 1600 Lux und mehr.

Himmelsrichtung, Jahreszeit, Verglasung und vor der Wohnung stehende Bäume und Büsche reduzieren die Lichtstärke schnell um 30 bis 70%. Bereits 2 bis 3 Meter hinter einem hellen Fenster kann es bereits zu dunkel für die meisten Topfpflanzen sein. Auch zu viel Licht ist für zahlreiche Zimmerpflanzen schlecht, es muss abgeschattet werden oder man ändert den Standort.

Lichtmangel Symptome

  • Lange, helle zum Licht wachsende Triebe, weiter Blattabstand und bleiches, aufgehelltes Laub
  • Schlaffer, nicht stabiler Wuchs
  • Dünne, blassgrüne, durchscheinende Blätter
  • deutlich zu kleine Blätter, weiche Triebe
Standort finden

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Lesetipp: So findet man den richtigen Standort
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Gießen / Wässern

In der Hauptwachstumszeit wird die Speckeiche mäßig gegossen, der Topfballen sollte bei jedem Gießen nur leicht feucht werden. Zu viel Wasser bei einer Wassergabe lässt die Erde vernässen und provoziert Wurzelfäulnis. Die obersten Erdschichten sollten zwischen den Wassergaben gut antrocknen. In der Ruheperiode, die Zeit mit der geringsten Sonnenbestrahlung, achtet man nur darauf, dass der Topfballen nicht vollständig vertrocknet..

Wann, wie viel und wie oft gegossen wird kann nicht generell beantwortet werden. Das sorgt, besonders bei unerfahrenen Pflanzenfreunden für Unsicherheit. Man sollte es sich aber auch nicht zu schwer machen.

Grundsatz beim Gießen

Wenn man sich nicht sicher ist, sollte man lieber etwas weniger als zu viel Gießen. Die wenigsten Zimmerpflanzen gehen an Trockenheit ein, meistens werden sie zu Tode gewässert.

Weshalb wird zu viel gewässert ?

Wenn eine Pflanze schlapp aussieht, greifen viele Hobbygärtner zuerst zur Gießkanne. Dies ist der mit Abstand häufigste Pflegefehler. Bei schlaffen Pflanzen sollte man nicht wässern ohne die Erde zu prüfen, denn sehr oft ist nicht der Wassermangel an einer siechenden Pflanzen schuld.

Zum Prüfen des Feuchtigkeitsgehalts fühlt man zuerst mit einem Finger oder dem Handrücken ob sich das Substrat feucht anfühlt. Besteht weiterhin Unsicherheit, so zerreibt man einige Erdkrümel zwischen den Fingern. Feuchte oder trockene Erde kann man so gut unterscheiden. Vor und nach dem Gießen sollten Sie das Pflanzgefäß kurz anheben, so bekommen sie ein Gefühl für das Gewicht und recht schnell auch für den Feuchtigkeitsgehalt des Topfballens.

Große Pflanzgefäße erfordern einen Feuchtigkeitsmesser. Damit kann man in der Topfmitte schnell und zuverlässig die Feuchtigkeit ermitteln. Das Messgerät ist preiswert zu erstehen und er gehört zu jeder Grundausrüstung eines Pflanzenliebhabers.

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Weshalb sterben Pflanzen bei zu viel Wasser?

Eine schlapp aussehende Pflanze kann oft kein Wasser aufnehmen, weil sie bereits über einen längeren Zeitraum hin zu stark vernässt war. Dadurch ist zu wenig Sauerstoff in der Erde und die Wurzeln werden faulig. Die zerstörten Wurzeln können kein Wasser mehr aufnehmen und die Pflanze wird schlapp. Ein Zeichen von Wassermangel, aber nicht durch zu wenig Gießen sondern wegen der verfaulten Wurzeln. Jetzt hilft nur noch schnelles Austopfen der Pflanze, alle Wurzeln von der vernässten Erde säubern, abgestorbene und verfaulte, schwarze Wurzeln abzupfen und abschneiden. Dann wird die Pflanze in frische Erde eingetopft und bis zur Bildung neuer Wurzeln, etwa 1 bis 2 Monate sparsam gegossen. Mit etwas Glück erholt sich die Pflanze.

So verhindert man das Wurzelsterben

Gießen Sie nie vorbeugend oder auf Verdacht. Erst die Erde auf Feuchtigkeit kontrollieren, dann Gießen. Alles nach dem Wässern im Untersetzer oder Übertopf stehenbleibende Wasser muss spätestens nach 5 Minuten abgegossen werden. Falls man dies verpasst, können empfindlichere Pflanzen bereits nach 10 Minuten nicht wieder gut zu machende Wurzelschäden erleiden.

Was tun bei Ballentrockenheit ?

Wenn der Ballen mal völlig abgetrocknet ist, reicht einfaches Gießen, besonders bei kleineren Pflanzgefäßen, nicht aus. Der gesamte Topf muss solange vollständig bis zu Erdoberfläche in Wasser getaucht werden, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen.

Lesetipp: Pflanzen reichlich, mäßig, sparsam gießen & der richtige Zeitpunkt zum Wässern
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Temperatur

Die meisten der Speckeichen Arten gedeihen an warmen und auch an kühlen Standorten ohne Probleme. Während der winterlichen Ruheperiode darf die Temperatur nicht über 13 °C steigen. Temperaturen von weniger als 7 °C sind unbedingt zu vermeiden.

Blüten

Ab Mitte August gießt man die Speckeiche nur noch ganz sparsam, die Erde sollte nahezu trocken sein. Auch die Temperatur muss zur Anregung der Knospenbildung abgesenkt werden, die Idealtemperatur liegt nun bei etwa 15°C. Steht die Sukkulente im Freien, so reichen die kühleren Nachttemperaturen und das sehr sparsame Wässern meist aus, um die Speckeichen zur Knospenbildung anzuregen. Die Blütezeit ist standortabhängig und reicht vom späten Herbst bis in den frühen Sommer.

Vermehren der Speckeiche

Wie bei vielen anderen Dickblattgewächsen kann man auch bei der Speckeiche die fleischigen Blätter zur Vermehrung verwenden. Man entfernt vorsichtig ein Blatt und steckt dieses direkt in das für diese Sukkulenten empfohlene Erdgemisch. An einen warmen, hellen Platz bilden sich bereitwillig Wurzeln.

Alternativ vermehrt man das Speckeiche im Frühjahr durch Kopfstecklinge oder Ableger. Diese bilden leicht Wurzeln, wenn man sie an der Schnittstelle 2 bis 3 Tage antrocknen lässt. Nach der Antrocknungsphase werden die Stecklinge direkt in das für eine Speckeiche empfohlene Erdgemisch gesetzt. Die Stecklinge bekommen einen hellen, waren Platz ohne direkte Sonnenbestrahlung. Wenn der Nachwuchs die ersten Triebe zeigt, kann man die jungen Sukkulenten bereits wie ausgewachsene Exemplare weiterkultivieren.

Lesetipp: So vermehrt man Zimmerpflanzen erfolgreich
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Erde / Substrat

Die Erde für eine Speckeiche sollte gut wasserdurchlässig sein. Man verwendet deshalb ein Gemisch aus zwei Teilen Komposterde auf Kompostbasis und einem Teil scharfem Sand. An Stelle des Sandes kann man auch Perlite verwenden. Alternativ gibt es im Handel bereits fertige Substratmischungen für sukkulente Pflanzen. Auf den Boden des Pflanzgefäßes gibt man immer eine Schicht Tonscherben oder grobe Kiesel, dies beugt der für Sukkulenten so gefährlichen Staunässe vor.

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Umtopfen des Dickblatts

Ein Speckeiche sollte nur alle 2 bis 3 Jahre in größere Töpfe umgepflanzt werden. Der beste Zeitpunkt zum Umtopfen der Sukkulente ist der Frühling. Da der obere Bereich (Krone) einer Speckeiche wegen der wasserspeichernden Blätter schwerer als bei anderen Pflanzen wird, neigen Speckeichen in kleinen und leichten Pflanzgefäßen zum Umfallen. Am besten verwendet man schwere Tontöpfe mit einem großzügigen Durchmesser. Die Art Crassula lycopodioides kann man mehrere Jahre lang in ohne umzutopfen kultivieren.

Lesetipp: Umtopfen der Zimmerpflanzen - Theorie & Praxis
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Speckeiche schneiden / stutzen

Die Speckeiche kann bei Bedarf zurückgeschnitten werden. Es dauert danach ein wenig, bis die Pflanze wieder eine natürlich anmutende Wuchsform erhält.

Düngen / Nährstoffbedarf

Der Nährstoffbedarf der Speckeiche ist gering bis mäßig. Nur in der Hauptwachstumszeit wird alle 4 Wochen ein Flüssigdünger in schwacher Konzentration verabreicht. Zu kräftiges Düngen kann einen unnatürlichen Wuchs mit deutlich zu großen Blättern hervorrufen. Während der Ruheperiode, von November bis Februar, stellt man das Düngen der Sukkulente vollständig ein.

Schädlinge, Pflegefehler & Hinweise

Ein Befall mit Schmier- und Wollläusen wird häufiger beobachtet. Das kleine, weiße, an Wattebäusche erinnernde Gespinst der Schmierläuse ist gut auf den Blättern der befallenen Pflanzen zu erkennen.

Die gemeine Spinnmilbe kann an der Speckeiche auftreten. Die Spinnweben sind besonders gut an den Blattachseln und gebuchteten Blatträndern zu erkennen. Durch Einsprühen mit Wasser werden die Gespinste besonders deutlich sichtbar.

Hier können Sie Schadbilder und Symptome an ihrer Pflanze bestimmen und Gegenmaßnahmen ergreifen.

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Bilder der Speckeiche

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Crassula arborescens, Speckeiche

Speckeiche
Crassula ovata

Foto: Frank Vincentz
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Crassula ovata

Foto: Don from USA
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Crassula ovata

Blüten der Speckeiche
Foto: Usien
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