Geweihfarne / Zimmerfarne pflegen
Platycerium

Geweihfarne (Platycerium) stammen aus einer Gattung von Farnen in der Familie der Tüpfelfarngewächse. Die Gattung umfasst etwa 18 bekannte Arten. Einige Farne dieser Gattung werden aufgrund der fiederteiligen oder einfach gefiederten Form ihrer fertilen Wedel als Geweihfarne bezeichnet.

Platycerium bifurcatum

Platycerium bifurcatum, von Alex Lomas, CC BY 2.0

Die Geweihfarn Pflege ist einfach, die Pflanze verzeiht auch den einen oder anderen Pflegefehler.

Name: Geweihfarn
Wissenschaftl. Name: Platycerium
Familie: Tüpfelfarngewächse (Polypodiaceae)
Wuchshöhe: 20 bis 50 cm
Verwendung: Blattschmuckpflanze, Ampelpflanze
Hilfreiche Seiten: Farnpflanzen pflegen
Lexikon / Übersicht:  Farnpflanzen
Schwierigkeit: pflegeleicht

Arten / Sorten - Steckbrief

Geweihfarne Platycerium grande

Geweihfarne Platycerium grande
von Mokkie, CC BY-SA 3.0

Geweihfarne sind epiphytische Pflanzen aus den tropischen Gebieten der Regenwälder. Geweihfarne lassen sich wegen ihrer Anpassungsfähigkeit gut in Wohnungen kultivieren. Die Farne eignen sich gut für die Haltung in flachen Schalen oder Blumenampeln.

Ein besonderes Kennzeichen dieser Farne sind ihre 2 unterschiedlichen Blattarten. An der Basis des Geweihfarns bilden sich die runden Schildblätter. Mit diesen klammert sich der Farn an seiner Unterlage fest. Die übrigen Wedel wachsen ausgebreitet und herabhängend, wegen ihrer Gabelung ähneln sie Hirschgeweihen.

Die Schildblätter des Geweihfarns sind steril und bilden keine Sporen aus. Ihre Aufgabe besteht darin, den Farn an dem Wirtsbaum festzuhalten und die Pflanze am Baum festzuhalten. Zusätzlich werden die vom Baum herabfallenden Pflanzenpartikel und Blätter aufgefangen und verrotten zu nährstoffreichem Humus.

Im Laufe der Zeit werden die Schildblätter braun und pergamentartig, der Geweihfarn bildet dann neu und frisch grüne Blätter an ihrer Stelle. Die sporenbildenden geweihartigen, fleischigen, dunkelgrün gefärbten  Farnblätter bilden sich in größerer Anzahl. Diese Blätter sind mit einem samtigen, feinen, weißen Flaum bedeckt. Im Reifestadium bilden sie an der Unterseite braune, in dichten Haufen sitzende Sporen.

Geweihfarne wachsen am besten an rauen Rindenstücken oder in mit einem Gemisch aus Sphagnum und Torf in Blumenampeln.

Platycerium bifurcatum

Geweihfarn (Platycerium)

Platycerium bifurcatum, Geweihfarn
von Marrrrrra, CC BY-SA 4.0

Platycerium bifurcatum lässt sich in Wohnungen sehr einfach pflegen. Das einzelne Schild- oder Schuppenblatt wird bei diesem Geweihfarn ständig ersetzt, wobei das neue Blatt als kleiner silbriger Punkt an der Oberseite des vorangehenden Blatts auftritt und sich dann allmählich über dessen trockene, braune, pergamentartige Oberfläche ausbreitet.

Die jungen Schuppenblätter sind frisch grün und werden im Alter braun. Anfangs klammert es sich flach an das darunterliegende braune Schildblatt, rollt sich dann aber beim Wachsen in den letzten Zentimetern auf. In der freien Natur fängt der Farn mit diesem nach oben gewölbten Teil die herabfallenden organischen Stoffe der Wirtspflanze auf.

Die dekorativen, fruchtbaren Blätter der Geweihfarne können sich bis zu 100 cm ausbreiten, und die geweihartigen Lappen werden über 25 cm lang. Platycerium bifurcatum gibt es in unterschiedlichen Formen, sie unterscheiden sich durch dunkleres oder helleres Grün der Wedel und durch kürzere oder längere Lappen.


Platycerium grande

Geweihfarn, Platycerium grande

Geweihfarn Platycerium grande von Marrrrrra, CC BY-SA 4.0

Platycerium grande wird deutlich größer als P. bifurcatum. Die sterilen Schildblätter dieser Geweihfarne wachsen in einem helleren grün, sind im oberen Bereich stärker aufgebogen, leicht gewellt und haben am Ende einen Einschnitt. Die dekorativen fruchtbaren Wedel wachsen herabhängend und können eine Länge von 140 cm erreichen. Die jungen Blätter sind auch bei dieser Sorte filzig, samtig behaart.

Standort / Licht

Geweihfarne sollten nicht zu dunkel gepflegt werden. Ideal ist ein heller, halbschattiger, warmer und luftfeuchter Platz ohne direkte Sonnenbestrahlung.

In der Natur wachsen sie in den oberen Bereichen der Bäume an hellen Standorten, dabei sind sie durch die Blätter im oberen Bereich der Wirtsbäume vor der direkten Sonneneinstrahlung geschützt. Direkte und kräftige Sonnenbestrahlung lässt die Wedel der Geweihfarne verblassen und die Blätter verbrennen, es gibt unansehnliche braune Stellen auf den Wedeln.

Info: Wie misst man die Beleuchtung am Standort ?
Standort finden

Licht ist für Pflanzen wie Nahrung. Pflanzen bleiben nur gesund und vital, wenn ihre Lichtbedürfnisse erfüllt werden. Kenntnisse über die Lichtstärke in Lux zeigen, ob der Standort hell genug ist. Schattenliebende Pflanzen brauchen mindestens 500 bis 600 Lux, während sonnenliebende Geranien oder Sukkulenten 2000 Lux und mehr benötigen.

Himmelsrichtung, Jahreszeit, Art der Verglasung und umgebende Bäume und Büsche beeinflussen die Lichtmenge schnell um 30 bis 70 %.

Ein Nordfenster lässt deutlich weniger Licht herein als ein Südfenster.

Auch der Abstand zu einem Fenster ist wichtig. Bereits 2 bis 3 Meter hinter einem hellen Fenster kann es zu dunkel sein.

Zu viel Licht ist auch schädlich und erfordert eine Abschattung oder einen Standortwechsel.

Lichtmangel Symptome

  • Lange, helle zum Licht wachsende Triebe, weiter Blattabstand und bleiches, aufgehelltes Laub
  • Schlaffer, nicht stabiler Wuchs
  • Dünne, blassgrüne, durchscheinende Blätter
  • deutlich zu kleine Blätter, weiche Triebe

Luxmessung: Mit einem Luxmeter können Sie die Lichtstärke an verschiedenen Standorten messen. Dieses wichtige Hilfsmittel finden Sie hier:

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Lesetipp: So findet man den richtigen Standort
Einkaufstipp: Pflanzlampen u. Beleuchtungssysteme für dunkle Standorte, denn lichtarme Ecken in der Wohnung kann man mit einer modernen Beleuchtung und attraktiven Zimmerpflanzen zu einem Blickfang aufwerten.

Gießen / Wässern

Während der Wachstumszeit vom Frühjahr bis zum Herbst wässert man die Geweihfarne gründlich und befeuchtet dabei das Substrat vollständig. Vor der darauffolgenden nächsten Wässerung lässt man das Substrat dann aber fast vollständig abtrocknen.

aufgebundener Geweihfarn

Geweihfarn im Terrarium /Gewächshaus aufgebunden

Da das Schildblatt die Erde oft vollständig bedeckt, kann man den Geweihfarn nur sehr schlecht oder gar nicht von oben gießen. Am einfachsten ist es, die Wurzeln der Farne in ein größeres Gefäß mit Wasser zu tauchen, unabhängig davon ob der Geweihfarn in einem Topf oder auf einem Rindenstück gepflegt wird. Während der Wachstumsperiode lässt man den Geweihfarn dann etwa 20 Minuten lang im Wasser, das Substrat sollte sich gut mit Flüssigkeit vollsaugen. Nachdem man den Farn so gewässert hat, lässt man das überschüssige Wasser gut abtropfen und bringt den Geweihfarn dann wieder an seinen ursprünglichen Standort zurück.

Da die Farne während der Ruheperiode sehr viel mäßiger gewässert werden müssen, sollte man in dieser Zeit den Geweihfarn nur kurz, maximal 1 bis 2 Minuten in das Wasser tauchen.

Wichtig bei der Wässerung der Geweihfarne ist, unabhängig von der Ruhe und Wachstumszeit, die Farne erst dann zu gießen wenn sie eindeutig Wasser benötigen. Stärker herabhängende Wedel und der deutliche Gewichtsverlust sind das Anzeichen für den erneuten Wasserbedarf.

Als Gießwasser nimmt man für die Geweihfarne weiches, abgestandenes und zimmerwarmes Wasser. Idealerweise verwendet man sauberes, bei Bedarf gefiltertes Regenwasser.

+ Weitere Info über den Wasserbedarf anzeigen

Die richtige Bewässerung ist für das Gedeihen von Zimmerpflanzen essentiell. Doch wann, wie viel und wie oft gießt man richtig? Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten, da der Wasserbedarf von Pflanze zu Pflanze stark variiert. Gerade Anfänger tun sich oft schwer damit, die Bedürfnisse ihrer grünen Freunde zu erkennen.

Grundsatz beim Gießen

Weniger ist mehr! Dies ist die goldene Regel beim Gießen von Zimmerpflanzen. Die meisten Pflanzen vertragen Trockenheit besser als Staunässe, die zu Wurzelfäule und Schimmelbildung führen kann. Ist man sich also unsicher, lieber etwas weniger gießen als zu viel.

Anzeichen für Überwässerung:

  • Schlaffe Blätter: Oftmals wird bei schlappen Blättern reflexartig zur Gießkanne gegriffen. Doch bevor Sie gießen, sollten Sie die Erde kontrollieren. Handelt es sich nicht um Wassermangel, kann Überwässerung die Ursache sein.
  • Gelbe Blätter: Vergilbte Blätter können ebenfalls ein Hinweis auf zu viel Wasser sein.
  • Faulige Wurzeln: Im schlimmsten Fall führt Staunässe zu faulen Wurzeln, die die Pflanze nicht mehr versorgen können.

Richtig gießen:

  • Fühlen Sie die Erde: Zum Prüfen des Feuchtigkeitsgehalts fühlt man zuerst mit einem Finger ca. zwei Zentimeter tief ob sich das Substrat feucht anfühlt. Besteht weiterhin Unsicherheit, so zerreibt man einige Erdkrümel zwischen den Fingern. Feuchte oder trockene Erde kann man so gut unterscheiden. Fühlt sie sich feucht an, warten Sie mit dem Gießen, bis die Erde etwas angetrocknet ist. Vor und nach dem Gießen sollten Sie das Pflanzgefäß kurz anheben, so bekommen sie ein Gefühl für das Gewicht und recht schnell auch für den Feuchtigkeitsgehalt des Topfballens.
  • Gießen Sie gründlich: Wenn gegossen wird, sollte das Wasser bis aus den Drainagelöchern fließen. So wird sichergestellt, dass der gesamte Wurzelballen durchfeuchtet wird.
  • Vermeiden Sie Gießwasser im Untersetzer: Gießwasser im Untersetzer kann zur Wurzelfäule führen. Gießen Sie daher lieber direkt in den Topf und kippen Sie überschüssiges Wasser nach einigen Minuten weg.
  • Die richtige Wassermenge: Die Menge des benötigten Wassers hängt von Pflanzenart, Topfgröße und Jahreszeit ab. Als Faustregel gilt: Je größer der Topf und je wärmer die Umgebung, desto mehr Wasser wird benötigt.
  • Das richtige Wasser: Verwenden Sie zum Gießen am besten Zimmerwarmes, abgestandenes Leitungswasser. Kaltes Wasser kann die Pflanzen schocken, während chlorhaltiges Leitungswasser den Pflanzen schaden kann.

Zusatztipps:

  • Gießen Sie nach Bedarf: Achten Sie auf die individuellen Bedürfnisse Ihrer Pflanzen und gießen Sie diese nach Bedarf, anstatt nach einem festen Zeitplan.
  • Verschiedene Pflanzenarten: Informieren Sie sich über die speziellen Bedürfnisse Ihrer Pflanzen, da der Wasserbedarf von Sukkulenten beispielsweise deutlich geringer ist als der von Blattpflanzen.
  • Investieren Sie in einen Feuchtigkeitsmesser: Dieses praktische Tool hilft Ihnen, den Feuchtigkeitsgehalt der Erde zu ermitteln. Mit einem Feuchtigkeitsmesser kann man auch in der Topfmitte schnell und zuverlässig die Feuchtigkeit ermitteln. Das Messgerät ist preiswert zu erstehen und es gehört zur Grundausrüstung eines Pflanzenliebhabers.

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Weshalb sterben Pflanzen bei zu viel Wasser?

Eine schlapp aussehende Pflanze kann oft kein Wasser aufnehmen, weil sie bereits über einen längeren Zeitraum hin zu stark vernässt war. Dadurch ist zu wenig Sauerstoff in der Erde und die Wurzeln werden faulig. Die zerstörten Wurzeln können kein Wasser mehr aufnehmen und die Pflanze wird schlapp. Ein Zeichen von Wassermangel, aber nicht durch zu wenig Gießen sondern wegen der verfaulten Wurzeln. Jetzt hilft nur noch schnelles Austopfen der Pflanze, alle Wurzeln von der vernässten Erde säubern, abgestorbene und verfaulte, schwarze Wurzeln abzupfen und abschneiden. Dann wird die Pflanze in frische Erde eingetopft und bis zur Bildung neuer Wurzeln, etwa 1 bis 2 Monate sparsam gegossen. Mit etwas Glück erholt sich die Pflanze.

So verhindert man das Wurzelsterben

Gießen Sie nie vorbeugend oder auf Verdacht. Erst die Erde auf Feuchtigkeit kontrollieren, dann Gießen. Alles nach dem Wässern im Untersetzer oder Übertopf stehenbleibende Wasser muss spätestens nach 5 Minuten abgegossen werden. Falls man dies verpasst, können empfindlichere Pflanzen bereits nach 10 Minuten nicht wieder gut zu machende Wurzelschäden erleiden.

Was tun bei Ballentrockenheit ?

Wenn der Ballen mal völlig abgetrocknet ist, reicht einfaches Gießen, besonders bei kleineren Pflanzgefäßen, nicht aus. Der gesamte Topf muss solange vollständig bis zu Erdoberfläche in Wasser getaucht werden, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen.

Lesetipp: Pflanzen reichlich, mäßig, sparsam gießen & der richtige Zeitpunkt zum Wässern
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Geweihfarn überwintern / Ruheperiode

Während der lichtarmen Ruheperiode wässert man den Geweihfarn sparsamer und feuchtet das Substrat nur mäßig an. Zwischen November und März sind Temperaturen zwischen 12 und 15 °C zu empfehlen.

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Lesetipp: Ruhe- und Vegetationsperiode der Pflanzen

Temperatur

Geweihfarne gedeihen gut bei Temperaturen zwischen 20 und 24 °C, vorausgesetzt die Luftfeuchtigkeit ist ausreichend hoch. Bei Temperaturen ab etwa 22 °C sollte man die Farne einmal täglich mit weichem, kalkfreiem Wasser dünn einnebeln. Der Standort sollte gut belüftet sein, die untere noch verträgliche Temperaturgrenze liegt bei etwa 10 °C.

Vermehren der Pflanze

Platycerium bifurcatum, Geweihfarn

Jungpflanze eines Platycerium bifurcatum
von Calvinal, CC BY-SA 4.0

Geweihfarne bilden nur selten mehrere Vegetationspunkte. Falls ein solcher Ableger aber heranwächst kann man ihn abtrennen. Dabei ist darauf zu achten, die Mutterpflanze und den neuen Trieb nicht zu beschädigen. Das abgetrennte Stück wird direkt an einem Rindenstück befestigt oder in einen Korb mit einem Gemisch aus Sphagnum und Torf gesetzt.

Alternativ kann man den Geweihfarn durch Sporen vermehren.

Die fruchtbaren Blattabschnitte bilden ein dünnes Blatthäutchen, das eine Ansammlung von Sporenbehältern, in denen die Sporen reifen, bedeckt. Bei Sporenreife schrumpft das Blatthäutchen und fällt ab. Die Sporenbehältern sind etwa 0,6 bis 1 Millimeter breit und hell graugrün oder braun bis dunkelbraun gefärbt.

Zur Keimung benötigen die Sporen eine hohe Bodenwärme von etwa 25 °C. Die Sporen keimen jedoch nicht zu neuen Pflanzen mit Farnwedeln, sondern zu den unscheinbaren Prothallien, d. h. zu einer Geschlechtszellen, bzw. Keimzellen produzierenden Pflanze. Prothallien sind eine der beiden Generationen in dem Generationswechsel dieser Farne. Im Vergleich zum eigentlichen Farn ist ein Prothallium klein, unscheinbar, meist kurzlebig und verborgen. Im folgenden findet die Befruchtung statt und es bilden sich anschließend neue, kleine Farnpflanzen.

Lesetipp: So vermehrt man Zimmerpflanzen erfolgreich
Einkaufstipp: Aufzucht-, Anzucht u. Gewächshäuser zur Vermehrung

Erde / Substrat

Zur Pflege eines Geweihfarns gibt es mehrere Möglichkeiten: Die natürlichste Kultivierung ist, wenn man den Farn an der rauen und feuchten Oberfläche eines groben Rindenstücks oder einer ähnlichen Unterlage befestigt. Weiterhin kann man den Geweihfarn in eine Blumenampel oder in ein herkömmliches Pflanzgefäß setzen. Diese dritte Pflanzart ist für den Geweihfarn jedoch am schlechtesten geeignet.

Manchmal werden die Farne im Handel auf einem Stück Baumfarn oder Rinde angeboten. Wenn die Schildblätter die Unterlage fast vollständig bedecken, befestigt man die Geweihfarne an einem größeren Epiphytenstamm oder Borkenstück. Vor dem Befestigen hüllt man den kleinen, schwammartigen Wurzelstock des Farns in ein grobfasriges Gemisch aus Torf und Sphagnum. Dann bindet man dieses Bündel auf der Unterlage mit einem starken Baumwollfaden, einer Kordel oder einem Bindedraht fest. Perlon- oder Nylonfaden sind für die Befestigung der Geweihfarne nicht geeignet.

torffreie Spezialerde

Alternativ kann man den Geweihfarn auch sehr gut in kleinen Hängekörben kultivieren. Als Substrat verwendet man Mischung aus grober Lauberde, Sphagnum und Torf mit einem leicht sauren Boden ph-Wert von 4,5 bis 5,5.

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Düngen / Nährstoffbedarf

Eine Düngung ist bei den Geweihfarnen nur sehr selten notwendig. Größere Farne braucht man nur 2 bis 3 mal pro Wachstumsperiode zu düngen. Eine für den Farn ausreichende Versorgung mit Nährstoffen ist gesichert, wenn man das Rindenstück, auf dem die Wurzeln befestigt sind, einige Minuten lang in die schwach konzentrierte Düngerlösung taucht.

Schädlinge, Pflegefehler & Hinweise

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Obwohl die Geweihfarne nicht anfällig für Schädlinge sind, befallen manchmal Schildläuse die Unterseite der Farnblätter. Am einfachsten kann man diese Parasiten bekämpfen, indem man mit einem dünnen Pinsel Spiritus auf die Schädlinge auftupft.

Zur Reinigung der Farnwedel stellt man die Geweihfarne bei milder Witterung in leichten Regen oder man sprüht die Pflanze in der Dusche mit Wasser ab. Ein Abwischen mit einem Tuch oder Schwamm ist nicht zu empfehlen, da der feine, silbrig glänzende Flaum auf den Blättern beschädigt wird. Nach der Dusche schüttelt man das Wasser vorsichtig von den Blättern, es sollten möglichst keine Wassertropfen auf den Blättern stehenbleiben.

Farne neigen zum Befall mit Blattälchen. Hin und wieder sollte man die Pflanzen sorgfältig auf einen Befall mit diesen Nematoden / Fadenwürmern kontrollieren.

Hier können Sie Schadbilder und Symptome an ihrer Pflanze bestimmen und Gegenmaßnahmen ergreifen.

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Quellen

Das Grosse Buch der Zimmerpflanzen. VEMAG Verlags- und Medien Aktiengesellschaft, Köln 1995, ISBN 3-625-10680-9, 1001 Zimmerpflanzen von A - Z. ISBN-10: 1405492090, RHS Die große Pflanzen-Enzyklopädie von A – Z, DK Verlag Dorling Kindersley, ISBN-10: 3831017298, Farne - Wikipedia, Geweihfarne - Wikipedia, Zimmerpflanzen von Editha Thomas, ISBN-10: 3730401033, Botanica. Das ABC der Pflanzen. 10.000 Arten in Text und Bild. Könemann Verlagsgesellschaft, 2003, ISBN 3-8331-1600-5

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