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Epidendrum / OrchideenDie Orchideengattung Epidendrum umfasst an die 1100 bekannte Arten. Die meisten Sorten der aus dem tropischen Amerika stammenden Orchidee bilden keine attraktiven Blüten und werden nicht kultiviert.
Die epiphytisch wachsenden Epidendren bilden unterschiedlich geformte Pseudobulben, an deren Ende sich bis zu sechs lederige, längliche Blätter ausbilden. Die Blütenstände dieser Orchideen entwickeln sich im späten Sommer oder dem zeitigen Herbst zwischen den Blättern, die Knospen brechen jedoch erst im folgenden Frühjahr oder Sommer auf. Eine Einzelblüte hält sich 2 bis 3 Wochen.
Epidendrum vitellinum bildet etwa 8 cm lange eiförmige Pseudobulben, deren Spitzen zwei oder drei ca. 22 cm lange, bläulich grüne Blätter tragen. Die aufrechten wachsenden, ungefähr 30 cm langen Blütentrauben bilden 10 bis 20 Blüten. Der Durchmesser der einzelnen Blüten dieser Orchideen beträgt etwa 4 cm. Die Blüten der Epidendrum beginnen sich im Sommer zu öffnen. Die Petalen und Sepalen sind kräftig leuchtend zinnoberrot gefärbt, die röhrenförmig ausgebildete Lippe hat eine goldgelbe Farbe.
Kulturanleitung Epidendrum:
Licht: Epidendren benötigen das ganze Jahr über einen hellen Standort, diese Orchideen vertragen auch die direkte Sonne.
Gießen: In der Hauptwachstumszeit gießt man die Orchideen mäßig und lässt das Substrat zwischen den Wassergaben fast vollständig abtrocknen. Ab der vom Herbst bis zum zeitigen Frühjahr andauernden Ruheperiode gießt man selten und gerade so viel, dass das Substrat nicht austrocknet.
Temperatur: Tagsüber soll die Temperatur um 20 °C liegen. Die Nachttemperatur darf nicht unter 13 °C sinken. Man erhöht die Luftfeuchtigkeit um die Pflanzen, indem man die Töpfe in wassergefüllte Schalen auf Kieselsteine stellt oder Schalen mit Wasser unter Ampeln und Epiphytenbäumen anbringt.
Vermehrung: Orchideen der Gattung Epidendrum werden zur Vermehrung im Frühjahr geteilt, vorausgesetzt es sind ausreichend viele Pseudobulben vorhanden. Man zerschneidet die Rhizome in zwei oder mehr Teilstücke. An jedem Teilstück sollten sich mindestens zwei Pseudobulben befinden. Die Stücke setzt man in kleine Töpfe mit einem Durchmesser von 8 bis 10-cm. Alternativ können die Teilstücke der Rhizome auch an einem Epiphytenstamm befestigt werden. Bis zum neuen Austrieb werden die geteilten Rhizome nur mäßig gegossen. Danach kann man die Pflanzen wie ausgewachsene Orchideen weiterkultivieren.
Erdmischung: Alle für Orchideen empfohlenen Kultursubstrate sind auch für Epidendren geeignet.
Siehe: Erdmischungen für Orchideen
Umtopfen: Epidendren können in Töpfen, Ampeln oder an Epiphytenbäumen kultiviert werden. Wenn für neue Pseudobulben mehr Platz benötigt wird setzt man die Orchideen in größere Gefäße um. Das Umtopfen sollte man am besten im Frühjahr vornehmen.
Dünger: Während der Hauptwachstumszeit düngt man bei jedem dritten oder vierten Gießen mit einen Blumendünger in sehr schwacher Konzentration.
Krankheiten & Pflanzenschädlinge:
Dickmaulrüssler Der Dickmaulrüssler findet Epidendren recht schmackhaft, die typischen Fraßspuren des Dickmaulrüsslers sind jedoch leicht an den Blättern der Pflanzen zu erkennen.
Die Larven des Dickmaulrüsslers sind schwerer zu entdecken, oft bemerkt man sie nur wenn die Pflanze bereits stark geschädigt ist, oder wenn sich die Käfer entwickeln und die Fraßspuren sichtbar werden. > Dickmaulrüssler bekämpfen / Fraßspuren erkennen
Gewitterfliegen Die Epidendrum ist auch ein bevorzugter Wirt für die Larven der Gewitterfliegen.
Die Larven ernähren sich bis zum Schlüpfen von jungen Trieben, sich neu entwickelnden Blättern und den Knospen der Blüten. Der Schaden an der Pflanze wird meist erst nach dem Öffnen der befallenen Blätter und Blüten entdeckt. > Gewitterfliegen bekämpfen / Symptome erkennen Lesen Sie beliebte Hausmittel mit Heilpflanzen
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