Streptocarpus - Kulturanleitung & Pflege der Zimmerpflanzen

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Der grüne Daumen
Alles über die Pflege der Zimmerpflanzen. Vermehrung, Umtopfen, Licht, Düngen, Wässern, Ruhezeiten, Reinigen, Substrate, Pflanzgefäße und vieles mehr.
Zimmerpflanzen in Wohnungen pflegen

Grundlagen für alle Gesnerien:
1. Licht, Gießen, Temperatur
2. Substrat, Vermehrung, Düngen

Pflege für Gesnerien:
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Pflanzenlexikon - Streptocarpus

Zahlreiche Hybriden mit schönen Blüten
Die Pflanzen aus der Gattung Streptocarpus teilt man in Gruppen mit und ohne Stengel ein. In Wohnungen trifft man meist die stengellosen Arten und Sorten dieser Pflanzen an, sie sind die Urform vieler hübscher, reichlich blühender Hybridenformen.

Unterschiedlichste Blattformen
Einige der Streptocarpus haben eine Besonderheit, die Pflanzen bilden nur ein einzeln stehendes großes Blatt, nach der Blüte sterben diese Pflanzen dann ab. Einige Streptocarpus bilden kleinere Blätter, die der Basis eines größeren Blatts entwachsen. Es gibt aber auch Streptocarpus die mehrere gleich große Blätter in Form einer Rosette bilden. Die weit verbreiteten Hybriden gehören zu dieser Gruppe. Die Blütenstiele dieser Hybriden wachsen aus der Basis der Mittelrippe eines jeden Blatts und sie tragen meist mehrere Blüten.

Streptocarpus mit Stielen bilden wechselständig stehende Blätter an sich stark verzweigenden Stengeln. Die Blütenstiele dieser Arten wachsen dann aus den Blattachseln. Einige Arten tragen mehrere Blüten an einem Stiel, andere nur eine einzelne Blüte.

Samenkapseln nach der Blüte entfernen
Alle Streptocarpus Blüten bestehen aus einem fünfzähligem Kelch, der die verlängerte, zylindrisch geformte, zu einem ebenfalls fünfzähligen Saum ausgebreitete Blumenkrone umgibt. Nach der Blüte bilden sich in Spiralen gedrehte hübsche Samenkapseln. Um die anhaltende Blüte einer Streptocarpus zu fördern, entfernt man diese Samenkapseln nachdem sie sich gebildet haben.

Die sich im Handel befindlichen sind unter der Bezeichnung Streptocarpus Hybriden zusammengefasst, bei einigen Sorten ist nur eine vegetative Vermehrung möglich, andere wiederum können auch generativ durch die Samenaussaat vermehrt werden.

Streptocarpus "Constant Nymph" ist eine sehr beliebte und verbreitete Sorte, diese Hybride bildet rosettenförmig angeordnete, kräftig grün gefärbte, länglich ovale, bis zu 30 cm lange Blätter. Der Basis einer Mittelrippe entwachsen vom Frühjahr bis in den Herbst mehrere Blütenstiele mit jeweils 2 bis 6 blau gefärbten und dunkelblau gestreiften Blüten. Die Blüten treten von Frühjahr bis Herbst auf. Aus Streptocarpus "Constant Nymph" sind viele weitere Sorten mit unterschiedlichsten Blütenfarben gezüchtet worden.

Wiesmoor Hybriden sind eine bereits seit langem gezüchtete Sorte. Diese Pflanzen haben eine große Ähnlichkeit mit den anderen Streptocarpus Hybriden, sie werden aber generell auf generativem Wege, also durch Aussaat der Samen, vermehrt. Um die Eigenschaften der Hybriden in der einmal gezüchteten Form zu erhalten, werden die meisten Streptocarpus  Hybriden jedoch vegetativ vermehrt.

Streptocarpus rexii bildet rosettenförmig angeordnete, länglich oval geformte, behaarte, runzelige, leicht gekerbte, kräftig grüne, 20 cm lange und 5 cm breite Blätter. Die Pflanze bildet vier lange Blütenstiele mit bis zu jeweils drei Blüten aus. Die Blütenfarbe reicht von hellblau bis lila mit feinen dunklen Streifen im Blütenschlund. Bei guten Kulturbedingungen bildet die Streptocarpus rexii permanent neue Blüten aus.

Streptocarpus saxorum wächst mit sich verzweigenden, flach ausbreitenden Stengeln. Die sich samtig anfühlenden, elliptisch geformten, auf der Oberseite dunkelgrün gefärbten, auf der Unterseite blassgrünen Blätter dieser Hybride wachsen in gegenständigen Paaren oder Quirlen zu dritt an den Stengeln. Die Blätter der Streptocarpus saxorum sind am Rand nach unten eingeschlagen und von kräftigen Adern durchzogen. An den 8 bis 15 cm langen Blütenstielen bilden sich einzelne behaarte, weißliche Blüten mit einem in zartem lila gefärbten Schlund.

Pflege und Kulturanleitung der Streptocarpus

Licht / Standort

Während der Wachstumsperiode pflegt man  die Streptocarpus an einem hellen bis mittelhellen Platz ohne direkte Sonnenbestrahlung. Die Pflanzen wachsen besser an einem möglichst gleichmäßig beleuchteten Standort. Die Streptocarpus sollten aber möglichst nahe an einem Fenster stehen, damit das Licht für die Fotosynthese ausreicht.

Lesetipp: So findet man den richtigen Standort
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Gießen

Streptocarpus gießt man gleichmäßig, der Topfballen wird beim wässern gut angefeuchtet. Vor der jeweils nächsten Wassergabe lässt man die oberste Schicht der Erde leicht antrocknen. Da Streptocarpus von Natur aus in Humus wurzeln, lieben die Pflanzen keinen Kalk. Zum Gießen verwendet man deshalb am besten Regenwasser.

Lesetipp: Pflanzen reichlich, mäßig, sparsam gießen & der richtige Zeitpunkt zum Wässern
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Temperatur

Die Streptocarpus Pflanzen wachsen bei normalen Zimmertemperaturen das ganze Jahr über. Bei der Pflege dieser Pflanzen sollte man bei Temperaturen ab 24 °C für eine hohe Luftfeuchtigkeit sorgen. Ein mit Kieseln und Wasser gefüllter Untersetzter leistet hierbei gute Dienste. Fallen die Temperaturen unter etwa 13 °C, beginnen fast alle Streptocarpus eine Ruheperiode einzulegen.

Vermehren der Pflanze

Mit Ausnahme der stengelbildenden Streptocarpus saxorum vermehrt man die Hybriden im zeitigen Frühjahr durch Blattstecklinge. Man schneidet dafür ein Blatt von der Pflanze und zerteilt es durch Querschnitte in zwei bis vier Teile. Diese Teilstücke werden mit der unteren Schnittkante in ein kleines Pflanzgefäß etwa 10 mm tief in ein Gemisch aus Torf und Sand gesteckt. Danach stellt man die Töpfe an einen hellen, aber nicht sonnigen Platz und hält das Substrat mäßig feucht. An der Schnittkante des Blattstecklings bilden sich nach etwa 5 Wochen Wurzeln und kleine Pflänzchen. Sobald die Pflanzen etwa 7 cm hoch sind, werden sie vom Blatt abgetrennt, einzeln in Pflanzgefäße umgetopft und danach wie ausgewachsene Streptocarpus weiterbehandelt.

Die stengelbildende Streptocarpus saxorum vermehrt man im Frühjahr mit 7 bis 10 cm langen Kopfstecklingen. Die Stecklinge dieser Pflanze werden jeweils einzeln etwa 1,5 cm tief in ein angefeuchtetes Gemisch aus Torf und Sand gesteckt. Danach stellt man sie an einen hellen Standort ohne direkte Sonnenbestrahlung. Das Substrat muss nun bis zum ersten neuen Austrieb permanent  leicht feucht gehalten werden. Danach werden die kleinen Pflanzen wie ausgewachsene Exemplare weiterkultiviert.

Erde / Substrat

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Zur Kultivierung einer Streptocarpus nimmt man eine Substratmischung aus humoser Erde und grobfasrigem Torf. Der Zusatz von etwas kohlensaurem Kalk ist den Pflanzen zuträglich. Alternativ zur obigen Mischung benutzt man fertiges Torfkultursubstrat, TKS1 ist gut geeignet. Eine weitere gut geeignete Substratmischung besteht aus einem Teil grobem Sphagnum und einem Teil grobkörniger Perlite. Auch dieser Mischung gibt man etwas kohlensauren Kalk hinzu.

Umtopfen

Streptocarpus sind flachwurzelnde Pflanzen, sie gedeihen am besten in flachen Pflanzgefäßen oder Schalen. Wenn der Topf gut durchwurzelt ist, kann man die Pflanzen zum Ende der Blühzeit oder im Frühjahr umtopfen.

Lesetipp: Umtopfen der Zimmerpflanzen - Theorie & Praxis
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Düngen / Nährstoffbedarf

Die Pflanze wird alle 14 Tage mit einem handelsüblichen Flüssigdünger gedüngt.

Hinweise zur Pflanze

Streptocarpus neigt bei schlechter Belüftung und hoher Luftfeuchtigkeit zu einem Befall mit Mehltau.

Zusätzlich sollte man die Streptocarpus regelmäßig an den Unterseiten der Blätter auf einen Befall durch Wollläuse kontrollieren.

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