Nachtkerze – eine Heilpflanze der Volksmedizin
Oenothera biennis L.

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🌿 Nachtkerze – Auf einen Blick

  • Familie: Nachtkerzengewächse (Onagraceae)
  • Wuchshöhe: 0,8 bis 1,8, am idealen Standort bis 2 m
  • Blütezeit: ab Anfang Juni
  • Verwendung: innerlich

Volksmund: Stolzer Heinrich, Schinkenkraut, Weinblume, Rübenwurzel, Nachtschlüsselblume, Rapontika, Härekraut, Gelber Nachtschatten, Eierblume, Gelbe Rapunzel

Gemeine Nachtkerze (Oenothera biennis): große, leuchtend gelbe, vierzählige Blüten an einem hohen Blütenstand

Nachtkerze von Christian Ferrer, CC BY-SA 4.0

Steckbrief von Nachtkerze

Steckbrief der Nachtkerze
Wissenschaftlicher Name Oenothera biennis L.
Familie Nachtkerzengewächse (Onagraceae)
Wuchshöhe 0,8 bis 1,8, am idealen Standort bis 2 m
Blütezeit ab Anfang Juni
Verwendung innerlich

Die der Familie der Nachtkerzengewächse angehörende, aus dem Norden Amerikas stammende Gemeine Nachtkerze ist eine zweijährig wachsende Pflanze. Während des ersten Jahres bildet die Nachtkerze ausschließlich in einer Rosette angeordnete Blätter, zum Frühsommer des zweiten Jahres entwächst dieser Rosette ein 0,8 bis 1,8 m hoher Stängel mit gelb gefärbten, angenehm riechenden Blüten. Diese öffnen sich erst gegen Abend, die Nachtkerze wird von Nachtfaltern bestäubt. Nach der Befruchtung bildet die Pflanze länglich geformte, behaarte Fruchtkapseln, die die Samen der Nachtkerze enthalten. Diese Samen verwendet man zur Herstellung des Nachtkerzenöls. Die ursprünglich nur in Nordamerika beheimatete Gemeine Nachtkerze ist mittlerweile auch in Mitteleuropa und in Asien verbreitet.

Standort von Nachtkerze

Die Heilpflanze ist fast im gesamten europäischen Raum zu finden. Die Nachtkerze wächst bis in Höhen von etwa 1100 m.

Heilkraft von Nachtkerze

In der Volksmedizin werden der Nachtkerze folgende Eigenschaften zugeschrieben:

  • krampflösend

    Krampflösend (spasmolytisch) heißt, dass die Spannung der glatten Muskulatur gesenkt oder ihre Verkrampfung gelöst wird.

  • blutreinigend

    „Blutreinigend“ ist ein Begriff der Volksmedizin für Mittel, die das Blut von Schadstoffen befreien sollen; die Fachmedizin verwendet ihn nicht, entgiftet wird über Leber und Nieren.

Verwendete Pflanzenteile von Nachtkerze

In der Naturheilkunde benutzt man von der Nachtkerze die Blätter und die Wurzeln.

Inhaltsstoffe von Nachtkerze

Wichtige Inhaltsstoffe dieser Heilpflanze sind Gerbstoff, Flavonoide und Schleimstoffe.

Anwendung von Nachtkerze

Die Nachtkerze wird nur innerlich angewendet. Anwendungen mit der Nachtkerze in der Naturheilkunde finden Sie auf folgender Seite:

  • Krämpfe

    Mineralstoffe und entspannende Kräuter, die bei Muskelkrämpfen helfen können.

ℹ️ Hinweis: Die EMA hat nur das Nachtkerzenöl bewertet – siehe Sicherheitshinweise.

Quellen

Grundlage der bisherigen Texte:

  • Geheimnisse und Heilkräfte der Pflanzen. Verlag Das Beste, ISBN-10: 3716600261
  • Der Kosmos Heilpflanzenführer: Über 600 Heil- und Giftpflanzen Europas, Franckh Kosmos Verlag, ISBN-10: 3440162680
  • RHS Die große Pflanzen-Enzyklopädie von A – Z, DK Verlag Dorling Kindersley, ISBN-10: 3831017298
  • Wikipedia - Heilpflanze
  • Wikipedia - Liste von Heilpflanzen
  • Gemeine Nachtkerze - Wikipedia
  • Das große Lexikon der Heilpflanzen: 550 Pflanzen und ihre Anwendungen, Dorling Kindersley Verlag GmbH, ISBN 3831032327

Für die Überarbeitung gelesen:

Häufige Fragen zu Nachtkerze

Woher stammt die Nachtkerze?

Die ursprünglich nur in Nordamerika beheimatete Gemeine Nachtkerze ist mittlerweile auch in Mitteleuropa und in Asien verbreitet.

Warum heißt sie Nachtkerze?

Diese öffnen sich erst gegen Abend, die Nachtkerze wird von Nachtfaltern bestäubt.

Woraus wird Nachtkerzenöl gewonnen?

Diese Samen verwendet man zur Herstellung des Nachtkerzenöls.

Wofür hat die EMA das Nachtkerzenöl bewertet?

Der Ausschuss für pflanzliche Arzneimittel (HMPC) der EMA hat das Öl aus den Samen der Nachtkerze als traditionelles pflanzliches Arzneimittel zur Linderung von Juckreiz bei trockener Haut bewertet.

Wer sollte Nachtkerzenöl nicht anwenden?

Für Kinder unter 12 Jahren sowie in Schwangerschaft und Stillzeit wird die Anwendung nicht empfohlen; als Nebenwirkungen sind u. a. Magen-Darm-Beschwerden, Übelkeit, weicher Stuhl, Kopfschmerzen und Hautausschlag beschrieben.