Pachyphytum - sukkulente Pflanzen pflegen
Dickstamm

Pachyphytum (Dickstamm) ist eine Pflanzengattung aus der Familie der Dickblattgewächse (Crassulaceae). Der botanische Name der Gattung wird aus den griechischen Wörtern pachys für dick oder kräftig und phyton für Pflanze abgeleitet. Hieraus erklärt sich auch der deutsche Trivialname Dickstamm. Er verweist auf die meist verdickten Blätter der Arten dieser Gattung.

Pachyphytum oviferum

Pachyphytum oviferum
von Archaeodontosaurus, CC BY-SA 4.0

Namen: Dickstamm
Wissenschaftl. Name: Pachyphytum, Pachyphytum bracteosum, Pachyphytum hookeri, Pachyphytum oviferum
Familie: Dickblattgewächse (Crassulaceae)
Wuchshöhe: bis 70 cm
Verwendung: Blattschmuckpflanze
Hilfreiche Seiten: Sukkulenten pflegen
Lexikon / Übersicht: Sukkulenten
Schwierigkeit: pflegeleicht
minimale Beleuchtung: 2000 bis 4000 Lux

Arten / Sorten - Steckbrief

Die Pachyphytum Pflege ist einfach, die Pflanze verzeiht auch den einen oder anderen Pflegefehler. Die Gattung Pachyphytum ist ein naher Verwandter der Echeverien. Die Sukkulenten besitzen kleine, gedrungene und verzweigte Triebe. An diesen sitzen wechselständig stark gefärbte, fleischige Blätter. An der Spitze der kleinen Stämme bildet sich eine Traube glockenförmiger Blüten.

Pachyphytum bracteosum

Pachyphytum bracteosum

Pachyphytum bracteosum
Seacactus13, CC BY-SA 4.0

Pachyphytum bracteosum bildet etwa 15 cm hohe und 14 mm starke Stämmchen. An ihnen wachsen rosettenartig angeordnete, dicke Blätter.

Jedes Blatt ist 6 bis 7 cm lang und nahe der Spitze ungefähr 2 cm breit, verjüngt sich zur Basis hin auf 10 mm Breite und 5 mm Stärke. Die Blätter des Pachyphytum bracteosum sind grauweiß und bilden eine weißmehlige Bereifung, welche bei unvorsichtiger Berührung leicht beschädigt wird.


Pachyphytum compactum

Pachyphytum compactum

Pachyphytum compactum
Seán A. O'Hara, CC BY 2.0

Pachyphytum compactum ist eine sehr attraktive Blattschmuckpflanze mit gedrungenem Wuchs und zahlreichen kurzstämmigen Rosetten. Die Pflanzen wachsen mit dicken, Reif überzogenen, mattgrün gefärbten und manchmal purpurfarben überhauchten Blättern.

Pachyphytum compactum verzweigt sich an der Basis und wächst überhängend, sie eignet sich damit sehr gut zur Pflege als Ampelpflanze.

Zwischen Februar und Juli wachsen aus den Blattachseln die Blütenstände mit Trauben hängender, blauspitziger, orangeroter Blüten.

Pachyphytum compactum erreicht eine Wuchshöhe von 10 bis 15 cm und einen Durchmesser von 30 cm und mehr.


Pachyphytum hookeri

Pachyphytum hookeri

Pachyphytum hookeri
von Pequod76, CC BY-SA 4.0

Pachyphytum hookeri zählt zu den sukkulenten Halbsträuchern und kann bis 70 cm hoch werden.

Die sich wenig verzweigende Pachyphytum hookeri bildet stielrunde, blaugrün gefärbte Blätter mit einer Länge von etwa 3 cm.

Die roten, glockenartig geformten Blüten bilden gelbe Spitzen. Pachyphytum hookeri lässt sich sehr leicht mit Blattstecklingen vermehren.


Pachyphytum oviferum

Pachyphytum oviferum

Pachyphytum oviferum
von Peter A. Mansfeld, CC BY 3.0

Pachyphytum oviferum ist wahrscheinlich die beliebteste und verbreiteteste Art der Gattung.

Die Stämmchen dieser Sukkulente werden etwa 15 cm lang und 14 mm dick.

Die ovalen oder verkehrt eierförmigen Blätter können bis zu 4 cm lang und 2 cm breit und stark werden. Die Blätter sind grauweiß mit einem leichten rosaroten Schimmer. Die Bereifung ist empfindlich und lässt sich leicht abwischen.

Die sich vom Mai bis Juni bildenden, glockenartig geformten Blüten sind leuchtend gefärbt.

Standort / Licht

Pachyphytum Arten pflegt man ganzjährig an einem hellen bis sehr hellen, auch vollsonnigen Standort. Direkte, kräftige Sonneneinstrahlung ist bei der Pflege dieser Sukkulenten wichtig, Pachyphytum vertragen auch die pralle Mittagssonne.

Südostfenster oder Südwestfenster eignen sich besonders gut. Die minimale Beleuchtungsstärke liegt bei ca. 2000 bis 4000 Lux.

Info: Wie misst man die Beleuchtung am Standort ?
Standort finden

Licht ist für Pflanzen wie Nahrung. Pflanzen bleiben nur gesund und vital, wenn ihre Lichtbedürfnisse erfüllt werden. Kenntnisse über die Lichtstärke in Lux zeigen, ob der Standort hell genug ist. Schattenliebende Pflanzen brauchen mindestens 500 bis 600 Lux, während sonnenliebende Geranien oder Sukkulenten 2000 Lux und mehr benötigen.

Himmelsrichtung, Jahreszeit, Art der Verglasung und umgebende Bäume und Büsche beeinflussen die Lichtmenge schnell um 30 bis 70 %.

Ein Nordfenster lässt deutlich weniger Licht herein als ein Südfenster.

Auch der Abstand zu einem Fenster ist wichtig. Bereits 2 bis 3 Meter hinter einem hellen Fenster kann es zu dunkel sein.

Zu viel Licht ist auch schädlich und erfordert eine Abschattung oder einen Standortwechsel.

Lichtmangel Symptome

  • Lange, helle zum Licht wachsende Triebe, weiter Blattabstand und bleiches, aufgehelltes Laub
  • Schlaffer, nicht stabiler Wuchs
  • Dünne, blassgrüne, durchscheinende Blätter
  • deutlich zu kleine Blätter, weiche Triebe

Luxmessung: Mit einem Luxmeter können Sie die Lichtstärke an verschiedenen Standorten messen. Dieses wichtige Hilfsmittel finden Sie hier:

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Lesetipp: So findet man den richtigen Standort
Einkaufstipp: Pflanzlampen u. Beleuchtungssysteme für dunkle Standorte, denn lichtarme Ecken in der Wohnung kann man mit einer modernen Beleuchtung und attraktiven Zimmerpflanzen zu einem Blickfang aufwerten.

Pachyphytum Gießen / Wässern

Pachyphytum werden während der Wachstumsphase mäßig gegossen, die Erde wird nur etwas angefeuchtet. Zu starkes und zu häufiges Gießen hat ein unnatürliches Wachstum und Fäulnisbildung zur Folge. Die kurze Trockenperiode zwischen den einzelnen Wassergaben fördert jedoch die typische Wuchsform und eine kräftige Blattfärbung der Pachyphytum.

Mäßiges Gießen

  1. Vor dem Gießen lässt man die oberste Schicht des Substrats, bis in eine Tiefe von ca. 2 cm antrocknen. Die Fingerprobe funktioniert gut. Wenn sich die oberste Schicht des Substrats gut trocken anfühlt, wird gegossen. Im Inneren des Topfballens bleibt eine leichte, gleichmäßige Feuchtigkeit bestehen, das Substrat darf nicht durchtrocknen.
  2. Beim Gießen gibt man soviel Wasser, dass der Ballen gleichmäßig feucht aber nicht mit Wasser gesättigt ist.
  3. Sobald die ersten Tropfen Wasser aus dem Abzugsloch laufen gießt man nicht mehr weiter. Überschüssiges Wasser wird nach ca. 20 Minuten abgeschüttet.

Wer die Pflanze von unten bewässern möchte, gibt ein wenig Wasser in den Untersetzer und wartet bis alles aufgesogen wurde. Dies widerholt man je nach Topfgröße mehrmals. Es sollte kein Wasser in dem Untertopf stehenbleiben.

Pachyphytum vertragen keine Staunässe. Überschüssiges Wasser muss frei ablaufen können oder spätestens 5 Minuten nach dem Gießen aus dem Übertopf abgeschüttet werden, denn Staunässe führt auch bei diesen Sukkulenten schnell zur Wurzelfäule.

Regenwasser ist für die Bewässerung aller Pachyphytum Arten optimal, die Pflanzen nehmen aber auch mit gewöhnlichem, nicht zu kalkhaltigem Leitungswasser vorlieb.

+ Weitere Info über den Wasserbedarf anzeigen

Die richtige Bewässerung ist für das Gedeihen von Zimmerpflanzen essentiell. Doch wann, wie viel und wie oft gießt man richtig? Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten, da der Wasserbedarf von Pflanze zu Pflanze stark variiert. Gerade Anfänger tun sich oft schwer damit, die Bedürfnisse ihrer grünen Freunde zu erkennen.

Grundsatz beim Gießen

Weniger ist mehr! Dies ist die goldene Regel beim Gießen von Zimmerpflanzen. Die meisten Pflanzen vertragen Trockenheit besser als Staunässe, die zu Wurzelfäule und Schimmelbildung führen kann. Ist man sich also unsicher, lieber etwas weniger gießen als zu viel.

Anzeichen für Überwässerung:

  • Schlaffe Blätter: Oftmals wird bei schlappen Blättern reflexartig zur Gießkanne gegriffen. Doch bevor Sie gießen, sollten Sie die Erde kontrollieren. Handelt es sich nicht um Wassermangel, kann Überwässerung die Ursache sein.
  • Gelbe Blätter: Vergilbte Blätter können ebenfalls ein Hinweis auf zu viel Wasser sein.
  • Faulige Wurzeln: Im schlimmsten Fall führt Staunässe zu faulen Wurzeln, die die Pflanze nicht mehr versorgen können.

Richtig gießen:

  • Fühlen Sie die Erde: Zum Prüfen des Feuchtigkeitsgehalts fühlt man zuerst mit einem Finger ca. zwei Zentimeter tief ob sich das Substrat feucht anfühlt. Besteht weiterhin Unsicherheit, so zerreibt man einige Erdkrümel zwischen den Fingern. Feuchte oder trockene Erde kann man so gut unterscheiden. Fühlt sie sich feucht an, warten Sie mit dem Gießen, bis die Erde etwas angetrocknet ist. Vor und nach dem Gießen sollten Sie das Pflanzgefäß kurz anheben, so bekommen sie ein Gefühl für das Gewicht und recht schnell auch für den Feuchtigkeitsgehalt des Topfballens.
  • Gießen Sie gründlich: Wenn gegossen wird, sollte das Wasser bis aus den Drainagelöchern fließen. So wird sichergestellt, dass der gesamte Wurzelballen durchfeuchtet wird.
  • Vermeiden Sie Gießwasser im Untersetzer: Gießwasser im Untersetzer kann zur Wurzelfäule führen. Gießen Sie daher lieber direkt in den Topf und kippen Sie überschüssiges Wasser nach einigen Minuten weg.
  • Die richtige Wassermenge: Die Menge des benötigten Wassers hängt von Pflanzenart, Topfgröße und Jahreszeit ab. Als Faustregel gilt: Je größer der Topf und je wärmer die Umgebung, desto mehr Wasser wird benötigt.
  • Das richtige Wasser: Verwenden Sie zum Gießen am besten Zimmerwarmes, abgestandenes Leitungswasser. Kaltes Wasser kann die Pflanzen schocken, während chlorhaltiges Leitungswasser den Pflanzen schaden kann.

Zusatztipps:

  • Gießen Sie nach Bedarf: Achten Sie auf die individuellen Bedürfnisse Ihrer Pflanzen und gießen Sie diese nach Bedarf, anstatt nach einem festen Zeitplan.
  • Verschiedene Pflanzenarten: Informieren Sie sich über die speziellen Bedürfnisse Ihrer Pflanzen, da der Wasserbedarf von Sukkulenten beispielsweise deutlich geringer ist als der von Blattpflanzen.
  • Investieren Sie in einen Feuchtigkeitsmesser: Dieses praktische Tool hilft Ihnen, den Feuchtigkeitsgehalt der Erde zu ermitteln. Mit einem Feuchtigkeitsmesser kann man auch in der Topfmitte schnell und zuverlässig die Feuchtigkeit ermitteln. Das Messgerät ist preiswert zu erstehen und es gehört zur Grundausrüstung eines Pflanzenliebhabers.

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Weshalb sterben Pflanzen bei zu viel Wasser?

Eine schlapp aussehende Pflanze kann oft kein Wasser aufnehmen, weil sie bereits über einen längeren Zeitraum hin zu stark vernässt war. Dadurch ist zu wenig Sauerstoff in der Erde und die Wurzeln werden faulig. Die zerstörten Wurzeln können kein Wasser mehr aufnehmen und die Pflanze wird schlapp. Ein Zeichen von Wassermangel, aber nicht durch zu wenig Gießen sondern wegen der verfaulten Wurzeln. Jetzt hilft nur noch schnelles Austopfen der Pflanze, alle Wurzeln von der vernässten Erde säubern, abgestorbene und verfaulte, schwarze Wurzeln abzupfen und abschneiden. Dann wird die Pflanze in frische Erde eingetopft und bis zur Bildung neuer Wurzeln, etwa 1 bis 2 Monate sparsam gegossen. Mit etwas Glück erholt sich die Pflanze.

So verhindert man das Wurzelsterben

Gießen Sie nie vorbeugend oder auf Verdacht. Erst die Erde auf Feuchtigkeit kontrollieren, dann Gießen. Alles nach dem Wässern im Untersetzer oder Übertopf stehenbleibende Wasser muss spätestens nach 5 Minuten abgegossen werden. Falls man dies verpasst, können empfindlichere Pflanzen bereits nach 10 Minuten nicht wieder gut zu machende Wurzelschäden erleiden.

Was tun bei Ballentrockenheit ?

Wenn der Ballen mal völlig abgetrocknet ist, reicht einfaches Gießen, besonders bei kleineren Pflanzgefäßen, nicht aus. Der gesamte Topf muss solange vollständig bis zu Erdoberfläche in Wasser getaucht werden, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen.

Lesetipp: Sukkulenten richtig Gießen
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Luftfeuchtigkeit

Im Gegensatz zu zahlreichen anderen Zimmerpflanzen, vertragen die sukkulenten Pachyphytum problemlos eine niedrige Luftfeuchte.

Pachyphytum überwintern / Ruheperiode

Obwohl diese Sukkulenten eigentlich fast keine Ruhezeit benötigen, sollte man im Winter eine Ruheperiode, durch Absenken der Temperaturen auf 10 bis 16 °C und eine sehr sparsame Wassergaben, erzwingen.

Ein kühler Kellerraum, ein Treppenhaus, ein Wintergarten oder eine frostfreie Garage geben einen guten Überwinterungsraum ab. Um das für die Überwinterung notwendige Licht bereitzustellen, eignen sich 20 cm über den Pflanzen angebrachte Leuchtstoffröhren bzw. noch energiesparendere Pflanzlampen mit LED. Bei einem Standort im Wintergarten oder vor ausreichend großen Süd-, Südwest-, oder Südostfenstern mit ungehindertem Lichteinfall ist in der Regel keine Zusatzbeleuchtung erforderlich.

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Lesetipp: Ruhe- und Vegetationsperiode der Pflanzen

Standort im Sommer

Während des Sommers kann man eine Pachyphytum ins Freie stellen. Die ersten Tage stellt man die Sukkulente an einen halbschattigen Platz. Nach und nach verträgt die Pflanze dann auch die volle Sonnenbestrahlung ohne einen Sonnenbrand zu bekommen.

 Sobald die nächtlichen Temperaturen 10 °Celsius erreichen, stellt man die Pachyphytum an ihren Platz in der Wohnung, bzw. ab ca. Mitte Oktober an den kühleren Überwinterungsplatz.

Temperatur

Pachyphytum wächst gut bei normalen Zimmertemperaturen zwischen 18 und 22 °C. Im Winter, während der erzwungenen Ruheperiode, sollten die Temperaturen für die Sukkulenten zwischen 10 und 16 °C liegen und nicht unter 7 °Celsius fallen.

Lesetipp: Informatives über Temperatur, Zugluft, Heizkörper und Kälteschock
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Pachyphytum vermehren

Blattsteckling

Blattsteckling einer Pachyphytum
von stephen boisvert, CC BY 2.0

Pachyphytum kann man problemlos durch Kopfstecklinge vermehren. Stecklinge schneidet man im Frühjahr und lässt sie in einem kleinen Pflanzgefäß mit einem Gemisch aus Torf und Sand bewurzeln. Die Töpfe stellt man an einen hellen, warmen Platz. Sobald die oberste Schicht der Erde angetrocknet ist, wird leicht  nachgegossen. Nach erfolgreicher Bewurzelung, der durch neuen Austrieb angezeigt wird, setzt man die jungen Pflanzen in Schalen mit Sukkulentensubstrat. Danach behandelt man die Jungpflanzen wie ausgewachsene Exemplare weiter.

Blattstecklinge zur Vermehrung

Pachyphytum lassen sich auch durch Blattstecklinge vermehren. Dazu wird ein reifes und gesundes Blatt abgenommen und mit einer Rasierklinge ein Streifen vom Außenrand weggeschnitten, um das innere Gewebe freizulegen. Das Blatt verankert man mit einem Drahthaken auf einer Unterlage aus feuchtem Sand oder beschwert es mit kleinen Steinen. Es entstehen dann kleine Pflänzchen an den beschnittenen Rändern.

Man kann solche Pflänzchen aber auch heranziehen, solange sich das Blatt noch an der Mutterpflanze befindet, indem man ein Stück vom Außenrand wegschneidet und drei bis vier Einschnitte vom Rand zur Blattmitte macht. Sobald die nach einer der beiden Methoden herangezogenen Pflänzchen 2 cm oder größer sind, löst man sie vorsichtig vom Blatt ab und drückt sie zur weiteren Bewurzelung behutsam in ein angefeuchtetes Gemisch aus Torf und Sand; anschließend können sie umgetopft und wie ausgewachsene Exemplare gepflegt werden.

Lesetipp: Sukkulenten erfolgreich vermehren
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Erde / Substrat

Ideal für die Pflege der Pachyphytum ist ein Boden ph-Wert zwischen 6,5 und 7,5. Man verwendet ein nur mäßig humoses Substrat mit etwas Landerdeanteil. Das Substrat für diese Pflanzen sollte gut wasserdurchlässig sein, damit sich nach dem Gießen kein Wasser stauen kann. Dies erreicht man, indem man etwa 40 bis 50 % mineralische Beimischung verwendet. Es eignet sich Bims-Kies, Lavalit, Lavagranulat oder Quarzsand.

Die offenporigen, mineralischen Bestandteile, Perlite und Granulate unterstützen die Luftführung und Krümelstruktur des Substrats, sie speichern die Nährstoffe und Feuchtigkeit, lassen überschüssiges Wasser nach dem Gießen jedoch zügig ablaufen.

+ Info über ein gutes Substrat anzeigen

Ein gutes Substrat

Das richtige Substrat-Gemisch gewährleistet einen guten Halt der Pflanze und eine gute Belüftung des Wurzelbereiches. Ein Zusatz von Landerde stellt den pH-Wert ein und verbessert die Aufnahme- und Speicherfähigkeit für Wasser und Nährstoffe.

Die Zusatzstoffe Quarzsand, Bims-Kies, Lavalit, Lavagranulat, Kleine Kiesel, Styromull, Splitt und ähnliches verbessern den Wasserabzug nach dem Gießen. Dies hilft Staunässe und damit Wurzelfäulnis vorzubeugen. Ein gutes Substrat verfügt über eine gute Puffereigenschaft und darf über einen längeren Zeitraum seine vorteilhaften Eigenschaften nicht verlieren.

Andere wichtige Eigenschaften für eine gute Topfpflanzenerde sind die Speicherfähigkeit für Wasser und Nährstoffe, die Luftführung innerhalb des Substrats und die Standfestigkeit um ein zusammensacken und verdichten der Erde zu verhindern.

Pufferkraft des Substrats

Die Pufferkraft eines Substrats ist sehr wichtig, sie verhindert:

  • schnelles Austrocknen der Blumenerde
  • Versalzungen an den Wurzeln
  • größere Schwankungen im Nährstoffvorrat
  • schnelle Veränderungen des pH-Werts

Ausführliche Informationen, Substratrezepte und Bezugsquellen finden Sie hier: Erde oder Substrat ? - Die perfekte Mischung für alle Zimmerpflanzen

Wenn man die Pachyphytum in gut abgestimmtes Substrat pflanzen möchte, mischt man sich dieses selber. Die Herstellung ist nicht schwierig. Als Belohnung erhält man eine dauerhaft gesunde und wüchsige, gegenüber Krankheiten und Schädlingen gut resistente Pflanze, vorausgesetzt die restlichen Pflegeanforderungen werden ebenfalls erfüllt. Da das eigene Substrat, im Gegensatz zu einfacher Blumenerde, über einen langen Zeitraum nicht zusammensackt und verdichtet, kann man auf ein jährliches Umtopfen verzichten.

  • 5  Anteile Blumenerde auf Kompostbasis
  • 1 Anteil Ackererde mit Tonanteil
  • 6 Anteile Quarzsand, Bims-Kies, Lavalit, oder Lavagranulat.
+ Info: Bezugsquellen für Substrate & weitere Zutaten

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Bims als Zuschlagstoff, verbessert den Luftgehalt, die Wasserspeicherfähigkeit und die Durchwurzelbarkeit, fördert die Wurzelentwicklung, Körnung 0-4 mm.
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Lavagranulat: Eifel-Lava, rein mineralisches Material. Körnung ca. 0-12 mm.
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Vermiculite oder Blähton: aufgeblähtes Tonmineral zur Substratverbesserung: Lockerung, großes Anlagerungsvermögen für Nährstoffe und Wasser.
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Landerde / Ackererde mit Tonanteil:
mit den Zuschlagsstoffen Sand und Humus aus Kompost. Mutterboden gesiebt 0-20 mm

Alles muss gut miteinander vermischt werden.

Substrat herstellen: Rezepte für Sukkulentensubstrate, Bezugsquellen für die Zutaten

Pachyphytum umtopfen

Bei Bedarf werden die Pachyphytum im zeitigen Frühjahr in größere Pflanzgefäße umgepflanzt. Da diese Sukkulente zur Gruppenbildung neigt, sind flache Töpfe und Pflanzschalen am besten geeignet. Umgetopft wird eine Pachyphytum im zeitigen Frühjahr zu Beginn der Wachstumszeit. Man entfernt dabei alle abgestorbenen oder eingeschrumpften Blätter und versetzt die Pachyphytum nur dann in eine größere Schale, wenn Pflanzen die Erde vollständig bedeckt haben.

Lesetipp: Einpflanzen & Umtopfen von Sukkulenten
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Düngen / Nährstoffbedarf

Pachyphytum braucht man nur selten zu düngen, man verwendet Kakteendünger. 1 bis 2 schwache Düngung pro Jahr sind ausreichend. Stärkeres Düngen schadet der Pachyphytum und führt zu einem unnatürlichem Wachstum.

Während der Ruheperiode werden die sukkulenten Pachyphytum nicht gedüngt.

Lesetipp: Sukkulenten richtig düngen

Blumendünger

Bezugsquellen für richtige Düngemittel finden Sie hier:
Dünger für Topfpflanzen, Zierpflanzen und Zimmerpflanzen

Schädlinge, Pflegefehler & Hinweise

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Zu feuchte Pflege vertragen die Pachyphytum nicht. Einige Arten sind, besonders als Jungpflanzen, anfällig für den Befall mit Schmier- und Wollläusen. Ausgereifte Exemplare sind dann problemlos zu pflegen, sie werden nur ausnahmsweise von Schädlingen oder Krankheiten befallen.

Crassula vermehren

Typisches Schadbild, wenn eine Sukkulente zu dunkel, zu feucht, zu luftfeucht steht und dann noch zu viel Torf und Nährstoffe im Substrat sind.

Was kann ich tun? - Sukkulente krank


Crassula krank

Sukkulenten brauchen nur wenig Dünger und sollten nicht chemisch behandelt und gleichzeitig gedüngt werden.

Crassula ovata kränkelt, Hilfe


Geldbaum mit Wollläusen

Schmier- und Wollläuse können bei sukkulenten Pflanzen auftreten. Im Winter sind Zimmerpflanzen besonders anfällig für diesen Schädlingsbefall. Das kleine, weiße, an Wattebäusche erinnernde Gespinst der Schmierläuse ist gut auf den Blättern zu erkennen.

Thema hier im Pflanzenforum


Hier können Sie Schadbilder und Symptome an ihrer Pflanze bestimmen und Gegenmaßnahmen ergreifen.

Bilder der Pachyphytum

Klicken Sie zum Vergrößern auf die Vorschaubilder

Pachyphytum bracteosum

Pachyphytum

Foto: Granada

Pachyphytum coeruleum

Pachyphytum

Pachyphytum coeruleum
Foto: Stan Shebs
Lizenz: GFD

Pachyphytum viride

Pachyphytum

Pachyphytum viride
Foto: Stan Shebs
Lizenz: GFDL

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Quellen

Das Grosse Buch der Zimmerpflanzen. VEMAG Verlags- und Medien Aktiengesellschaft, Köln 1995, ISBN 3-625-10680-9, 1001 Zimmerpflanzen von A - Z. ISBN-10: 1405492090, RHS Die große Pflanzen-Enzyklopädie von A – Z, DK Verlag Dorling Kindersley, ISBN-10: 3831017298, Wikipedia - Sukkulente, Pachyphytum - Wikipedia, Zimmerpflanzen von Editha Thomas, ISBN-10: 3730401033, Botanica. Das ABC der Pflanzen. 10.000 Arten in Text und Bild. Könemann Verlagsgesellschaft, 2003, ISBN 3-8331-1600-5

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