Schildfarn

Schildfarne (Polystichum) sind eine weltweit verbreitete Gattung von Farnen aus der Familie der Wurmfarngewächse (Dryopteridaceae). In ihrem Habitat wachsen die Farne meisten auf Waldboden, in erdigen Felsspalten oder auf steinigen Abhängen. Schildfarne sind als Zierpflanzen sehr verbreitet, sie sind pflegeleicht und wachsen auch an lichtarmen, schattigen Standorten noch recht gut.

Polystichum tsus-simense

Schildfarn, Polystichum tsus-simense
von Daderot, CC0

Die Schildfarn Pflege ist einfach, die Farne verzeihen auch den einen oder anderen kleineren Pflegefehler. Im Gegensatz zu anderen Farnen verträgt ein Schildfarn auch dunklere Standorte und trockene Zimmerluft.

Name: Schildfarn, Filigranfarn
Wissenschaftl. Name: Polystichum
Familie: Wurmfarngewächse (Dryopteridaceae)
Wuchshöhe: ca. 60 cm als Topfpflanze
Verwendung: Blattschmuckpflanze, Ampelpflanze
Hilfreiche Seiten: Farnpflanzen pflegen
Lexikon / Übersicht:  Farnpflanzen
Schwierigkeit: pflegeleicht

Arten / Sorten - Beschreibung

Schildfarne sind erdbewohnende Farnpflanzen, deren Hauptsprosse aufrecht bis aufsteigend wachsen. Alle Schildfarn Arten sind wintergrün. Die Wedel dieser Farne entwachsen einem Rhizom, das mit schwärzlichen Schuppen bedeckt ist und teilweise über und unter der Erde wächst. Bei älteren Farnen verzweigt sich dieses Rhizom. Dann beginnen sich aus mehreren Vegetationspunkten neue Wedel zu entwickeln.

Polystichum tsus-simense

Polystichum tsus-simense

Polystichum tsus-simense
von Holly Fern, CC BY-SA 2.0

Polystichum tsus-simense, Syn. Polystichum luctuosum wird im Handel gerne unter dem einfachen Namen Schildfarn angeboten. In freier Natur findet man diese Farne in Japan, Korea und Taiwan. Polystichum tsus-simense bildet kriechende Rhizome. Aus diesen wachsen dünne, schwarze Blattstiele mit doppelt gefiederten, dunkelgrünen glänzende Blättchen. Der Farn erreicht eine Pflanzenhöhe von 15 bis 25 cm.

Bevor sich die anfangs zusammengerollten Wedel der Farne öffnen, sind sie dicht mit silbrig-weißen Schuppen besetzt. Die reifen Wedel sind annähernd dreieckig geformt, bis zu 25 cm lang und an der Basis etwa 7 cm breit. Die Stiele der Farnwedel sind mit dunkelbraunen Schuppen besetzt und werden etwa 10 cm lang. Die Wedel setzen sich aus zahlreichen Paaren länglicher, lanzettlicher, dunkelgrün gefärbter, wechselständig entlang der Mittelrippe wachsender Fiedern zusammen, die jeweils etwa 6 cm lang und 2 bis 3 cm breit werden.

Jede Blattfieder ist nochmals in zahlreiche etwa 12 mm lange und 6 mm breite Fiederblättchen unterteilt. Diese kleinen Fiederblättchen sind am Rand stark gezähnt und haben scharfe Spitzen, ähnlich wie die Blätter der Stechpalme. Auf der Unterseite der Fiederblättchen reifer Wedel bilden sich die winzigen, runden, dunkelbraunen Sporenkapseln.

Polystichum falcatum var. falcatum

Polystichum falcatum var. falcatum

Polystichum falcatum var. falcatum
v. Ixitixel, CC BY-SA 3.0

Polystichum falcatum var. falcatum, wird im Handel unter den Namen Sichelfarn oder Mondsichelfarn angeboten. Synonyme sind: Aspidium falcatum, Cyrtomium falcatum, Phanerophlebia falcata und Cyrtomium fortunei.

Die natürlichen Habitate dieses Farns liegt in Ostasien.

Polystichum falcatum var. falcatum bildet einen grundständigen Spross mit einer breit ausladendenden Blattrosette. Die dunkelgrün glänzenden Blätter dieser Farn Art sind nur einfach gefiedert. Die breitlanzettlichen Fiedern stehen in einer sichelförmigen Anordnung. Auf den Unterseiten der Blätter bilden sich Sporen in runden Häufchen. Polystichum falcatum var. falcatum erreicht eine Pflanzenhöhe von 20 bis 30 cm. Die Blattrosette kann einen Durchmesser von 70 cm erreichen.

Standort / Licht

Schildfarne benötigen einen hellen bis halbschattigen Standort ohne kräftige Sonneneinstrahlung. Die zarten Wedel der Farne müssen vor praller Sonne geschützt werden. Zerstreutes Sonnenlicht hingegen wird, mit Ausnahme der Sommermonate, von den Farnen vertragen. Hat man nur ein sonniges Fenster als Standort zur Verfügung, so hilft die Abschattung mit einem leichtem Vorhang oder einer etwas größeren, abschattenden Pflanze.

Die minimale Beleuchtungsstärke für Schildfarn Arten beträgt 600 bis 800 Lux.

Info: Wie misst man die Beleuchtung am Standort ?
Standort finden

Licht ist für Pflanzen wie Nahrung. Pflanzen bleiben nur gesund und vital, wenn ihre Lichtbedürfnisse erfüllt werden. Kenntnisse über die Lichtstärke in Lux zeigen, ob der Standort hell genug ist. Schattenliebende Pflanzen brauchen mindestens 500 bis 600 Lux, während sonnenliebende Geranien oder Sukkulenten 2000 Lux und mehr benötigen.

Himmelsrichtung, Jahreszeit, Art der Verglasung und umgebende Bäume und Büsche beeinflussen die Lichtmenge schnell um 30 bis 70 %.

Ein Nordfenster lässt deutlich weniger Licht herein als ein Südfenster.

Auch der Abstand zu einem Fenster ist wichtig. Bereits 2 bis 3 Meter hinter einem hellen Fenster kann es zu dunkel sein.

Zu viel Licht ist auch schädlich und erfordert eine Abschattung oder einen Standortwechsel.

Lichtmangel Symptome

  • Lange, helle zum Licht wachsende Triebe, weiter Blattabstand und bleiches, aufgehelltes Laub
  • Schlaffer, nicht stabiler Wuchs
  • Dünne, blassgrüne, durchscheinende Blätter
  • deutlich zu kleine Blätter, weiche Triebe

Luxmessung: Mit einem Luxmeter können Sie die Lichtstärke an verschiedenen Standorten messen. Dieses wichtige Hilfsmittel finden Sie hier:

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Lesetipp: So findet man den richtigen Standort
Einkaufstipp: Pflanzlampen u. Beleuchtungssysteme für dunkle Standorte, denn lichtarme Ecken in der Wohnung kann man mit einer modernen Beleuchtung und attraktiven Zimmerpflanzen zu einem Blickfang aufwerten.

Schildfarne Gießen / Wässern

Schildfarne werden reichlich gegossen. Der Ballen muss permanent feucht, aber nicht durchnässt sein. Nach dem Gießen sollte überschüssiges Wasser aus den Untersetzern entfernt werden, Staunässe ist auf jeden Fall zu vermeiden.

Falls die Temperaturen unter 15 °C sinken, gießt man den Schildfarn nur noch mäßig und lässt die oberste Erdschicht des Topfballens zwischen den einzelnen Wassergaben leicht antrocknen. Das Substrat darf nicht durchtrocknen, Schildfarne vertragen keine Ballentrockenheit.

Pflanzen reichlich gießen
  1. Vor dem Gießen lässt man die oberste Schicht des Substrats, bis in eine Tiefe von ca. 2 cm, antrocknen. Die Fingerprobe funktioniert gut. Wenn sich die oberste Schicht des Substrats gut trocken anfühlt, wird gegossen. Im Inneren des Topfballens bleibt so eine leichte, gleichmäßige Feuchtigkeit bestehen. Das Substrat darf nicht durchtrocknen.
  2. Beim Gießen gibt man soviel Wasser, dass der Ballen gleichmäßig feucht aber nicht mit Wasser gesättigt ist.
  3. Sobald die ersten Tropfen Wasser aus dem Abzugsloch laufen gießt man nicht mehr weiter. Überschüssiges Wasser wird nach ca. 20 Minuten abgeschüttet.

Als Gießwasser und zum Besprühen nimmt man für die Schildfarne weiches, abgestandenes und zimmerwarmes Wasser. Idealerweise verwendet man sauberes, bei Bedarf gefiltertes Regenwasser.

+ Weitere Info über den Wasserbedarf anzeigen

Die richtige Bewässerung ist für das Gedeihen von Zimmerpflanzen essentiell. Doch wann, wie viel und wie oft gießt man richtig? Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten, da der Wasserbedarf von Pflanze zu Pflanze stark variiert. Gerade Anfänger tun sich oft schwer damit, die Bedürfnisse ihrer grünen Freunde zu erkennen.

Grundsatz beim Gießen

Weniger ist mehr! Dies ist die goldene Regel beim Gießen von Zimmerpflanzen. Die meisten Pflanzen vertragen Trockenheit besser als Staunässe, die zu Wurzelfäule und Schimmelbildung führen kann. Ist man sich also unsicher, lieber etwas weniger gießen als zu viel.

Anzeichen für Überwässerung:

  • Schlaffe Blätter: Oftmals wird bei schlappen Blättern reflexartig zur Gießkanne gegriffen. Doch bevor Sie gießen, sollten Sie die Erde kontrollieren. Handelt es sich nicht um Wassermangel, kann Überwässerung die Ursache sein.
  • Gelbe Blätter: Vergilbte Blätter können ebenfalls ein Hinweis auf zu viel Wasser sein.
  • Faulige Wurzeln: Im schlimmsten Fall führt Staunässe zu faulen Wurzeln, die die Pflanze nicht mehr versorgen können.

Richtig gießen:

  • Fühlen Sie die Erde: Zum Prüfen des Feuchtigkeitsgehalts fühlt man zuerst mit einem Finger ca. zwei Zentimeter tief ob sich das Substrat feucht anfühlt. Besteht weiterhin Unsicherheit, so zerreibt man einige Erdkrümel zwischen den Fingern. Feuchte oder trockene Erde kann man so gut unterscheiden. Fühlt sie sich feucht an, warten Sie mit dem Gießen, bis die Erde etwas angetrocknet ist. Vor und nach dem Gießen sollten Sie das Pflanzgefäß kurz anheben, so bekommen sie ein Gefühl für das Gewicht und recht schnell auch für den Feuchtigkeitsgehalt des Topfballens.
  • Gießen Sie gründlich: Wenn gegossen wird, sollte das Wasser bis aus den Drainagelöchern fließen. So wird sichergestellt, dass der gesamte Wurzelballen durchfeuchtet wird.
  • Vermeiden Sie Gießwasser im Untersetzer: Gießwasser im Untersetzer kann zur Wurzelfäule führen. Gießen Sie daher lieber direkt in den Topf und kippen Sie überschüssiges Wasser nach einigen Minuten weg.
  • Die richtige Wassermenge: Die Menge des benötigten Wassers hängt von Pflanzenart, Topfgröße und Jahreszeit ab. Als Faustregel gilt: Je größer der Topf und je wärmer die Umgebung, desto mehr Wasser wird benötigt.
  • Das richtige Wasser: Verwenden Sie zum Gießen am besten Zimmerwarmes, abgestandenes Leitungswasser. Kaltes Wasser kann die Pflanzen schocken, während chlorhaltiges Leitungswasser den Pflanzen schaden kann.

Zusatztipps:

  • Gießen Sie nach Bedarf: Achten Sie auf die individuellen Bedürfnisse Ihrer Pflanzen und gießen Sie diese nach Bedarf, anstatt nach einem festen Zeitplan.
  • Verschiedene Pflanzenarten: Informieren Sie sich über die speziellen Bedürfnisse Ihrer Pflanzen, da der Wasserbedarf von Sukkulenten beispielsweise deutlich geringer ist als der von Blattpflanzen.
  • Investieren Sie in einen Feuchtigkeitsmesser: Dieses praktische Tool hilft Ihnen, den Feuchtigkeitsgehalt der Erde zu ermitteln. Mit einem Feuchtigkeitsmesser kann man auch in der Topfmitte schnell und zuverlässig die Feuchtigkeit ermitteln. Das Messgerät ist preiswert zu erstehen und es gehört zur Grundausrüstung eines Pflanzenliebhabers.

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Weshalb sterben Pflanzen bei zu viel Wasser?

Eine schlapp aussehende Pflanze kann oft kein Wasser aufnehmen, weil sie bereits über einen längeren Zeitraum hin zu stark vernässt war. Dadurch ist zu wenig Sauerstoff in der Erde und die Wurzeln werden faulig. Die zerstörten Wurzeln können kein Wasser mehr aufnehmen und die Pflanze wird schlapp. Ein Zeichen von Wassermangel, aber nicht durch zu wenig Gießen sondern wegen der verfaulten Wurzeln. Jetzt hilft nur noch schnelles Austopfen der Pflanze, alle Wurzeln von der vernässten Erde säubern, abgestorbene und verfaulte, schwarze Wurzeln abzupfen und abschneiden. Dann wird die Pflanze in frische Erde eingetopft und bis zur Bildung neuer Wurzeln, etwa 1 bis 2 Monate sparsam gegossen. Mit etwas Glück erholt sich die Pflanze.

So verhindert man das Wurzelsterben

Gießen Sie nie vorbeugend oder auf Verdacht. Erst die Erde auf Feuchtigkeit kontrollieren, dann Gießen. Alles nach dem Wässern im Untersetzer oder Übertopf stehenbleibende Wasser muss spätestens nach 5 Minuten abgegossen werden. Falls man dies verpasst, können empfindlichere Pflanzen bereits nach 10 Minuten nicht wieder gut zu machende Wurzelschäden erleiden.

Was tun bei Ballentrockenheit ?

Wenn der Ballen mal völlig abgetrocknet ist, reicht einfaches Gießen, besonders bei kleineren Pflanzgefäßen, nicht aus. Der gesamte Topf muss solange vollständig bis zu Erdoberfläche in Wasser getaucht werden, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen.

Lesetipp: Pflanzen reichlich, mäßig, sparsam gießen & der richtige Zeitpunkt zum Wässern
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Polystichum überwintern / Ruheperiode

Polystichum tsus-simense sollten zwischen Oktober und März mit 10 bis 15 °Celsius kühler stehen. Während dieser Zeit benötigen die Farne etwas weniger Wasser, die Gießmenge und Häufigkeit muss den Temperaturen angepasst werden. Kontrollieren Sie das Substrat regelmäßig und vermeiden Sie weiterhin Ballentrockenheit und Staunässe. Während der Überwinterung werden die Schildfarne nicht gedüngt.

Zu Beginn der Vegetationsperiode werden Schildfarne wieder kräftiger gegossen. Beginnen die Farne nun kräftig auszutreiben, so fängt man auch wieder mit dem regelmäßigen Düngen an.

Zum Überwintern geeignet sind frostsichere, ungeheizte Räume (auch mit Nordfenster). Ein kühler Kellerraum oder eine frostfreie Garage geben einen perfekten Überwinterungsraum ab. Um das für die Überwinterung notwendige Licht bereitzustellen, eignen sich 20 cm über den Pflanzen angebrachte Leuchtstoffröhren bzw. noch energiesparendere Pflanzlampen mit LED. Bei einem Standort im Wintergarten oder vor ausreichend großen Süd-, Südwest-, oder Südostfenstern mit ungehindertem Lichteinfall ist in der Regel keine Zusatzbeleuchtung erforderlich.

Polystichum falcatum var. falcatum pflegt man ganzjährig bei 12 bis 18 °C.

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Lesetipp: Ruhe- und Vegetationsperiode der Pflanzen

Standort im Sommer

Schildfarne kann während der warmen Jahreszeit an einem geschützten, hellen bis halbschattigem Standort im Freien gepflegt werden. Etwas Morgen- oder Nachmittagssonne ist für ein gesundes Wachstum dieser Pflanze von Vorteil. Die Farne sollte nicht direkt von der prallen Mittagssonne beschienen werden.

Temperatur

Polystichum tsus-simense pflegt man am besten mit Temperaturen bis maximal 22 °C, Polystichum falcatum var. falcatum bei 12 bis 18 °C.

Obwohl Schildfarne vorübergehend auch trockene Luft vertragen, sollte man während der Hauptwachstumszeit vom Frühjahr bis zum Herbst für eine möglichst hohe Luftfeuchtigkeit sorgen. In dieser Wachstumsphase kann man die Farne in wassergefüllte Schalen auf Kieselsteine stellen. Temperaturen unter 8 °C sind bei diesen Farnen zu vermeiden. Generell gilt, je niedriger die Temperatur ist, umso trockener (keine Ballentrockenheit) sollte das Substrat der Farne gehalten werden.

Schildfarne vermehren

Polystichum tsus-simense

Schildfarn, Polystichum tsus-simense
von David Stang, CC BY-SA 4.0

Am erfolgreichsten vermehrt man Schildfarne zu Beginn des Frühjahres durch Teilung der Wurzelstöcke. Jedes Teilstück sollte mindestens 4 bis 5 Wedel besitzen. Nach der Teilung kann man die einzelnen Teilstücke direkt in das für den Schildfarn empfohlene Erdgemisch pflanzen, die Teilstücke der Rhizome werden dabei waagerecht etwa zur Hälfte in die Erde eingesetzt.

Lesetipp: So vermehrt man Zimmerpflanzen erfolgreich
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Erde / Substrat

torffreie Spezialerde

Zur Pflege des Schildfarns verwendet man torfhaltige Einheitserde oder ein Gemisch aus gleichen Teilen Kompost- und Lauberde dem man etwas Torf beimischt.

Polystichum falcatum var. falcatum benötigt einen Boden pH von 4,5 bis 5,8.

Polystichum tsus-simens topft man in ein Substrat mit einem Boden pH zwischen 5,0 bis 6,5.

Als fertige Substratmischung bietet sich umweltfreundliche torffreie Spezialerde für Moorbeetpflanzen an, z.B:

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Lesetipp: Erde oder Substrat ? - Die perfekte Mischung für alle Zimmerpflanzen

+ Info über ein gutes Substrat anzeigen

Ein gutes Substrat

Das richtige Substrat-Gemisch gewährleistet einen guten Halt der Pflanze und eine gute Belüftung des Wurzelbereiches. Ein Zusatz von Landerde stellt den pH-Wert ein und verbessert die Aufnahme- und Speicherfähigkeit für Wasser und Nährstoffe.

Die Zusatzstoffe Quarzsand, Bims-Kies, Lavalit, Lavagranulat, Kleine Kiesel, Styromull, Splitt und ähnliches verbessern den Wasserabzug nach dem Gießen. Dies hilft Staunässe und damit Wurzelfäulnis vorzubeugen. Ein gutes Substrat verfügt über eine gute Puffereigenschaft und darf über einen längeren Zeitraum seine vorteilhaften Eigenschaften nicht verlieren.

Andere wichtige Eigenschaften für eine gute Topfpflanzenerde sind die Speicherfähigkeit für Wasser und Nährstoffe, die Luftführung innerhalb des Substrats und die Standfestigkeit um ein zusammensacken und verdichten der Erde zu verhindern.

Pufferkraft des Substrats

Die Pufferkraft eines Substrats ist sehr wichtig, sie verhindert:

  • schnelles Austrocknen der Blumenerde
  • Versalzungen an den Wurzeln
  • größere Schwankungen im Nährstoffvorrat
  • schnelle Veränderungen des pH-Werts

Ausführliche Informationen, Substratrezepte und Bezugsquellen finden Sie hier: Erde oder Substrat ? - Die perfekte Mischung für alle Zimmerpflanzen

Schildfarn umtopfen

Schildfarne werden nur umgetopft, wenn die Wurzeln das Pflanzgefäß gut durchwurzelt haben. Um dies zu kontrollieren, lässt man die Erde etwas antrocknen und stülpt den Farn dann vorsichtig um.

Neu gekaufte, frisch umgetopfte oder neu angezogene Schildfarne müssen erst nach 2 bis 3 Jahren umgetopft werden. Die günstigste Zeit ist das Frühjahr. Ungünstig ist es, wenn die Farne bereits mit kräftigem Wachstum begonnen haben und die neuen Wedel noch sehr klein sind.

Zum Umtopfen wird die alte Erde aus den Wurzeln geschüttelt, und sämtliche abgestorbenen toten Wurzeln und vertrocknete Wedel abgeschnitten. Zur Verbesserung des Wasserabzugs gibt man vor dem Einfüllen des Substrats eine etwa 4 cm hohe Schicht Tonscherben oder grobe Kiesel in das Pflanzgefäß. Ein gut umgetopfter Farn erholt sich schnell und wird bald weiterwachsen.

Lesetipp: Umtopfen der Zimmerpflanzen - Theorie & Praxis
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Düngen / Nährstoffbedarf

Man düngt den Schildfarn alle drei bis vier Wochen mit einem Dünger in schwacher Konzentration. Zu stark dosierte Düngergaben lassen die Erde versalzen und schädigen die Farne. Nach der Düngung ist der Wurzelballen der Farne einige Tage gleichmäßig feucht zu halten.

Schädlinge, Pflegefehler & Hinweise

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Farne neigen zum Befall mit Blattälchen. Hin und wieder sollte man die Pflanzen sorgfältig auf einen Befall mit diesen Nematoden / Fadenwürmern kontrollieren.

Hier können Sie Schadbilder und Symptome an ihrer Pflanze bestimmen und Gegenmaßnahmen ergreifen.

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Quellen

Das Grosse Buch der Zimmerpflanzen. VEMAG Verlags- und Medien Aktiengesellschaft, Köln 1995, ISBN 3-625-10680-9, 1001 Zimmerpflanzen von A - Z. ISBN-10: 1405492090, RHS Die große Pflanzen-Enzyklopädie von A – Z, DK Verlag Dorling Kindersley, ISBN-10: 3831017298, Farne - Wikipedia, Schildfarne - Wikipedia, Zimmerpflanzen von Editha Thomas, ISBN-10: 3730401033, Botanica. Das ABC der Pflanzen. 10.000 Arten in Text und Bild. Könemann Verlagsgesellschaft, 2003, ISBN 3-8331-1600-5

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