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Clerodendrum / LosbaumAus dieser Gattung ist Clerodendrum thomsoniae als Zimmerpflanze von Bedeutung. Der kräftig wachsende, rankende Strauch mit den attraktiven Blüten kann auch in Wohnungskultur eine Höhe von über 3 m erreichen. Um die Wuchshöhe zu beschränken, kann Clerodendrum thomsoniae aber jederzeit eingekürzt werden. Diese Pflanze kommt sehr schön zur Geltung, wenn man die rankenden Triebe an einem Spalier hochbindet. Clerodendrum thomsoniae ist auch als Ampelpflanze sehr gut zu kultivieren.
Die Blätter des Losbaumes sind ziemlich derb, oval geformt, bis zu 14 cm lang und 7 cm breit, dunkelgrün gefärbt mit einer etwas helleren Zeichnung neben den Adern.
Vom Frühjahr bis in den frühen Herbst bilden sich an den Triebspitzen Trugdolden aus jeweils bis zu 35 Einzelblüten. Aus einem schmalen Spalt an der Spitze Kelche schauen die scharlachrot gefärbten, sternförmigen Blumenkronen hervor.
Die Sorte Clerodendrum thomsoniae "Delectum" bildet dunkelpurpurrote Blüten in sehr großen Dolden aus.
Die Blätter der Sorte Clerodendrum thomsoniae "Variegatum" sind am Rand blass grün gefärbt. Der mittlere Teil dieser Blätter zeigt eine hell- und dunkelgrüne Marmorierung.
Kulturanleitung Clerodendrum / Losbaum:
Licht: Der Losbaum braucht einen hellen Standort. Ein wenig Sonne in den Morgen- oder Abendstunden verträgt die Pflanze sehr gut. Im Sommer benötigt der Losbaum aber Schutz vor direkter und zu kräftiger Sonnenbestrahlung.
Gießen: In der Zeit des Hauptwachstums gießt man Clerodendrum so reichlich, dass der Topfballen durchgehend feucht bleibt. Überschüssiges Wasser muss nach dem Gießen aber aus dem Untersetzer entfernt werden, Staunässe schadet den empfindlichen Wurzeln eines Clerodendrum sehr schnell.
Der Topf darf auf keinen Fall im Wasser stehen. Während der Ruheperiode gießt man einen Losbaum nur so viel, dass der Erdballen nicht ganz austrocknet.
Temperatur: In der Hauptwachstumszeit kultiviert man die Pflanzen gut bei normalen Wohnungstemperaturen. Die Winterruhe muss der Losbaum an einem kühleren Standort - Ideal sind Temperaturen von 10-13 °C - einhalten.
Um Clerodendrum erfolgreich zum Blühen anzuregen benötigt die Pflanze während der Hauptwachstumszeit außer einem hellen und warmen Standort auch zusätzliche Luftfeuchtigkeit. Deshalb besprüht man den Losbaum täglich mit zimmerwarmem, kalkfreiem Wasser und stellt die zusätzlich Töpfe in wassergefüllte Schalen oder Untersetzer auf Kieselsteine.
Vermehrung: Einen Losbaum vermehrt man im Frühjahr durch 10 bis 15 cm lange Kopftecklinge. Die Stecklinge betupft man an der Schnittfläche mit einem Bewurzelungshormon und steckt sie in einen Topf mit einem Substratgemisch aus gleichen Teilen Torf und scharfem Sand. Über den Topf stülpt man einen Plastikbeutel oder setzt ihn in einen leicht beheizten Vermehrungskasten.
Bei Temperaturen ab mindestens 21 °C erfolgt die Bewurzelung an einem hellen, nicht vollsonnigen Platz nach etwa 4 bis 6 Wochen. Die erfolgreiche Bewurzelung wird durch neuen Austrieb angezeigt. Man entfernt den Plastikbeutel oder nimmt die Pflanze aus dem Vermehrungskasten und beginnt nun mäßig zu gießen. Der Topfballen sollte gerade etwas feucht gehalten werden. Etwa vier Monate nach der Bewurzelung setzt man den Clerodendrum in das Erdgemisch für ausgewachsene Exemplare.
Erdmischung: Für die Kultivierung von Clerodendrum verwendet man ein Erdgemisch auf Kompostbasis.
Umtopfen: Junge Losbäume werden erst dann in einen größeren Topf gesetzt, sobald der Topf stark durchwurzelt ist. Damit die Pflanzen fleißiger blühen, sollte man ein eher etwas zu kleines Pflanzgefäß wählen. Auch für große Losbäume eignen sich Töpfe mit einem Durchmesser von 15 bis 20 cm.
Am Ende der Ruheperiode, im zeitigen Frühjahr, sollte ein Losbaum auch dann umgetopft werden, wenn man bei der gleichen Topfgröße bleibt. Dabei entfernt man vorsichtig ein Großteil des alten Substrates und ersetzt dies durch ein frisches Erdgemisch dem man ein wenig organischen Volldünger als Grunddüngung beimischt.
Dünger: Zur Zeit des Hauptwachstums gibt man alle zwei Wochen einen handelsüblichen Flüssigdünger.
Hinweise: Sobald sich am Ende der Ruheperiode junge Triebe zu bilden beginnen, schneidet man den Zuwachs des vergangenen Jahres um mindestens die Hälfte zurück. Durch den Rückschnitt sorgt man für eine kompakte Form und buschigen Wuchs.
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