Gartenlexikon A bis Z

Zaunwinde

Die an Zäunen, Hecken, kleinen Bäumen und anderen Stützen emporkletternde Zaunwinde bildet keine Ranken mit denen sie sich wie andere kletternde Pflanzen festhält. Die Zaunwinde ist eine typische Schlingpflanze, die ihre Stütze mit einem spiralförmigen Wachstum umwindet.

Der deutsche Name dieser Pflanze weist auf einen typischen Standort der Zaunwinde hin, man findet sie oftmals in Gärten an den die Grundstücke umgebenden Zäunen und Hecken. Da sich die Pflanze schnell vermehrt und größere Sträucher im Wachstum behindern kann ist sie nicht besonders gerne gesehen.

Die Zaunwinde wurde bereits im Mittelalter aufgrund der abführenden Wirkung ihrer Wurzeln und Blätter als Heilpflanze geschätzt. Die mit der Zaunwinde verwandte Ackerwinde, die sich durch deutlich kleinere, rosafarben gestreifte Blüten und einen niedrigeren Wuchs von der Zaunwinde unterscheidet, kann ebenfalls als Abführmittel benutzt werden. Die medizinische Wirksamkeit der kleineren Ackerwinde ist jedoch geringer als die der Zaunwinde.