Adiantum / Zimmerfarne pflegen
Frauenhaarfarne

Adiantum ist ein immergrüner Farn, der überwiegend in tropischen und subtropischen Regionen vorkommt. Adiantum sind verbreitete Zimmerfarne und werden oft in Gartencentern angeboten.

Adiantum raddianum

Adiantum raddianum, von Vengolis, CC BY-SA 4.0,

Der Farn wird wegen der glänzenden, dünnen und dem Menschenhaar ähnlich sehenden Blattstielen auch Frauenhaarfarn genannt.

Adiantum eignen sich sehr gut als dekorative Ampelpflanzen.

Weniger bekannt ist die Verwendung dieses Farns als Heilpflanze. Mit Adiantum capillus-veneris werden z. B. Angina und Bronchitis behandelt. > Der Frauenhaarfarn in der Naturheilkunde

Deutscher Name: Frauenhaarfarn, Venushaar
Wissenschaftl. Name: Adiantum L.
Familie: Saumfarngewächse (Pteridaceae)
Wuchshöhe: je nach Art etwa 20 cm bis zu 100 cm
Verwendung: Grazil aussehender Farn mit dekorativen Wedeln
Schwierigkeit: pflegeleicht, empfindlich gegenüber Zugluft

Arten / Sorten - Steckbrief

Die Adiantum Pflege ist einfach, die Pflanze verzeiht auch den einen oder anderen Pflegefehler. Adiantum wachsen terrestrisch oder in kleinen Humusansammlungen auf Felsen.

Adiantum capillus-veneris

Adiantum capillus-veneris

Adiantum capillus-veneris
Balles2601, CC BY-SA 4.0

Adiantum capillus-veneris, auch als Venushaar oder Gewöhnlicher Frauenhaarfarn bekannt, wird als Zimmerfarn selten größer als 30 cm.

Dieser hübsche Farn hat hellgrüne, dreieckige Wedel mit zahlreichen gefächerten und zart gefiederten Blättern.

Gut gepflegte Exemplare können Wedel mit einer Länge von 60 cm und einer Breite von 25 cm bilden.


Adiantum hispidulum

Adiantum hispidulum

Adiantum hispidulum
von Y.-elango, CC BY-SA 4.0

Adiantum hispidulum, auch als Australisches Frauenhaar und Rauer Frauenhaarfarn bekannt, wird meist nicht höher als 30 cm.

Seine 20 bis 30 cm langen und 15 cm breiten Wedel bilden gespreizte Ausläufer und gleichen in der Form den Fingern einer Hand.

Die fast rechteckigen, ledrigen Blätter sind anfangs rotbraun und werden mit zunehmender Reife mittelgrün.


Adiantum raddianum

Adiantum raddianum

Adiantum raddianum
von Daderot, CC0

Adiantum raddianum, auch als Brasilianisches Frauenhaar oder Dreieckiger Frauenhaarfarn bezeichnet, kann in der Wohnung gepflegt eine Höhe von 50 cm und eine Breite von 70 cm erreichen.

Die dreieckigen, dunkelgrün gefärbten Wedel können bis 20 cm lang werden und messen bis 15 cm in der Breite. Die Farnwedel sind in zahlreiche zarte, keilförmige Blätter unterteilt.

Die Sorte A. Variegatum ‘Lüthi’ bildet Wedel mit weiß panaschiertem Laub

A. Variegatum ‘Brilliant Else’ bezaubert durch goldgelb gefärbte Wedel.

A. Variegatum ‘Microphyllum’ wächst mit einem eleganten, überhängenden Wuchs.

Es gibt von Adiantum raddianum viele weitere Sorten, die sich in der Größe, Farbe oder Form nur wenig unterscheiden.

Bei allen Sorten gibt es jedoch auch eine Gemeinsamkeit, die Wedel wachsen anfangs halb aufrecht und neigen sich im Alter graziös zu Boden. Mit diesem Wuchsbild kommt ein Dreieckiger Frauenhaarfarn wunderbar als Ampelpflanze zur Geltung.


Adiantum tenerum

Adiantum tenerum

Adiantum tenerum
von Daderot, CC0

Adiantum tenerum, auch unter der Bezeichnung Fächer-Frauenhaarfarn bekannt, wird bis etwa 1 m hoch.

Die dreieckig geformten, blass grünen Wedel sind in zahlreiche fächerförmige Blättchen unterteilt, die an ihren Rändern stark gelappt sein können. Bei einigen Sorten schimmern die Wedel leicht rosenrot.

Adiantum tenerum 'Farleyense' bildet zu Boden geneigte Wedel mit stark gegliederten, am Rand leicht gekräuselten Blättern.

Die Wedel des Adiantum tenerum 'Wrightii' sind in der Jugend rosarot gefärbt, ältere Wedel schlagen dann in ein frisches, kräftiges Grün um.

Standort / Licht

Adiantum capillus-veneris

Adiantum capillus-veneris
von harum.koh, CC BY-SA 2.0

Farne der Gattung Adiantum benötigen einen hellen Standort ohne kräftige Sonneneinstrahlung und möglichst mit nicht zu trockener Luft. Luftfeuchte Badezimmer oder Standorte in der Nähe von Aquarien oder Zimmerbrunnen bieten sich besonders an. Auch halbschattige Standorte mit diffuser Morgen- oder Abendsonne sind geeignet.

Hat man nur ein sonniges Fenster als Standort zur Verfügung, so hilft die Abschattung mit einem leichtem Vorhang oder einer etwas größeren, abschattenden Pflanze. Die zarten Wedel der Farne müssen vor kräftigem Sonnenlicht geschützt werden.

Zugluft, im besonderen kalte Zugluft im Winter, wird von Adiantum nicht vertragen.

Die minimale Beleuchtungsstärke für Adiantum Arten liegt bei recht niedrigen 600 bis 800 Lux.

Info: Wie misst man die Beleuchtung am Standort ?
Standort finden

Licht ist für Pflanzen wie Nahrung. Pflanzen bleiben nur gesund und vital, wenn ihre Lichtbedürfnisse erfüllt werden. Kenntnisse über die Lichtstärke in Lux zeigen, ob der Standort hell genug ist. Schattenliebende Pflanzen brauchen mindestens 500 bis 600 Lux, während sonnenliebende Geranien oder Sukkulenten 2000 Lux und mehr benötigen.

Himmelsrichtung, Jahreszeit, Art der Verglasung und umgebende Bäume und Büsche beeinflussen die Lichtmenge schnell um 30 bis 70 %.

Ein Nordfenster lässt deutlich weniger Licht herein als ein Südfenster.

Auch der Abstand zu einem Fenster ist wichtig. Bereits 2 bis 3 Meter hinter einem hellen Fenster kann es zu dunkel sein.

Zu viel Licht ist auch schädlich und erfordert eine Abschattung oder einen Standortwechsel.

Lichtmangel Symptome

  • Lange, helle zum Licht wachsende Triebe, weiter Blattabstand und bleiches, aufgehelltes Laub
  • Schlaffer, nicht stabiler Wuchs
  • Dünne, blassgrüne, durchscheinende Blätter
  • deutlich zu kleine Blätter, weiche Triebe

Luxmessung: Mit einem Luxmeter können Sie die Lichtstärke an verschiedenen Standorten messen. Dieses wichtige Hilfsmittel finden Sie hier:

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Lesetipp: So findet man den richtigen Standort
Einkaufstipp: Pflanzlampen u. Beleuchtungssysteme für dunkle Standorte, denn lichtarme Ecken in der Wohnung kann man mit einer modernen Beleuchtung und attraktiven Zimmerpflanzen zu einem Blickfang aufwerten.

Gießen / Wässern

Ein Adiantum wird mäßig gegossen. Eine gleichbleibende Bodenfeuchte ist wichtig. Die Oberfläche der Erde kann vor der nächsten Wassergabe leicht antrocknen, der Wurzelballen darf aber nicht durchtrocknen.

Das Gießen der Farne erfordert etwas Erfahrung im Umgang mit Zimmerpflanzen und muss vorsichtig geschehen. Wird zu wenig gegossen, so trocknet der Farn aus. Gießt man zu kräftig und häufig, so kann es schnell zu Staunässe und Wurzelfäulnis kommen.

Pflanzen mäßig gießen

Mäßiges Gießen

  1. Vor dem Gießen lässt man die oberste Schicht des Substrats, bis in eine Tiefe von ca. 2 cm, antrocknen. Die Fingerprobe funktioniert gut. Wenn sich die oberste Schicht des Substrats gut trocken anfühlt, wird gegossen. Im Inneren des Topfballens bleibt so eine leichte, gleichmäßige Feuchtigkeit bestehen. Das Substrat darf nicht durchtrocknen.
  2. Beim Gießen gibt man soviel Wasser, dass der Ballen gleichmäßig feucht aber nicht mit Wasser gesättigt ist.
  3. Sobald die ersten Tropfen Wasser aus dem Abzugsloch laufen gießt man nicht mehr weiter. Überschüssiges Wasser wird nach ca. 20 Minuten abgeschüttet.
+ Weitere Info über den Wasserbedarf anzeigen

Die richtige Bewässerung ist für das Gedeihen von Zimmerpflanzen essentiell. Doch wann, wie viel und wie oft gießt man richtig? Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten, da der Wasserbedarf von Pflanze zu Pflanze stark variiert. Gerade Anfänger tun sich oft schwer damit, die Bedürfnisse ihrer grünen Freunde zu erkennen.

Grundsatz beim Gießen

Weniger ist mehr! Dies ist die goldene Regel beim Gießen von Zimmerpflanzen. Die meisten Pflanzen vertragen Trockenheit besser als Staunässe, die zu Wurzelfäule und Schimmelbildung führen kann. Ist man sich also unsicher, lieber etwas weniger gießen als zu viel.

Anzeichen für Überwässerung:

  • Schlaffe Blätter: Oftmals wird bei schlappen Blättern reflexartig zur Gießkanne gegriffen. Doch bevor Sie gießen, sollten Sie die Erde kontrollieren. Handelt es sich nicht um Wassermangel, kann Überwässerung die Ursache sein.
  • Gelbe Blätter: Vergilbte Blätter können ebenfalls ein Hinweis auf zu viel Wasser sein.
  • Faulige Wurzeln: Im schlimmsten Fall führt Staunässe zu faulen Wurzeln, die die Pflanze nicht mehr versorgen können.

Richtig gießen:

  • Fühlen Sie die Erde: Zum Prüfen des Feuchtigkeitsgehalts fühlt man zuerst mit einem Finger ca. zwei Zentimeter tief ob sich das Substrat feucht anfühlt. Besteht weiterhin Unsicherheit, so zerreibt man einige Erdkrümel zwischen den Fingern. Feuchte oder trockene Erde kann man so gut unterscheiden. Fühlt sie sich feucht an, warten Sie mit dem Gießen, bis die Erde etwas angetrocknet ist. Vor und nach dem Gießen sollten Sie das Pflanzgefäß kurz anheben, so bekommen sie ein Gefühl für das Gewicht und recht schnell auch für den Feuchtigkeitsgehalt des Topfballens.
  • Gießen Sie gründlich: Wenn gegossen wird, sollte das Wasser bis aus den Drainagelöchern fließen. So wird sichergestellt, dass der gesamte Wurzelballen durchfeuchtet wird.
  • Vermeiden Sie Gießwasser im Untersetzer: Gießwasser im Untersetzer kann zur Wurzelfäule führen. Gießen Sie daher lieber direkt in den Topf und kippen Sie überschüssiges Wasser nach einigen Minuten weg.
  • Die richtige Wassermenge: Die Menge des benötigten Wassers hängt von Pflanzenart, Topfgröße und Jahreszeit ab. Als Faustregel gilt: Je größer der Topf und je wärmer die Umgebung, desto mehr Wasser wird benötigt.
  • Das richtige Wasser: Verwenden Sie zum Gießen am besten Zimmerwarmes, abgestandenes Leitungswasser. Kaltes Wasser kann die Pflanzen schocken, während chlorhaltiges Leitungswasser den Pflanzen schaden kann.

Zusatztipps:

  • Gießen Sie nach Bedarf: Achten Sie auf die individuellen Bedürfnisse Ihrer Pflanzen und gießen Sie diese nach Bedarf, anstatt nach einem festen Zeitplan.
  • Verschiedene Pflanzenarten: Informieren Sie sich über die speziellen Bedürfnisse Ihrer Pflanzen, da der Wasserbedarf von Sukkulenten beispielsweise deutlich geringer ist als der von Blattpflanzen.
  • Investieren Sie in einen Feuchtigkeitsmesser: Dieses praktische Tool hilft Ihnen, den Feuchtigkeitsgehalt der Erde zu ermitteln. Mit einem Feuchtigkeitsmesser kann man auch in der Topfmitte schnell und zuverlässig die Feuchtigkeit ermitteln. Das Messgerät ist preiswert zu erstehen und es gehört zur Grundausrüstung eines Pflanzenliebhabers.

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Weshalb sterben Pflanzen bei zu viel Wasser?

Eine schlapp aussehende Pflanze kann oft kein Wasser aufnehmen, weil sie bereits über einen längeren Zeitraum hin zu stark vernässt war. Dadurch ist zu wenig Sauerstoff in der Erde und die Wurzeln werden faulig. Die zerstörten Wurzeln können kein Wasser mehr aufnehmen und die Pflanze wird schlapp. Ein Zeichen von Wassermangel, aber nicht durch zu wenig Gießen sondern wegen der verfaulten Wurzeln. Jetzt hilft nur noch schnelles Austopfen der Pflanze, alle Wurzeln von der vernässten Erde säubern, abgestorbene und verfaulte, schwarze Wurzeln abzupfen und abschneiden. Dann wird die Pflanze in frische Erde eingetopft und bis zur Bildung neuer Wurzeln, etwa 1 bis 2 Monate sparsam gegossen. Mit etwas Glück erholt sich die Pflanze.

So verhindert man das Wurzelsterben

Gießen Sie nie vorbeugend oder auf Verdacht. Erst die Erde auf Feuchtigkeit kontrollieren, dann Gießen. Alles nach dem Wässern im Untersetzer oder Übertopf stehenbleibende Wasser muss spätestens nach 5 Minuten abgegossen werden. Falls man dies verpasst, können empfindlichere Pflanzen bereits nach 10 Minuten nicht wieder gut zu machende Wurzelschäden erleiden.

Was tun bei Ballentrockenheit ?

Wenn der Ballen mal völlig abgetrocknet ist, reicht einfaches Gießen, besonders bei kleineren Pflanzgefäßen, nicht aus. Der gesamte Topf muss solange vollständig bis zu Erdoberfläche in Wasser getaucht werden, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen.

Lesetipp: Pflanzen reichlich, mäßig, sparsam gießen & der richtige Zeitpunkt zum Wässern
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Luftfeuchtigkeit

Scolopendrium vulgare einsprühen

Eine mittlere bis leicht erhöhte Luftfeuchtigkeit, 60 bis 70%, ist für alle Adiantum vorteilhaft. Bei einer ausreichend hohen Luftfeuchtigkeit gedeihen die Pflanzen gesund und entwickeln sich prächtig, sofern auch die anderen Pflegebedürfnisse ausreichend erfüllt werden.

Außerhalb der Heizperiode ist die natürliche Luftfeuchte für die meisten Pflanzen ausreichend bis gut. Während des Winters sinkt die Luftfeuchte in unseren Wohnungen jedoch deutlich. Problematisch ist es besonders dann, wenn der Farn während der Heizperiode in der Nähe eines Heizkörpers steht. Mit einer Wetterstation oder einem einfachen Hygrometer lässt sich der Feuchtigkeitsgehalt in der Luft messen, bei Bedarf kann man die Luftfeuchte durch Sprühen oder Verdunster erhöhen.

Bekommt ein Adiantum braune, vertrocknete Blattspitzen, so liegt dies meist an zu trockener Luft. Problematisch ist es, wenn die Pflanze während der Heizperiode in der Nähe eines Heizkörpers steht.

Info: Luftfeuchtigkeit für Pflanzen erhöhen: Tipps & Tricks

Ideal für tropische Pflanzen:

Zusätzliche Tipps:

  • Pflanzen einsprühen: Weiches, zimmerwarmes Wasser verwenden
  • Gefiltertes Regenwasser bevorzugen (keine Flecken auf Blättern)
  • Kleinen Drucksprüher mit Schlauch und Lanze verwenden (gleichmäßiges Besprühen von allen Seiten) Drucksprüher, Sprühflasche für Pflanzen auf Amazon*

Lesetipp: Informatives über die Luftfeuchtigkeit
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Temperatur

Adiantum gedeiht gut bei Zimmertemperaturen. Der ideale Temperaturbereich liegt zwischen 15 und 20 °C. Steigen die Temperaturen über 25 °C, so stellt man den Farn in ein mit Kieseln und Wasser gefüllten Untersetzter. Auch tägliches Einsprühen mit warmem, kalkfreiem Wasser ist bei höheren Temperaturen zu empfehlen.

Adiantum verträgt kühle Temperaturen bis etwa 12 °C.

Vermehren der Pflanze

Eine Möglichkeit der Vermehrung ist die Teilung der Mutterpflanze. Die Rhizome des Adiantum wachsen waagerecht knapp unter der Erdoberfläche. Die Vermehrung durch das Teilen der Rhizome ist bei diesen Farnen einfach und immer erfolgreich. Man nimmt den Farn aus seinem Pflanzgefäß und trennt Teilstücke mit mindestens 3 Wedeln ab. Die abgetrennten Pflanzen können einzeln oder in kleinen Gruppen in neue, nicht allzu hohe Pflanzgefäße eingesetzt werden.

Die jungen Farne sollten wie oben beschrieben, sehr vorsichtig gegossen werden. Der Wasserbedarf junger Farne mit wenigen Wedeln ist erheblich geringer als der Wasserbedarf voll ausgebildeter Farne.

Adiantum tenerum mit Sporen

A. raddianum mit Sporenbehältern
von Shyamal, CC BY-SA 3.0

Adiantum kann man über die Aussaat der Sporen vermehren. Die fruchtbaren Blattabschnitte sind am Rand umgebogen und bilden ein dünnes Blatthäutchen, das eine Ansammlung von Sporenbehältern, in denen die Sporen reifen, bedeckt. Bei Sporenreife schrumpft das Blatthäutchen und fällt ab. Die Sporenbehältern sind etwa 0,6 bis 1 Millimeter breit und hell graugrün oder braun bis dunkelbraun gefärbt.

Zur Keimung benötigen die Sporen eine hohe Bodenwärme von etwa 25 °C. Die Sporen keimen jedoch nicht zu neuen Pflanzen mit Farnwedeln, sondern zu den unscheinbaren Prothallien, d. h. zu einer Geschlechtszellen, bzw. Keimzellen produzierenden Pflanze. Prothallien sind eine der beiden Generationen in dem Generationswechsel dieser Farne. Im Vergleich zum eigentlichen Farn ist ein Prothallium klein, unscheinbar, meist kurzlebig und verborgen. Im folgenden findet die Befruchtung statt und es bilden sich anschließend neue, kleine Farnpflanzen.

Lesetipp: So vermehrt man Zimmerpflanzen erfolgreich
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Erde / Substrat

Ideal für die Pflege der Adiantum Arten ist ein leicht saurer Boden ph-Wert von 4,4 bis 5,8.

torffreie Spezialerde

Adiantum wird in eine Mischung aus gleichen Teilen Laub- und Komposterde mit etwas Torfzusatz eingetopft. Da Adiantum ansonsten keine besonderen Ansprüche an die Erde stellt, kann man alternativ auch humus- und torfhaltige Blumenerde oder ein Gemisch aus grober Lauberde und Torf verwenden. Der ph-Wert ist auf der Verpackung angegeben und sollte innerhalb der tolerierten Werte liegen.

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Umtopfen

Ein Umtopfen der Farne sollte man erst dann vornehmen, wenn sich die dunklen Wurzeln an der Oberfläche der Erde zeigen. Der beste Zeitpunkt zum Umtopfen ist das zeitige Frühjahr.

Adiantum raddianum

Adiantum raddianum
von Vengolis, CC BY-SA 4.0,

Man topft den Farn um, wenn

  • der Topf im Verhältnis zur Pflanze zu klein geworden ist
  • das Substrat zusammengesackt ist
  • der Topf vollständig durchwurzelt ist
  • wenn reichlich Wurzeln an die Oberfläche treten

Zum Umtopfen wird die alte Erde aus den Wurzeln geschüttelt, und sämtliche abgestorbenen toten Wurzeln der Farne werden abgezupft oder abgeschnitten. Nach dem Umtopfen schützt man die Farne 2 bis 3 Wochen vor direkter Sonnenbestrahlung. Eine gut umgetopfter Farn erholt sich schnell und wird bald weiterwachsen.

Lesetipp: Umtopfen der Zimmerpflanzen - Theorie & Praxis
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Düngen / Nährstoffbedarf

Adiantum hat nur einen geringen Nährstoffbedarf. Achten Sie darauf diese Farne nicht zu überdüngen.

Pflegt man Adiantum in einer Erdmischung auf Torfbasis, düngt man alle 4 bis 6 Wochen mit einem schwach konzentrierten Flüssigdünger.

Werden die Farne in Gemischen aus Lauberde, Komposterde oder komposthaltiger Blumenerde gepflegt, reicht eine mäßige Düngergabe im Abstand von 8 bis 10 Wochen aus.

Schädlinge, Pflegefehler & Hinweise

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Besonders durch Pflegefehler geschwächte Pflanzen neigen zum Befall mit Nematoden, Blattläusen, Thripse, Spinnmilben, Schildläusen. Hin und wieder sollte man den Adiantum sorgfältig auf einen Befall kontrollieren.

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Quellen

Das Grosse Buch der Zimmerpflanzen. VEMAG Verlags- und Medien Aktiengesellschaft, Köln 1995, ISBN 3-625-10680-9, 1001 Zimmerpflanzen von A - Z. ISBN-10: 1405492090, RHS Die große Pflanzen-Enzyklopädie von A – Z, DK Verlag Dorling Kindersley, ISBN-10: 3831017298, Farne - Wikipedia, Frauenhaarfarne - Wikipedia, Zimmerpflanzen von Editha Thomas, ISBN-10: 3730401033, Botanica. Das ABC der Pflanzen. 10.000 Arten in Text und Bild. Könemann Verlagsgesellschaft, 2003, ISBN 3-8331-1600-5

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