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Gartenlexikon V - veredeln

Das Veredeln von Pflanzen bedeutet Edelreiser in Wildunterlagen einzusetzen.

Die Sorten von Obstbäumen, Sträuchern und Rosen sind mit ihren typischen Eigenschaften nicht aus Samen heranzuziehen. Da man eine Auslese erst nach der ersten Fruchtbildung vornehmen könnte, vergeht zu viel Zeit. Gehölze werden daher bereits in der Baumschule veredelt und so in den Handel gebracht.

Für den Hobbygärtner ist das Nach- oder Umveredeln interessant Dabei hat sich das Rindenpfropfen am besten bewährt. Man schneidet den Stamm oder Ast, der veredelt werden soll, mit der Baumsäge zurück, schneidet die Wunde mit dem Messer nach und kerbt die Rinde auf einer Seite 2 bis 3 cm lang in Längsrichtung ein. Dann löst man sie vorsichtig mit dem Messer nach beiden Seiten etwas ab, so dass das entsprechend zugeschnittene Edelreis mit der Schnittstelle daruntergeschoben werden kann.

Anschließend wird mit Bast umwickelt, und alle offenen Stellen werden mit Baumwachs bestrichen. Die Edelreiser, die 3 Augen (Knospen) haben sollen, wachsen beim Rindenpropfen zu einem großen Prozentsatz an. Sollte man hier und da keinen Erfolg gehabt haben, so kann man das Veredeln in derselben Weise wiederholen.