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Pilea
Zu der Gattung Pilea gehören sehr hübsche Blattpflanzen mit
kriechenden oder aufrecht wachsenden Trieben. Mit
höherem Alter verkahlen die Pflanzen aber von der Basis nach oben und werden
dann unansehnlich. Wer die Pflanzen aber rechtzeitig vermehrt,
kann sich fortwährend an dem hübschen Laub der Pilea erfreuen.
Die Arten mit kriechenden
Trieben kommen sehr schön flachen Schalen oder in
Blumenampeln zur
Geltung. Die Pilea Arten mit strukturierten und bunten Blättern bilden
einen sehr schönen Kontrast zum Laub anderer Pflanzen, mit denen sie
nach Belieben in Schalen, Töpfen und Kübeln zusammen gepflanzt werden können.
Pilea Cadierei, wahrscheinlich die bekannteste und beliebteste Art dieser
Gattung, ist problemlos zu kultivieren. Wenn die aufrecht wachsende
Pilea Cadierei nach etwa
einem Jahr 30 bis 35 cm hoch geworden ist, beginnt sie meist
ihre unteren Blätter zu verlieren, und die Triebe verkahlen an der Basis. Die
bis zu 10 cm langen, eiförmigen, am Ende zugespitzten
Blätter sind in gegenständigen Paaren an den Trieben angeordnet. Auf der
Oberfläche der Blätter befinden sich vier Reihen erhabener, silberweißer
Flecke zwischen den grünen Blattadern; die Unterseite der
Blätter ist
hellgrün. Die kleinen Blüten können sich bei diesen Pflanzen zu jeder Jahreszeit
bilden, sie sind unscheinbar und werden oft nicht bemerkt.
Pilea Cadierei "Minima", eine
Zwergform der
Pilea Cadierei, sieht der Ursprungsart sehr ähnlich, ihre Blätter
sind aber nur etwa halb so groß, und die Pflanzen werden meist
nicht größer als 12 bis 15 cm.
Pilea involucrata hat dickfleischige, kräftig ausgebuchtete
Blätter, welche an den Enden der 7 bis 18 cm langen Stengel dichte
Büschel bilden. Die rundlichen, spitz zulaufenden, 3 bis 8 cm langen Blätter haben bogenförmig
eingebuchtete Ränder; die
dunkelgrüne Oberseite der Blätter nimmt bei Kultivierung der
Pflanze an einem hellen Standorten einen
hübschen kupferartigen Schimmer an. Die Unterseite der Blätter
dieser Pilea ist dunkel purpurrot.
Im Sommer bildet die Pflanze kleine, rosarote Blüten in achselständigen Trugdolden.
Pilea microphylla, auch unter dem Namen Pilea muscosa bekannt,
trägt den deutschen Namen Kanonierblume sicherlich zu Recht. Die reifen Blüten
schleudern ganze Wolken von Blütenpollen mit einer kräftigen
Explosion über 1 m weit. Das zarte, grüne Laub dieser Pilea
wächst dicht und flach ausgebreitet
an den Trieben der Pflanze. Diese Arterreicht eine Höhe etwa 15
cm. Während des Sommers bildet die Pflanze ihre unauffälligen
grün-gelben Blüten.
Pilea microphylla "Variegata" bildet eine rosarote und weiße
Zeichnung auf den winzigen, zarten, grünen Blättern.
Pilea nummulariiolia
ist eine der sehr schnell wachsenden Pilea mit flach wachsenden,
kriechenden, fadenförmigen dünnen Zweigen und winzig kleinen
Blättern. Diese Art eignet sich sehr gut für die Kultivierung in
Blumenampeln. Die schlanken, rötlich gefärbten Triebe sind
mit hellgrün gefärbten, fast kreisrunden, etwa 2 cm
großen Blättern besetzt. Fast den ganzen Sommer über bilden sich
kleine, unscheinbare Blüten.
Kulturanleitung Pilea
Licht: Pilea gedeihen sehr gut im
Halbschatten und können im Sommer durchaus auch etwas weiter von
einem Fenster
entfernt stehen. Die Pilea sollten nur im Winter der direkten
Sonnenbestrahlung ausgesetzt werden.
Gießen: Man wässert die Pilea sehr
vorsichtig und feuchtet das Substrat nur leicht an. Ein
vernässen des Substrates führt zur Wurzelfäulnis und zum Abwurf
der Blätter. Vor der jeweils nächsten Wassergabe sollte der
Topfballen zu etwa 2/3 abtrocknen.
Temperatur: Die aus den tropischen Gebieten
stammende Pilea mögen
Wärme und feuchte Luft. Man sollte sie in wassergefüllte Schalen
auf Steine stellen und Temperaturen unter 13 °c vermeiden.
Vermehrung: Im zeitigen Frühjahr kann man
eine Pilea problemlos mit
Kopfstecklingen vermehren. Man schneidet einen etwa 7 cm
langen Steckling direkt unterhalb eines Blattknotens ab,
entfernt dann die unteren Blätter und setzt den Steckling in ein
Gemisch aus gleichen Teilen Torf und Sand.
Über das Pflanzgefäß stülpt man einen Plastikbeutel und stellt
es an einen nicht sonnigen aber hellen Platz. Das Substrat wird
bis zur Bewurzelung nur schwach gegossen, die Anzuchterde sollte
nur leicht feucht sein.
Man wartet bis sich die Stecklinge gut bewurzelt haben und topft
sie dann in kleinen Gruppen mit bis zu 10 Exemplaren in ein
größeres Pflanzgefäß um.
Erdmischung: Man kultiviert diese Pflanzen
in einem Gemisch aus
gleichen Teilen Torf und Komposterde. Alternativ kann man auch
eine Erde auf reiner Torfbasis verwenden. In diesem Fall ist die
Pflanze aber unbedingt zu düngen, da die Torferde sehr
nährstoffarm ist.
Umtopfen: Die Pilea bildet kein
umfangreiches
Wurzelsystem aus und wächst in halbhohen Töpfen oder in flachen Schalen am besten. Da sie
im Alter unansehnlich wird, topft man diese Pflanze nicht um, sondern zieht aus Stecklingen neue Exemplare
heran.
Dünger: Vom Wuchsbeginn im zeitigen Frühjahr bis gegen das Ende des
Sommers gibt man alle 14 Tage einen handelsüblichen
Flüssigdünger. Falls man eine Erde auf der Basis von Torferde
verwendet sollte man eine etwas kräftigere Düngerlösung
verwenden.
Besonderheiten: Bei den Pflanzen der Gattung Pilea verzweigen sich die
Haupttriebe meist seitlich. Die Pilea wachsen aus diesem Grund von
Natur aus buschig. Es kann aber bei einigen Arten gelegentlich notwendig sein, einige
überlang gewachsene Triebe zu entspitzen und damit das Wuchsbild
der Pflanzen
auszugleichen.

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Deutscher Name:
Kanonierblumen / Schleuderblumen
Wissenschaftl. Name:
Pilea
Familie: Urticaceae

Bild: Pilea involucrata
Foto:
Alexander Klink Lizenz:
Bestimmte Rechte vorbehalten.

Bild: Pilea peperomioides
Foto:
Michael Wolf
Lizenz: GNU-Lizenz für freie Dokumentation.

Bild: Pilea Cadierei
Foto:
Fanghong
Lizenz: GNU-Lizenz für freie Dokumentation.

Bild: Pilea pumila
Foto: USDA-NRCS PLANTS Database Lizenz:
Public Domain.
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