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RechsteineriaZu Pflanzen der Gattung Rechsteineria gehören etwa 90 Arten, die ursprünglich aus Brasilien stammen. Das Verbreitungsgebiet der Rechsteineria reicht von Nordargentinien bis nach Mexiko. Rechsteineria sind knollenbildende Pflanzen mit beblätterten Stengeln und roten oder rötlich gesprenkelten, röhrenförmigen Blüten, die in endständigen Dolden oder Trauben stehen. Manchmal werden die Blüten der Rechsteineria auch einzeln oder zu wenigen in den Blattachseln der Pflanzen ausgebildet.
Aus den unterirdischen, braun gefärbten Knollen entwickeln sich die samtig behaarte Pflanzen mit runden Stengeln. Die Triebe der Rechsteineria werden etwa 25 bis 40 cm hoch und wachsen meist mehr oder weniger niederliegend. Die Blätter wachsen gegenständig an den Stengeln, sind am Grunde herzförmig, stumpf die mittleren eiförmig mit gekerbten Rändern. Die Blätter erreichen eine Länge von etwa 15 cm lang und 10 cm Breite.
Die Blüten der Rechsteineria werden in den oberen Blattachseln ausgebildet. Sie sind samtig, leuchtend rot und bis zu 8 cm lang. Die Blütenkrone ist rachenförmig ausgebildet. Sie besitzt eine weit vorgestreckte Oberlippe, jede einzelne Blüte ist von einem fünflappigen Kelch umgeben.
Während der Ruheperiode sterben alle oberirdischen Pflanzenteile ab. Die Ruhezeit der Rechsteineria ist jedoch recht kurz, da oftmals junge Triebe bereits wieder austreiben, noch ehe die alten vollkommen abgestorben sind.
Kulturanleitung Rechsteineria
Licht: Man kultiviert die Rechsteineria an einem hellen, nicht von der Sonne beschienenen Standort. Während der kurzen winterlichen Ruheperiode spielt das Licht keine Rolle.
Gießen: Während der Wachstumsperiode wird die Rechsteineria reichlich gewässert, überschüssiges Gießwasser darf aber nicht im Untersetzer stehenbleiben. Falls die Temperaturen unter 18 °C fallen, verringert man die Wassergaben bis zum erneuten Temperaturanstieg. Im Herbst beginnen die oberirdischen Pflanzenteile abzusterben.
Diesen natürlichen Rhythmus kann man unterstützen, indem man die Wassergaben so lange einschränkt, bis die oberirdischen Pflanzenteile völlig abgestorben sind. Die nach dem absterben der Pflanzenteile ruhenden Knollen halt man vollkommen trocken. Da die Rechsteineria einen sauren Boden liebt, sollte man nach Möglichkeit mit kalkfreiem Wasser gießen. Gut geeignet ist sauberes Regenwasser, doch auch mit einem Wasserfilter enthärtetes Leitungswasser kann verwendet werden.
Temperatur: Während der Wachstumsperiode eignen sich Temperaturen zwischen 19 und 24 °C. Die Rechsteineria wächst am besten bei einer leicht erhöhten Luftfeuchtigkeit, es ist also vorteilhaft die Pflanzgefäße auf mit Steinen und Wasser gefüllte Unterschalen zu stellen. Bei Temperaturen über 24 °C sollte die Luftfeuchtigkeit möglichst hoch sein. Während der winterlichen Ruheperiode lagert man die Knollen bei 8 bis 15 °C.
Vermehrung: Normalerweise werden die Knollen der Rechsteineria alljährlich wieder angetrieben, so dass man auf diese Weise immer wieder verjüngte Pflanzen nachziehen kann.
Die Vermehrung der Rechsteineria ist aber durch Aussaat von Samen möglich. Ausgesät wird die Rechsteineria ab Ende Dezember bis Mitte Januar in eine humose, sandige, und mit etwas Torf vermischte Blumenerde. Die Samen benötigen zum Keimen eine Temperatur von etwa 22 °C. Nach der Keimung sollten die jungen Pflanzen unter hellem Licht großgezogen, später pikiert und eingetopft werden. Nach 7 bis 8 Monaten kann man mit der Bildung von Blüten rechnen.
Alternativ ist auch eine vegetative Vermehrung der Rechsteineria durch Blattstecklinge möglich. Die geeigneteste Vermehrungszeit ist vom Juli bis August. Entweder werden die Blätter der Pflanze einzeln, ähnlich wie bei Usambaraveilchen, in reinen Sand gesteckt oder die Blätter von ausgereiften Pflanzen auf feuchtem Sand ausgelegt. Vorher wird an der Unterseite der Mittelnerv dort eingeschnitten, wo ein Seitennerv abzweigt. An dieser Schnittstelle bilden sich kleine Knollen mit Wurzeln und Augen, aus denen sich wiederum eine Pflanze entwickelt. Die kleinen Pflänzchen werden später in eine humose Erde pikiert.
Erde: Für die Kultivierung der Rechsteineria verwendet man eine Komposterde der man etwas Sand und Lehm hinzu mischt. Die Erde darf keinen Kalk enthalten.
Umtopfen: Normalerweise benötigt man für die Kultur der Rechsteineria kleine Pflanzgefäße mit einem Durchmesser von 10 bis 12 cm. Die überwinternden Knollen werden im Frühjahr direkt in die passende Topfgröße eingesetzt. Es ist wichtig, das die nach der Ruhezeit frisch austreibenden bis zur Ausbildung größer Blätter vorsichtig gegossen werden, die Pflanze benötigt anfangs nicht so viel Wasser.
Dünger: Während der Wachstumsperiode düngt man etwa alle 14 Tage. Die Düngerkonzentration sollte nicht zu hoch sein, 50 bis 70% der Herstellerangaben sind ausreichend. Eine zu hohe Düngerkonzentration führt zu Schäden an der Rechsteineria . Nach dem Düngen sollte man die Erde einige Tage lang gleichmäßig feucht zu halten, damit die Nährstoffe möglichst rasch von der Pflanze aufgenommen werden können.
Hinweise: Die fein behaarten Blätter der Rechsteineria dürfen nicht mit Wasser besprüht werden, da die zurückbleibenden Wassertropfen unschöne Flecken auf den Blättern und an den Blüten der Rechsteineria hervorrufen. Lesen Sie beliebte Hausmittel mit Heilpflanzen
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