Edellieschen

Ein Edellieschen (botanisch: Impatiens Neu-Guinea) ist eine aufrecht wachsende, buschige Pflanze, kräftig leuchtende, satte Blütenfarben und glänzendes, dunkelgrünes Laub lassen die Edellieschen erstrahlen. Ihre Blütenfarben reichen von Weiß, Rosarot, Orangerot, Rot, Violett bis Magenta - mal ein- oder mehrfarbig, mal mit ausgefallenen Streifen.

Das Edellieschen gehört zu den Springkräutern. Springkräuter (Impatiens) sind eine etwa 1000 Arten zählende Pflanzengattung in der Familie der Balsaminengewächse (Balsaminaceae).

Edellieschen

Das Edellieschen - Impatiens

Deutscher Name: Edellieschen
Wissenschaftl. Name: Impatiens Neuguinea-Gruppe
Familie: Balsaminengewächse (Balsaminaceae)
Wuchshöhe: 20 bis 45 cm
Blütezeit: Mai - September
Verwendung: Blüten- und Fruchtschmuckpflanze, Ampelpflanze, Balkonbepflanzung, Beetbepflanzung, Grabbepflanzung, Kübelbepflanzung
Schwierigkeit: pflegeleicht

Alle Edellieschen sind bestens als Zimmerpflanzen oder für schmucke Sommerbeete in halbschattigen Lagen geeignet. Besonders in Blumenkästen oder in größeren Töpfen auf dem Balkon oder der Terrasse erfreuen die Edellieschen mit einem bunten und lang anhaltendem Farbspiel.

Arten & Pflege der Edellieschen

Die Edellieschen Pflege ist einfach, die Pflanze verzeiht auch den einen oder anderen Pflegefehler. Edellieschen sind ausdauernde oder einjährige krautige, aufrechte Stauden und Halbsträucher. Die Pflanzen besiedeln unterschiedliche Habitate, man findet sie in der Nähe von Fließgewässern an feuchten Standorten, in den Tropen und gemäßigten Gebieten (außer Australien, Neuseeland und Südamerika).

Die Sprosse der Edellieschen sind brüchig, fleischig bis sukkulent. Die Blätter können wechsel- bis gegenständig oder wirtelig angeordnet sein.

Impatiens Cultivars Neuguinea-Gruppe ( Beispiel Bild ansehen )

Diese Gruppe besteht aus krautigen, 20 bis 30 cm hohen Pflanzen mit aufrechtem bis breitverzweigtem Wuchs und wechselständig angeordneten, lanzettlich geformten, grün bis dunkelrotgrün glänzenden Blättern. Einige Sorten bilden auf den Blättern gelbe Mittelzonen auf. Die großen, flachen Blüten bilden zahlreich aus den oberen Blattachseln. Große Pflanzen der Impatiens Cultivars Neuguinea-Gruppe können besonders gut in Ampeln verwendet werden.

Standort / Licht

Ein Edellieschen pflegt man an einem sehr hellen, teilsonnigen Standort, ohne Sonnenbestrahlung während der heißen Mittagsstunden. Die Pflanzen vertragen aber morgens und abends direkte Sonnenbestrahlung.

Edellieschen benötigen ganzjährig eine Beleuchtungsstärke von mindestens 1800 Lux. Während des Sommers ist dies kein Problem, vorausgesetzt man stellt die Pflanze nicht in eine dunkle Ecke des Zimmers. In der lichtarmen Jahreszeit sollte man die Lichtwerte überprüfen, nur ein ausreichend hell gepflegtes Edellieschen bleibt auch während der Überwinterung gesund und schädlingsfrei.

Standort für Zimmerpflanzen

Lesetipp: So findet man den richtigen Standort

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Pflanzen bleiben nur gesund und vital, wenn ihre Lichtbedürfnisse erfüllt werden. Kenntnisse über die Lichtstärke, angegeben in Lux, geben Auskunft ob der Standort hell genug ist. Pflanzen mit geringem Lichtbedarf benötigen immer noch mindestens 500 bis 600 Lux. Zimmerpflanzen für sehr helle Standorte brauchen 1600 Lux und mehr.

Himmelsrichtung, Jahreszeit, Verglasung und vor der Wohnung stehende Bäume und Büsche reduzieren die Lichtstärke schnell um 30 bis 70%. Bereits 2 bis 3 Meter hinter einem hellen Fenster kann es bereits zu dunkel für die meisten Topfpflanzen sein. Auch zu viel Licht ist für zahlreiche Zimmerpflanzen schlecht, es muss abgeschattet werden oder man ändert den Standort.

Lichtmangel Symptome

  • Lange, helle zum Licht wachsende Triebe, weiter Blattabstand und bleiches, aufgehelltes Laub
  • Schlaffer, nicht stabiler Wuchs
  • Dünne, blassgrüne, durchscheinende Blätter
  • deutlich zu kleine Blätter, weiche Triebe
Standort finden

Sicherheit über die Lichtstärke erhält man nur mit einem Luxmeter. Dieses wichtige Hilfsmittel finden Sie hier:

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Edellieschen Gießen / Wässern

Das Edellieschen wird während der Vegetationsphase, vom Frühling bis zum Herbst, reichlich gegossen. Das Substrat muss gleichmäßig durchfeuchtet gehalten werden, es darf nur an der Oberfläche leicht antrocknen. Das ist dann der richtige Zeitpunkt zum erneuten Gießen.

Pflanzen reichlich gießen

Reichlich gießen

Man verabreicht dem Edellieschen soviel Wasser, bis dieses aus dem Abzugsloch wieder herausläuft. Das sich in dem Untersetzter ansammelnde Wasser wird nach ca. 20 Minuten abgeschüttet.

Auch Pflanzen mit einem hohen Wasserbedarf leiden wenn die Wurzeln längere Zeit im Wasser stehenbleiben. Werden die Pflanzen über den Untersetzer und nicht direkt über das Substrat gegossen, so gibt man solange Wasser in den Untersetzer bis sich die Erdoberfläche leicht feucht anfühlt und das Substrat kein Wasser mehr aufnimmt

Edellieschen vertragen keine Staunässe. Überschüssiges Wasser muss frei ablaufen können oder ca. 20 Minuten nach dem Gießen aus dem Übertopf abgeschüttet werden, denn Staunässe führt schnell zur Wurzelfäule. Man darf das rechtzeitige Gießen der Pflanze nicht vergessen, denn ein durchgetrockneter Ballen (Ballentrockenheit) ist für das Edellieschen ebenfalls schädlich. Beim Wassergeben sollten die Blüten nicht nass gemacht werden. Sehr buschige Pflanzen kann man direkt über den Untersetzer gießen.

Wann, wie viel und wie oft gegossen wird kann nicht generell beantwortet werden. Das sorgt, besonders bei unerfahrenen Pflanzenfreunden für Unsicherheit. Man sollte es sich aber auch nicht zu schwer machen.

Grundsatz beim Gießen

Wenn man sich nicht sicher ist, sollte man lieber etwas weniger als zu viel Gießen. Die wenigsten Zimmerpflanzen gehen an Trockenheit ein, meistens werden sie zu Tode gewässert.

Weshalb wird zu viel gewässert ?

Wenn eine Pflanze schlapp aussieht, greifen viele Hobbygärtner zuerst zur Gießkanne. Dies ist der mit Abstand häufigste Pflegefehler. Bei schlaffen Pflanzen sollte man nicht wässern ohne die Erde zu prüfen, denn sehr oft ist nicht der Wassermangel an einer siechenden Pflanzen schuld.

Zum Prüfen des Feuchtigkeitsgehalts fühlt man zuerst mit einem Finger oder dem Handrücken ob sich das Substrat feucht anfühlt. Besteht weiterhin Unsicherheit, so zerreibt man einige Erdkrümel zwischen den Fingern. Feuchte oder trockene Erde kann man so gut unterscheiden. Vor und nach dem Gießen sollten Sie das Pflanzgefäß kurz anheben, so bekommen sie ein Gefühl für das Gewicht und recht schnell auch für den Feuchtigkeitsgehalt des Topfballens.

Große Pflanzgefäße erfordern einen Feuchtigkeitsmesser. Damit kann man in der Topfmitte schnell und zuverlässig die Feuchtigkeit ermitteln. Das Messgerät ist preiswert zu erstehen und er gehört zu jeder Grundausrüstung eines Pflanzenliebhabers.

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Weshalb sterben Pflanzen bei zu viel Wasser?

Eine schlapp aussehende Pflanze kann oft kein Wasser aufnehmen, weil sie bereits über einen längeren Zeitraum hin zu stark vernässt war. Dadurch ist zu wenig Sauerstoff in der Erde und die Wurzeln werden faulig. Die zerstörten Wurzeln können kein Wasser mehr aufnehmen und die Pflanze wird schlapp. Ein Zeichen von Wassermangel, aber nicht durch zu wenig Gießen sondern wegen der verfaulten Wurzeln. Jetzt hilft nur noch schnelles Austopfen der Pflanze, alle Wurzeln von der vernässten Erde säubern, abgestorbene und verfaulte, schwarze Wurzeln abzupfen und abschneiden. Dann wird die Pflanze in frische Erde eingetopft und bis zur Bildung neuer Wurzeln, etwa 1 bis 2 Monate sparsam gegossen. Mit etwas Glück erholt sich die Pflanze.

So verhindert man das Wurzelsterben

Gießen Sie nie vorbeugend oder auf Verdacht. Erst die Erde auf Feuchtigkeit kontrollieren, dann Gießen. Alles nach dem Wässern im Untersetzer oder Übertopf stehenbleibende Wasser muss spätestens nach 5 Minuten abgegossen werden. Falls man dies verpasst, können empfindlichere Pflanzen bereits nach 10 Minuten nicht wieder gut zu machende Wurzelschäden erleiden.

Was tun bei Ballentrockenheit ?

Wenn der Ballen mal völlig abgetrocknet ist, reicht einfaches Gießen, besonders bei kleineren Pflanzgefäßen, nicht aus. Der gesamte Topf muss solange vollständig bis zu Erdoberfläche in Wasser getaucht werden, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen.

Lesetipp: Pflanzen reichlich, mäßig, sparsam gießen & der richtige Zeitpunkt zum Wässern
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Luftfeuchtigkeit

Eine leicht erhöhte Luftfeuchtigkeit, 60 bis 75%, ist für Edellieschen vorteilhaft. Bei einer ausreichend hohen Luftfeuchtigkeit gedeihen die Pflanzen gesund und entwickeln sich prächtig, sofern auch die anderen Pflegebedürfnisse ausreichend erfüllt werden.

Bei Bedarf sollte man die Luftfeuchte erhöhen, hierfür eignen sich in der Nähe der Pflanze aufgestellte Luftbefeuchter (hier über Amazon erhältlich) oder Verdunster für Heizkörper (hier über Amazon).

Zusätzlich ist es hilfreich, die Pflanze hin und wieder mit weichem, zimmerwarmem Wasser einzusprühen. Damit die Sprühdüse nicht verstopft verwendet man gefiltertes Regenwasser. Leitungswasser eignet sich nicht so gut, denn es hinterlässt im Laufe der Zeit oft Flecken auf den Blättern. Am besten funktioniert das Einsprühen mit einem kleinen Drucksprüher mit Schlauch und Lanze (hier über Amazon erhältlich).

Damit können die Blätter der Pflanze unproblematisch von allen Seiten, auch von unten besprüht werden, ohne den Topf drehen zu müssen. Dies ist bei empfindlichen Zimmerpflanzen wichtig, denn manche reagieren mit Knospen- oder Blattfall auf eine Änderung des Lichteinfalls. Einfache Handsprüher wie sie z.B bei Haushaltsreinigern verwendet werden, sind unpraktisch in der Verwendung und gehen meist schnell kaputt.

Edellieschen überwintern / Ruheperiode

Wenn sich die Lichtintensität verringert, legen die Edellieschen eine Ruheperiode von Oktober bis Anfang ein. Man überwintert die Edellieschen an einem hellen Platz, möglichst mit etwas Sonnenbestrahlung und Temperaturen nicht unter 16 °C. Höher Überwinterungstemperaturen führen zu unansehnlichen Pflanzen.

Während der Überwinterung werden die nur ein- bis zweimal sehr schwach gedüngt. Man gießt Edellieschen in dieser Zeit nur mäßig, lässt aber den Topfballen nie gänzlich austrocknen.

Zu Beginn der Vegetationsperiode werden die Edellieschen wieder kräftiger gegossen. Beginnt die Pflanze nun kräftig auszutreiben, so fängt man auch wieder mit dem regelmäßigen Düngen an.

Zum Überwintern der Edellieschen eignen sich frostsichere, ungeheizte Räume. Ein kühler Kellerraum, ein Treppenhaus, ein Wintergarten oder eine frostfreie Garage geben einen guten Überwinterungsraum ab. Um das für die Überwinterung notwendige Licht bereitzustellen, eignen sich dicht über den Pflanzen angebrachte Leuchtstoffröhren bzw. noch energiesparendere Pflanzlampen mit LED. Bei einem Standort im Wintergarten oder vor ausreichend großen Süd-, Südwest-, oder Südostfenstern mit ungehindertem Lichteinfall ist in der Regel keine Zusatzbeleuchtung erforderlich.

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Lesetipp: Ruhe- und Vegetationsperiode der Pflanzen

Aufenthalt im Sommer

Pflanzen reichlich gießen

Edellieschen kann man im Sommer als unermüdliche Blühpflanzen auf der Terrasse oder dem Balkon pflegen. Ein heller, halbschattiger Platz ist als Standort gut geeignet.

Edellieschen wirken besonders schön, wenn mehrere unterschiedlich blühende Arten in einer größeren Blumenampel zusammenpflanzt.

Bei längeren Regenperioden sollten die Pflanzen vor dem Regen geschützt sein.

Temperatur

Edellieschen wachsen bei Temperaturen von 18 bis 24 °C recht gut. Bei höheren Temperaturen sollte man die Luftfeuchtigkeit etwas erhöhen. Ein mit Kieseln und Wasser gefüllter Untersetzter, sowie tägliches Einsprühen mit zimmerwarmem, abgestandenem Wasser ist dem Wachstum und der Blütenbildung zuträglich.

Die angegebenen Temperaturen sollte man nicht schnell und/oder über einen längeren Zeitraum über- oder unterschreiten. Extreme Temperaturen und Temperaturschwankungen führen zu Hitze- oder Kältestress. Sind die Temperaturen über das zuträgliche Maß hinausgestiegen, äußert sich dies durch gelbe und verwelkte Blätter. Bei zu kalter Pflege oder nach einem kräftigem Kälteschock, z. B. durch übermäßiges Lüften im Winter, werden die Blätter weicher, schlaff und manchmal durchsichtig.

Lesetipp: Informatives über Temperatur, Zugluft, Heizkörper und Kälteschock
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Edellieschen vermehren

Im Frühjahr vermehrt man ein Edellieschen mit Kopfstecklingen. Die Stecklinge werden einzeln in kleine Töpfe mit einer gut angefeuchteten Mischung aus gleichen Teilen Torf und Sand gesteckt. Dann stülpt man einen Plastikbeutel über die Töpfe und stellt sie an einen hellen Platz.

Stecklingesvermehrung

Ein wenig Morgen - oder Abendsonne beschleunigt das Bewurzeln der Stecklinge. Innerhalb der nächsten 3 bis 4 Wochen sollten die Stecklinge angewurzelt sein. Die jungen Edellieschen werden nun in das für ausgewachsene Pflanzen empfohlene Erdgemisch umgetopft und wie ausgewachsene Pflanzen weiterkultiviert.

Edellieschen kann man auch mit Samen vermehren, gefüllte Sorten lassen sich jedoch meist nur mit Stecklingen vermehren.

Lesetipp: So vermehrt man Zimmerpflanzen erfolgreich
Einkaufstipp: Aufzucht-, Anzucht u. Gewächshäuser zur Vermehrung

Erde / Substrat

Ideal für die Pflege des Edellieschen ist ein Substrat mit einem schwach saurem Boden pH-Wert.

Die Pflanzen aus der Impatiens Neuguinea-Gruppe benötigen einen Boden ph-Wert zwischen 6,0 und 6,8.

Die Pflanzen gedeihen auch in handelsüblicher Blumenerde auf Kompostbasis. Der pH-Wert ist auf der Verpackung angegeben und sollte innerhalb der tolerierten Werte liegen. Bei falschem pH-Wert wird sich ein Edellieschen nicht gesund entwickeln können.

Die einfachen Blumenerden aus dem Baumarkt, Gartencenter oder der Gärtnerei sind nur bedingt empfehlenswert, da einige Anforderungen an Pufferkraft, Wasser- und Nährstoffregulierung, etc. nicht gewährleistet sind.

Ein gutes Substrat

Das richtige Substrat-Gemisch gewährleistet einen guten Halt der Pflanze und eine gute Belüftung des Wurzelbereiches. Landerde stellt den pH-Wert ein und verbessert die Aufnahme- und Speicherfähigkeit für Wasser und Nährstoffe. Ein gutes Substrat verfügt über eine gute Puffereigenschaft und darf über einen längeren Zeitraum seine vorteilhaften Eigenschaften nicht verlieren.

Durch die Fremdstoffe Quarzsand, Bims-Kies, Lavalit, Lavagranulat und andere geeignete Zuschlagstoffe verändert man nicht nur die physikalischen sondern auch die chemischen Eigenschaften des Substrats. Kleine Kiesel, Styromull, Splitt und ähnliches verbessern den Wasserabzug nach dem Gießen. Dies hilft Staunässe und damit Wurzelfäulnis vorzubeugen.

Andere wichtige Eigenschaften für eine gute Topfpflanzenerde werden von den Herstellern aus finanziellen und Transportgründen unzureichend berücksichtigt. Dies betrifft die Speicherfähigkeit für Wasser und Nährstoffe, die Luftführung innerhalb des Substrats und die Standfestigkeit um ein zusammensacken und verdichten zu verhindern.

Pufferkraft des Substrats

Auch die Pufferkraft eines Substrats ist sehr wichtig, die Pufferkraft verhindert:

  • schnelles Austrocknen der Blumenerde
  • Versalzungen an den Wurzeln
  • Schwankungen im Nährstoffvorrat
  • schnelle Veränderungen des pH-Werts

Ausführliche Informationen, Substratrezepte und Bezugsquellen finden Sie hier: Erde oder Substrat ? - Die perfekte Mischung für alle Zimmerpflanzen

Wenn man das Edellieschen in gut abgestimmtes Substrat pflanzen möchte, mischt man sich dieses selber. Die Herstellung ist nicht schwierig. Als Belohnung erhält man eine dauerhaft gesunde und wüchsige, gegenüber Krankheiten und Schädlingen gut resistente Pflanze, vorausgesetzt die restlichen Pflegeanforderungen an Licht, Wasser, Temperatur und Nährstoffe werden ebenfalls erfüllt.

Substratmischung für Edellieschen

  • 3 Anteile saures Torfsubstrat
  • 2 Anteile Blumenerde auf Humusbasis
  • 1,5 bis 2,5 Anteile Ackererde mit Tonanteil
  • 0,5 Anteile Quarzsand
  • 1 Anteil Bims-Kies, Lavalit, oder Lavagranulat

Alles muss gut miteinander vermischt werden.

Die hier angegebene Mischung eignet sich für alle Edellieschen.

Der Boden pH-Wert wird mit der Zugabe von mehr oder weniger Landerde eingestellt. Wichtig dafür ist das Mischungsverhältnis von Landerde zu saurem Torf oder Humussubstrat (Verpackungsaufdruck pH-Wert beachten). Alles muss gut miteinander vermischt werden. Mit einem pH-Meter oder mit Indikatorstreifen kann man den pH-Wert der fertigen Mischung ermitteln und gegebenenfalls korrigieren.

Torfsubstrat dient als Basis für die Mischung.
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Lesetipp: Erde oder Substrat ? - Die perfekte Mischung für alle Zimmerpflanzen

Edellieschen umtopfen

Ein Edellieschen topft man nur um, wenn der alte Erdballen stark durchwurzelt ist. Die beste Zeit dafür ist im zeitigen Frühjahr.

Die Pflanzen dürfen zum Umtopfen nicht in Blüte stehen. Ungünstig ist es auch, wenn die Pflanzen bereits mit kräftigem Wachstum begonnen haben und die neuen Blätter noch sehr klein sind.

Zum Umtopfen des Edellieschen wird die alte Erde aus den Wurzeln geschüttelt, und sämtliche abgestorbenen toten Wurzeln der Pflanze werden abgeschnitten. Auch lebende Wurzeln können bei Bedarf etwas gestutzt werden. Nach dem Umtopfen schützt man die Edellieschen 2 bis 3 Wochen vor direkter Sonnenbestrahlung. Eine gut umgetopfte Pflanze erholt sich schnell und wird bald weiterwachsen.

Lesetipp: Umtopfen der Zimmerpflanzen - Theorie & Praxis
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Düngen / Nährstoffbedarf

Vom Frühjahr bis zum Herbst wird ein Edellieschen alle zwei Wochen mit Flüssigdünger mäßig gedüngt.

Während des Winters düngt man seltener und in schwächerer Konzentration. Zwischen November und März reichen ein bis zwei Düngergaben aus.

Lesetipp: Richtiges Düngen der Zimmerpflanzen
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Edellieschen schneiden

Ein Edellieschen verträgt problemlos einen Rückschnitt im zeitigen Frühjahr. Zu lange Triebe kürzt man maximal um 2/3 ihrer Länge. Das Schneiden der Triebe einer Pflanze die nicht verholzt sind macht man mit einem scharfen Messer. Verholzte Triebe beschneidet man immer mit einer Gartenschere.

Lesetipp: Der richtige Rückschnitt von Pflanzen
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Schädlinge, Pflegefehler & Hinweise

Werden Edellieschen bei zu niedriger Luftfeuchtigkeit oder zu warm gepflegt, so kann ein Befall von Roter Spinne auftreten. Auch Blattläuse oder die weiße Fliege sind häufiger anzutreffen.

Alle Edellieschen sind im frischen Zustand schwach giftig.

Erste Hilfe Maßnahmen und Notrufnummern haben wir Ihnen auf unserer Seite Vergiftung durch Pflanzen zusammengestellt. Besonders wichtig ist es, den Kindern einen richtigen Umgang mit Pflanzen zu vermitteln, denn eine ständige Kontrolle nicht möglich ist. Dies gilt besonders für verlockend aussehende Früchte, Blüten und Beeren. Beispiele für Giftpflanzen im Außenbereich sind Maiglöckchen, Oleander, Pfaffenhütchen, Eibe. In Wohnungen findet man beispielsweise Efeu, Dieffenbachia oder Wandelröschen.

Hier können Sie Schadbilder und Symptome an ihrer Pflanze bestimmen und Gegenmaßnahmen ergreifen.

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