Hornhaut – Hausmittel der Naturheilkunde

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Unter Hornhaut versteht man eine durch kräftige Beanspruchung oder Reibung entstandene hornartige Verdickung der Oberhaut. Hornhaut tritt meist an den Fußsohlen, den Fußgelenken oder den Fersen auf. Hornhaut kann sich aber auch an den Händen bilden. Insbesondere wir Pflanzenfreunde kennen die durch das Arbeiten mit Spaten, Schaufeln und anderen Gartenwerkzeugen hervorgerufenen Schwielen an den Händen.

Manchmal bilden sich neben der Hornhaut auch schmerzhafte Schrunden, kleine Risse in der Haut. Rezepte zur Behandlung der Schrunde finden Sie auf der Seite "Schrunde"

Auf dieser Seite finden Sie Rezepte und Hausmittel mit Heilkräutern und Heilpflanzen, die traditionell bei Hornhaut angewendet werden.

Schöllkraut (Chelidonium majus): gelbe, vierzählige Blüten und Knospen über gelappten, hellgrünen Blättern

Schöllkraut: Der Saft seiner frisch gesammelten Blätter kommt zum Einreiben im Abschnitt „Auftragen auf die Hornhaut“. Zum Rezept

Schöllkraut von Alvesgaspar, CC BY-SA 3.0

Auftragen auf die Hornhaut

Zum Entfernen der Hornhaut eignet sich das Einreiben oder Bestreichen der betroffenen Hautpartien mit einem der hier aufgeführten frischen Pflanzensäfte. Die von der Hornhaut umgebenen Hautpartien müssen vor der Anwendung mit einer Fettsalbe geschützt werden.

Schöllkrautsaft

Man presst den Saft aus frisch gesammelten Blättern des Schöllkrauts.

ℹ️ Hinweis: Nach Anwendung auf Warzen wurde eine Kontaktdermatitis berichtet; die frische Pflanze kann durch den Milchsaft akut giftig wirken – siehe Sicherheitshinweise.

⚠️ Hinweis: Nach den im EMA-Bewertungsbericht wiedergegebenen deutschen Auflagen von 2008 ist die Einnahme bei Lebererkrankungen sowie in Schwangerschaft und Stillzeit kontraindiziert – siehe Sicherheitshinweise.

Sicherheitshinweis für das Schöllkraut »

Saft der Roten Fetthenne

Man presst den Saft aus frisch gesammelten Blättern und Stängeln der Roten Fetthenne.

Sicherheitshinweis für die Rote Fetthenne »

Aufguss mit Efeublättern

Man legt frisch gesammelte Efeublätter in Essig. Nach 5 Tagen werden die Blätter mit einer Schere klein zerschnitten. Die Blattstückchen werden auf die Hornhaut aufgeschichtet und mit einem fest anliegenden Verband gut angedrückt. Die Blätter müssen 3 Tage auf der Hornhaut einwirken. Die umgebende Haut um die Hornhaut herum muss bei dieser Anwendung unbedingt mit einer fetthaltigen Creme geschützt werden.

Sicherheitshinweis für den Efeu »

Sicherheitshinweise zu den Pflanzen

Die folgenden Absätze und Hinweise sind wörtlich von den jeweiligen Pflanzenseiten übernommen (erster Absatz des Sicherheitsabschnitts und die Hinweise unter „Anwendung von …“).

Sicherheit & Toxizität von Chelidonium majus (Schöllkraut)

Der Ausschuss für pflanzliche Arzneimittel der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA/HMPC) hat für Schöllkraut (Chelidonii herba) keine Monographie erstellt, sondern 2011 eine öffentliche Stellungnahme veröffentlicht. Darin wird das Nutzen-Risiko-Verhältnis der Einnahme (orale Anwendung) als negativ bewertet; es stünden sicherere pflanzliche Arzneimittel für dieses Anwendungsgebiet zur Verfügung. Für die äußerliche Anwendung sah der Ausschuss das Anwendungsgebiet durch Marktdaten zur Monotherapie nicht ausreichend belegt.

⚠️ Hinweis: Die Europäische Arzneimittel-Agentur bewertet das Nutzen-Risiko-Verhältnis der Einnahme von Schöllkraut als negativ; berichtet wurden Leberschäden bis zum Leberversagen – siehe Sicherheitshinweise.

ℹ️ Hinweis: Nach Anwendung auf Warzen wurde eine Kontaktdermatitis berichtet; die frische Pflanze kann durch den Milchsaft akut giftig wirken – siehe Sicherheitshinweise.

⚠️ Hinweis: Nach den im EMA-Bewertungsbericht wiedergegebenen deutschen Auflagen von 2008 ist die Einnahme bei Lebererkrankungen sowie in Schwangerschaft und Stillzeit kontraindiziert – siehe Sicherheitshinweise.

Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Schöllkraut – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.

Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Schöllkraut

Sicherheit von Hylotelephium telephium (Rote Fetthenne)

In der Giftpflanzen-Phytotoxin-Datenbank (TPPT) der Schweizer Forschungsanstalt Agroscope ist die Fetthenne unter ihrem Synonym Sedum telephium L. s. l. als für Mensch und Tier schwach giftig eingestuft; als giftige Teile sind Frucht und Blatt genannt. Für Hylotelephium telephium liegt keine Bewertung des Ausschusses für pflanzliche Arzneimittel (HMPC) der EMA vor.

Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Rote Fetthenne – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.

Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Rote Fetthenne

Sicherheit & Toxizität von Hedera helix (Efeu)

Efeublätter-Zubereitungen dürfen nicht bei Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder gegen Pflanzen der Familie der Araliengewächse angewendet werden, und nicht bei Kindern unter 2 Jahren (Risiko einer Verschlechterung der Atemwegssymptome durch schleimlösende Wirkstoffe).

Quelle: Sicherheitsabschnitt der Seite Efeu – eine Heilpflanze der Volksmedizin; Quellenangaben unter Quellen.

Vollständiger Sicherheitsabschnitt: Efeu

Verwandte Hausmittel

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Quellen

Grundlage der bisherigen Texte:

  • Geheimnisse und Heilkräfte der Pflanzen. Verlag Das Beste, ISBN-10: 3716600261
  • Der Kosmos Heilpflanzenführer: Über 600 Heil- und Giftpflanzen Europas, Franckh Kosmos Verlag, ISBN-10: 3440162680
  • RHS Die große Pflanzen-Enzyklopädie von A – Z, DK Verlag Dorling Kindersley, ISBN-10: 3831017298
  • Wikipedia - Heilpflanze
  • Wikipedia - Liste von Heilpflanzen
  • Wikipedia - Pflanzenheilkunde
  • Das große Lexikon der Heilpflanzen: 550 Pflanzen und ihre Anwendungen, Dorling Kindersley Verlag GmbH, ISBN 3831032327

Für die Überarbeitung gelesen:

Häufige Fragen zur Hornhaut

Was versteht man unter Hornhaut?

Unter Hornhaut versteht man eine durch kräftige Beanspruchung oder Reibung entstandene hornartige Verdickung der Oberhaut.

Wo tritt Hornhaut auf?

Hornhaut tritt meist an den Fußsohlen, den Fußgelenken oder den Fersen auf.

Kann sich Hornhaut auch an den Händen bilden?

Hornhaut kann sich aber auch an den Händen bilden.