Schöllkraut - als Heilpflanze verwenden

Schöllkraut

Schöllkraut

Foto: H. Zell
GFDL

Name: Chelidonium L.
Pflanzennamen im Volksmund: Goldwurz, Warzenkraut
Pflanzenfamilie: Mohngewächse (Papaveraceae)
Wuchshöhe: 20 bis 100 cm
Verwendung: Innerlich und Äußerlich
Die pharmazeutische Industrie verwendet Inhaltsstoffe dieser Pflanze
Heilkraut Anwendung - Rezepte finden Sie hier:
Hühnerauge, Schwiele, Warze

Steckbrief / Beschreibung

Das Schöllkraut gehört als einziger Vertreter in die Gattung Chelidonium. Die ab dem Monat Mai blühende Pflanze wächst bevorzugt an Wegrändern, in und unter Hecken und auf Natursteinmauern. Das Schöllkraut blüht ausdauernd bis in den Monat Oktober. Besonders auffällig am Schöllkraut ist der gelbe Milchsaft, der bei einer Verletzung der Pflanze austritt. Betupft man mit dem Saft des Schöllkrauts Warzen, können diese allmählich zum Absterben und Verschwinden gebracht werden. Ab dem Mittelalter wurden Anwendungen mit dem Schöllkraut bei Erkrankungen von Galle und Leber empfohlen. Da das Schöllkraut jedoch zu Vergiftungen führen kann, darf die Pflanze nur auf Anordnung eines Arztes innerlich angewandt werden.

Im Schöllkraut sind, wie auch in allen anderen Mohngewächsen, giftige Alkaloide als Hauptwirkstoffe enthalten. Das Schöllkraut wurde früher auch wegen seiner schmerzlindernden Wirkung verwendet. Die Wirksamkeit ist aber nicht so stark wie die des aus dem Schlafmohn gewonnenen Opiums oder Morphiums. Im Milchsaft des Schöllkrautes wurden bisher 20 Alkaloide nachgewiesen. Nur die reifen Samen des Schöllkrautes sind alkaloidfrei, die Schotenfrüchte selbst haben jedoch einen sehr hohen Alkaloidgehalt.

Standort / Hier findet man Schöllkraut

Diese Heilpflanze ist im gesamten europäischen Raum beheimatet. Das Schöllkraut ist besonders häufig in auf altem Gemäuer, Schuttplätzen, Wegrändern und unter Hecken zu finden. Die Pflanze bevorzugt stickstoffreiche Böden.

Wirkung der Heilpflanze / Heilwirkung - Schöllkraut

Das Schöllkraut wirkt abführend, blutdrucksenkend, gallensekretionfördernd, antiviral, antibakteriell, entzündungshemmend und krampflösend. Der Geruch des Schöllkrautes ist unangenehm bis widerlich, der Geschmack dieser Heilpflanze ist bitter und scharf brennend.

Verwendete Pflanzenteile

In der Naturheilkunde benutzt man von dem Schöllkraut die Blätter, den vor der Blüte gewonnenen frischen Milchsaft, den Wurzelstock und die Wurzeln. Die Wurzeln färben sich beim trocknen schwarz.

Inhaltsstoffe des Schöllkrauts

Wichtige Inhaltsstoffe dieser Heilpflanze sind: Alkaloide, Saponine, Farbstoff, ätherisches Öl

Anwendung mit der Heilkraft dieser Pflanze

Das Schöllkraut wird in der Naturheilkunde innerlich und äußerlich angewendet. Bei einer inneren Anwendung in geringen Dosen, zum Beispiel als Teeaufguss, fördern die Inhaltsstoffe den Gallefluss und regen die Leberfunktion an. Ein mit Schöllkraut aufgegossener Tee hat eine entkrampfende Wirkung. Anwendungen mit dem Schöllkraut  in der Naturheilkunde finden Sie auf diesen Seiten: Hühnerauge, Schwiele, Warze

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Bilder des Schöllkrauts

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